{"id":5353,"date":"2021-01-22T05:18:09","date_gmt":"2021-01-22T02:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-virus-eu-staaten-wollen-reisebeschrankungen-weiter-verscharfen\/"},"modified":"2021-01-22T05:18:09","modified_gmt":"2021-01-22T02:18:09","slug":"corona-virus-eu-staaten-wollen-reisebeschrankungen-weiter-verscharfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-virus-eu-staaten-wollen-reisebeschrankungen-weiter-verscharfen\/","title":{"rendered":"Corona-Virus: EU-Staaten wollen Reisebeschr\u00e4nkungen weiter versch\u00e4rfen"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/2ed02722-f878-49f1-ac82-9a83bc26e5be_w948_r1.77_fpx61_fpy37.jpg\" title=\"EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel: Der Binnenmarkt soll trotz sch\u00e4rferer Reiseregeln weiter funktionieren k\u00f6nnen\" alt=\"EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel: Der Binnenmarkt soll trotz sch\u00e4rferer Reiseregeln weiter funktionieren k\u00f6nnen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel: Der Binnenmarkt soll trotz sch\u00e4rferer Reiseregeln weiter funktionieren k\u00f6nnen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002<\/p>\n<p>OLIVIER HOSLET \/ AFP<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die EU-Staaten wollen angesichts der Ausbreitung von hochansteckenden Virus-Mutationen ihre Schutz-Ma\u00dfnahmen versch\u00e4rfen. Nicht notwendige Reisen sollen weiter eingeschr\u00e4nkt werden, doch f\u00fcr Waren und Pendler sollen die europ\u00e4ischen Grenzen m\u00f6glichst offenbleiben. Dies berichtete EU-Ratschef Charles Michel nach einem EU-Videogipfel.<\/p>\n<p>Die gef\u00fcrchteten neuen Virusvarianten sollen demnach gezielter aufgesp\u00fcrt werden und die Impfkampagne besser in Schwung kommen. Es soll einen EU-Impfpass geben, aber vorerst keine Vorteile f\u00fcr Geimpfte \u2013 etwa beim Reisen.<\/p>\n<p>Michel sagte, die Mitgliedstaaten seien sehr besorgt \u00fcber die neuen, ansteckenderen Virusvarianten. Deshalb m\u00fcssten die Beschr\u00e4nkungen aufrechterhalten und in einigen F\u00e4llen wom\u00f6glich versch\u00e4rft werden. Die Grenzen m\u00fcssten jedoch offenbleiben, damit der Binnenmarkt weiter funktionieren k\u00f6nne, f\u00fcgte Michel hinzu.<\/p>\n<p>EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen teilte mit, es solle eine neue Kategorie von \u00bbdunkelroten Zonen\u00ab eingef\u00fchrt werden, wo das Coronavirus sehr verbreitet sei. Von Personen, die von diesen Zonen aus verreisen wollten, k\u00f6nnte vor der Abreise ein Test verlangt werden sowie Quarant\u00e4ne nach der Ankunft. Von nicht notwendigen Reisen solle dringend abgeraten werden, f\u00fcgte von der Leyen hinzu. Zudem sollen \u00fcberall in der EU mindestens f\u00fcnf Prozent der positiven Corona-Proben auf Mutationen getestet werden. Die Lage sei sehr ernst.<\/p>\n<h3>Verteilung der Impfstoffe gleichzeitig und nach Bev\u00f6lkerungsst\u00e4rke<\/h3>\n<p>Zu den in der EU erst langsam angelaufenen Impfungen sagte Michel, die Staats- und Regierungschefs wollten eine Beschleunigung. Es solle aber bei dem Prinzip bleiben, dass die Impfstoffe in der EU gleichzeitig und nach Bev\u00f6lkerungsst\u00e4rke verteilt werden.<\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Gipfel f\u00fcr eine engere Kooperation mit den EU-Staaten geworben, aber auch Kontrollen an den deutschen Grenzen nicht v\u00f6llig ausgeschlossen. \u00bbWenn ein Land mit einer vielleicht doppelt so hohen Inzidenz wie Deutschland alle Gesch\u00e4fte aufmacht, w\u00e4hrend sie bei uns noch geschlossen sind, dann hat man nat\u00fcrlich ein Problem\u00ab, sagte sie in Berlin.<\/p>\n<p>Die angek\u00fcndigten Versch\u00e4rfungen der Reisebestimmungen in der EU folgen in etwa bereits bestehenden deutschen Regelungen f\u00fcr Einreisen. Eigentlich herrscht im Schengenraum, dem 26 europ\u00e4ische L\u00e4nder angeh\u00f6ren, Bewegungsfreiheit ohne station\u00e4re Grenzkontrollen. Doch etliche L\u00e4nder hatten zu Beginn der Pandemie teils unkoordiniert Grenzen dichtgemacht oder Kontrollen veranlasst. An der deutschen Grenze zu Polen staute sich der Verkehr teils Dutzende Kilometer. Verderbliche Waren kamen nicht ans Ziel, Grenzpendler hatten Probleme, ihren Arbeitsplatz zu erreichen.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission will eine Wiederholung unbedingt vermeiden. Einige L\u00e4nder kontrollieren aber bereits wieder an ihren Grenzen, darunter Ungarn, \u00d6sterreich und D\u00e4nemark. Und jetzt l\u00f6sen die in Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika entdeckten Mutationen des Coronavirus neue \u00c4ngste aus, weil sie ansteckender als bisherige Varianten sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3>Deutschland dringt auf mehr Tests bei Pendlern<\/h3>\n<p>Grenzkontrollen oder -schlie\u00dfungen innerhalb der EU lehnte Luxemburgs Au\u00dfenminister Jean Asselborn strikt ab. Wenn Pendler zum Beispiel nicht mehr nach Luxemburg kommen k\u00f6nnten, br\u00e4che dort das Gesundheitswesen zusammen, warnte er im Deutschlandfunk. Deutschland dringt darauf, dass Pendler h\u00e4ufiger getestet werden. Dazu sei man auch mit den Herkunftsl\u00e4ndern im Gespr\u00e4ch, sagte Merkel.<\/p>\n<p>Beim Impfen hakt es noch in vielen EU-Staaten. Beim Videogipfel habe es viele Fragen zur Transparenz und zu Lieferpl\u00e4nen f\u00fcr die verschiedenen Impfstoffe gegeben, berichtete ein EU-Vertreter. Weil die Unternehmen Biontech und Pfizer kurzfristig weniger Impfstoff als geplant liefern k\u00f6nnen, wurden in Deutschland zum Teil Impftermine abgesagt.<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische Kanzler Sebastian Kurz schrieb auf Twitter, beim Videogipfel seien sich alle einig gewesen, dass Impfstoffe so schnell wie m\u00f6glich ausgeliefert werden m\u00fcssten. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca sp\u00e4testens n\u00e4chste Woche.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission erwartet ebenfalls bald neue Impfstoffe und gr\u00f6\u00dfere Mengen und dr\u00e4ngt die 27 Staaten zu ehrgeizigen Zielen. Bis zum Sommer sollen 70 Prozent der Erwachsenen in der EU gegen das Virus immunisiert sein, bis M\u00e4rz bereits 80 Prozent der Menschen \u00fcber 80 Jahre und des Pflege- und Gesundheitspersonals.<\/p>\n<p>Merkel \u00e4u\u00dferte sich zur\u00fcckhaltend. Die Kanzlerin bekr\u00e4ftigte lediglich, dass man allen in Deutschland bis zum Ende des Sommers \u2013 also bis zum 21. September \u2013 ein Impfangebot machen wolle.<\/p>\n<p>Von der Leyen k\u00fcndigte an, dass die EU-Kommission Pl\u00e4ne ausarbeiten wolle, wie auch Nicht-EU-L\u00e4ndern mit Impfstoff versorgt werden k\u00f6nnten. \u00bbEs ist in unserem eigenen Interesse, fr\u00fchzeitig Impfstoff mit der Welt zu teilen\u00ab, sagte sie. Dies sei im ureigensten europ\u00e4ischen Interesse. Wenn die Pandemie in anderen Teilen der Welt l\u00e4nger andauere und sich ausbreite, wachse auch die Gefahr von Mutationen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel: Der Binnenmarkt soll trotz sch\u00e4rferer Reiseregeln weiter funktionieren k\u00f6nnen Foto:\u2002 OLIVIER HOSLET \/ AFP Die EU-Staaten wollen angesichts der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5354,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5353","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5353"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5353\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}