{"id":529,"date":"2020-06-17T15:09:01","date_gmt":"2020-06-17T12:09:01","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/meistertitel-fur-den-fc-bayern-die-liga-aus-beton\/"},"modified":"2020-06-17T15:09:01","modified_gmt":"2020-06-17T12:09:01","slug":"meistertitel-fur-den-fc-bayern-die-liga-aus-beton","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/meistertitel-fur-den-fc-bayern-die-liga-aus-beton\/","title":{"rendered":"Meistertitel f\u00fcr den FC Bayern: Die Liga aus Beton"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/cd29d63c-b167-4a9c-8414-1ea51130779a_w948_r1.77_fpx67.38_fpy50.jpg\" title=\"Bayern-Jubel. Das gewohnte Bild.\" alt=\"Bayern-Jubel. Das gewohnte Bild.\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Bayern-Jubel. Das gewohnte Bild.<\/p>\n<p> ANDREAS GEBERT\/ AFP <\/figcaption><\/figure>\n<p>An den Anfang geh\u00f6rt ein Gl\u00fcckwunsch. Der FC Bayern hat es wieder zum Meister geschafft, sie hatten und haben die beste Mannschaft, die R\u00fcckrunde war beeindruckend dominant, Trainer Hans-Dieter Flick hat die Unwuchten im Team aus der Niko-Kovac-Zeit beseitigt, seitdem waren die M\u00fcnchener nicht mehr aufzuhalten.<\/p>\n<p>Es ist der achte Titel nacheinander in Folge, die \u00c4lteren werden sich noch an das Jahr 2012 erinnern, als J\u00fcrgen Klopp den BVB zum Double f\u00fchrte. Seitdem: Bayern, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern, Bayern. Acht Meisterschaften am St\u00fcck, das ist nicht mal Paris Saint-Germain in Frankreich gelungen, wobei die Ligue 1 ja als Inbegriff der Eint\u00f6nigkeit gilt. Und ein Ende der Serie ist nicht in Sicht. Wir werden demn\u00e4chst \u00fcber die neunte, zehnte, elfte Meisterschaft des FC Bayern reden.<\/p>\n<p>Viel ist \u00fcber die Langeweile, die der wiederkehrende Ausgang des Titelkampfes ausstrahlt, schon in fr\u00fcheren Saisons gesagt und geschrieben worden. So oft und viel, dass dies selbst schon wieder den Status der Langeweile erreicht hat.<\/p>\n<h3>Die ersten Sechs sind die aus dem Vorjahr<\/h3>\n<p>Dennoch hat die Spielzeit 2019\/2020 noch einmal neue Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt. Drei Spieltage vor Ende der Saison steht nicht nur der Meister fest, die ersten Sechs der Tabelle sind derzeit wieder exakt die sechs Klubs, die auch im Vorjahr zum Schluss die ersten sechs R\u00e4nge belegten, zudem noch in identischer Reihenfolge: Bayern vor Dortmund vor Leipzig vor Leverkusen vor Gladbach vor Wolfsburg. Dahinter streitet sich der Rest. Die Liga ist keine Zweiklassengesellschaft mehr, sie ist mittlerweile eine Drei- oder Vierklassengesellschaft.<\/p>\n<p>Die Bundesliga ist dabei, eine in Beton gegossene Veranstaltung zu werden. Eine fast undurchl\u00e4ssige Membran. Ver\u00e4nderung ist nur noch in engen Grenzen zul\u00e4ssig, die Hierarchien werden fugendicht zementiert. Die Endphase dieser Spielzeit ohne Publikum hat dieses Bild nur noch konturensch\u00e4rfer werden lassen. Wenn die externen Faktoren ausfallen und nur noch zwei Fu\u00dfballmannschaften in keimfreiem Umfeld aufeinandertreffen, wird die Bundesliga zur \u00fcberraschungslosen Zone.<\/p>\n<p>Die Konkurrenz redet nicht mehr davon, die Bayern zu besiegen, sie ist zu der Formulierung \u00fcbergegangen, man wolle &quot;die Bayern \u00e4rgern&quot;. Aber selbst dieser minimale Anspruch ist so gut wie nicht erf\u00fcllbar, wenn nicht Tausende im R\u00fccken den Au\u00dfenseiter vielleicht doch mal zu einer besonderen Leistung beseelen. Der Wegfall der Fans hat die Machtverh\u00e4ltnisse im deutschen Fu\u00dfball noch klarer werden lassen.<\/p>\n<h3>Fleischtopf Champions League<\/h3>\n<p>Die Bayern wird das nicht st\u00f6ren, sie konnten ihre \u00dcberlegenheit nur umso ungest\u00f6rter ausspielen. Seit fast 30 Jahren gibt es die Champions League, seit fast 30 Jahren isst sich der FC Bayern aus diesem Fleischtopf das Fett an. Wer dazu einigerma\u00dfen vern\u00fcnftig wirtschaftet, wie es in M\u00fcnchen passiert, kann gar nicht anders, als mit dieser Infrastruktur am Ende einer Saison oben zu stehen.<\/p>\n<p>Daher hat es auch nichts mit fehlender Mentalit\u00e4t oder der Unf\u00e4higkeit, &quot;es unbedingt zu wollen&quot;, zu tun, dass selbst Mannschaften wie Borussia Dortmund im Titelrennen das Nachsehen behalten. Das sind hilflose Erkl\u00e4rversuche, die die Struktur der Liga verkennen. Der Versuch, einen Vorwurf an die Bayern-Verfolger zu konstruieren. Aber hier gibt es keine Vorw\u00fcrfe auszusprechen, weder an die Bayern noch an die Teams hinter ihnen. Der BVB mag finanziell zwar ebenfalls vollgesogen sein, der FC Bayern ist ihm dennoch Jahre voraus. Das ist der Unterschied zwischen Platz eins und Platz zwei.<\/p>\n<p>Und erst recht zu Platz drei. RB Leipzig weist zwar einige Eigenschaften eines Neureichen auf, aber am Ende geht der beste St\u00fcrmer dann doch lieber in die Premier League. Dortmund, Leipzig, Leverkusen, mit Abstrichen Gladbach: Die sollen sich weiterhin um die Vizemeisterschaft streiten. Vizekusen, Vizemund, Vizebach.<\/p>\n<p>Der Vorsprung der M\u00fcnchner ist mittlerweile so gro\u00df, dass im Grunde nur interne Managementfehler wie die ungl\u00fcckliche Auswahl des Cheftrainers die Mannschaft noch kurzfristig aus der Spur bringen kann. In M\u00fcnchen sind sie mittlerweile klug genug, solche Fehler relativ schnell auszub\u00fcgeln. Nach dem 1:5 in Frankfurt aus der Hinrunde wurde unverz\u00fcglich reagiert, die Frankfurter sollten sich dieses Resultat im Goldrahmen \u00fcber die Kabinent\u00fcr h\u00e4ngen. Sch\u00f6n mag es gewesen sein, aber es wird nur alle Jubeljahre mal vorkommen.<\/p>\n<p>Franz Beckenbauer sagte einst nach dem WM-Titel 1990 seinen ber\u00fchmten Spruch, die deutsche Elf werde nach der Wiedervereinigung auf Jahre unschlagbar sein. Der Satz kommt auf Wiedervorlage zum Status des FC Bayern in der Bundesliga. Mit dem Unterschied, dass Beckenbauer diesmal Recht behalten w\u00fcrde.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Bayern-Jubel. Das gewohnte Bild. ANDREAS GEBERT\/ AFP An den Anfang geh\u00f6rt ein Gl\u00fcckwunsch. 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