{"id":508,"date":"2020-06-16T15:27:04","date_gmt":"2020-06-16T12:27:04","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-was-sie-uber-die-warn-app-wissen-sollten\/"},"modified":"2020-06-16T15:27:04","modified_gmt":"2020-06-16T12:27:04","slug":"coronavirus-was-sie-uber-die-warn-app-wissen-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-was-sie-uber-die-warn-app-wissen-sollten\/","title":{"rendered":"Coronavirus: Was Sie \u00fcber die Warn-App wissen sollten"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/8a895d34-6593-407e-a5d8-9826aa770f0e_w948_r1.77_fpx33.34_fpy50.jpg\" title=\"Corona-Warn-App: Seit Dienstagmorgen ist sie verf\u00fcgbar\" alt=\"Corona-Warn-App: Seit Dienstagmorgen ist sie verf\u00fcgbar\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Corona-Warn-App: Seit Dienstagmorgen ist sie verf\u00fcgbar<\/p>\n<p> Oliver Berg\/ dpa <\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf der Corona-Warn-App ruhen im Kampf gegen die Pandemie gro\u00dfe Hoffnungen. Die App hilft zwar nicht dabei, eine Ansteckung zu verhindern. Sie kann aber dazu beitragen, dass Menschen nachtr\u00e4glich \u00fcber risikoreiche Begegnungen informiert werden. Nutzern stellen sich nun viele Fragen &#8211; auch zum t\u00e4glichen Umgang mit der App und dazu, wie sie das Angebot auf ihren Endger\u00e4ten anwenden sollten.<\/p>\n<h3>Wo kann man die offizielle App herunterladen &#8211; und wie verhindere ich, auf eine Fake-App hereinzufallen?<\/h3>\n<p>Die Corona-Warn-App des Bundes hat eine eigene Homepage (www.coronawarn.app), \u00fcber die auch die Links zum Download der Version f\u00fcr iOS (iPhone) und der Version f\u00fcr Android bereitgestellt werden. Pro Land gibt es nur eine offizielle Corona-Warn-App.<\/p>\n<h3>Auf welchen Ger\u00e4ten l\u00e4uft die App?<\/h3>\n<p>Die deutsche App setzt auf einem Konzept von Apple und Google auf. Daher m\u00fcssen die Ger\u00e4te in der Lage sein, diese Programmschnittstellen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Beim iPhone braucht die App die aktuelle Betriebssystem-Version iOS 13.5. Die gibt es f\u00fcr Ger\u00e4te ab dem iPhone 6s. Ein iPhone 6, 5S, 5 oder ein \u00e4lteres Modell reichen nicht aus. Bei Android-Handys muss Bluetooth LE unterst\u00fctzt werden. Au\u00dferdem muss Android 6 oder eine neuere Version laufen, und es m\u00fcssen die Google Play Services aktiviert sein, weil der Konzern die Schnittstellen nicht \u00fcber Android zur Verf\u00fcgung stellt, sondern \u00fcber diese Google-Dienste.&quot;<\/p>\n<h3>Neuere Android-Ger\u00e4te von Huawei haben keine Google-Dienste. L\u00e4uft die App darauf trotzdem?<\/h3>\n<p>Huawei will die App mit nachgebauten Google-Diensten auf seinen neuesten Android-Smartphones zum Laufen bringen. &quot;Die App wird auch bald direkt in der AppGallery zum Download zur Verf\u00fcgung stehen&quot;, teilt das Unternehmen mit. Laut Huawei m\u00fcssen die entsprechenden Huawei-Dienste (HMS Core) auf die Version 4.1.0.301 aktualisiert werden. Nicht laufen wird die App dagegen auf Google-freien Android-Versionen wie LineageOS oder \/e\/.<\/p>\n<h3>Wie funktioniert die App?<\/h3>\n<p>Die App setzt auf die Funktechnik Bluetooth, mit der man sonst drahtlose Lautsprecher, Tastaturen oder andere Ger\u00e4te ansteuert. Sie funkt je nach Smartphone-Modell im Abstand von zweieinhalb bis f\u00fcnf Minuten eine anonymisierte Identifikationsnummer 16 Mal in die n\u00e4here Umgebung. Zugleich lauscht das Telefon, ob es Bluetooth-Signale von anderen empfangen kann. Halten sich Nutzer, die beide die App laufen haben, nebeneinander auf, tauschen die Smartphones ihre IDs aus.<\/p>\n<h3>Saugt die st\u00e4ndige Funkerei nicht schnell den Akku leer?<\/h3>\n<p>Die Entwickler sagen, dass die App nicht viel Strom zieht und nur einen winzigen Bruchteil der Akkukapazit\u00e4t in Anspruch nimmt. Problematischer als die Corona-Warn-App k\u00f6nnten die vielen anderen Apps sein, die ebenfalls auf einem typischen Smartphone installiert sind. Wenn andere Anwendungen zusammen mit der Corona-Warn-App aus dem Ruhezustand aufwachen &#8211; zum Beispiel Social-Media-Clients oder E-Mail-Programme -, kann das schon die Laufzeit des Smartphones verk\u00fcrzen. Das ist auch der Hauptgrund daf\u00fcr, dass die App nicht st\u00e4ndig funkt, sondern nur alle zweieinhalb bis f\u00fcnf Minuten.<\/p>\n<h3>Wie erf\u00e4hrt man, dass man sich in der N\u00e4he eines Infizierten aufgehalten hat?<\/h3>\n<p>Wer positiv auf Covid-19 getestet wurde, kann diesen Status selbst in die App eintragen. Um einen Missbrauch zu verhindern, muss dieser Status aber offiziell best\u00e4tigt werden. Das geschieht zum einen \u00fcber einen QR-Code, den man vom Testlabor erh\u00e4lt. Alternativ kann man auch eine TAN &#8211; also eine Transaktionsnummer &#8211; eingeben, die man von einer Telefon-Hotline bekommt, da nicht alle Labors in der Lage sind, QR-Codes zu generieren. In einem freiwillig gemeldeten Infektionsfall erhalten die betroffenen App-Kontakte dann einen Hinweis, dass sie sich testen lassen sollen.<\/p>\n<h3>Gef\u00e4hrdet die App nicht die Privatsph\u00e4re der Anwender?<\/h3>\n<p>Datensch\u00fctzer loben die App inzwischen, nachdem es zu ersten Konzepten noch heftige Kritik gegeben hatte. Bei der App und den dazugeh\u00f6rigen Diensten werden nun nicht die wahren Identit\u00e4ten der Anwender ausgetauscht, sondern nur anonymisierte IDs, die sich mehrfach in der Stunde \u00e4ndern. Die Kontaktdaten werden auch nicht &#8211; wie zu Beginn vorgesehen &#8211; zentral gespeichert, sondern dezentral auf den jeweiligen Smartphones. Nur die Liste der anonymisierten IDs der Infizierten wird auf einem zentralen Server vorgehalten, der Abgleich findet ausschlie\u00dflich auf den einzelnen Smartphones statt.<\/p>\n<p>Namen, Adressen oder Telefonnummern der Nutzer erfasst die App nicht. Eine Datenschutzerkl\u00e4rung zur Software wird dem Nutzer bereits bei der Installation angezeigt, sie l\u00e4sst sich auch sp\u00e4ter noch \u00fcber das Men\u00fc abrufen und lesen.<\/p>\n<h3>D\u00fcrfen Arbeitgeber den Einsatz der App f\u00fcr ihre Besch\u00e4ftigten anordnen?<\/h3>\n<p>Eine solche Frage h\u00e4tte eigentlich im Arbeitsvertrag geregelt werden m\u00fcssen, wird dort aber meist nicht erw\u00e4hnt. In vielen F\u00e4llen wird der Arbeitgeber daher trotz seiner F\u00fcrsorgepflicht gegen\u00fcber Arbeitnehmern und Kunden dies nicht anordnen k\u00f6nnen. Manche Juristen meinen aber, dass dies bei reinen Diensthandys und h\u00e4ufigen Kontakten mit Kolleginnen, Kollegen und Kunden durchaus angeordnet werden kann.<\/p>\n<h3>Wie viele Menschen m\u00fcssen die App nutzen, damit der gew\u00fcnschte Effekt eintritt?<\/h3>\n<p>In Berichten zur Corona-Warn-App hei\u00dft es immer wieder, dass der volle Effekt erst erreicht wird, wenn sich 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung oder mehr beteiligen. Diese Zahl stammt aus einer wissenschaftlichen Studie aus Oxford. Die Forscher sagen aber auch, dass die Zahl der Infektionen und Todesf\u00e4lle auch dann sinkt, wenn die Anwendungsquote geringer ist.<\/p>\n<h3>Kann die App das Tragen von Atemmasken und das Einhalten von Abstandregeln ersetzen?<\/h3>\n<p>Nein. Die App kann nur dazu beitragen, Infektionsketten schneller zu erkennen. Wer sich und andere vor Infektionen sch\u00fctzen will, sollte auch mit der App auf dem Handy genug Abstand wahren und in Situation, in denen dies empfohlen wird, eine Maske tragen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Corona-Warn-App: Seit Dienstagmorgen ist sie verf\u00fcgbar Oliver Berg\/ dpa Auf der Corona-Warn-App ruhen im Kampf gegen die Pandemie gro\u00dfe Hoffnungen. Die App hilft zwar nicht dabei, eine Ansteckung<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=508"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/508\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}