{"id":5192,"date":"2021-01-14T12:45:55","date_gmt":"2021-01-14T09:45:55","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/deutsche-wirtschaft-bricht-in-der-coronakrise-um-funf-prozent-ein\/"},"modified":"2021-01-14T12:45:55","modified_gmt":"2021-01-14T09:45:55","slug":"deutsche-wirtschaft-bricht-in-der-coronakrise-um-funf-prozent-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/deutsche-wirtschaft-bricht-in-der-coronakrise-um-funf-prozent-ein\/","title":{"rendered":"Deutsche Wirtschaft bricht in der Coronakrise um f\u00fcnf Prozent ein"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/01f7e505-4193-44dd-8256-606b65fd6368_w948_r1.77_fpx35.33_fpy55.jpg\" title=\"Containerhafen Hamburg\" alt=\"Containerhafen Hamburg\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Containerhafen Hamburg<\/p>\n<p>  Foto:\u2002JuNiArt \/ imago images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Corona-Krisenjahr 2020 massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in einer ersten Sch\u00e4tzung mitteilte.<\/p>\n<p>Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnj\u00e4hrigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Der Einbruch ist aber nicht so stark wie in der weltweiten Finanz-und Wirtschaftskrise im Jahr 2009: Damals war das BIP um 5,7 Prozent zur\u00fcckgegangen. Analysten hatten im Schnitt mit einem R\u00fcckgang um 5,2 Prozent gerechnet.<\/p>\n<h3>Staatshaushalt mit 158 Milliarden im Minus<\/h3>\n<p>Dazu kam das erste Haushaltsdefizit im Gesamtjahr seit 2011: Bund, L\u00e4nder, Gemeinden und Sozialversicherungen gaben nach Angaben der Wiesbadener Beh\u00f6rde im vergangenen Jahr 158,2 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit bei 4,8 Prozent. Das war das zweith\u00f6chste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur \u00fcbertroffen vom Rekordminus des Jahres 1995, in dem die Schulden der Treuhand in den Staatshaushalt \u00fcbernommen wurden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig sanken die Einnahmen des Staates. Das Steueraufkommen verringerte sich, auch weil die Mehrwertsteuer vom 1. Juli an f\u00fcr ein halbes Jahr gesenkt wurde, um den privaten Konsum anzukurbeln. Zugleich stiegen die staatlichen Ausgaben unter anderem durch milliardenschwere Hilfspakete.<\/p>\n<h3>Konsumausgaben gingen um 6 Prozent zur\u00fcck<\/h3>\n<p>Die Coronakrise hinterlie\u00df in nahezu allen Wirtschaftsbereichen deutliche Spuren: Sowohl Industrie und Dienstleistungsbereiche wurden hart getroffen, nur das Baugewerbe legte zu.<\/p>\n<p>Anders als w\u00e4hrend der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft st\u00fctzte, gingen die privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr demnach im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 Prozent zur\u00fcck \u2013 so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 Prozent stabilisierend. Die Beschaffung von Schutzausr\u00fcstungen und Krankenhausleistungen trug laut Statistik dazu bei.<\/p>\n<p>Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen 2020 erstmals seit 2009 zur\u00fcck, wie die Beh\u00f6rde erkl\u00e4rte. Die Exporte schrumpften preisbereinigt um 9,9 Prozent, die Importe um 8,6 Prozent.<\/p>\n<p>Damit endete aufgrund der Corona-Pandemie der \u00fcber 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbst\u00e4tigkeit, der sogar die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008\/2009 \u00fcberdauert hatte, wie die Statistiker hervorhoben. Besonders betroffen waren geringf\u00fcgig Besch\u00e4ftigte sowie Selbstst\u00e4ndige.<\/p>\n<h3>Starkes Comeback der deutschen Wirtschaft erwartet<\/h3>\n<p>Etliche Volkswirte sagen Europas gr\u00f6\u00dfter Volkswirtschaft in diesem Jahr ein starkes Comeback voraus &#8211; trotz des zun\u00e4chst bis Ende Januar verl\u00e4ngerten Lockdowns. Der Aufschwung im Verarbeitenden Gewerbe sei noch immer intakt und au\u00dfenwirtschaftlich gebe es durch die Nachfrage aus China und den USA Wachstumsimpulse, argumentierte beispielsweise j\u00fcngst der Chef des Sachverst\u00e4ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld.<\/p>\n<p>Mit einer R\u00fcckkehr der deutschen Wirtschaft zum Niveau von vor der Coronakrise rechnen die meisten Volkswirte derzeit aber fr\u00fchestens um die Jahreswende 2021\/2022 \u2013 vorausgesetzt, dass bis dahin so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind, dass sich das Wirtschaftsleben wieder normalisiert.<\/p>\n<h3>Keine Defizit-Probleme mit Br\u00fcssel<\/h3>\n<p>Probleme mit Br\u00fcssel wegen des Defizits drohen Deutschland nicht. Die EU-Staaten hatten wegen der Coronakrise erstmals die Regeln des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts ausgesetzt, wonach das Haushaltsdefizit nicht \u00fcber drei Prozent und die Gesamtverschuldung nicht \u00fcber 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen darf.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Containerhafen Hamburg Foto:\u2002JuNiArt \/ imago images Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Corona-Krisenjahr 2020 massiv eingebrochen. 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