{"id":5087,"date":"2021-01-09T20:18:43","date_gmt":"2021-01-09T17:18:43","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-news-am-samstag-soder-will-lockdown-verlangern-und-vertiefen\/"},"modified":"2021-01-09T20:18:43","modified_gmt":"2021-01-09T17:18:43","slug":"corona-news-am-samstag-soder-will-lockdown-verlangern-und-vertiefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-news-am-samstag-soder-will-lockdown-verlangern-und-vertiefen\/","title":{"rendered":"Corona-News am Samstag: S\u00f6der will Lockdown \u00bbverl\u00e4ngern\u00ab und \u00bbvertiefen\u00ab"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/fe9d74be-d1da-43cc-8dc5-564defe7d6eb_w948_r1.77_fpx61.97_fpy49.98.jpg\" title=\"Queen Elizabeth II.\" alt=\"Queen Elizabeth II.\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Queen Elizabeth II.<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Joe Giddens \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Das sind die Corona-News des Tages.<\/em><\/p>\n<p><em>Nichts mehr verpassen: F\u00fcr die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergr\u00fcnde abonnieren Sie unseren <\/em><em>Coronavirus-Newsletter<\/em><em>.<\/em><\/p>\n<h3>CDU-Wirtschaftsrat fordert Steuererleichterungen f\u00fcr coronageschw\u00e4chte Unternehmen<\/h3>\n<p><strong>16.51 Uhr:<\/strong> Der Wirtschaftsrat der CDU hat die Bundesregierung aufgefordert, von Corona betroffenen Unternehmen zielgerichteter zu helfen. Dazu geh\u00f6rten Anpassungen im Steuerrecht, sagte der Generalsekret\u00e4r des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. So w\u00fcrde die Anhebung des Verlustr\u00fccktragsvolumens vor allem gr\u00f6\u00dferen Unternehmen helfen, die ihre Verluste dann weitestgehend verrechnen d\u00fcrfen. Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen w\u00fcrden stark von einem l\u00e4ngeren R\u00fccktragszeitraum von mindestens zwei Jahren profitieren.<\/p>\n<p>\u00abZahlreiche Unternehmen stehen aufgrund der coronabedingten Liquidit\u00e4tskrise vor einer existenzbedrohenden Situation\u00bb, warnte Steiger. Trotzdem zeigen sie sich solidarisch mit den coronabedingten Beschr\u00e4nkungen. Steiger kritisierte, Hilfen seien zu b\u00fcrokratisch und k\u00e4men bei Unternehmen nicht an. Der Generalsekret\u00e4r des Wirtschaftsrates der CDU beklagte ferner, dass Firmen im Kleingedruckten der Zugangsvoraussetzungen zu den Coronahilfen nachtr\u00e4glich mitgeteilt bek\u00e4men, dass sie keine Hilfen erhalten. Das m\u00fcsse sofort korrigiert werden.<\/p>\n<h3>Italienische Sch\u00fcler protestieren f\u00fcr Schul\u00f6ffnungen<\/h3>\n<p><strong>16.44 Uhr:<\/strong> Viele Sch\u00fcler in Italien sind ver\u00e4rgert \u00fcber die Bildungspolitik in der Corona-Krise. Urspr\u00fcnglich hatte die Regierung in Rom angek\u00fcndigt, dass ab kommenden Montag landesweit die H\u00e4lfte der Sch\u00fcler aus den h\u00f6heren Jahrg\u00e4ngen wieder in die Schule darf. Die Lombardei und ein Gro\u00dfteil der \u00fcbrigen Regionalregierungen entschieden nun jedoch, dass sie weiterhin zu Hause lernen m\u00fcssen. Am Mail\u00e4nder Dom versammelten sich am Freitagabend Dutzende Sch\u00fcler und Lehrer, um gegen die Ma\u00dfnahmen der Lombardei zu protestieren.<\/p>\n<p>Die Wieder\u00f6ffnung ist von Region zu Region unterschiedlich geplant. Latium mit der Hauptstadt Rom will die Schulen am 18. Januar f\u00fcr die \u00e4lteren Sch\u00fcler \u00f6ffnen, Sizilien erst am 30. Januar. Eine der wenigen Ausnahmen will die Toskana sein. Die Corona-Zahlen der Region stimmten optimistisch, sagte Regionalpr\u00e4sident Eugenio Giani der Zeitung \u00abLa Repubblica\u00bb (Samstag). Die Region wolle f\u00fcr die Wieder\u00f6ffnung mehr Ordnungskr\u00e4fte einsetzen, die unter anderem darauf achten sollen, dass Abst\u00e4nde eingehalten werden.<\/p>\n<p>Seit der zweiten Corona-Welle in Italien mussten vor allem die \u00e4lteren Sch\u00fcler zu Hause bleiben. Im vergangenen Jahr h\u00e4uften sich die Proteste landesweit, weil die Jungen und M\u00e4dchen wieder in die Klassen wollten. Zuletzt ging jedoch aus dem w\u00f6chentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums hervor, dass sich die Pandemie wieder versch\u00e4rfte. Bislang starben in Italien den Statistiken zufolge mehr als 77.900 Menschen mit Sars-CoV-2. Die Beh\u00f6rden registrierten fast 2,4 Millionen Corona-Infektionen.<\/p>\n<h3>Indiens Impfkampagne startet am 16. Januar<\/h3>\n<p><strong>15.48 Uhr:<\/strong> In Indien soll am 16. Januar eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Corona-Impfkampagnen beginnen. Zuerst sollen etwa 30 Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen geimpft werden, wie das Gesundheitsministerium in Delhi am Samstag bekanntgab. Danach plant die Regierung rund 270 Millionen Menschen, die \u00e4lter als 50 Jahre alt sind, und B\u00fcrger unter 50 mit Begleiterkrankungen zu impfen.<\/p>\n<p>Indien hatte am Sonntag erstmals zwei Corona-Impfstoffen eine Notfallzulassung erteilt: dem in Indien entwickelten Impfstoff Covaxin der Firma Bharat Biotech und dem des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca. Der AstraZeneca-Impfstoff soll f\u00fcr Indien und andere M\u00e4rkte unter dem Namen Covishield von dem indischen Hersteller Serum Institute of India produziert werden.<\/p>\n<p>Indien ist mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern das zweitbev\u00f6lkerungsreichste Land der Welt nach China. Mehr als 10,4 Millionen Menschen haben sich dort, nach Daten der Johns-Hopkins-Universit\u00e4t (JHU) in Baltimore, seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infiziert. Mehr als 150.000 Menschen starben in dem s\u00fcdasiatischen Land mit dem Virus.<\/p>\n<h3>Spahn: Impfstoff kann zun\u00e4chst nicht frei gew\u00e4hlt werden<\/h3>\n<p><strong>15.35 Uhr: <\/strong>Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, kann sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit \u00bbim Moment und auch absehbar\u00ab nicht m\u00f6glich, betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag in einer Online-Diskussionsrunde.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der St\u00e4ndigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte, die beiden bislang in Europa zugelassenen Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna seien \u00bb\u00e4quivalent in Wirksamkeit und Sicherheit\u00ab. Es sei jetzt noch zu fr\u00fch, um entsprechende Aussagen f\u00fcr andere Impfstoffe zu treffen, bei denen das Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.<\/p>\n<p>Um einen ausreichenden Schutz vor Covid-19 zu gew\u00e4hrleisten, muss der Impfstoff nach Angaben der Experten zweimal verabreicht werden &#8211; mit einem Abstand von mindestens drei (bei Biontech) bis vier (Moderna) Wochen. Auf die Frage, ob es m\u00f6glich w\u00e4re, einer Person Impfstoffe verschiedener Hersteller zu verabreichen, sagte Mertens, dies sei auch bei Impfstoffen, die auf einem gleichen Wirkprinzip basierten, \u00bbauf keinen Fall\u00ab m\u00f6glich. Denn dazu gebe es bislang \u00bbNull Daten\u00ab.<\/p>\n<p>Laut Spahn wurden seit dem Impfstart in Deutschland Ende Dezember \u00fcber eine halbe Million Menschen ein erstes Mal gegen Covid-19 geimpft. Kritikern, die \u00fcber den schleppenden Start der Impfkampagne klagen und dies mit den aktuell geltenden Kontaktbeschr\u00e4nkungen verkn\u00fcpfen, hielt er entgegen: \u00bbDas Impfen jetzt w\u00fcrde nicht den Lockdown jetzt unn\u00f6tig gemacht haben.\u00ab Das zeige die Lage in Israel und Gro\u00dfbritannien, wo jeweils bereits ein gr\u00f6\u00dferer Anteil der Bev\u00f6lkerung geimpft wurde.<\/p>\n<h3>Britische Experten erwarten weitere Verschlimmerung der Lage<\/h3>\n<p><strong>15.15 Uhr: <\/strong>Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in London wegen der hohen Auslastung der Krankenh\u00e4user rechnen Experten in Gro\u00dfbritannien mit einer weiteren Versch\u00e4rfung der Lage. Simon Walsh vom britischen \u00c4rzteverband British Medical Association (BMA) sagte im BBC-Fernsehen, er erwarte einen weiteren Anstieg der Zahlen, bevor sie wieder zur\u00fcckgingen. Das ergebe eine Analyse der ersten Pandemiewelle im Fr\u00fchjahr vergangenen Jahres.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hatte am Freitag mit mehr als 68.000 neuen Coronainfektionen und 1325 gemeldeten Todesf\u00e4llen innerhalb von 24 Stunden gleich zwei traurige Rekorde verzeichnet. Besonders schlimm ist die Lage in London, wo B\u00fcrgermeister Sadiq Khan einen Katastrophenfall ausrief. Die Krankenh\u00e4user dort sind Berichten zufolge am Anschlag. Die Bedrohung, die das Coronavirus f\u00fcr die Stadt darstelle, sei an einem kritischen Punkt, sagte Khan einer Mitteilung zufolge. &quot;Wenn wir nicht unverz\u00fcglich handeln, k\u00f6nnte unser NHS (Gesundheitsdienst) \u00fcberw\u00e4ltigt werden und mehr Menschen werden sterben.&quot;<\/p>\n<p>Die Sieben-Tages-Inzidenz in der britischen Hauptstadt liegt inzwischen bei mehr als 1000. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gemeint. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten in London sei allein in der ersten Januarwoche um knapp ein Drittel, die Zahl der Patienten, die k\u00fcnstlich beatmet werden m\u00fcssen, um mehr als 40 Prozent gestiegen, hie\u00df es in der Mitteilung des B\u00fcrgermeisters. Zur Hilfe kamen dem Gesundheitsdienst unter anderem Hunderte Feuerwehrleute, die als Fahrer von Krankenwagen eingesetzt wurden.<\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr die rasche Ausbreitung des Virus machen die Regierung und Experten daf\u00fcr auch eine neue, wom\u00f6glich ansteckendere Variante. Sie soll sich um bis zu 70 Prozent schneller ausbreiten als die bisher vorherrschende Virus-Variante.<\/p>\n<h3>\u00d6sterreich stellt f\u00fcnf Millionen Schnelltests f\u00fcr Sch\u00fcler bereit<\/h3>\n<p><strong>14.52 Uhr:<\/strong> \u00d6sterreich will Sch\u00fclern zur Wieder\u00f6ffnung der Schulen w\u00f6chentlich einfach anwendbare Corona-Schnelltests anbieten. Testen sei \u00abletztlich die einzige Antwort, um \u00fcber die schwierige Phase bis zur Durchimpfung zu kommen\u00bb, sagte der \u00f6sterreichische Bildungsminister Heinz Fassmann (\u00d6VP) am Samstag in Wien. Insgesamt f\u00fcnf Millionen Antigen-Tests sollen daf\u00fcr an die Schulen verteilt werden.<\/p>\n<p>Die Tests k\u00f6nnen von den Sch\u00fclern selbst unter Anleitung von Erwachsenen angewendet werden. Die St\u00e4bchen m\u00fcssen etwa ein bis zwei Zentimeter in die Nase eingef\u00fchrt werden. Das sei so einfach wie Nasenbohren, hie\u00df es in einem Video mit Anleitung, das am Samstag gezeigt wurde. Eltern von Grundsch\u00fclern sollen ihren Kinder einmal pro Woche montags zu Hause beim Testen helfen. Bei \u00e4lteren Sch\u00fclern k\u00f6nnten die Tests zu Hause oder in der Schule vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Die Selbsttests sollen f\u00fcr die Sch\u00fcler kostenlos und freiwillig sein. Das Vorgehen gebe die M\u00f6glichkeit, die Schulen zu \u00f6ffnen und auch offen zu halten, sagte Fa\u00dfmann. Ob die Schulen in \u00d6sterreich wie urspr\u00fcnglich geplant am 18. Januar wieder in den Pr\u00e4senzunterricht zur\u00fcckkehren, soll n\u00e4chste Woche gekl\u00e4rt werden. Der Lockdown in \u00d6sterreich ist zun\u00e4chst bis zum 24. Januar geplant. Am Freitag hatte Deutschlands Nachbarland fast 2300 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag mit 161 je 100.000 Einwohner etwas h\u00f6her als in Deutschland (136,5).<\/p>\n<h3>Mehr als 500.000 Italiener bereits geimpft<\/h3>\n<p><strong>14.42 Uhr:<\/strong> Italien hat die Schwelle von einer halben Million Corona-Impfungen \u00fcberschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag wurden landesweit knapp 505.000 Impfdosen an rund 290 Standorten gespritzt. Das Personal im Gesundheitsbereich bekam demnach die meisten Impfungen.<\/p>\n<p>Die s\u00fcditalienische Region Kampanien mit der Hauptstadt Neapel verabreichte mit etwa 75 Prozent die meisten ihr zur Verf\u00fcgung gestellten Dosen. Nach absoluten Zahlen wurden in der Region Latium mit Rom die meisten Spritzen verabreicht (rund 56.300). Rund 60 Prozent der Geimpften waren Frauen. Seit Ende Dezember hat Italien knapp 918.500 Impfdosen erhalten. \u00abIch denke, wir sind noch am Anfang und die Dosen, die wir zur Verf\u00fcgung haben, sind noch klar begrenzt\u00bb, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag.<\/p>\n<h3>S\u00fcdafrikanische Virus-Variante auch in Isreal nachgewiesen<\/h3>\n<p><strong>14.35 Uhr:<\/strong> In Israel sind erste Infektionen mit der in S\u00fcdafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, handelt es sich um vier F\u00e4lle. Es seien zwei Infektionsketten festgestellt worden. Ein Test sei bei einer eingereisten Person positiv gewesen, zudem sei eine Familie positiv auf die Variante getestet worden, die sich bei einem Eingereisten angesteckt habe.<\/p>\n<p>Die Einreise aus S\u00fcdafrika nach Israel ist nur in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich, seit Freitag gelten hierf\u00fcr versch\u00e4rfte Quarant\u00e4nebestimmungen. Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen. Seit Freitag gilt erneut ein landesweiter, harter Lockdown. Parallel dazu l\u00e4uft eine massive Impfkampagne.<\/p>\n<p>Die Pal\u00e4stinenser warten derweil weiter auf einen Impfstoff. Es gebe noch keinen Termin f\u00fcr die Lieferung von Dosen, teilte Gesundheitsministerin Mai Al-Kaileh mit. Pr\u00e4parate w\u00fcrden aber wahrscheinlich im Laufe des ersten Quartals eintreffen. Mit der Produktion seien vier Hersteller beauftragt worden. Deren Impfstoffe w\u00fcrden f\u00fcr 70 Prozent der Bev\u00f6lkerung reichen, weitere 20 Prozent w\u00fcrden \u00fcber die Weltgesundheitsorganisation zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Nach zahlreichen Corona-Infektionen waren zuletzt im Westjordanland Ausgangsbeschr\u00e4nkungen eingef\u00fchrt worden. Der Ministerin zufolge gelang es, die Zahl der neuen F\u00e4lle zu senken. Es seien aber weiterhin Vorsichtsma\u00dfnahmen n\u00f6tig.<\/p>\n<h3>Touristenandrang in Th\u00fcringen \u00bbim Rahmen\u00ab<\/h3>\n<p><strong>13.13 Uhr:<\/strong> Die Winterlandschaft im Th\u00fcringer Wald hat auch am Samstag wieder zahlreiche Ausfl\u00fcgler in den Schnee gelockt. Die Parkpl\u00e4tze etwa rund um Siegmundsburg, Ilmenau oder Masserberg waren schon bis Samstagmittag gut gef\u00fcllt. Der bef\u00fcrchtete Ansturm blieb aber bislang aus \u2013 die Polizei sprach von einer normalen Lage. \u00bbEs ist bisher alles im Rahmen\u00ab, sagte eine Sprecherin der Polizei in Sonneberg.<\/p>\n<p>In den Wintersportorten entlang des Rennsteigs gibt es an diesem Wochenende verst\u00e4rkte Kontrollen an den Parkpl\u00e4tzen und Stra\u00dfen, um chaotische Zust\u00e4nde zu verhindern. Die Orte im Th\u00fcringer Wald waren in den Tagen zuvor von Ausfl\u00fcglern teils \u00fcberrannt worden.<\/p>\n<p>Oberhof, wo gerade der Biathlon-Weltcup ohne Zuschauer ausgetragen wird, ist daher seit Freitag f\u00fcr Tagestouristen gesperrt. Die \u00f6ffentlichen Parkpl\u00e4tze sind f\u00fcr Ausfl\u00fcgler nicht zug\u00e4nglich und die Polizei reguliert die Zufahrt zur Stadt. In der Rh\u00f6n oder in Neuhaus am Rennweg wurden \u00f6ffentliche Parkpl\u00e4tze gesperrt, um so die Zahl der Tagestouristen zu begrenzen.<\/p>\n<p>Im Th\u00fcringer Wald liegen nach Angaben des Regionalverbunds Th\u00fcringer Wald teils bis zu 40 Zentimeter Schnee. F\u00fcr Langl\u00e4ufer sind 44 Loipen pr\u00e4pariert. Zudem sind 28 Rodelh\u00e4nge befahrbar. Skilifte und Gastronomie sind aber pandemiebedingt geschlossen.<\/p>\n<h3>Elsass zieht Ausgangssperre auf 18 Uhr vor<\/h3>\n<p><strong>13.02 Uhr:<\/strong> Im Elsass gilt ab Sonntag wegen des Coronavirus eine versch\u00e4rfte abendliche Ausgangssperre. In den an Deutschland grenzenden franz\u00f6sischen D\u00e9partements Bas-Rhin und Haut-Rhin wird das sogenannte couvre-feu auf 18 Uhr vorgezogen. Die Corona-Lage in dem D\u00e9partement Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Stra\u00dfburg gebe Anlass zu gro\u00dfer Sorge, teilte die zust\u00e4ndige Pr\u00e4fektur am Samstag mit. Daher werde die Ausgangssperre von 20 auf 18 Uhr vorverlegt. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich das D\u00e9partement Haut-Rhin.<\/p>\n<p>Die Menschen d\u00fcrfen zu dieser Zeit weiterhin zur Arbeit fahren oder wegen zwingender famili\u00e4rer Gr\u00fcnde das Haus verlassen. Spazierg\u00e4nge, Eink\u00e4ufe oder Sport an der frischen Luft sind aber untersagt. Bereits seit Anfang Januar gilt diese Regelung auch in dem an Deutschland grenzenden D\u00e9partement Moselle.<\/p>\n<p>Die Ausgangssperre ab 18 Uhr gilt in besonders schwer von der Pandemie getroffen Regionen vor allem im Osten und S\u00fcden Frankreichs. Im restlichen Teil des Landes, darunter auch Paris, gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 20 Uhr.<\/p>\n<h3>S\u00f6der will Lockdown \u00bbverl\u00e4ngern\u00ab und \u00bbvertiefen\u00ab<\/h3>\n<p><strong>12.36 Uhr:<\/strong> Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) geht von einer Verl\u00e4ngerung des derzeit bis 31. Januar befristeten Corona-Lockdowns aus. \u00abWir m\u00fcssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verl\u00e4ngern und an einige Stellen auch noch vertiefen\u00bb, sagte S\u00f6der am Samstag beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westf\u00e4lischen CDU. Bund und L\u00e4nder hatten sich erst am vergangenen Dienstag darauf geeinigt, den Lockdown zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie wegen weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p>S\u00f6der sagte, zu viele Menschen suchten noch Schlupfl\u00f6cher bei den vereinbarten Corona-Beschr\u00e4nkungen oder diskutierten Einzelma\u00dfnahmen. Viele stellten sich auch als Opfer der Pandemie dar. Die wahren Opfer seien aber die fast 40.000 Toten in Zusammenhang mit dem Virus. \u00abEs ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz.\u00bb Um jedes Leben werde gek\u00e4mpft, versprach S\u00f6der. \u00abJeder Tag ist eine neue Bew\u00e4hrungsprobe.\u00bb<\/p>\n<p>Er habe Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den \u00c4rger vieler Menschen \u00fcber die Ma\u00dfnahmen, vor allem aus der Wirtschaft, sagte S\u00f6der. Die versprochenen Wirtschaftshilfen m\u00fcssten auch endlich kommen. \u00abEs dauert schon sehr lange, und manches wirkt sehr b\u00fcrokratisch.\u00bb Erst ab kommender Woche sollten endg\u00fcltig die Auszahlungen der Novemberhilfen kommen. \u00abAber wird sind im Januar.\u00bb<\/p>\n<h3>Brigitte Macron an Weihnachten positiv getestet<\/h3>\n<p><strong>12.18 Uhr:<\/strong> Frankreichs First Lady Brigitte Macron ist an Weihnachten positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 67-J\u00e4hrige habe am 24. Dezember ein positives Testergebnis erhalten, teilte ihr B\u00fcro der Deutschen Presse-Agentur am Samstag mit. Ihr Ehemann, Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, war eine Woche zuvor Mitte Dezember positiv getestet worden. Brigitte Macron wurde danach als Kontaktfall eingestuft. Sechs Tage nach Weihnachten sei ihr Testergebnis dann negativ gewesen, so das B\u00fcro weiter.<\/p>\n<p>Emmanuel Macron litt nach seiner Infektion mit dem Coronavirus unter Husten, Fieber und M\u00fcdigkeit. Er hatte sich zun\u00e4chst in der Pr\u00e4sidentenresidenz La Lanterne isoliert. Brigitte Macron wurde damals negativ getestet und blieb im Pariser \u00c9lys\u00e9e-Palast. Nach Ende einer siebent\u00e4gigen Isolierung konnte Macron dann vor Weihnachten die Residenz am Rande des Schlossparks von Versailles wieder verlassen. Das Ehepaar reise zur Urlaubsresidenz Fort de Br\u00e9gan\u00e7on am Mittelmeer.<\/p>\n<p>Medienberichten nach litt Brigitte Macron nicht unter schweren Symptomen. W\u00e4hrend die Erkrankung der First Lady erst jetzt bekannt wurde, kommunizierte der \u00c9lys\u00e9e-Palast damals regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber den Gesundheitszustand des Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<h3>Trotz Corona-Pandemie: Flugh\u00e4fen in Russland \u00fcberf\u00fcllt<\/h3>\n<p><strong>12.12 Uhr<\/strong>: Inmitten der Corona-Pandemie ist es an mindestens zwei Flugh\u00e4fen in Russland zu einem regelrechten Ansturm von Flugreisenden gekommen. Fotos und Videos zeigten w\u00e4hrend der Neujahrsferien lange Warteschlangen in und vor den Terminals bei Sotschi im S\u00fcden und Murmansk hoch im Norden des Landes.<\/p>\n<p>Die Flugh\u00e4fen h\u00e4tten das hohe Passagieraufkommen nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Samstag. Die Maschinen seien teilweise erheblich versp\u00e4tet gestartet. Auf Bildern waren viele Menschen dicht gedr\u00e4ngt teils ohne Mund-Nasen-Schutz zu sehen.<\/p>\n<p>\u00bbEs ist stickig in den Terminals, und die vielen Menschen haben einfach nicht genug Platz\u00ab, schrieb ein Flugreisender in sozialen Netzwerken \u00fcber den Flughafen in Sotschi. Ein Passagier in Murmansk notierte: \u00bbWir haben bei Frost zehn Minuten warten m\u00fcssen, um \u00fcberhaupt den Flughafen betreten zu k\u00f6nnen.\u00ab Es habe nicht gen\u00fcgend Personal zum Abfertigen der Passagiere gegeben. In Murmansk leitete die Staatsanwaltschaft laut Agentur Interfax eine Untersuchung ein.<\/p>\n<p>Am Samstag meldeten die russischen Beh\u00f6rden landesweit 23.300 Corona-Neuinfektionen \u2013 deutlich weniger als zu Beginn der Neujahrsfeiertage vor mehr als einer Woche. Mehr als 3,3 Millionen Menschen in Russland haben sich seit Beginn der Pandemie im Fr\u00fchjahr nach offiziellen Angaben infiziert. Mehr als 61.300 starben demnach mit dem Virus.<\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen kehrten viele Russen von Urlauben oder Besuchen bei der Familie zur\u00fcck in ihre Wohnorte. Neujahr ist ein wichtiges Familienfest in Russland. Die Hafenstadt St. Petersburg hatte Touristen vorher aufgerufen, wegen der hohen Corona-Zahlen die Stadt diesmal nicht zu besuchen.<\/p>\n<h3>Iran verbietet Impfstofftests internationaler Firmen<\/h3>\n<p><strong>12.06 Uhr:<\/strong> Nach dem Importverbot f\u00fcr Impfstoff aus den USA und Gro\u00dfbritannien hat Iran weitere Beschr\u00e4nkungen bekannt gegeben. Internationale Firmen d\u00fcrften im Land keine Impfstoffe testen, erkl\u00e4rte Pr\u00e4sident Hassan Ruhani in einer Fernsehansprache. \u00bbAusl\u00e4ndische Firmen wollten uns Impfstoffe geben, damit sie an den Iranern getestet werden.\u00ab Aber das Gesundheitsministerium habe das untersagt. \u00bbUnser Volk wird kein Testger\u00e4t f\u00fcr Unternehmen sein, die Impfstoffe produzieren.\u00ab Iran werde im Ausland sichere Impfstoffe kaufen. Details nannte Ruhani nicht.<\/p>\n<h3>Merkel sieht \u00bbschwierigste Phase der Pandemie\u00ab bevorstehen<\/h3>\n<p><strong>11.05 Uhr:<\/strong> Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrem ersten Video-Podcast des Jahres die Corona-Situation im Land adressiert. \u00bbDiese n\u00e4chsten Winterwochen sind die wohl schwierigste Phase der Pandemie\u00ab, sagte Merkel. Krankenh\u00e4user arbeiteten an der Grenze zur \u00dcberlastung, in den aktuellen Infektionszahlen seien zudem die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht abgebildet. Ziel m\u00fcsse ein Zustand wie im Sommer und im fr\u00fchen Herbst sein, der es erm\u00f6gliche, jede Neuinfektion einzeln nachzuverfolgen und Infektionsketten zu unterbrechen.<\/p>\n<p>Um eine Inzidenz von 50 Corona-F\u00e4llen pro 100.000 Menschen in sieben Tagen oder niedriger zu erreichen, sei die beschlossene Verl\u00e4ngerung und Versch\u00e4rfung der geltenden Corona-Ma\u00dfnahmen bis zum 31. Januar notwendig. Die damit einhergehende Einschr\u00e4nkung des Bewegungsradius in Risikogebieten ab einer Inzidenz von 200 nannte Merkel \u00bbhart\u00ab, aber \u00bbauch zwingend erforderlich\u00ab.<\/p>\n<p>Hoffnung machte Merkel bez\u00fcglich des schleppend verlaufenden Impfstarts in Deutschland: \u00bbDas Tempo wird zunehmen.\u00ab Man werde \u00bbjedem, der das m\u00f6chte, ein Impfangebot machen k\u00f6nnen\u00ab, sagte Merkel. Den Zeitrahmen hierf\u00fcr lie\u00df sie jedoch offen. F\u00fcr die kommenden Wochen k\u00e4me es weiter vorrangig auf \u00bbBesonnenheit\u00ab und \u00bbR\u00fccksicht aufeinander\u00ab an.<\/p>\n<h3>Handball-WM: Weltverband erw\u00e4gt Zuschauerausschluss nach Spielerkritik<\/h3>\n<p><strong>09.55 Uhr:<\/strong> Nach Kritik aus Spielerkreisen an der geplanten Zulassung von Fans bei der Handball-WM in \u00c4gypten wird sich der Weltverband (IHF) noch einmal mit dem Thema besch\u00e4ftigen. Die Zuschauerfrage werde am Sonntag mit dem \u00e4gyptischen Premierminister und Vertretern des Gesundheitsministeriums diskutiert, teilte die IHF auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Das Turnier (13. bis 31. Januar) beginnt in der kommenden Woche.<\/p>\n<p>Das Spitzentreffen und die erneute Bewertung der Lage sei ohnehin geplant gewesen. Es gebe eine \u00bbkontinuierliche Evaluierung der Gesundheitssituation in \u00c4gypten\u00ab durch die Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Die IHF habe nun \u00bbdie Bedenken hinsichtlich der Zuschauer bei der WM zur Kenntnis genommen\u00ab und respektiere sie: \u00bbDas Schreiben, das in dieser Angelegenheit von der European Handball Players Union gesendet worden ist, wird im Entscheidungsprozess ber\u00fccksichtigt werden.\u00ab<\/p>\n<p>14 Kapit\u00e4ne der europ\u00e4ischen Topnationen, darunter auch Uwe Gensheimer, hatten in einem gemeinsamen Brief an den IHF-Pr\u00e4sidenten Hassan Moustafa gefordert, keine Zuschauer zu den WM-Spielen zuzulassen. Man sei \u00bb\u00e4u\u00dferst besorgt \u00fcber die Corona-Situation\u00ab, dieses Gef\u00fchl habe \u00bbaufgrund der j\u00fcngsten Eskalation in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zugenommen\u00ab.<\/p>\n<p>Die IHF hatte noch unter der Woche bekr\u00e4ftigt, die vier WM-Hallen bis zu 20 Prozent mit Zuschauern zu f\u00fcllen. Damit wurde die Hallenkapazit\u00e4t etwas reduziert, zuvor war von einer 30-prozentigen Auslastung die Rede gewesen.<\/p>\n<h3>G\u00f6ring-Eckhardt fordert mehr Engagement f\u00fcr Unterricht w\u00e4hrend des Lockdowns<\/h3>\n<p><strong>8.24 Uhr:<\/strong> Die Fraktionschefin der Gr\u00fcnen im Bundestag, Katrin G\u00f6ring-Eckardt, hat kreative L\u00f6sungen f\u00fcr den Schulunterricht in der Corona-Pandemie gefordert. \u00bbWarum sollen geschlossene Museen und leere Theaters\u00e4le nicht f\u00fcr den Unterricht genutzt werden? Warum holt man nicht das Technische Hilfswerk und Messebauer in die Schulen, um Luftfilter einzubauen?\u00ab, fragte G\u00f6ring-Eckardt im Interview der Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Sie schlug auch vor, dass die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender ihre interaktiven Bildungsangebote ausbauen. Ganz normaler Unterricht werde an vielen Orten noch lange nicht m\u00f6glich sein. \u00bbDaher m\u00fcssen wir andere, kreative L\u00f6sungen finden\u00ab, betonte die Fraktionschefin.<\/p>\n<h3>RKI: 24.694 Neuinfektionen in Deutschland<\/h3>\n<p><strong>5.45 Uhr: <\/strong>Die deutschen Gesundheits\u00e4mter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 24.694 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Au\u00dferdem wurden 1083 neue Todesf\u00e4lle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekannt gab. Der H\u00f6chststand von 1188 neuen Todesf\u00e4llen war am Freitag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der h\u00f6chste Wert gemeldet worden \u2013 darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.<\/p>\n<p>Eine Interpretation der Daten bleibt schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-F\u00e4lle laut RKI verz\u00f6gert entdeckt, erfasst und \u00fcbermittelt wurden. Dem Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) zufolge war die Zahl der Labortests \u00fcber den Jahreswechsel im Vergleich zur Weihnachtswoche noch einmal weiter gesunken. Verglichen mit der Woche vor Weihnachten hat sich die Zahl in der vergangenen Woche ungef\u00e4hr halbiert.<\/p>\n<p>Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheits\u00e4mter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 153,9. Ihr bisheriger H\u00f6chststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesl\u00e4ndern sind jedoch enorm: Die h\u00f6chsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 269,8 und Th\u00fcringen mit 232,4. Den niedrigsten Wert hatte Bremen mit 74,0. Wegen der Feiertage sind die Wochenwerte aber ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten.<\/p>\n<h3>Biden kritisiert US-Impfkampagne scharf<\/h3>\n<p><strong>5.12 Uhr:<\/strong> In den USA ist ein neuer H\u00f6chststand bei der Zahl der Corona-Infektionen verzeichnet worden. Wie aus einer Z\u00e4hlung der in Baltimore ans\u00e4ssigen Johns-Hopkins-University vom Freitagabend (Ortszeit) hervorging, wurden binnen 24 Stunden fast 290.000 neue Ansteckungen ermittelt. Mehr als 3670 Menschen in den USA starben im selben Zeitraum im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.<\/p>\n<p>Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Seit Pandemiebeginn infizierten sich in den Vereinigten Staaten nachweislich mehr als 21,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus, mehr als 368.000 von ihnen starben. Am Donnerstag hatten die US-Beh\u00f6rden eine Rekordzahl von 4000 Corona-Toten binnen eines Tages gemeldet. Etwa 131.000 Corona-Infizierte werden derzeit in US-Krankenh\u00e4usern behandelt.<\/p>\n<p>Mitte Dezember hatten in den USA die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Der gew\u00e4hlte US-Pr\u00e4sident Joe Biden kritisierte die Umsetzung der Impfkampagne am Freitag scharf. \u00bbImpfstoffe geben uns Hoffnung, aber die Umsetzung ist ein Hohn\u00ab, sagte er vor Journalisten in seiner Heimatstadt Wilmington. Er forderte eine deutliche Beschleunigung der Impfungen. Die Verteilung der Dosen sei \u00bbdie gr\u00f6\u00dfte logistische Herausforderung, der wir als Nation je gegen\u00fcberstehen werden\u00ab, sagte Biden.<\/p>\n<p>Die US-Beh\u00f6rden hatten als Ziel ausgegeben, bis Ende Dezember 20 Millionen US-B\u00fcrger gegen das Coronavirus zu impfen. Tats\u00e4chlich wurden bisher nur sechs Millionen Menschen in den USA gegen das Coronavirus geimpft. Zugelassen sind in dem Land der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer sowie das Vakzin des US-Unternehmens Moderna.<\/p>\n<h3>Virologe kritisiert Medikamentenstrategie in Gro\u00dfbritannien<\/h3>\n<p><strong>5.00 Uhr: <\/strong>Der Experte f\u00fcr die Behandlung von Covid-19-Patienten, Stefan Kluge, hat Zweifel an der Entscheidung Gro\u00dfbritanniens, neue Medikamente gegen die Krankheit einzusetzen. \u00bbDas \u00fcberrascht mich schon ein bisschen, dass der britische Premierminister den Einsatz der Medikamente schon empfiehlt\u00ab, sagte der Intensivmediziner, der in Deutschland die Leitlinien f\u00fcr die station\u00e4re Behandlung von Covid-Patienten mitentwickelt hat. Premier Boris Johnson hatte zuvor angek\u00fcndigt, der britische Gesundheitsdienst NHS werde ab sofort die Medikamente Tocilizumab und Sarilumab gegen Covid-19 einsetzen. Diese kommen normalerweise bei rheumatischer Arthritis zum Einsatz.<\/p>\n<p>Johnson hatte sich auf Versuchsdaten bezogen, denen zufolge die Todesrate von Covid-19-Patienten mit den Medikamenten signifikant gesenkt sowie ihre Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verk\u00fcrzt werden k\u00f6nne. \u00bbDas Problem an der Studie ist, dass sie noch nicht richtig begutachtet und in einer medizinischen Fachzeitschrift publiziert ist\u00ab, sagte Kluge, der am Uniklinikum in Hamburg-Eppendorf die Intensivmedizin leitet. Sie sei zwar wohl methodisch solide, habe allerdings nur recht kleine Fallzahlen an Patienten untersucht. \u00bbAu\u00dferdem gibt es andere Studien, die diese Effekte so nicht finden konnten. Man hat also widerspr\u00fcchliche Studienergebnisse. Das macht einen ein bisschen skeptisch.\u00ab<\/p>\n<h3>Experte sagt Verl\u00e4ngerung des Lockdowns voraus<\/h3>\n<p><strong>4.22 Uhr:<\/strong> Der Chefvirologe am Heidelberger Uniklinikum, Hans-Georg Kr\u00e4usslich, rechnet mit einer Fortsetzung des versch\u00e4rften Corona-Lockdowns \u00fcber Ende Januar hinaus. Er halte es f\u00fcr \u00bbextrem unwahrscheinlich, dass Ende Januar die Einschr\u00e4nkungen weitgehend oder vollst\u00e4ndig aufgehoben werden\u00ab, sagte Kr\u00e4usslich der Rhein-Neckar-Zeitung. Zu erwarten sei, dass der \u00bbSommereffekt und die Impfkampagne ab Mitte des Jahres die Wende\u00ab im Infektionsgeschehen bringen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Kr\u00e4usslich wies auf die \u00bbsehr bedrohliche\u00ab Situation in den Kliniken und auf den Intensivstationen vor den Feiertagen hin. Um die Zahl der Neuansteckungen zu reduzieren, seien Kontaktbeschr\u00e4nkungen n\u00f6tig. Daran hielten sich auch viele Menschen. \u00bbAber eben viele auch nicht, wie zuletzt an den Feiertagen an Ausflugsorten, Ski- und Rodelbahnen gesehen.\u00ab<\/p>\n<h3>China meldet Rekord-Impfzahlen<\/h3>\n<p><strong>4.04 Uhr<\/strong>: Die Volksrepublik China hat offiziellen Angaben zufolge bislang mehr als neun Millionen Einheiten Corona-Vakzine verimpft. Die Impfung sei trotz Herstellungs- und Transportkosten f\u00fcr Einzelpersonen kostenfrei, sobald sie f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung stehen werde, sagt Zheng Zhongwei von der nationalen Gesundheitskommission.<\/p>\n<h3>Impfexperte fordert globales \u00dcberwachungsnetzwerk gegen Coronavirus<\/h3>\n<p><strong>3.59 Uhr:<\/strong> Die Entwicklung der beiden zun\u00e4chst in Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika nachgewiesenen Coronavirus-Varianten verdeutlicht Experten zufolge, dass die \u00dcberwachung des Erregers dringend ausgebaut werden muss. Die Varianten seien als \u00bbWeckruf\u00ab zu sehen, sagte Andreas Bergthaler vom CeMM Forschungszentrum f\u00fcr Molekulare Medizin der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Systeme zur Erkennung m\u00fcssten ausgebaut und koordiniert werden. \u00bbWir d\u00fcrfen uns nicht in der falschen Sicherheit w\u00e4hnen, dass wir mit den Impfstoffen schon am Ende des Marathons angekommen sind.\u00ab<\/p>\n<p>W\u00fcnschenswert sei zur \u00dcberwachung von Sars-CoV-2 ein globales Netzwerk von Laboren \u00e4hnlich wie bei der Grippe, deren Erreger sich ebenfalls stetig ver\u00e4ndere, sagte Richard Neher vom Biozentrum der Universit\u00e4t Basel. Bisher sei man von einem solchen koordinierten Ansatz noch weit entfernt.<\/p>\n<p>Bei den Varianten B.1.1.7 und 501Y.V2 gebe es eine \u00bbbemerkenswerte Konstellation vieler Mutationen\u00ab, erkl\u00e4rte er. Sie seien unabh\u00e4ngig voneinander und schon vor l\u00e4ngerer Zeit entstanden \u2013 dass sie ausgerechnet in Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika bemerkt wurden, sei nicht \u00fcberraschend: \u00bbBeide L\u00e4ndern sequenzieren vergleichsweise viel.\u00ab<\/p>\n<p>Noch sei nicht klar, wie viel ansteckender die Varianten seien, sagte Isabella Eckerle von der Abteilung f\u00fcr Infektionskrankheiten der Universit\u00e4t Genf. Dass es Gro\u00dfbritannien auch mit Lockdown-Ma\u00dfnahmen nicht gelungen sei, die Ansteckungsrate deutlich zu senken, lasse aber bei B.1.1.7 Arges auch f\u00fcr andere L\u00e4nder bef\u00fcrchten: \u00bbWenn sie sich durchsetzt, h\u00e4tten wir ein Problem.\u00ab<\/p>\n<h3>Fast 53.000 Neuinfektionen in Brasilien<\/h3>\n<p><strong>3.08 Uhr: <\/strong>In Brasilien haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als acht Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Dies ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Bras\u00edlia am Freitagabend (Ortszeit) hervor. Demnach wurden 52.035 neue Infektionen registriert, die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 8.013.708. Am Donnerstag hatte die Zahl der Corona-Toten in Brasilien die Marke von 200.000 \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Nur in den USA wurden bislang mehr Tote registriert, nach den USA und Indien verzeichnet das gr\u00f6\u00dfte Land in Lateinamerika die meisten Infektionen. Die tats\u00e4chlichen Zahlen in Brasilien d\u00fcrften noch weit h\u00f6her liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so gro\u00df wie Deutschland. Die Zahlen der Todesf\u00e4lle und der Neuinfektionen waren zwischenzeitlich zur\u00fcckgegangen und Corona-Ma\u00dfnahmen gelockert worden.<\/p>\n<h3>Deutsches Handwerk fordert schnellere Staatshilfe<\/h3>\n<p><strong>2.33 Uhr<\/strong>: Das deutsche Handwerk appelliert an die Bundesregierung, die Staatshilfen f\u00fcr Betriebe in der Coronakrise schneller auszuzahlen, nochmals zu erh\u00f6hen und weiter zu entb\u00fcrokratisieren. \u00bbDas Geld aus den November-, Dezemberhilfen und der \u00dcberbr\u00fcckungshilfe III muss endlich flie\u00dfen, und zwar nach Vorschriften, die nachvollziehbar und eindeutig sind\u00ab, sagt Handwerkspr\u00e4sident Hans Peter Wollseifer der \u00bbRheinischen Post\u00ab. Die Abschlagszahlungen seien zwar von 10.000 auf maximal 50.000 Euro pro Antrag erh\u00f6ht worden. \u00bbAber sie bleiben auf h\u00f6chstens 50 Prozent des insgesamt beantragten Zuschusses begrenzt. Das reicht in sehr vielen F\u00e4llen nicht aus \u2013 auch deshalb nicht, weil die gesamte Novemberhilfe erst ab dem 10. Januar ausgezahlt werden soll\u00ab.<\/p>\n<h3>Lauterbach gegen Wahlm\u00f6glichkeit beim Impfstoff<\/h3>\n<p><strong>2.01 Uhr:<\/strong> SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach h\u00e4lt es f\u00fcr nicht machbar, bei mehreren verf\u00fcgbaren Impfstoffen den Menschen k\u00fcnftig eine Wahl zu erm\u00f6glichen. \u00bbWenn nun mehr Impfstoffe verf\u00fcgbar werden, ist es schlicht nicht organisierbar, dass die Menschen zwischen den Impfstoffen w\u00e4hlen k\u00f6nnen\u00ab, sagte Lauterbach der \u00bbRheinischen Post\u00ab. Es d\u00fcrfe keinen Streit \u00fcber bessere oder schlechtere Impfstoffe geben. Alle von der europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde EMA zugelassenen Impfstoffe seien sicher und wirksam. \u00bbAlle verhindern, zumindest nach derzeitigem Wissensstand, dass der Geimpfte an Covid-19 sterben kann\u00ab, sagt Lauterbach. Am kommenden Dienstag wird mit der Lieferung des Moderna-Impfstoffs an die Bundesl\u00e4nder gerechnet. Neben dem Impfstoff von BioNTech\/Pfizer ist es der zweite zugelassene Impfstoff. In K\u00fcrze k\u00f6nnte zudem der Hersteller AstraZeneca die EU-Zulassung seines Impfstoffs beantragen.<\/p>\n<h3>Europ\u00e4er wollen an gemeinsamer Impfstoffstrategie festhalten<\/h3>\n<p><strong>0.34 Uhr:<\/strong> Deutschland, Frankreich und die Europ\u00e4ische Union wollen nach Angaben der Regierung in Paris an der europ\u00e4ischen Impfstoffbeschaffungsstrategie festhalten. Eine europ\u00e4ische Koordination m\u00fcsse es sowohl bei den Impfstoffbestellungen als auch mit Blick auf die Impfstoffproduktion in Europa geben, erkl\u00e4rte der \u00c9lys\u00e9e-Palast am Freitag nach Telefonaten von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen.<\/p>\n<p>Macron und Merkel seien sich in ihrer Entschlossenheit einig, die Impfstoffstrategie \u00bbinnerhalb eines europ\u00e4ischen Rahmens und auf der Grundlage eines robusten und fairen Verteilungsmechanismus\u00ab weiterzuverfolgen, erkl\u00e4rte die franz\u00f6sische Pr\u00e4sidentschaft weiter. Diese Sichtweise vertrete auch die EU-Kommissionschefin.<\/p>\n<p>An der EU-Strategie zur Impfstoffbeschaffung hatte es in Deutschland zuletzt massive Kritik gegeben. Unter anderem aus der SPD gab es Vorw\u00fcrfe, wonach im vergangenen Jahr zu wenig Impfstoff bei den Firmen Biontech und Pfizer bestellt worden sei. Am Freitag teilte von der Leyen mit, dass die EU ihre Bestellung der Vakzine von Biontech und Pfizer von 300 Millionen auf 600 Millionen Dosen aufgestockt habe.<\/p>\n<h3>Lauterbach rechnet mit z\u00e4hem Impffortschritt trotz Nachbestellung<\/h3>\n<p><strong>0.10 Uhr:<\/strong> SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach glaubt einem Zeitungsbericht zufolge nicht, dass sich die Impfsituation in Deutschland durch die Nachbestellung von 300 Millionen BioNTech-Impfstoff-Dosen durch die Europ\u00e4ische Union gravierend \u00e4ndern werde. Er gehe davon aus, \u00bbdass wir erst im dritten Quartal jedem ein Impfstoffangebot machen k\u00f6nnen, weil wir bis dahin nicht gen\u00fcgend Impfstoff haben werden\u00ab, berichtet die Zeitung \u00bbBild\u00ab. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Mittwoch erkl\u00e4rt, dass es bis zum Sommer ein Impfangebot f\u00fcr alle Interessierten in Deutschland gebe. \u00bbH\u00e4tte man die gleichen 300 Millionen Impfdosen schon vor sechs Monaten bestellt (\u2026), w\u00e4re die Produktionskapazit\u00e4t jetzt sehr wahrscheinlich schon aufgebaut.\u00ab Im vergangenen Jahr schlug die EU ein BioNTech-Angebot zum Kauf von 400 bis 500 Millionen Impfdosen aus und kaufte nur eine geringere Menge.<\/p>\n<p><\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Queen Elizabeth II. Foto:\u2002Joe Giddens \/ dpa Das sind die Corona-News des Tages. Nichts mehr verpassen: F\u00fcr die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergr\u00fcnde abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter. 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