{"id":5885,"date":"2021-02-14T16:18:38","date_gmt":"2021-02-14T13:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/pressestimmen-zu-donald-trump-trump-ist-toxisch-geworden\/"},"modified":"2021-02-14T16:18:38","modified_gmt":"2021-02-14T13:18:38","slug":"pressestimmen-zu-donald-trump-trump-ist-toxisch-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/pressestimmen-zu-donald-trump-trump-ist-toxisch-geworden\/","title":{"rendered":"Pressestimmen zu Donald Trump: \u00bbTrump ist toxisch geworden\u00ab"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/48096099-dd82-49cc-bdd0-ff218e68b475_w948_r1.77_fpx33.31_fpy49.97.jpg\" title=\"Abgew\u00e4hlter US-Pr\u00e4sident Donald Trump: \u00bbDass er ... nicht zur Verantwortung gezogen wird, ist eine Schande.\u00ab\" alt=\"Abgew\u00e4hlter US-Pr\u00e4sident Donald Trump: \u00bbDass er ... nicht zur Verantwortung gezogen wird, ist eine Schande.\u00ab\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Abgew\u00e4hlter US-Pr\u00e4sident Donald Trump: \u00bbDass er &#8230; nicht zur Verantwortung gezogen wird, ist eine Schande.\u00ab<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Glen Stubbe \/ imago images\/ZUMA Press  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Knapp sechs Wochen nach der Erst\u00fcrmung des Kapitols durch w\u00fctende Anh\u00e4nger Donald Trumps hat der US-Senat den Ex-Pr\u00e4sidenten im Amtsenthebungsverfahren vom Vorwurf der \u00bbAnstiftung zum Aufruhr\u00ab freigesprochen. Eine Mehrheit von 57 Senatoren stimmte am Samstag nach nur f\u00fcnf Tagen der Verhandlungen zwar f\u00fcr eine Verurteilung des Republikaners, sie verfehlten damit aber die n\u00f6tige Zweidrittelmehrheit von 67 Stimmen. 50 Demokraten und sieben Republikaner stimmten f\u00fcr eine Verurteilung Trumps.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Joe Biden sprach vom \u00bbEnde eines traurigen Kapitels\u00ab amerikanischer Geschichte. \u00bbAuch wenn die letzte Abstimmung nicht zu einer Verurteilung gef\u00fchrt hat, ist das Wesentliche der Anschuldigung unbestritten\u00ab, hei\u00dft es in einer am sp\u00e4ten Samstagabend (Ortszeit) vom Wei\u00dfen Haus verbreiteten Erkl\u00e4rung Bidens.<\/p>\n<p>So sehen es auch viele Kommentatoren in den deutschen und internationalen Medien: An Trumps Verantwortung f\u00fcr den Sturm auf das Kapitol best\u00fcnden keine Zweifel. Dass er nicht zur Verantwortung gezogen werden k\u00f6nne, sei eine Schande. Aber das Verfahren sei dennoch wichtig und richtig gewesen. Denn bei dem Prozess vor dem US-Senat hatten die Demokraten die Gelegenheit zu demonstrieren, dass die Republikaner in der Mehrheit nicht in der Lage seien, sich von ihrem demokratiever\u00e4chtenden Anf\u00fchrer loszusagen.<\/p>\n<p><strong>Die Kommentare in Ausz\u00fcgen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00bbNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u00ab<\/strong><\/p>\n<p>Das Impeachment-Verfahren hat noch klarer gemacht, dass der 6. Januar eine Z\u00e4sur ist, ein Tabubruch, der Amerika ersch\u00fcttert hat und den es nicht leichtfertig hinnimmt. Trumps Erbe ist untrennbar damit verkn\u00fcpft. Der ehemalige Pr\u00e4sident ist toxisch geworden. Er begeistert seine Anh\u00e4nger, aber weit mehr Menschen lehnen ihn entschieden ab.<\/p>\n<p>Die Demokraten haben die Republikaner mit dem Impeachment zu einem Bekenntnis gezwungen. Eine Mehrheit der Parteielite h\u00e4lt aus Angst vor der Wut der Basis zu Trump. Doch das einstige Idol spaltet die Partei und vergrault gem\u00e4\u00dfigte W\u00e4hler. Das Verbot einer neuerlichen Kandidatur haben die Demokraten zwar nicht erreicht. Aber dass Trump in vier Jahren nochmals ins Wei\u00dfe Haus einziehen wird, ist trotzdem schwer vorstellbar.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Welle<\/strong><\/p>\n<p>Dass er daf\u00fcr nicht zur Verantwortung gezogen wird, ist eine Schande. Dass diese Bilder zwar manche republikanische W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler zum Nachdenken gebracht haben, nicht aber die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Senatorinnen und Senatoren bietet allen Grund zur Sorge.<\/p>\n<p>Der Ausgang dieses Verfahrens macht deutlich, wie sehr Donald Trump die Republikanische Partei weiter im Griff h\u00e4lt. Wie gro\u00df die Sorge der Abgeordneten ist, von der Trump-Anh\u00e4ngerschaft abgestraft zu werden, wenn sie das Recht \u00fcber den eigenen Machterhalt gestellt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Was ein Befreiungsschlag h\u00e4tte werden k\u00f6nnen, endet in der Zementierung der Gespaltenheit dieses Landes. F\u00fcr die internationale Gemeinschaft ein klares Indiz daf\u00fcr, wie sehr die USA in den kommenden Jahren mit sich selbst besch\u00e4ftigt sein werden.<\/p>\n<p><strong>Zeit Online<\/strong><\/p>\n<p>Nach nur f\u00fcnf Verhandlungstagen endet der k\u00fcrzeste Impeachment-Prozess der US-Geschichte mit einem vorhersehbaren und f\u00fcr die Demokraten entt\u00e4uschenden Ergebnis. Bleibt die Frage: War es das wert?<\/p>\n<p>Die Antwort lautet ganz klar: ja. Die Demokraten haben in ihren Ausf\u00fchrungen \u00fcber die vergangenen Tage der US-\u00d6ffentlichkeit noch einmal eindr\u00fccklich vor Augen gef\u00fchrt, was f\u00fcr ein Pr\u00e4sident da abgew\u00e4hlt wurde. Ein Pr\u00e4sident, der wochenlang gegen das demokratisch legitime Wahlergebnis wetterte, der in Sichtweite des Kapitols eine hetzerische Massenveranstaltung abhielt und der seinen Anh\u00e4nger nahelegte \u00bbzu k\u00e4mpfen, wie die H\u00f6lle\u00ab, angeblich, um das eigene Land zu verteidigen. Ein Pr\u00e4sident, der dem Mob weitgehend tatenlos dabei zuschaute, wie dieser die h\u00f6chste Volksvertretung st\u00fcrmte und sich anschlie\u00dfend per Twitter an der Aktion erfreute. Dass das Impeachment auch im zweiten Anlauf scheiterte, lag nicht an Donald Trumps Unschuld, sondern am Unwillen seiner Partei, sich endlich vom Einfluss ihres demokratieverachtenden Anf\u00fchrers zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p><strong>\u00bbDer Tagesspiegel\u00ab, Berlin<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man genau hinschaut, ist es trotz des Jubels der loyalsten Trump-Anh\u00e4nger ein Freispruch zweiter Klasse: Nicht nur haben sieben Republikaner f\u00fcr die Amtsenthebung \u00bbihres\u00ab Pr\u00e4sidenten gestimmt. Selbst der m\u00e4chtige Fraktionschef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hat Trump \u00bbpraktisch und moralisch\u00ab f\u00fcr schuldig befunden und ihm die Verletzung seiner Amtspflichten vorgeworfen. Dennoch stimmte er f\u00fcr einen Freispruch \u2013 nach seiner Interpretation k\u00f6nne ein Impeachment-Verfahren nicht einen ehemaligen Pr\u00e4sidenten verurteilen.<\/p>\n<p>Dieses unentschlossene Verhalten ist leider kein klarer Schnitt und zeugt von der verst\u00f6renden Feigheit so vieler Republikaner: Erst haben sie sich vor Trump in den Staub geworfen, nun kuschen sie vor der W\u00e4hlerbasis, wo Trump nach wie vor popul\u00e4r ist. Und diese Trump-Anh\u00e4nger f\u00fchlen sich best\u00e4tigt, dass dieses Verfahren nur eine politisch motivierte Hexenjagd war.<\/p>\n<p>Damit steht der Republikanischen Partei eine Zerrei\u00dfprobe bevor: Der Kern der Trumpisten gegen jene Republikaner, die ihre Partei wieder mit Anstand und W\u00fcrde zur\u00fcckgeben wollen.<\/p>\n<p><strong>\u00bbSunday Times\u00ab, London<\/strong><\/p>\n<p>Wenn ein US-Pr\u00e4sident nicht f\u00fcr schuldig befunden werden kann, nachdem er eine rebellische Invasion des Kapitols ausgel\u00f6st hat, f\u00e4llt es schwer, sich vorzustellen, was sonst daf\u00fcr erforderlich gewesen w\u00e4re. Doch Donald Trump kam damit durch, wie schon so oft.<\/p>\n<p>Das Amtsenthebungsverfahren hat Ereignisse vor Augen gef\u00fchrt, die Amerika \u00fcber das gesamte politische Spektrum hinweg geschockt haben. Eine \u00f6ffentliche Darstellung des Geschehens, das sich auf dem Capitol Hill abspielte, war in einer offenen Demokratie das Richtige. (&#8230;)<\/p>\n<p>Es mag wie ein Widerspruch in sich erscheinen, aber Trump w\u00e4re gut beraten, sich nun leise zur\u00fcckzuziehen. Die tief gespaltene Republikanische Partei muss f\u00fcr eine Zukunft ohne ihn planen. Und die Demokraten im Kongress, die sich zu Recht durch das Verfahren best\u00e4tigt sehen \u2013 wenn auch nicht durch das Ergebnis \u2013 m\u00fcssen nun nach vorn schauen.<\/p>\n<p><strong>\u00bbLa Repubblica\u00ab, Rom<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema ist, was mit den 75 Millionen W\u00e4hlern zu tun ist, die am 3. November Trumps Namen angekreuzt hatten. Unabh\u00e4ngig davon, ob sich dieser f\u00fcr eine erneute Bewerbung im Jahr 2024 entscheidet oder nicht, ist die R\u00fcckkehr zur Partei von Mitt Romney und George Bush (&#8230;) keine wirklich realistische Option. Mehr noch, eine Amtsenthebung Trumps h\u00e4tte wahrscheinlich eine Parteispaltung einl\u00e4uten k\u00f6nnen oder die Kandidatur des Ex-Pr\u00e4sidenten als Unabh\u00e4ngiger: alles Szenarien, die den Demokraten bei den n\u00e4chsten Wahlen neue Siege garantiert h\u00e4tten. Am Ende verlief die zweite Amtsenthebung nicht sehr anders als die erste. Die Zahl der \u00dcberl\u00e4ufer von den Republikanern, die f\u00fcr die Verurteilung ihres ehemaligen Pr\u00e4sidenten stimmten, nahm nur geringf\u00fcgig zu.<\/p>\n<p><strong>\u00bbSonntagszeitung\u00ab, Z\u00fcrich<\/strong><\/p>\n<p>Anders als nach einer Verurteilung k\u00f6nnen die Demokraten jetzt dem Ex-Pr\u00e4sidenten nicht mit einfacher Senatsmehrheit verbieten, jemals wieder ein \u00f6ffentliches Amt zu bekleiden. Ohnehin h\u00e4lt es aber eine wachsende Zahl von Beobachtern f\u00fcr unwahrscheinlich, dass Trump 2024 einen zweiten Anlauf auf das Wei\u00dfe Haus nehmen werde. Das Impeachment hat jedoch bekr\u00e4ftigt, welch unr\u00fchmliche Rolle Trump nach seiner Wahlniederlage vom 3. November spielte. (&#8230;)<\/p>\n<p>Dass dieser trotz aller Niederlagen vor Gericht die gef\u00e4hrliche Fiktion in Umlauf hielt, das Wahlergebnis k\u00f6nne noch umgesto\u00dfen werden, hat Trumps Verm\u00e4chtnis schwer besch\u00e4digt. Darunter leidet nicht nur sein Bild in der Geschichte, sondern auch seine F\u00e4higkeit, die Republikanische Partei in die Zukunft zu f\u00fchren. Sollte es den Demokraten beim zweiten Impeachment darum gegangen sein, dann haben sie ihr Ziel erreicht.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Abgew\u00e4hlter US-Pr\u00e4sident Donald Trump: \u00bbDass er &#8230; nicht zur Verantwortung gezogen wird, ist eine Schande.\u00ab Foto:\u2002Glen Stubbe \/ imago images\/ZUMA Press Knapp sechs Wochen nach der Erst\u00fcrmung des<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5886,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}