{"id":451,"date":"2020-06-13T16:52:36","date_gmt":"2020-06-13T13:52:36","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/black-lives-matter-gegen-donald-trump-anhanger-so-gespalten-ist-die-nascar-serie\/"},"modified":"2020-06-13T16:52:36","modified_gmt":"2020-06-13T13:52:36","slug":"black-lives-matter-gegen-donald-trump-anhanger-so-gespalten-ist-die-nascar-serie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/black-lives-matter-gegen-donald-trump-anhanger-so-gespalten-ist-die-nascar-serie\/","title":{"rendered":"&#8220;Black Lives Matter&#8221; gegen Donald-Trump-Anh\u00e4nger: So gespalten ist die Nascar-Serie"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/a187575e-ee71-4fe8-a473-7f85c07fc115_w948_r1.77_fpx62.67_fpy50.jpg\" title=\"Pilot Bubba Wallace begr\u00fc\u00dft den Schritt der NASCAR\" alt=\"Pilot Bubba Wallace begr\u00fc\u00dft den Schritt der NASCAR\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Pilot Bubba Wallace begr\u00fc\u00dft den Schritt der NASCAR<\/p>\n<p>Steve Helber\/ AP<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Er habe nicht viel Schlaf bekommen in den vergangenen Tagen, sagt Darrell &quot;Bubba&quot; Wallace. Keine \u00dcberraschung. Es waren aufregende Tage f\u00fcr den einzigen Afroamerikaner des amerikanischen Motorsportverbandes National Association for Stock Car Auto Racing, kurz: Nascar. Denn Wallace ist nicht nur Pilot, sondern auch Pionier. So offen, so engagiert wie der 26-J\u00e4hrige hatte noch kein Schwarzer in der von wei\u00dfen Fahrern dominierten und von wei\u00dfen, mitunter erz-konservativen Fans geliebten Rennserie gegen \u00fcberholte Rituale gek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Am Sonntag kam er mit einem &quot;I can\u2019t breathe\/Black Lives Matter&quot;-Shirt zum Rennen in Atlanta. Tags darauf forderte Wallace in einem CNN-Interview, dass Nascar die Konf\u00f6derierten-Fahne abschaffen solle. &quot;Niemand sollte sich unwohl f\u00fchlen, wenn er zu einem Nascar-Rennen kommt. Weg damit. Es gibt keinen Platz daf\u00fcr&quot;, so Wallace.<\/p>\n<p>Am Mittwoch teilte Nascar dann mit, dass k\u00fcnftig die &quot;confederate flag&quot; bei den Veranstaltungen verboten sei. &quot;Die Pr\u00e4senz dieser Fahne ist kontr\u00e4r zu unserem Bekenntnis, bei unseren Veranstaltungen eine einladende Atmosph\u00e4re zu bieten &#8211; frei von anst\u00f6\u00dfigen Symbolen&quot;, so der Verband.<\/p>\n<p>&quot;Die Flagge ist f\u00fcr eine ganze Rasse eine Beleidigung. Sie geh\u00f6rt in die Geschichtsb\u00fccher und gut&quot; sagte Dale Earnhardt Jr., einer der gr\u00f6\u00dften Stars. &quot;Bald werden wir sehen, was Nascar-Fans wichtiger ist: Rennen oder Rassismus&quot; titelte die &quot;USA Today&quot;. Die als &quot;S\u00fcdstaaten-Fahne&quot; bekannte Flagge gilt als Symbol f\u00fcr Sklaverei und Ungerechtigkeit und war dennoch vor allem bei Rennen in Florida, Georgia und Alabama oft zu sehen. <\/p>\n<p>Wallace sprach von einem &quot;riesigen, entscheidenden Augenblick&quot;. Wenige Stunden sp\u00e4ter wurde er in Martinsville im US-Bundesstaat Virginia Elfter. &quot;Das ist die gr\u00f6\u00dfte Nacht meines Lebens&quot;, sagte Wallace. Dabei ging es nur teilweise um seine Platzierung. Denn Wallace, der in seiner ersten Nascar-Saison 2010, damals allerdings noch in einer regionalen, unterklassigen Rennserie, als erster Schwarzer zum &quot;Rookie of the Year&quot;, dem Neuling des Jahres, gew\u00e4hlt wurde, hatte es schon weiter nach vorn geschafft. 2018 wurde er bei Amerikas wichtigstem Rennen, den &quot;Daytona 500&quot; Zweiter.<\/p>\n<p>In Martinsville hatte er vor allem mit seinem Gef\u00e4hrt f\u00fcr Aufsehen gesorgt. &quot;Black Lives Matter&quot; stand auf seinem schwarzen Chevrolet. Und auf der Motorhaube waren zwei \u00fcberdimensionale H\u00e4nde zu sehen &#8211; eine wei\u00dfe und eine schwarze. Das zeigte Wirkung, weit \u00fcber die Nascar-Blase hinaus. Basketballstar LeBron James twitterte:<\/p>\n<p>Nascar ist vor allem in den S\u00fcdstaaten der USA popul\u00e4r. Dort liegt auch der Ursprung. Die Anfangsgeschichte der Stockcar-Rennen ist eine Geschichte von Kleinkriminellen und geht auf die Prohibition (1920 bis 1933) zur\u00fcck. Obwohl Herstellung und Vertrieb von Alkohol verboten waren, wurde trotzdem Whiskey hergestellt. Die Distribution des Schnapses geschah oft nachts. Und die so genannten &quot;Bootlegger\u201d (Schmuggler) lie\u00dfen sich bei ihrer Arbeit selbst von der Polizei nicht stoppen. Daf\u00fcr frisierten sie ihre Autos und lieferten sich mitunter waghalsige Verfolgungsjagden mit den Ordnungsh\u00fctern.<\/p>\n<p>Erste offizielle Rennen gab es in den fr\u00fchen 1900er-Jahren in Daytona Beach, wo der &quot;Daytona Beach Road Course\u201d unter anderem am Strand entlangf\u00fchrte. Im Badeort an Floridas Ostk\u00fcste gr\u00fcndete Bill France Senior 1947 Nascar und war auch der erste Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Bis heute ist der Chefsessel in Familienhand, seit 2018 hat sein Sohn Jim das Sagen.<\/p>\n<h3>&quot;Rassentrennung f\u00fcr immer&quot;<\/h3>\n<p>Bill France Sr. war es auch, der einst die Politik zum Nascar brachte. Als er in den Sechzigern eine neue Rennstrecke bauen wollte, war Alabamas Gouverneur George Wallace sein Steigb\u00fcgelhalter. Jener Wallace, der bei seinem Amtsantritt 1963 betonte, dass er &quot;Rassentrennung heute, Rassentrennung morgen und Rassentrennung f\u00fcr immer&quot; bef\u00fcrworte, hatte France f\u00fcr den Bau des 1969 er\u00f6ffneten &quot;Alabama International Motor Speedway&quot; in Talladega alle b\u00fcrokratischen Steine aus dem Weg ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Als Dankesch\u00f6n unterst\u00fctzte ihn France im Wahlkampf. So rief er vor einem Rennen 1968 in South Carolina der Menge entgegen: &quot;George Washington hat dieses Land gegr\u00fcndet, George Wallace wird es retten.&quot; Als France 1972 von seinem Nascar-Posten abtrat, wurde er nur zwei Tage sp\u00e4ter der Manager von Wallace\u2019s Pr\u00e4sidentschaftskampagne.<\/p>\n<h3>Trump ist Fan der Serie, Piloten sind Fans von ihm<\/h3>\n<p>2016 war es sein Enkel Brian, der als Nascar-Boss Donald Trump in dessen Wahlkampf hofierte. Trump wei\u00df, dass die Nascar-Anh\u00e4nger vor allem seine W\u00e4hlerschaft sind. Sie glauben an Gott, lieben Waffen, die NRA und schnelle Autos. Fahnen mit dem Slogan &quot;Make America Great Again&quot; seien in den vergangenen Jahren bei Rennen so allgegenw\u00e4rtig gewesen wie US- oder Nascar-Flaggen, schrieb die &quot;USA Today&quot;.<\/p>\n<p>Im Februar kam Trump nach Florida, um die &quot;500 Meilen von Daytona&quot; zu er\u00f6ffnen. Ein Sieg, so Trump, bedeute &quot;echte, amerikanische Ehre&quot;. Von den Trib\u00fcnen antworteten die Zuschauer mit &quot;USA, USA&quot;-Rufen.<\/p>\n<p>Im Fahrerlager d\u00fcrfte Bubba Wallace nicht nur Mitstreiter finden: Mit Joe Nemechek und Tim Viens werben zwei Nascar-Piloten auf ihren Wagen sowie in ihren sozialen Kan\u00e4len derzeit f\u00fcr Trumps Wiederwahl. Ray Ciccarelli will wegen des Flaggen-Banns in der kommenden Saison nicht mehr antreten. &quot;Wenn das der Weg ist, den die Nascar einschl\u00e4gt, bin ich raus&quot;, schrieb er bei Facebook.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Pilot Bubba Wallace begr\u00fc\u00dft den Schritt der NASCAR Steve Helber\/ AP Er habe nicht viel Schlaf bekommen in den vergangenen Tagen, sagt Darrell &quot;Bubba&quot; Wallace. Keine \u00dcberraschung. 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