{"id":5764,"date":"2021-02-09T08:22:18","date_gmt":"2021-02-09T05:22:18","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/winterwetter-schneechaos-halt-an-hunderte-harren-nachts-auf-autobahn-aus\/"},"modified":"2021-02-09T08:22:18","modified_gmt":"2021-02-09T05:22:18","slug":"winterwetter-schneechaos-halt-an-hunderte-harren-nachts-auf-autobahn-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/winterwetter-schneechaos-halt-an-hunderte-harren-nachts-auf-autobahn-aus\/","title":{"rendered":"Winterwetter: Schneechaos h\u00e4lt an \u2013 Hunderte harren nachts auf Autobahn aus"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/2401717f-2746-4939-9fd3-9ddcf6436c13_w948_r1.77_fpx69.28_fpy45.jpg\" title=\"Nur noch Polizei und Rettungskr\u00e4fte fahren: Autobahn in NRW in der Nacht zum Dienstag\" alt=\"Nur noch Polizei und Rettungskr\u00e4fte fahren: Autobahn in NRW in der Nacht zum Dienstag\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Nur noch Polizei und Rettungskr\u00e4fte fahren: Autobahn in NRW in der Nacht zum Dienstag<\/p>\n<p>  Foto:\u2002FRIEDEMANN VOGEL\/EPA-EFE\/Shutterstock  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Starke Schneef\u00e4lle haben in der Nacht zum Dienstag erneut f\u00fcr Chaos auf vielen Autobahnen in Deutschland gesorgt. Auf der <strong>A2 bei Bielefeld<\/strong> verbrachten Fahrer und Mitfahrende die ganze Nacht auf der Stra\u00dfe und mussten bei klirrender K\u00e4lte zum Teil zw\u00f6lf Stunden lang in ihren Autos ausharren. Zwischenzeitlich bildete sich dort ein 37 Kilometer langer R\u00fcckstau, der sich bis nach Niedersachsen zog \u2013 auf beiden Fahrtrichtungen zusammen waren es sogar mehr als 70 Kilometer. \u00bbDie Gesamtlage ist schwierig, wir sind am Rotieren\u00ab, sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei am fr\u00fchen Dienstagmorgen.<\/p>\n<p>Die Autobahn wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt, nachdem Lastwagen schon am Montagmittag wegen des Schnees stecken geblieben waren. \u00bbEs wird aber noch sehr lange dauern, bis sich das Kn\u00e4uel aufgel\u00f6st hat\u00ab, sagte eine Sprecherin der Leitstelle NRW in der Nacht. Trotz einer Umleitung hatte sich der Stau in den fr\u00fchen Morgenstunden kaum verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Etwas weniger dramatisch war die Lage laut Polizei bei <strong>Dortmund<\/strong>, wo die<strong> A2 <\/strong>ebenfalls gesperrt war. Auf der Fahrbahn in Richtung Oberhausen hatten sich am Montagnachmittag Dutzende Lkw festgefahren, obwohl bis 22 Uhr eigentlich ein Fahrverbot f\u00fcr Lastwagen \u00fcber 7,5 Tonnen galt. \u00bbDie Polizei registrierte dort 340 Verst\u00f6\u00dfe gegen das Verbot\u00ab, sagte die Sprecherin. Einsatzkr\u00e4fte versorgten alle Liegengebliebenen mit warmen Getr\u00e4nken und Decken. Das d\u00fcrfte f\u00fcr die meisten aber nur ein schwacher Trost gewesen sein: Zwischenzeitlich zog sich der R\u00fcckstau nach Angaben des Lagezentrums zehn Kilometer lang, l\u00f6ste sich in der Nacht aber auf.<\/p>\n<p>Auch auf anderen Autobahnen war die Lage chaotisch. Auf der <strong>A10 bei Spreeau<\/strong> in Brandenburg stellten sich in der Nacht zwei Lastwagen quer auf die glatte Fahrbahn und kamen weder vor noch zur\u00fcck, wie eine Polizeisprecherin sagte. Auf der <strong>A4 in Osthessen<\/strong> hatte sich ein Stau in der Nacht zwar inzwischen aufgel\u00f6st \u2013 dort hatten Autofahrer laut Polizei aber zum Teil 15 Stunden in ihren Wagen ausgeharrt. Zum Teil kam der Verkehr nur langsam wieder in Gang, weil Polizisten Lkw-Fahrer wecken mussten, die die Wartezeit verschlafen hatten.<\/p>\n<h3>Verkehrsminister appelliert an die B\u00fcrger: Verzichtet auf Reisen<\/h3>\n<p>Am Dienstagmorgen m\u00fcssen sich <strong>Pendler <\/strong>in weiten Teilen Deutschlands auf weitere Einschr\u00e4nkungen einstellen. Schneer\u00e4um- und Reparaturtrupps seien f\u00fcr die Bahn im Einsatz, damit der Schienenverkehr auf den Hauptstrecken bis Dienstagabend schrittweise wieder aufgenommen werden k\u00f6nne, erkl\u00e4rte die Bahn am Montag. Der <strong>Fernverkehr <\/strong>war zuvor am Montag auf mehreren Verbindungen komplett eingestellt worden.<\/p>\n<p>Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer appellierte an die B\u00fcrger im Norden und in der Mitte Deutschlands, mindestens bis Mittwoch auf Reisen zu verzichten. \u00bbBei solchen extremen Bedingungen k\u00f6nnen selbst die beste Weichenheizung und das beste R\u00e4umfahrzeug an ihre Grenzen geraten\u00ab, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). \u00bbWir arbeiten an allen Ecken und Enden daran, dass wir die Nord-S\u00fcd-Verbindungen frei bekommen \u2013 dass wir wenigstens eingeschr\u00e4nkt fahren k\u00f6nnen\u00ab, k\u00fcndigte er bei \u00bbBild Live\u00ab an.<\/p>\n<p>\u00bbEs entsteht eines neues Band: ein kleines, aber sehr heftiges. Dienstag und Mittwoch werden wir an der Ostsee und bei R\u00fcgen viel Schnee bekommen und vor allem st\u00fcrmische Verh\u00e4ltnisse\u00ab, sagte der Minister weiter. Doch auch Frost werde zur Herausforderung, etwa im Osten Deutschlands.<\/p>\n<h3>Beeintr\u00e4chtigungen auch bei der Postzustellung<\/h3>\n<p>Das eisige Wetter samt Schneefall hat auch bei der Deutschen Post DHL zu Beeintr\u00e4chtigungen gef\u00fchrt. Am Montag sei es unter anderem wegen gesperrter Autobahnen in Teilen Deutschlands zu Verz\u00f6gerungen bei der Zuf\u00fchrung von Paketsendungen zu Sortierzentren gekommen, sagte ein Konzernsprecher in Bonn.<\/p>\n<p>Dies habe zur Folge gehabt, dass in manchen Gebieten die Zustellung ausgefallen sei. Als Beispiele f\u00fcr teilweise betroffene Bundesl\u00e4nder nannte der Sprecher Nordrhein-Westfalen und Th\u00fcringen.<\/p>\n<p>In Th\u00fcringen fiel die Zustellung von Briefen und Paketen fast komplett aus \u2013 nur im Th\u00fcringer Wald waren mancherorts einige Fahrzeuge unterwegs. Bei den teils chaotischen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen habe die Gesundheit der Mitarbeiter im Vordergrund gestanden, hie\u00df es von der Post.<\/p>\n<p>Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor starkem Schneefall bis zu 40 Zentimetern und Schneeverwehungen ab der Nacht zu Dienstag vor allem in Ostholstein und angrenzenden Kreisen. Hintergrund f\u00fcr die erwarteten anhaltenden Schneef\u00e4lle und Schneeverwehungen in Teilen Schleswig-Holsteins ist vor allem der sogenannte Lake-Effekt, wie Meteorologe Frank B\u00f6ttcher am Montag erl\u00e4uterte. Dabei f\u00fchrt der starke Wind \u00fcber die Ostsee Feuchtigkeit heran, die \u00fcber Land als Schnee f\u00e4llt.<\/p>\n<h3>Auf den Schnee folgt harter Frost<\/h3>\n<p>Im Vergleich zum Wochenende soll der Schneefall in den kommenden Tagen insgesamt zur\u00fcckgehen. Das gro\u00dfe Thema wird dann der strenge Frost sein \u2013 vor allem nachts. In der Mitte und im Osten Deutschlands d\u00fcrfte Nachtfrost von minus 18 Grad keine Seltenheit sein, sagte Meteorologe Martin Jonas. Bei Wind und trockener Luft k\u00f6nne die gef\u00fchlte Temperatur nachts sogar auf bis zu minus 30 Grad sinken.<\/p>\n<p>\u00bbMan sollte sich wirklich warm einpacken\u00ab, warnte eine Meteorologin des Wetterdienstes Essen angesichts der K\u00e4lte. Der Wind k\u00f6nne daf\u00fcr sorgen, dass es sehr unangenehm werde.<\/p>\n<p>Hilfsorganisationen verst\u00e4rkten unterdessen ihren Einsatz f\u00fcr Obdachlose. So war etwa in Hannover am Montagabend erneut der \u00bbK\u00e4ltebus\u00ab der Johanniter unterwegs, um Bed\u00fcrftige mit hei\u00dfem Essen und Trinken zu versorgen. Die Stadt Frankfurt hatte nach Angaben einer Sprecherin bereits am Wochenende die \u00d6ffnungszeiten der Winter\u00fcbernachtung in der B-Ebene der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor verl\u00e4ngert. Dort gibt es 150 Schlafpl\u00e4tze, von denen zuletzt etwa 100 nachts belegt waren.<\/p>\n<p>Etwa 80 Menschen \u00fcbernachteten nach Angaben der Sprecherin in den vergangenen Tagen trotz des Wetters drau\u00dfen. Sie w\u00fcrden jede Nacht von den Mitarbeitern des K\u00e4ltebusses aufgesucht und eingeladen, sich in eine Einrichtung der Obdachlosenhilfe fahren zu lassen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Nur noch Polizei und Rettungskr\u00e4fte fahren: Autobahn in NRW in der Nacht zum Dienstag Foto:\u2002FRIEDEMANN VOGEL\/EPA-EFE\/Shutterstock Starke Schneef\u00e4lle haben in der Nacht zum Dienstag erneut f\u00fcr Chaos auf<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5765,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5764","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}