{"id":4805,"date":"2020-12-28T03:39:40","date_gmt":"2020-12-28T00:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-impfungen-in-deutschland-so-lauft-die-kampagne-ab\/"},"modified":"2020-12-28T03:39:40","modified_gmt":"2020-12-28T00:39:40","slug":"corona-impfungen-in-deutschland-so-lauft-die-kampagne-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-impfungen-in-deutschland-so-lauft-die-kampagne-ab\/","title":{"rendered":"Corona-Impfungen in Deutschland: So l\u00e4uft die Kampagne ab"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/fc58c0bd-1711-4675-ac8a-430534f3df29_w948_r1.77_fpx35_fpy47.jpg\" title=\"Im nordrhein-westf\u00e4lischen Emsdetten wird eine 87-j\u00e4hrige Altenheimbewohnerin gegen das Coronavirus geimpft\" alt=\"Im nordrhein-westf\u00e4lischen Emsdetten wird eine 87-j\u00e4hrige Altenheimbewohnerin gegen das Coronavirus geimpft\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Im nordrhein-westf\u00e4lischen Emsdetten wird eine 87-j\u00e4hrige Altenheimbewohnerin gegen das Coronavirus geimpft<\/p>\n<p>  Foto:\u2002<\/p>\n<p>Guido Kirchner \/ dpa<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Deutschland hat mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Offiziell startete das bundesweite Programm am Sonntag, doch Sachsen-Anhalt war bereits am Samstag \u00fcberraschend vorgeprescht: In einem Altenheim in Halberstadt waren Bewohner und Personal geimpft worden. Als Erstes erhielt dort die 101-j\u00e4hrige Edith Kwoizalla den Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer, der am 21. Dezember von der EU-Kommission zugelassen worden war.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4uft die deutsche Impfkampagne nun ab? Und was passiert bei der Impfung und danach? Antworten auf die wichtigsten Fragen:<\/p>\n<h3>Wer wird zuerst geimpft?<\/h3>\n<p>In der deutschen Impfverordnung sind insgesamt drei Gruppen mit \u00bbh\u00f6chster\u00ab, \u00bbhoher\u00ab und \u00bberh\u00f6hter\u00ab Priorit\u00e4t festgelegt:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>H\u00f6chsten Vorrang haben Personen ab 80 Jahren, Menschen in Alten- und Pflegeheimen, deren Pflegekr\u00e4fte wie auch medizinisches Personal, etwa auf Intensivstationen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Hohe Priorit\u00e4t genie\u00dfen unter anderem Personen ab 70 Jahren und Demenzkranke, Polizei- und Ordnungskr\u00e4fte, Personen im \u00f6ffentlichen Gesundheitsdienst, aber auch Bewohner von Obdachlosen- und Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Erh\u00f6hte Priorit\u00e4t gilt f\u00fcr Personen ab 60 Jahren, Menschen mit bestimmten Erkrankungen \u2013 aber auch f\u00fcr Erzieher, Lehrer und Personen im Einzelhandel.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was passiert bei der Impfung?<\/h3>\n<p>Die Impfung erfolgt durch zwei Injektionen in den Arm im Abstand von drei Wochen. Den gro\u00df angelegten Tests der Entwickler Biontech und Pfizer zufolge liefert der Impfstoff einen 95-prozentigen Schutz vor dem Coronavirus. Die Nebenwirkungen seien mild bis moderat gewesen und schnell abgeklungen, hie\u00df es bei der Ver\u00f6ffentlichung der Studienergebnisse. Die schwersten Nebenwirkungen seien nach der Injektion der zweiten Dosis aufgetreten: in 3,8 Prozent der F\u00e4lle M\u00fcdigkeit und bei zwei Prozent der F\u00e4lle Kopfschmerzen. \u00c4ltere Erwachsene h\u00e4tten zu weniger und milderen Nebenwirkungen tendiert.<\/p>\n<p>Der von den Partnern entwickelte Impfstoff ist der Erste seiner Art, der eine sogenannte Boten-RNA-Technologie (mRNA) verwendet. Dieser Ansatz nutzt das Nachrichtensystem des menschlichen K\u00f6rpers, um Zellen in Fabriken zur Krankheitsbek\u00e4mpfung zu verwandeln. Die Boten-RNA weist Zellen an, Proteine herzustellen, die f\u00fcr fast alle menschlichen Funktionen ben\u00f6tigt werden. Bei den neuen Impfstoffen wird im Labor hergestellte mRNA in menschliche Zellen eingeschleust, um Virenproteine zu produzieren, die schlie\u00dflich eine Immunreaktion ausl\u00f6sen.<\/p>\n<h3>Welchen Schutz bietet der Impfstoff?<\/h3>\n<p>Erst eine Woche nach der zweiten Injektion \u2013 also rund vier Wochen nach der ersten \u2013 bietet der Impfstoff Schutz vor der Krankheit. Allerdings ist unklar, ob das Vakzin auch verhindert, dass die geimpfte Person das Virus weiter \u00fcbertr\u00e4gt. Manche Impfstoffe tun das, etwa der gegen Hepatitis A, andere tun das aber nicht. Die Impfung gegen Covid-19 verhindert den Ausbruch der Krankheit, aber nicht unbedingt, dass der Geimpfte ansteckend ist. Damit kann eine geimpfte Person das Virus immer noch an andere weitergeben, die dann krank werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch ist noch nicht gekl\u00e4rt, wie lange der Schutz vor der Krankheit durch die Impfung anh\u00e4lt. Klarheit dar\u00fcber wird es nach Einsch\u00e4tzung von Experten erst in mehreren Monaten geben. \u00bbBis dahin ist es besser, die Kneipe und andere pers\u00f6nliche Zusammenk\u00fcnfte mit vielen Menschen zu vermeiden\u00ab, empfiehlt Anita Shet, Spezialistin f\u00fcr Infektionskrankheiten an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health.<\/p>\n<h3>Bedeutet der Impfstoff eine R\u00fcckkehr zum normalen Leben?<\/h3>\n<p>Wohl erst mal nicht. Wissenschaftler pl\u00e4dieren daf\u00fcr, dass sich auch geimpfte Menschen an die AHA-Regeln halten \u2013 Abstand halten, regelm\u00e4\u00dfiges H\u00e4ndewaschen und Maske tragen. Michelle Barron, leitende medizinische Direktorin f\u00fcr Infektionspr\u00e4vention an der UCHealth in Colorado, warnt: \u00bbWie alle anderen Impfstoffe auch kann dieser bei bestimmten Patientenuntergruppen wirklich gut wirken, und bei anderen hingegen nicht so gut. Steht es Ihnen damit frei, in ein Flugzeug zu steigen oder 30 Personen zu sich nach Hause einzuladen? Wahrscheinlich nicht.\u00ab<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Im nordrhein-westf\u00e4lischen Emsdetten wird eine 87-j\u00e4hrige Altenheimbewohnerin gegen das Coronavirus geimpft Foto:\u2002 Guido Kirchner \/ dpa Deutschland hat mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. 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