{"id":5361,"date":"2021-01-22T13:28:33","date_gmt":"2021-01-22T10:28:33","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/jens-spahn-zur-coronavirus-lage-es-ist-noch-nicht-vorbei-noch-gar-nicht\/"},"modified":"2021-01-22T13:28:33","modified_gmt":"2021-01-22T10:28:33","slug":"jens-spahn-zur-coronavirus-lage-es-ist-noch-nicht-vorbei-noch-gar-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/jens-spahn-zur-coronavirus-lage-es-ist-noch-nicht-vorbei-noch-gar-nicht\/","title":{"rendered":"Jens Spahn zur Coronavirus-Lage: \u00bbEs ist noch nicht vorbei, noch gar nicht\u00ab"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/90bc2082-c1b4-4742-bf4d-6c0212ef9cfe_w948_r1.77_fpx39_fpy49.jpg\" title=\"RKI-Chef Lothar Wieler (l.), Virologe Christian Drosten (m.) und Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) (Archiv)\" alt=\"RKI-Chef Lothar Wieler (l.), Virologe Christian Drosten (m.) und Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) (Archiv)\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">RKI-Chef Lothar Wieler (l.), Virologe Christian Drosten (m.) und Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) (Archiv)<\/p>\n<p>  Foto:\u2002<\/p>\n<p>Bernd von Jutrczenka\/ dpa<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vor rund einem Jahr gab es die ersten Corona-F\u00e4lle in Deutschland beim bayerischen Unternehmen Webasto. Mittlerweile sind rund 50.000 Menschen in Deutschland in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. \u00bbWer h\u00e4tte vor einem Jahr gedacht, dass sich daraus so eine Pandemie entwickeln w\u00fcrde?\u00ab, fragt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf der Bundespressekonferenz. \u00bbUnd es ist noch nicht vorbei, noch gar nicht.\u00ab<\/p>\n<p>Spahn mahnte die Bev\u00f6lkerung in Deutschland, sich weiterhin an die Ma\u00dfnahmen zu halten. \u00bbWenn wir zu fr\u00fch aufh\u00f6ren, k\u00f6nnte sich daraus eine noch schlimmere Lage entwickeln\u00ab, sagte der Gesundheitsminister, insbesondere im Hinblick auf die Mutationen aus Gro\u00dfbritannien, S\u00fcdafrika und Brasilien. \u00bbDas Risiko solcher Mutationen zwingt uns, den Umgang mit dem Virus zu ver\u00e4ndern.\u00ab Man m\u00fcsse sie als eine neue Pandemie ansehen.<\/p>\n<p>Die Zahlen seien immer noch auf einem zu hohen Niveau. Jetzt gehe es darum, den Widerspruch gut zu erkl\u00e4ren, dass die Zahlen in die richtige Richtung gingen und gleichzeitig die Beschr\u00e4nkungen versch\u00e4rft wurden, um die Infektionen noch \u00bbein ganzes St\u00fcck weiter runterzubringen\u00ab, sagte Spahn. Er verwies darauf, dass in anderen L\u00e4ndern, wo zu fr\u00fch gelockert wurde, \u00bbes ganz schnell wieder entflammt\u00ab.<\/p>\n<h3>\u00bbZero Covid\u00ab f\u00fcr Deutschland unrealistisch<\/h3>\n<p>Eine Zero-Covid-Strategie hielt Spahn jedoch f\u00fcr unrealistisch. Deutschland sei kein Inselstaat. Das Land liege in der Mitte eines Kontinents, in der Mitte der Europ\u00e4ischen Union, \u00bbdeswegen sehe ich Null als dauerhafte Zielmarke nicht als das, was in einem Land wie Deutschland mit unserer Lage und Situation funktionieren kann.\u00ab Im vergangenen Sommer habe man bereits teilweise sehr niedrige Inzidenzen von drei oder f\u00fcnf gesehen. \u00bbZero Covid\u00ab bezeichnet eine Strategie, wonach die Corona-Zahlen in Europa durch strikte Ma\u00dfnahmen auf null gedr\u00fcckt werden sollen. <\/p>\n<p>\u00bbWir m\u00fcssen es schaffen, dass die Pandemie wieder kontrollierbar wird, wir die Kontakte nachverfolgen k\u00f6nnen und das Gesundheitssystem wieder entlastet wird\u00ab, sagte er. Gleichzeitig machte Spahn auch Mut: \u00bbWir befinden uns zwar auf dem H\u00f6hepunkt der Pandemie, aber wir haben einen Ausweg\u00ab, sagte er. Dank der Impfkampagne habe man die Aussicht auf einen besseren Sommer. \u00bbEs geht vielen zwar nicht schnell genug, auch ich h\u00e4tte gern mehr Impfstoff zur Verf\u00fcgung\u00ab, sagte Spahn. Dennoch rechne er weiterhin damit, jedem bis zum Sommer ein Impfangebot machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zum Stand der Impfungen sagte Spahn, in Deutschland seien bereits \u00fcber 1,5 Millionen Impfungen verabreicht worden, davon h\u00e4tten \u00fcber 100.000 Menschen schon die zweite Impfung erhalten.<\/p>\n<h3>900 Ausbr\u00fcche in Pflegeheimen<\/h3>\n<p>Auch der Pr\u00e4sident des Robert Koch-Instituts (RKI) sprach auf der Bundespressekonferenz dar\u00fcber, dass die aktuellen Ma\u00dfnahmen durchgehalten werden m\u00fcssten. \u00bbNach wie vor sind die Fallzahlen immer noch zu hoch\u00ab, sagte Lothar Wieler. \u00bbWenn wir weiterhin konsequent mitmachen, werden wir Erfolge erzielen. In einigen Bundesl\u00e4ndern sehen wir schon deutliche positive Trends.\u00ab Aber man k\u00f6nne nur zu einem halbwegs normalen Alltag zur\u00fcckkehren, wenn man die Fallzahlen massiv senke und auf Dauer niedrig halte.<\/p>\n<p>Bundesweit sehe man immer noch sehr viele Ausbr\u00fcche in Alten- und Pflegeheimen. \u00bbDerzeit haben wir rund 900 Ausbr\u00fcche in Heimen\u00ab, sagte Wieler. \u00bbInsgesamt sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen gestorben, das ist f\u00fcr mich eine bedr\u00fcckende, schier unfassbare Zahl.\u00ab<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident der Deutschen Interdisziplin\u00e4ren Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, warnte davor, dass die Intensivmedizin zusammenbrechen k\u00f6nnte, sollten sich die Mutationen verbreiten, ohne dass die zweite Welle unter Kontrolle sei. \u00bbWir m\u00fcssen also die Infektionszahlen weiter drastisch reduzieren.\u00ab Sollte sich die mutierte Virusform weiter ausbreiten, w\u00fcrde dies zu einer \u00bbextremen Belastung der Intensivmedizin\u00ab f\u00fchren.<\/p>\n<p>Dass es etwas bringt, wenn sich die Bev\u00f6lkerung an die Ma\u00dfnahmen h\u00e4lt, zeigt sich auch auf den Intensivstationen: Weihnachten und Silvester haben in Deutschland zu keiner Versch\u00e4rfung bei den schweren F\u00e4llen der Infektion mit dem Coronavirus gef\u00fchrt, sagte Marx. Es sei auf den Intensivstationen der Krankenh\u00e4user kein \u00bbWeihnachts- und Silvesterpeak\u00ab zu erkennen. Dies sei dem Verhalten der Bev\u00f6lkerung zu verdanken.<\/p>\n<h3>Nicht zu naiv in den Sommer<\/h3>\n<p>Der Berliner Virologe Christian Drosten warnte davor, grunds\u00e4tzlich davon auszugehen, dass es im Sommer zu einer deutlichen Entspannung kommen wird, wie im vergangenen Jahr. \u00bbNur weil es Sommer wird, wird es nicht automatisch besser\u00ab, sagte er. \u00bbIm vergangenen Jahr haben wir sehr fr\u00fch einen Lockdown gemacht, daraufhin hat sich das Virus ruhiger verhalten im Sommer.\u00ab<\/p>\n<p>Jedoch habe man in anderen L\u00e4ndern teilweise eine andere Entwicklung beobachten k\u00f6nnen. \u00bbAuch in warmen L\u00e4ndern, wie zum Beispiel Spanien, haben sie ge\u00f6ffnet und die Zahlen sind direkt wieder hoch\u00ab, sagte Drosten. \u00bbMan sollte daher nicht naiv in die Situation gehen und lieber mit Problemen rechnen, auf die man sich vorbereitet.\u00ab<\/p>\n<p>Das RKI meldete am Freitag 17.862 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 2.106.262. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug 115,3. Sie war damit etwas niedriger als am Vortag, an dem sie bei 119,0 gelegen hatte.<\/p>\n<p>Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesl\u00e4nder am Dienstag den derzeitigen harten Lockdown bis zum 14. Februar verl\u00e4ngert und zugleich versch\u00e4rft.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern RKI-Chef Lothar Wieler (l.), Virologe Christian Drosten (m.) und Gesundheitsminister Jens Spahn (r.) (Archiv) Foto:\u2002 Bernd von Jutrczenka\/ dpa Vor rund einem Jahr gab es die ersten Corona-F\u00e4lle<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5362,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5361","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5361\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}