{"id":488,"date":"2020-06-15T16:05:47","date_gmt":"2020-06-15T13:05:47","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronakrise-grune-fordern-starkere-finanzhilfe-fur-studenten\/"},"modified":"2020-06-15T16:05:47","modified_gmt":"2020-06-15T13:05:47","slug":"coronakrise-grune-fordern-starkere-finanzhilfe-fur-studenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronakrise-grune-fordern-starkere-finanzhilfe-fur-studenten\/","title":{"rendered":"Coronakrise: Gr\u00fcne fordern st\u00e4rkere Finanzhilfe f\u00fcr Studenten"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/db140404-b4e0-4185-bf48-e0e383da0d31_w948_r1.77_fpx37.9_fpy50.97.jpg\" title=\"Gr\u00fcnenvorsitzender Robert Habeck: &quot;Die junge Generation ist in der Krise weitgehend vergessen worden&quot;\" alt=\"Gr\u00fcnenvorsitzender Robert Habeck: &quot;Die junge Generation ist in der Krise weitgehend vergessen worden&quot;\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Gr\u00fcnenvorsitzender Robert Habeck: &quot;Die junge Generation ist in der Krise weitgehend vergessen worden&quot;<\/p>\n<p> Kay Nietfeld\/ dpa <\/figcaption><\/figure>\n<p>Wie kann man Studierende in der Coronakrise unterst\u00fctzen? Gr\u00fcnenchef Robert Habeck und seine Bundesvorstandskollegin Ricarda Lang haben dazu nun mit einem Sechspunkteplan einen eigenen Vorschlag gemacht. In dem Papier kritisieren sie die geplanten Hilfen der Bundesregierung. Zudem fordern sie unter anderem, ein Not-Baf\u00f6g einzurichten.<\/p>\n<p>Ab 16. Juni sollen Studierende finanzielle Unterst\u00fctzung beim Bund beantragen k\u00f6nnen, wenn sie durch die Coronakrise in eine finanzielle Notsituation gekommen sind &#8211; etwa, weil sie ihren Nebenjob verloren haben. Die Hilfen sollen bis zu 500 Euro betragen. Sie sind f\u00fcr Juni, Juli und August geplant. Die Unterst\u00fctzung muss jeden Monat neu beantragt werden.<\/p>\n<p>Bislang k\u00f6nnen Studierende einen Studienkredit bei der KfW beantragen. Sie m\u00fcssen daf\u00fcr bis M\u00e4rz 2021 keine Zinsen zahlen &#8211; allerdings muss das Darlehen wie jedes andere auch zur\u00fcckgezahlt werden. Mindesttilgung: 20 Euro pro Monat.<\/p>\n<p>Studierendenvertreter haben die Hilfen aus dem Hause von Bildungsministerin Anja Karliczek bereits als unzureichend kritisiert. Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Zenjob haben 40 Prozent der Studierenden ihre Nebenjobs in der Krise verloren. Rund 80 Prozent jobben demnach in normalen Zeiten f\u00fcr ihren Lebensunterhalt.<\/p>\n<p>Habeck und Lang teilen die Kritik der Studierenden. In der Krise seien deren Interessen unter den Tisch gefallen, hei\u00dft es in dem Papier, das dem SPIEGEL vorliegt. Die Kreditvergabe durch die KfW sei nur eine Scheinl\u00f6sung. Sie stelle die Studierenden vor die Wahl, entweder ihr Studium abzubrechen oder sich zu verschulden.<\/p>\n<p>&quot;Die \u00dcberbr\u00fcckungshilfen, die dieses grundlegende Vers\u00e4umnis heilen sollen, reichen gerade einmal f\u00fcr zwei Prozent der Studierenden. Sobald der Topf leer ist, bleibt nichts au\u00dfer der Kreditaufnahme&quot;, hei\u00dft es in dem Papier. Vor dem Hintergrund, dass 40 Prozent der Studierenden in den vergangenen Monaten ihren Nebenjob verloren h\u00e4tten, sei das noch nicht einmal ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein.<\/p>\n<p>Habeck und Lang kritisieren au\u00dferdem, dass die geplanten Hilfen von der finanziellen Situation abh\u00e4ngen &#8211; Antragsteller m\u00fcssen ihren Kontostand vom Vortag der Antragstellung einreichen. &quot;Wer also ein bisschen Geld f\u00fcr das geplante Auslandssemester oder neue B\u00fccher gespart hat, muss erst mal nahezu pleite sein, um Unterst\u00fctzung zu erhalten.&quot; Die junge Generation sei in der Krise weitgehend vergessen worden. &quot;Es ist an der Zeit, sie st\u00e4rker zu h\u00f6ren und ihre Interessen in den politischen Fokus zu r\u00fccken.&quot;<\/p>\n<h3>450 Euro pro Monat f\u00fcr Studierende, die ihren Job verloren haben<\/h3>\n<p>Habeck und Lang machen eine Reihe von Vorschl\u00e4gen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Ein <strong>Nothilfe-Baf\u00f6g<\/strong> von bis zu 450 Euro im Monat. Dieses Geld solle als Zuschuss bezahlt werden und nicht zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen. Es soll allen Studierenden zukommen, die in der Krise ihren Job verloren haben &#8211; nicht nur denjenigen, die nachweisen k\u00f6nnen, dass sie kein Geld mehr auf dem Konto haben.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Zudem fordern sie f\u00fcr Studierende, die vor der Krise mehr als 450 Euro im Monat verdienten und ihren Job verloren, zeitweise die <strong>Grundsicherung<\/strong>, also Hartz IV, zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Das <strong>aktuelle Semester<\/strong> solle zudem nicht auf die <strong>Regelstudienzeit <\/strong>angerechnet werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Habeck und Lang sprechen sich au\u00dferdem daf\u00fcr aus, die <strong>Altersgrenzen beim Kindergeld und der Krankenversicherung tempor\u00e4r anzuheben<\/strong>. So verhindere man, dass Studierende, die ihren Abschluss wegen der Pandemie nicht machen k\u00f6nnten, aus den Unterst\u00fctzungsleistungen herausfielen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&quot;Es bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung und Ministerin Karliczek noch einmal in sich gehen und nachbessern&quot;, sagte Habeck dem SPIEGEL. Die geplante \u00dcberbr\u00fcckungshilfe gehe an der Lebensrealit\u00e4t von Studierenden vollkommen vorbei. &quot;Das raubt jungen Menschen Perspektiven.&quot;<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Gr\u00fcnenvorsitzender Robert Habeck: &quot;Die junge Generation ist in der Krise weitgehend vergessen worden&quot; Kay Nietfeld\/ dpa Wie kann man Studierende in der Coronakrise unterst\u00fctzen? 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