{"id":5282,"date":"2021-01-18T16:26:10","date_gmt":"2021-01-18T13:26:10","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-lockdown-karl-lauterbach-fur-ausgangssperre-stephan-weil-fordert-homeoffice-pflicht\/"},"modified":"2021-01-18T16:26:10","modified_gmt":"2021-01-18T13:26:10","slug":"corona-lockdown-karl-lauterbach-fur-ausgangssperre-stephan-weil-fordert-homeoffice-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-lockdown-karl-lauterbach-fur-ausgangssperre-stephan-weil-fordert-homeoffice-pflicht\/","title":{"rendered":"Corona-Lockdown: Karl Lauterbach f\u00fcr Ausgangssperre, Stephan Weil fordert Homeoffice-Pflicht"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/7fa51c05-61a2-4c00-909f-390009906c14_w948_r1.77_fpx48_fpy54.jpg\" title=\"Fast leere U-Bahn-Station am M\u00fcnchner Marienplatz\" alt=\"Fast leere U-Bahn-Station am M\u00fcnchner Marienplatz\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Fast leere U-Bahn-Station am M\u00fcnchner Marienplatz<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Andreas Gebert \/ Bloomberg \/ Getty Images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Der gegenw\u00e4rtige Corona-Shutdown in Deutschland belastet verschiedene Lebensbereiche sehr unterschiedlich \u2013 und hat noch keine ausreichende Senkung der Infektionszahlen herbeigef\u00fchrt. Kurz vor den neuen Gespr\u00e4chen von Bund und L\u00e4ndern gehen die Meinungen der Verantwortlichen \u00fcber weitere Ma\u00dfnahmen auseinander.<\/p>\n<p>Der nieders\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident <strong>Stephan Weil<\/strong> (SPD) fordert eine <strong>Verpflichtung zum Homeoffice<\/strong> durch die Bundesl\u00e4nder. Er halte es \u00bbdurchaus f\u00fcr geboten, eine Pflicht zum Homeoffice seitens des Bundes im Verordnungswege zu regeln\u00ab, sagte Weil der SPD-Parteizeitung \u00bbVorw\u00e4rts\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbDie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber m\u00fcssten dann darlegen, warum welche Bereiche definitiv nicht ins Homeoffice gehen k\u00f6nnen\u00ab, sagte der Regierungschef. Durch eine flexiblere Handhabung der t\u00e4glichen Arbeitszeiten k\u00f6nnte zudem der \u00f6ffentliche Personennahverkehr (\u00d6PNV) in Sto\u00dfzeiten entlastet werden. Gleichzeitig m\u00fcsse das \u00d6PNV-Angebot \u00bbeher noch ausgeweitet\u00ab werden, sagte Weil. So w\u00e4ren in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln mehr Abstand und mehr Sicherheit m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Weil sprach sich allerdings <strong>gegen eine vor\u00fcbergehende Stilllegung von Betrieben<\/strong> aus. \u00bbMan muss sich einmal klarmachen, dass ein v\u00f6lliger wirtschaftlicher Stillstand mit gewaltigen Sch\u00e4den verbunden ist\u00ab, sagte der SPD-Politiker. \u00bbViele Unternehmen sind durch die letzten Monate schon sehr geschw\u00e4cht und viele Besch\u00e4ftigte machen sich jetzt schon gro\u00dfe Sorgen um ihren Arbeitsplatz.\u00ab<\/p>\n<p>Der nieders\u00e4chsische Staatssekret\u00e4r <strong>J\u00f6rg Mielke<\/strong> sprach sich in einer Sondersitzung des Sozialausschusses <strong>f\u00fcr eine Verl\u00e4ngerung des geltenden Shutdowns<\/strong> aus, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtete. Aber: \u00bbWir werden keine Versch\u00e4rfung der Kontaktbeschr\u00e4nkungen vorschlagen.\u00ab Mielke sagte, sonst drohten Akzeptanzprobleme in der Bev\u00f6lkerung.<strong> \u00bbWir stellen fest, wir sind dabei, die Schrauben zu fest zuzudrehen.\u00ab<\/strong> Auch eine n\u00e4chtliche Ausgangssperre finde keine Unterst\u00fctzung aus Niedersachsen.<\/p>\n<p>Der SPIEGEL hatte bereits am Sonntag berichtet, <strong>dass das Bundeskanzleramt den Shutdown nicht nur bis Mitte Februar verl\u00e4ngern, sondern auch versch\u00e4rfen will<\/strong>. Zur Debatte stehen unter anderem strengere Kontaktbeschr\u00e4nkungen, Ausgangssperren und eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht, wie sie seit dieser Woche in Bayern gilt.<\/p>\n<p>Besonders in den SPD-gef\u00fchrten L\u00e4ndern stie\u00dfen diese \u00dcberlegungen nach SPIEGEL-Informationen auf Skepsis. Schlie\u00dflich seien die Infektionszahlen aktuell im Sinkflug und die tats\u00e4chliche Gefahr durch die neuen Virusmutationen noch ungekl\u00e4rt. Beim zwischenzeitlichen Anstieg der Zahlen in Irland habe es sich auch um ein Feiertagsph\u00e4nomen handeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Bundesregierung bef\u00fcrchtet Leichtfertigkeit bei Mutationen<\/h3>\n<p>Wie der SPIEGEL am Montag aus Kreisen der Bundesregierung erfuhr, besteht im Kabinett die Sorge, dass die Gefahr durch die neuen Virusmutationen untersch\u00e4tzt wird. Ein exponentielles Wachstum ab dem aktuellen Niveau der Infektionszahlen w\u00e4re demnach katastrophal. Am Montagabend sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Regierenden den Ernst der Lage deutlich machen. Die Expertengruppe besteht nach SPIEGEL-Informationen aus dem Berliner Virologen Christian Drosten, dem Chef des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler, Michael Meyer-Hermann und G\u00e9rard Krause vom Helmholtz Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung in Braunschweig, Cornelia Betsch von der Universit\u00e4t Erfurt, Rolf Apweiler vom European Bioinformatics Institute in Gro\u00dfbritannien und Kai Nagel von der TU Berlin. Nicht dabei ist diesmal die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik und Selbstorganisation, die bei der letzten Expertenrunde besonders scharfe Einschr\u00e4nkungen gefordert hatte.<\/p>\n<p>Der CDU-Politiker und nordrhein-westf\u00e4lische Gesundheitsminister<strong>Karl-Josef Laumann<\/strong><strong> \u00e4u\u00dferte Zweifel, ob eine FFP2-Maskenpflicht umsetzbar sei<\/strong>. Es sei zwar unzweifelhaft, dass die Masken medizinisch wirkungsvoller seien als Alltagsmasken, sagte Laumann in D\u00fcsseldorf. Bevor eine Pflicht beschlossen werde, FFP2-Masken in bestimmten Bereichen zu tragen, m\u00fcsse klar sein, ob sie auch in ausreichenden Mengen zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. \u00bbDa gibt es unterschiedliche Nachrichten\u00ab, sagte Laumann.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich m\u00fcssten die Masken alle paar Stunden gewechselt werden. Es d\u00fcrfe nicht zu einem Engpass in medizinischen Bereichen kommen oder dort, wo FFP2-Masken aus Arbeitsschutz-Gr\u00fcnden notwendig seien, sagte der Gesundheitsminister. \u00bbMan muss alles vom Ende her bedenken.\u00ab Alternativ k\u00f6nne auch \u00fcber den Einsatz von OP-Masken nachgedacht werden.<\/p>\n<p>SPD-Gesundheitsexperte<strong>Karl Lauterbach<\/strong>bezog in der Parteizeitung \u00bbVorw\u00e4rts\u00ab ebenfalls Stellung zur aktuellen Infektionslage. Er bef\u00fcrwortet unter anderem <strong>\u00bbf\u00fcr drei Wochen eine Ausgangssperre nach 20:00 Uhr\u00ab<\/strong>, obwohl dies \u00bbsehr hart f\u00fcr den Einzelnen w\u00e4re\u00ab. Man m\u00fcsse in den kommenden Wochen verhindern, \u00bbdass sich die viel gef\u00e4hrlichere Mutation aus England, B117, auch bei uns ausbreitet\u00ab, sagte Lauterbach. Der SPD-Politiker sprach sich zudem <strong>f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Maskenpflicht in Betrieben aus und einen FFP2-Standard in \u00d6PNV und Gesch\u00e4ften<\/strong>.<\/p>\n<h3>Eisenmann: \u00bbMan muss den Ma\u00dfnahmen ja auch die Chance geben, zu wirken\u00ab<\/h3>\n<p>G\u00e4nzlich anders \u00e4u\u00dferte sich Baden-W\u00fcrttembergs Kultusministerin<strong> Susanne Eisenmann<\/strong> (CDU). Sie warnte in einer Livesendung der \u00bbBild\u00ab-Zeitung am Sonntagabend vor weiteren Versch\u00e4rfungen des Lockdowns.<strong> \u00bbDie Frage ist f\u00fcr mich tats\u00e4chlich: Wo will man weiter versch\u00e4rfen?\u00ab<\/strong>, sagte Eisenmann. Sie halte es zwar f\u00fcr richtig, \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung des Shutdowns nachzudenken. Aber zu einer m\u00f6glichen Versch\u00e4rfung sagte sie: \u00bbMan muss den Ma\u00dfnahmen ja auch die Chance geben, zu wirken.\u00ab<\/p>\n<p>Sie halte es f\u00fcr schwierig, jetzt schon davon zu sprechen, wie es Ostern oder gar bis Pfingsten ist. Es brauche verl\u00e4ssliche Zahlen. \u00bbWir rennen immer noch Zahlen hinterher, es wird immer noch nicht so viel getestet wie vor Weihnachten\u00ab, sagte Eisenmann. Das sei den B\u00fcrgern schwierig zu vermitteln.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Fast leere U-Bahn-Station am M\u00fcnchner Marienplatz Foto:\u2002Andreas Gebert \/ Bloomberg \/ Getty Images Der gegenw\u00e4rtige Corona-Shutdown in Deutschland belastet verschiedene Lebensbereiche sehr unterschiedlich \u2013 und hat noch keine<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5283,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5282","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5282\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}