{"id":5383,"date":"2021-01-23T12:47:47","date_gmt":"2021-01-23T09:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-donald-trump-nord-stream-2-armin-laschet\/"},"modified":"2021-01-23T12:47:47","modified_gmt":"2021-01-23T09:47:47","slug":"news-donald-trump-nord-stream-2-armin-laschet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-donald-trump-nord-stream-2-armin-laschet\/","title":{"rendered":"News: Donald Trump, Nord Stream 2, Armin Laschet"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Trumps militante J\u00fcnger<\/strong><\/h3>\n<p class=\"caps\">Joe Biden will die Amerikaner wieder miteinander vers\u00f6hnen. Die Politik m\u00fcsse kein \u00bbtobendes Feuer\u00ab sein, das alles verschlinge, sagte er am Mittwoch in seiner Antrittsrede; man k\u00f6nne unterschiedlicher Meinung sein, ohne im anderen einen Feind zu sehen. Das meint der frisch vereidigte US-Pr\u00e4sident, wenn er \u2013 die Bibel zitierend \u2013 von Heilung spricht.<\/p>\n<p>Biden scheint dabei aber eins zu verkennen: Die <strong>politischen Lager <\/strong>im Land sind zunehmend nicht blo\u00df nicht einer Meinung \u2013 sie existieren in unterschiedlichen Universen. Trumps gro\u00dfe L\u00fcge, die Demokraten h\u00e4tten ihn mittels <strong>Wahlbetrug <\/strong>aus dem Wei\u00dfen Haus gejagt, hat dazu gef\u00fchrt, dass ein betr\u00e4chtlicher Teil der Bev\u00f6lkerung seinen Nachfolger f\u00fcr einen illegitimen Pr\u00e4sidenten h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Trump hat in den vergangenen Jahren zudem Kr\u00e4fte geweckt, die in der US-Geschichte immer schon eine Rolle spielen, zuletzt aber schlummerten. <strong>Milizen <\/strong>und andere <strong>rechtsextreme Gruppen <\/strong>sind keine Randerscheinungen mehr. Ein militanter Arm der Trump-Bewegung nimmt bereits Gestalt an. <\/p>\n<p>Mein Kollege <strong>Aleksandar Sarovic <\/strong>hat mit Al\u00adlen Lar\u00addie\u00adri gesprochen, einen Mi\u00adnen\u00adar\u00adbei\u00adter aus West Vir\u00adgi\u00adnia und fr\u00fc\u00adher Mit\u00adglied der \u00bbOath Kee\u00adpers\u00ab, ei\u00adner rech\u00adten Mi\u00adliz, die am Sturm auf das Ka\u00adpi\u00adtol be\u00adtei\u00adligt war. Im Gespr\u00e4ch offenbarte er seine tief sitzende <strong>Wut auf De\u00admo\u00adkra\u00adten und ge\u00adm\u00e4\u00ad\u00dfig\u00adte Re\u00adpu\u00adbli\u00adka\u00adner<\/strong>. Trumps L\u00fcge vom Wahlbetrug dient M\u00e4nnern wie Lardieri bereits als sinnstiftendes Element. Der Angriff auf das Kapitol war wom\u00f6glich nicht der Tiefpunkt, sondern der Anfang von etwas. Die <strong>Gefahr des Rechtsterrorismus <\/strong>k\u00f6nnte f\u00fcr die Biden-Pr\u00e4sidentschaft pr\u00e4gend werden, meint Sarovic, der zu\u00adsam\u00admen mit sei\u00adnem Kol\u00adle\u00adgen <strong>Ren\u00e9 Pfis\u00adter <\/strong>die brisante po\u00adli\u00adti\u00adsche Lage in den USA beschreibt. Eine Rhetorik des Vers\u00f6hnens allein wird mi\u00adli\u00adtante Gruppen wohl kaum beeindrucken.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Extremisten r\u00fcsten zum Kampf gegen das liberale Amerika: Der Feind im Innern<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Umweltpolitische Mogelpackung<\/strong><\/h3>\n<p>Zu den wenigen Dingen, die Demokraten und Republikaner noch eint, z\u00e4hlt die konsequente Ablehnung der <strong>Gaspipeline Nord Stream 2<\/strong>. Daran wird auch Joe Biden wenig \u00e4ndern, der das Projekt einmal als<strong> schlechten Deal f\u00fcr Europa <\/strong>bezeichnete. Dabei wollen Deutschland und die USA ihre Beziehungen nach der Phase der Provokationen unter Donald Trump dringend verbessern. Bei Nord Stream 2 aber kann sich keine Seite leisten, noch einzuknicken. <\/p>\n<p>Was also tun? Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin <strong>Manuela Schwesig <\/strong>(SPD) will nun mithilfe einer von Nord Stream finanzierten, angeblich dem Gemeinwohl dienenden <strong>\u00bbStiftung Klima- und Umweltschutz MV\u00ab<\/strong> die drohenden US-Sanktionen umgehen und die Pipeline so zu Ende bauen. Das ist nicht nur eine umweltpolitische Mogelpackung, es hat dazu noch relativ wenig Aussicht auf Erfolg, wie meine Kollegen <strong>Philipp Kollenbroich<\/strong>, <strong>Gunther Latsch <\/strong>und <strong>Christoph Schult<\/strong> recherchiert haben.<\/p>\n<p>Erfolg versprechender als Schwesigs <strong>Tarnstiftung <\/strong>scheint ein Ansatz, der derzeit in den diplomatischen Hinterzimmern in Washington und Berlin kursiert: Die Idee, \u00fcber Nord Stream 2 hinaus nach einer L\u00f6sung zu suchen, also auch Fl\u00fcssiggas-Importe mit in den Blick zu nehmen und die Sorge der Osteurop\u00e4er vor m\u00f6glichen <strong>Machtspielen Wladimir Putins <\/strong>endlich ernster zu nehmen. \u00bbEs w\u00e4re eine Art energiepolitischer Superdeal\u00ab, sagt Kollenbroich. \u00bbDie schwierige Aufgabe f\u00fcr die Diplomaten ist nun, einen Kompromiss auszuloten, ohne allzu viel Kompromissbereitschaft erkennen zu lassen.\u00ab Die n\u00e4chsten Wochen und Monate werden spannend.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Gaspipeline Nord Stream 2: Gerhard Schr\u00f6der, 20 Millionen aus Russland und die Tarnstiftung<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Die neue \u00dcberheblichkeit<\/strong><\/h3>\n<p>Wie \u00fcberlegen ist uns China wirklich? Das ist die Frage, die mein Kollege<strong> Bernhard Zand<\/strong> in der aktuellen SPIEGEL-Titelgeschichte zu beantworten versucht. Sein St\u00fcck erz\u00e4hlt, wie fertig <strong>China <\/strong>vor genau einem Jahr zu sein schien. Und wie es binnen einem Jahr wieder auf die Beine gekommen ist. Anfang Februar, erz\u00e4hlt mir Zand, habe er, wie damals viele, die Luft angehalten und sich zum ersten Mal in seinen acht Jahren als China-Korrespondent gefragt, ob das Regime jetzt br\u00f6ckele. In den F\u00fchrungszirkeln der <strong>Kommunistischen Partei <\/strong>stellte man sich vermutlich dieselbe Frage. Inzwischen ist klar: Die Partei hat die <strong>Krise \u00fcberstanden<\/strong> und genutzt, um ihre Herrschaft zu festigen.<\/p>\n<p>Aber das liegt nach Zands Auffassung nicht daran, dass das chinesische System \u00fcberlegen w\u00e4re. Andere Staaten der Region meisterten die Krise ebenfalls gut, vor allem das <strong>demokratische Taiwan<\/strong>.<\/p>\n<p>Dennoch haben die Menschen in Wuhan und im Rest des Landes bei der <strong>Bek\u00e4mpfung der Pandemie<\/strong> Au\u00dferordentliches geleistet. Manches l\u00e4sst sich daraus auch f\u00fcr Europa lernen: dass ein entschlossener <strong>harter Lockdown effektiver <\/strong>ist als ein zauderndes Auf- und Zumachen zum Beispiel. Australien und Neuseeland folgten auch dem chinesischen Beispiel. <\/p>\n<p>Zands Analyse behandelt auch die <strong>Dynamik zwischen China und den USA<\/strong>. In den zw\u00f6lf Monaten der Pandemie spitzte sich zu, was in den Trump-Jahren schon fr\u00fch abzusehen war: das enorm wachsende, inzwischen an \u00dcberheblichkeit grenzende <strong>Selbstbewusstsein der Chinesen<\/strong>, das nach dem Sturm aufs Kapitol seinen historischen H\u00f6hepunkt erreichte. Von einem Land, in dem die B\u00fcrger das eigene Parlament angreifen, will man sich nicht l\u00e4nger in Sachen Demokratie schulmeistern lassen.<\/p>\n<p>Der \u00bbWettbewerb der Systeme\u00ab habe gerade erst begonnen, glaubt Zand. \u00bbEr wird die Welt auf lange Zeit besch\u00e4ftigen.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Welt leidet, die Volksrepublik erstarkt: L\u00e4sst sich Chinas Durchmarsch noch aufhalten?<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Gewinner des Tages &#8230;<\/strong><\/h3>\n<p>&#8230; ist <strong>Armin Laschet<\/strong>. Nachdem ihn die Delegierten des digitalen Parteitags bereits am vorigen Samstag (mit knappem Vorsprung vor Friedrich Merz) online zum neuen <strong>CDU-Vorsitzenden<\/strong> gew\u00e4hlt hatten, wurde er gestern mit 83,35 Prozent der abgegebenen Stimmen per Briefwahl best\u00e4tigt. Seine Konkurrenten Norbert R\u00f6ttgen und Friedrich Merz standen daf\u00fcr nicht mehr zu Wahl.<\/p>\n<p>Zwei gro\u00dfe Herausforderungen warten nun auf Laschet, die auch \u00fcber seine Chancen entscheiden d\u00fcrften, Kanzlerkandidat der Union zu werden. Er muss die vielen innerparteilichen Anh\u00e4nger von Friedrich Merz irgendwie einbinden, ohne sich von deren Idol auf der Nase herumtanzen zu lassen. Und er muss die n\u00e4chsten beiden<strong> Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz<\/strong> und<strong> Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong> im M\u00e4rz halbwegs glimpflich \u00fcberstehen. Sollte die CDU in beiden L\u00e4ndern eine Schlappe erleiden, k\u00f6nnte dies auch Laschets Pl\u00e4ne st\u00f6ren. \u00dcber die <strong>Kanzlerkandidatur <\/strong>wollen er und CSU-Chef Markus S\u00f6der erst nach diesen Landtagswahlen entscheiden.<\/p>\n<p>Laschet wei\u00df um den Zusammenhang zwischen den Wahlen und seiner Kandidatur. Deshalb ist er schon heute in beiden Bundesl\u00e4ndern aktiv. Er will an einer Sitzung des Landesausschusses der CDU in Rheinland-Pfalz teilnehmen. Zudem wird er beim Onlineparteitag der baden-w\u00fcrttembergischen CDU in den Stuttgarter Wagenhallen eine Rede halten. F\u00fcr seinen ersten gro\u00dfen <strong>Auftritt als Parteichef <\/strong>h\u00e4tte Laschet sich vermutlich ein gem\u00fctlicheres Terrain gew\u00fcnscht. Baden-W\u00fcrttemberg gilt noch immer als Merz-Hochburg.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>83 Prozent f\u00fcr CDU-Chef in Briefwahl: Gest\u00e4rkter Vorsitzender, gespaltene Partei<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die j\u00fcngsten Meldungen aus der Nacht<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Laschet fordert Nawalnys \u00bbsofortige Freilassung\u00ab: <\/strong>Armin Laschet hat die Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny \u00bbauf das Sch\u00e4rfste verurteilt\u00ab. Am umstrittenen Pipeline-Projekt Nord Stream 2 will der neue CDU-Chef dennoch festhalten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Linken-Senatorin verteidigt Plan f\u00fcr eine Migrationsquote: <\/strong>Menschen mit Migrationshintergrund sind in Berliner Beh\u00f6rden immer noch selten vertreten. Integrationssenatorin Breitenbach will das mit einer Quote \u00e4ndern \u2013 st\u00f6\u00dft aber auf Widerstand in der eigenen Koalition.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Weitere Frau nach Unfall in Neum\u00fcnster gestorben: <\/strong>Ein Autofahrer erfasste in Neum\u00fcnster eine Fu\u00dfg\u00e4ngergruppe. Zwei Tage nach der Kollision ist auch das dritte Opfer tot, die 27-J\u00e4hrige starb im Krankenhaus. Der Autofahrer hatte keinen F\u00fchrerschein.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die SPIEGEL+-Empfehlungen f\u00fcr heute<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p>Die Welt leidet, die Volksrepublik erstarkt: L\u00e4sst sich Chinas Durchmarsch noch aufhalten?<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>H\u00e4ndler mit dubiosen Quellen lieferte Masken an Bund und L\u00e4nder: Spahns Schutzmasken-Fiasko<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Gaspipeline Nord Stream 2: Gerhard Schr\u00f6der, 20 Millionen aus Russland und die Tarnstiftung<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Vodafone-Deutschland-Chef \u00fcber Datenschutz und Warn-App: \u00bbWir sollten Mobilfunkdaten gegen Corona nutzen\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Mesh-WLAN-Router im Test: Wie bekommt man schnelles und stabiles Internet bis in die letzte Ecke?<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Extremisten r\u00fcsten zum Kampf gegen das liberale Amerikas: Der Feind im Innern<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Integrationsforscher \u00fcber Fl\u00fcchtlingsdebatte: \u00bbDass berechtigte Vorbehalte als rechts wahrgenommen werden, ist problematisch\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Historischer Umgang mit dem Tod: \u00bbDie dauerhafte R\u00fcckkehr zum einsamen Sterben w\u00e4re ein Horrorszenario\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Britische Musikszene nach dem Brexit: Help!<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Kommt ein Syrer nach Rotenburg (W\u00fcmme): \u00bbUnterschreiben Sie bitte hier!\u00ab<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Ratgeber-Kolumne: Wie sage ich meinem besten Freund, dass seine geliebte Ex ein Kind bekommen hat?<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einen heiteren Samstag w\u00fcnscht Ihnen<\/p>\n<p><em>Ihr Markus Feldenkirchen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trumps militante J\u00fcnger Joe Biden will die Amerikaner wieder miteinander vers\u00f6hnen. 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