{"id":5708,"date":"2021-02-06T21:08:37","date_gmt":"2021-02-06T18:08:37","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/vor-corona-gipfel-franziska-giffey-fur-baldige-schuloffnungen-markus-soder-warnt-vor-ubersturzter-lockerung\/"},"modified":"2021-02-06T21:08:37","modified_gmt":"2021-02-06T18:08:37","slug":"vor-corona-gipfel-franziska-giffey-fur-baldige-schuloffnungen-markus-soder-warnt-vor-ubersturzter-lockerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/vor-corona-gipfel-franziska-giffey-fur-baldige-schuloffnungen-markus-soder-warnt-vor-ubersturzter-lockerung\/","title":{"rendered":"Vor Corona-Gipfel: Franziska Giffey f\u00fcr baldige Schul\u00f6ffnungen \u2013Markus S\u00f6der warnt vor \u00fcberst\u00fcrzter Lockerung"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/e2284770-af1f-4502-be5c-d1ac83324ae2_w948_r1.77_fpx27.85_fpy54.98.jpg\" title=\"Leeres Klassenzimmer: Familienministerin Franziska Giffey fordert eine stufenweise \u00d6ffnung von Schulen und Kitas\" alt=\"Leeres Klassenzimmer: Familienministerin Franziska Giffey fordert eine stufenweise \u00d6ffnung von Schulen und Kitas\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Leeres Klassenzimmer: Familienministerin Franziska Giffey fordert eine stufenweise \u00d6ffnung von Schulen und Kitas<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Caroline Seidel \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>L\u00e4sst das Infektionsgeschehen eine vorsichtige Lockerung der Corona-Regeln zu? Oder ist es notwendig, den Shutdown zu verl\u00e4ngern \u2013 und wom\u00f6glich sogar zu versch\u00e4rfen? Wenige Tage vor dem n\u00e4chsten Bund-L\u00e4nder-Treffen zur Corona-Pandemie zeichnet sich ab, dass die Debatte bei dem Treffen kontrovers werden d\u00fcrfte. Angesichts sinkender Inzidenzwerte gewinnt die \u00d6ffnungsdebatte an Fahrt. Zudem ist strittig, wie es mit Schulen und Kitas weitergehen soll.<\/p>\n<p>Bund und L\u00e4nder hatten sich am 19. Januar darauf geeinigt, den Shutdown bis zum 14. Februar fortzuf\u00fchren. Am Mittwoch wollen Landerchefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Videokonferenz beraten, wie es danach weitergeht. Eine entscheidende Rolle d\u00fcrfte dabei die Ausbreitung hochansteckender Corona-Mutationen spielen.<\/p>\n<p>Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) warnte vor der Gefahr eines R\u00fcckfalls. \u00dcberst\u00fcrzte Lockerungen k\u00f6nnten gef\u00e4hrlich werden. Das zeige sich in Tschechien und teils auch in \u00d6sterreich. Wenn man nicht aufpasse, mache man alle Erfolge zunichte. \u00bbUnd die Kombination aus \u00fcberst\u00fcrzter Lockerung und Mutation, die ist echt hochgef\u00e4hrlich.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbWenn die Zahlen sinken, und das tun sie, dann haben wir mehr Perspektiven, dann gibt es auch Ver\u00e4nderungen und nat\u00fcrlich wieder zu mehr Freiheit und Normalit\u00e4t\u00ab, sagte S\u00f6der auf dem CDU-Landesparteitag im nieders\u00e4chsischen Hildesheim. Er war zu der weitgehend online abgehaltenen Veranstaltung zugeschaltet.<\/p>\n<p>Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) pl\u00e4dierte mit Nachdruck daf\u00fcr, Kitas und Schulen bald stufenweise zu \u00f6ffnen. Dies sei \u00bbjetzt vorrangig vor anderen Lockerungen\u00ab, sagte sie der \u00bbFrankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung\u00ab. Kinder und Jugendliche tr\u00fcgen \u00bbdie gr\u00f6\u00dfte Last dieser Pandemie\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbWir sehen zunehmend k\u00f6rperliche und seelische Belastungen und \u00c4ngste\u00ab, sagte Giffey. Im vergangenen Jahr seien nicht nur Bildungsl\u00fccken entstanden, sondern auch Bindungsl\u00fccken. Laut einer wissenschaftlichen Auswertung von 68 Studien aus 19 L\u00e4ndern sind junge Menschen derzeit besonders gef\u00e4hrdet, \u00c4ngste und Depressionen zu entwickeln. Diese k\u00f6nnen entstehen, weil der Kontakt zu Gleichaltrigen stark eingeschr\u00e4nkt ist. Aber auch Schwierigkeiten beim Lernen und beim Unterricht auf Distanz dr\u00fccken bei vielen die Stimmung.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt Giffey von Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier. Auch er pl\u00e4dierte daf\u00fcr, bei m\u00f6glichen Lockerungen der Corona-Ma\u00dfnahmen besonders an Schulen und Kitas zu denken. \u00bbDie Grundrechte einzuschr\u00e4nken, ist keine Kleinigkeit, und ihre Aus\u00fcbung wiederherzustellen, ist die Pflicht der Politik, sobald die Infektionslage das zul\u00e4sst\u00ab, sagte Steinmeier der \u00bbRheinischen Post\u00ab. Dabei halte er den Zugang zu Kitas und Schulen f\u00fcr besonders bedeutsam.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es Stimmen, die ausdr\u00fccklich vor Schul\u00f6ffnungen warnen. Die Virologin Melanie Brinkmann sagte im SPIEGEL-Gespr\u00e4ch, kurzfristig m\u00fcssten Schulen geschlossen bleiben, \u00bbsonst kriegen wir sie wegen der ansteckenderen Varianten sehr, sehr lange nicht mehr richtig ge\u00f6ffnet\u00ab.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der Ministerpr\u00e4sidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller (SPD) warnte ebenfalls davor, hart erk\u00e4mpfe Erfolge wieder zu verspielen. Man m\u00fcsse eine dritte Welle unbedingt vermeiden. Dennoch arbeite man an Pl\u00e4nen f\u00fcr m\u00f6gliche Lockerungsschritte, die man am Mittwoch er\u00f6rtern wolle, abh\u00e4ngig von der Infektionsentwicklung in den kommenden Wochen. \u00bbF\u00fcr mich ist klar, dass Schulen und Kitas bei diesen \u00dcberlegungen Vorrang haben\u00ab, sagte M\u00fcller.<\/p>\n<p>Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich daf\u00fcr aus, Grundschulen und Kitas ab Mitte Februar unter strengen Schutzvorkehrungen wieder schrittweise zu \u00f6ffnen. Kita- und Grundschulkindern seien bestimmte Beschr\u00e4nkungen l\u00e4ngerfristig kaum zuzumuten, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. \u00bbDaher sollte man erw\u00e4gen, in der Grundschule zum Wechselunterricht \u00fcberzugehen.\u00ab CDU-Bundeschef und NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet sagte, bei der Lockerungs-Debatte m\u00fcssten Kitas und Schulen im Mittelpunkt stehen.<\/p>\n<p>Gesundheitsminister Jens Spahn (SPD) hatte sich bereits vor Tagen f\u00fcr Lockerungen noch im Winter ausgesprochen. Zudem stellte er einen f\u00fcr Kinder und Jugendliche geeigneten Impfstoff f\u00fcr diesen Sommer in Aussicht. Spahn zufolge gibt es eine Reihe von Impfstoff-Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen.<\/p>\n<p>Das Vakzin von Biontech\/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca ab 18 Jahren, so Spahn. Wenn die Dinge gut liefen, werde man im Sommer einen Impfstoff haben, der Kinder und Jugendliche sch\u00fctzen k\u00f6nne, sagte er.<\/p>\n<p>Allerdings verl\u00e4uft die Impfkampagne in Deutschland schleppend, weil zu wenig Impfstoff vorhanden ist. Die EU steht wegen ihrer Bestellstrategie massiv in der Kritik. Spahn und Merkel haben gesagt, allen, die sich impfen lassen wollen, werde bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot gemacht. Manche Fachleute halten dieses Ziel f\u00fcr kaum erreichbar.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Leeres Klassenzimmer: Familienministerin Franziska Giffey fordert eine stufenweise \u00d6ffnung von Schulen und Kitas Foto:\u2002Caroline Seidel \/ dpa L\u00e4sst das Infektionsgeschehen eine vorsichtige Lockerung der Corona-Regeln zu? 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