{"id":553,"date":"2020-06-18T17:20:21","date_gmt":"2020-06-18T14:20:21","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/mad-fahnder-gab-ermittlungsdetails-an-ksk-soldaten-weiter\/"},"modified":"2020-06-18T17:20:21","modified_gmt":"2020-06-18T14:20:21","slug":"mad-fahnder-gab-ermittlungsdetails-an-ksk-soldaten-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/mad-fahnder-gab-ermittlungsdetails-an-ksk-soldaten-weiter\/","title":{"rendered":"MAD-Fahnder gab Ermittlungsdetails an KSK-Soldaten weiter"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/3d9aeb3c-03e4-45ac-afdd-2da209d7ef25_w948_r1.77_fpx25.32_fpy45.jpg\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption> xcitepress\/ imago images <\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"caps\">Nach der Razzia bei einem mutma\u00dflich rechtsextremen Elitesoldaten des Kommandos Spezialkr\u00e4fte (KSK) der Bundeswehr wird nach SPIEGEL-Informationen gegen einen Mitarbeiter des Milit\u00e4rgeheimdiensts MAD ermittelt, weil er interne Unterlagen an einen anderen KSK-Soldaten weitergab und ihn damit vor weiteren Ermittlungen gewarnt haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Aufgrund von Hinweisen des MAD hatte die Polizei im Mai im Garten des KSK-Oberstabsfeldwebels Philipp Sch. in Sachsen ein Waffenversteck mit zwei Kilo Bundeswehrsprengstoff, Tausenden Schuss Truppenmunition, einem Kalaschnikow-Sturmgewehr und reichlich Nazi-Devotionalien ausgehoben.<\/p>\n<p>Kurz nach dem spektakul\u00e4ren Fund in Collm gab dann ein Oberstleutnant des MAD, der an den Ermittlungen gegen den Oberstabsfeldwebel Sch. beteiligt war, die Lichtbildmappe von den gefundenen Waffen an einen befreundeten Soldaten der Eliteeinheit weiter. Dabei soll er ihm geraten haben, wegen der laufenden Ermittlungen des MAD besonders vorsichtig zu sein.<\/p>\n<p>Gegen den MAD-Oberstleutnant wird nun wegen Geheimnisverrat ermittelt. Nach SPIEGEL-Informationen wurde er umgehend vom Dienst suspendiert und hat keinen Zugang mehr zur MAD-Zentrale in K\u00f6ln.<\/p>\n<p>Der MAD best\u00e4tigte den heiklen Vorfall, wollte aber keine Details nennen. &quot;Ein MAD-Mitarbeiter aus der Extremismusabwehr hat unberechtigt Informationen aus einer laufenden Verdachtsfallermittlung mit einem Angeh\u00f6rigen des KSK geteilt&quot;, sagte ein Sprecher am Donnerstag nach einer entsprechenden SPIEGEL-Anfrage.<\/p>\n<p>Laut dem Sprecher sei der MAD durch eigene Ermittlungen auf das Leck in den eigenen Reihen gesto\u00dfen. &quot;Wir dulden keine Verst\u00f6\u00dfe gegen die Verschwiegenheit&quot;, sagte der Sprecher. Deswegen sei der Mitarbeiter umgehend suspendiert worden.<\/p>\n<p>Der MAD betonte, dass der KSK-Soldat, der die Lichtbildmappe erhielt, keine Verdachtsperson des Geheimdiensts aus dem Bereich Rechtsextremismus ist. Nach bisherigem Stand seien die laufenden Ermittlungen durch die Indiskretion nicht gef\u00e4hrdet worden, allerdings werde weiter in dem Fall ermittelt.<\/p>\n<p>Die m\u00f6gliche Warnung ist besonders brisant, da die Fahnder vermuten, dass der in Haft sitzende KSK-Soldat Sch. sein Arsenal mit Bundeswehrmunition und Sprengstoff nicht ohne Mitwisser oder sogar Helfer bei der Elitetruppe entwendet haben kann. Mittlerweile haben die Ermittler anhand der Losnummern der gefundenen Munition festgestellt, dass fast das gesamte Waffenlager aus Best\u00e4nden der KSK in Calw stammt.<\/p>\n<p>Der MAD steht in dem Fall bereits massiv unter Druck, da der Truppengeheimdienst den Verfassungsschutz trotz einer erst im Sommer 2019 vereinbarten engen Kooperation nicht vorab \u00fcber die geplante Durchsuchung bei dem KSK-Mann informiert hatte.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern xcitepress\/ imago images Nach der Razzia bei einem mutma\u00dflich rechtsextremen Elitesoldaten des Kommandos Spezialkr\u00e4fte (KSK) der Bundeswehr wird nach SPIEGEL-Informationen gegen einen Mitarbeiter des Milit\u00e4rgeheimdiensts MAD ermittelt, weil<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-553","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/553","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/553\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}