{"id":5089,"date":"2021-01-09T22:26:15","date_gmt":"2021-01-09T19:26:15","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/covid-19-impfungen-in-deutschland-die-meisten-gelieferten-dosen-lagern-im-depot\/"},"modified":"2021-01-09T22:26:15","modified_gmt":"2021-01-09T19:26:15","slug":"covid-19-impfungen-in-deutschland-die-meisten-gelieferten-dosen-lagern-im-depot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/covid-19-impfungen-in-deutschland-die-meisten-gelieferten-dosen-lagern-im-depot\/","title":{"rendered":"Covid-19-Impfungen in Deutschland: Die meisten gelieferten Dosen lagern im Depot"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/0a6f27ce-507c-4600-b6cf-3fbd30aab2cc_w948_r1.77_fpx69.74_fpy50.png\" title=\"Covid-19-Impfungen: Wie sieht es in den Bundesl\u00e4ndern aus?\" alt=\"Covid-19-Impfungen: Wie sieht es in den Bundesl\u00e4ndern aus?\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Covid-19-Impfungen: Wie sieht es in den Bundesl\u00e4ndern aus?<\/p>\n<p>  Foto:\u2002DER SPIEGEL  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Als am 26. Dezember 2020 die ersten Lieferungen des Biontech-Impfstoffs ausgeliefert wurden, wunderten sich viele, wie klein die Pakete waren. Nordrhein-Westfalens Staatskanzlei hatte ein Video gepostet, dass die verpackten Impfdosen auf einer Lkw-Ladefl\u00e4che zeigt: zwei Kartons, die auf eine Schubkarre gepasst h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Lieferung am 26. Dezember war tats\u00e4chlich sehr klein: Sie bestand aus lediglich 9750 Dosen pro Bundesland. Am 28. und 30. Dezember lieferte Biontech dann deutlich mehr aus \u2013 allein an Nordrhein-Westfalen 282.750 Dosen. Am 8. Januar kamen die n\u00e4chsten Chargen. Laut Planung des Bundesgesundheitsministeriums m\u00fcssten damit insgesamt bundesweit 2.008.500 Dosen geliefert sein.<\/p>\n<p>Doch der meiste Impfstoff lagert bis heute gut gek\u00fchlt im Depot: Bis zum Morgen des 8. Januar wurden erst rund 530.000 Dosen verimpft \u2013 etwas mehr als ein Viertel der bis dahin vorgesehenen Lieferungen. \u00bbEs klappt Zug um Zug immer besser\u00ab, sagt Gesundheitsminister Spahn in einer Diskussionsrunde im Bundesgesundheitsministerium.<\/p>\n<p>Kritikern, die \u00fcber den schleppenden Start der Impfkampagne klagen und dies mit den aktuell geltenden Kontaktbeschr\u00e4nkungen verkn\u00fcpfen, hielt er entgegen: \u00bbDas Impfen jetzt w\u00fcrde nicht den Lockdown jetzt unn\u00f6tig gemacht haben.\u00ab Das zeige die Lage in Israel und Gro\u00dfbritannien, wo jeweils bereits ein gr\u00f6\u00dferer Anteil der Bev\u00f6lkerung geimpft wurde.<\/p>\n<p>RKI-Chef Lothar Wieler erg\u00e4nzt, daher m\u00fcssten die Kontaktbeschr\u00e4nkungen weiter konsequent befolgt werden.<\/p>\n<p>Der Hauptgrund daf\u00fcr, warum bislang nur rund eine halbe Million Dosen verimpft wurden, d\u00fcrfte sein, dass die Bundesl\u00e4nder Dosen zur\u00fcckhalten. F\u00fcr eine wirksame Immunisierung sind zwei Impfungen im Abstand von etwa drei Wochen erforderlich. Damit die zweite Impfung auch bei m\u00f6glichen kurzfristigen Lieferproblemen des Herstellers Biontech klappt, bleiben 50 Prozent der Dosen zun\u00e4chst im Depot. Wenn nicht beide Dosen mit Abstand verabreicht w\u00fcrden, drohe laut dem Vorsitzenden der St\u00e4ndigen Impfkommission, Thomas Mertens, nicht nur ein zu schwacher Schutz f\u00fcr den Betroffenen. Es bestehe auch die Sorge, dass dadurch die Entstehung von Mutationen des Virus, die gegen den Impfstoff immun seien, beg\u00fcnstigt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Mertens sagte, die beiden bislang in Europa zugelassenen Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna seien \u00bb\u00e4quivalent in Wirksamkeit und Sicherheit\u00ab. Es sei jetzt noch zu fr\u00fch, um entsprechende Aussagen f\u00fcr weitere Impfstoffe zu treffen, bei denen das Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.<\/p>\n<p>Auf absehbare Zeit werden die Deutschen sich den Impfstoff nicht aussuchen k\u00f6nnen, wie Spahn sagt. \u00bbDas ist jetzt der Knappheit zu Beginn geschuldet.\u00ab In K\u00fcrze k\u00f6nnte der Hersteller AstraZeneca die EU-Zulassung seines Impfstoffs beantragen.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob es m\u00f6glich w\u00e4re, einer Person Impfstoffe verschiedener Hersteller zu verabreichen, sagte Mertens, dies sei auch bei Impfstoffen, die auf einem gleichen Wirkprinzip basierten, \u00bbauf keinen Fall\u00ab m\u00f6glich. Denn dazu gebe es bislang \u00bbNull Daten\u00ab.<\/p>\n<p>Die Bundesl\u00e4nder kommen unterschiedlich schnell mit den Impfungen voran: Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Hessen haben bereits fast 40 Prozent der gelieferten Dosen verimpft. Baden-W\u00fcrttemberg, Sachsen und Th\u00fcringen erreichen eine Quote von rund einem F\u00fcnftel und darunter \u2013 siehe folgende Tabelle.<\/p>\n<p>Mecklenburg-Vorpommern hat laut den Daten, die dem SPIEGEL vorliegen, sogar schon 57 Prozent der gelieferten Dosen verimpft. Das Land hatte im Dezember knapp 30.000 Dosen bekommen und im Januar weitere 15.000. Laut Robert Koch-Institut sind davon bereits rund 25.000 benutzt.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr den gestrigen Freitag geplante Lieferung von Biontech umfasste 667.875 Dosen. Bis zum 16. Februar sollen f\u00fcnf weitere Lieferungen in diesem Umfang folgen. Sofern nichts dazwischenkommt, d\u00fcrften dann insgesamt 5.347.875 Dosen ausgeliefert sein.<\/p>\n<p>Im ersten Quartal sollen laut Bundesregierung auch die ersten Vakzine des Herstellers Moderna verf\u00fcgbar sein. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um etwa zwei Millionen Dosen.<\/p>\n<p>Aktuell werden vor allem Hochbetagte sowie Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches Personal mit besonders hohem Risiko geimpft. In der zweiten Gruppe kommen unter anderem Menschen im Alter zwischen 75 und 79 Jahren an die Reihe. Wer etwa in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnt oder engen Kontakt mit einer Schwangeren hat, z\u00e4hlt zu Gruppe Drei. Laut der am Freitag aktualisierten Empfehlung der Impfkommission geh\u00f6ren Lehrkr\u00e4fte und Erzieherinnen zur Gruppe mit Priorit\u00e4t Vier, Besch\u00e4ftigte im Einzelhandel und Menschen im Alter zwischen 60 und 64 Jahren z\u00e4hlen zu Gruppe F\u00fcnf.<\/p>\n<p><em>Mit Material der dpa<\/em><\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Covid-19-Impfungen: Wie sieht es in den Bundesl\u00e4ndern aus? Foto:\u2002DER SPIEGEL Als am 26. 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