{"id":4399,"date":"2020-12-09T15:48:27","date_gmt":"2020-12-09T12:48:27","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/uno-bericht-uber-klimaziele-auf-dem-weg-zu-drei-grad-erderwarmung\/"},"modified":"2020-12-09T15:48:27","modified_gmt":"2020-12-09T12:48:27","slug":"uno-bericht-uber-klimaziele-auf-dem-weg-zu-drei-grad-erderwarmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/uno-bericht-uber-klimaziele-auf-dem-weg-zu-drei-grad-erderwarmung\/","title":{"rendered":"Uno-Bericht \u00fcber Klimaziele: Auf dem Weg zu drei Grad Erderw\u00e4rmung"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/d17d2915-dbb2-40d3-a4d0-ad31dd9e6862_w948_r1.77_fpx78_fpy66.jpg\" title=\"Die Verbrennung von Kohle geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Quellen des globalen Treibhausgasaussto\u00dfes (Kohlekraftwerk in Polen, Archivfoto).\" alt=\"Die Verbrennung von Kohle geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Quellen des globalen Treibhausgasaussto\u00dfes (Kohlekraftwerk in Polen, Archivfoto).\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Die Verbrennung von Kohle geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Quellen des globalen Treibhausgasaussto\u00dfes (Kohlekraftwerk in Polen, Archivfoto).<\/p>\n<p>  Foto:\u2002<\/p>\n<p>Monika Skolimowska\/ZB\/DPA<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren verpflichteten sich die rund zweihundert Staaten der Erde auf dem Pariser Klimagipfel darauf, ihren CO2-Aussto\u00df drastisch zu senken. Davon ist jedoch bis jetzt nicht viel zu sp\u00fcren: Auch im Jahr 2019 stiegen die Emissionen insgesamt wieder auf einen neuen Rekord, hei\u00dft es in einem Bericht des Uno-Umweltprogramms, der am Mittwochvormittag vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Der Emissions-Gap-Report gibt jedes Jahr dar\u00fcber Auskunft, ob die Anstrengungen der L\u00e4nder ausreichen, das Zwei-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Bisher hat es laut den Berichten der vergangenen Jahre nie gereicht, und auch f\u00fcr 2020 gibt die Uno keine Entwarnung.<\/p>\n<p>Die Emissionen seien in diesem Jahr zwar aufgrund der Corona-Pandemie um bis zu sieben Prozent zur\u00fcckgegangen. Doch diese Folgen des weltweiten Shutdowns h\u00e4tten kaum einen Effekt auf den Langfristtrend. Insgesamt mache der Corona-Knick nur 0,01 Prozent der Emissionen bis 2050 aus. In diesem Zeitraum haben sich viele L\u00e4nder verpflichtet, klimaneutral zu werden, unter anderem die EU.<\/p>\n<p>Schaut man auf die einzelnen L\u00e4nder, gibt es jedoch Lichtblicke. So sind die Emissionen in den 20 gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt schon vor der Pandemie im Jahr 2019 leicht zur\u00fcckgegangen. In den Jahren zuvor waren die Emissionen laut dem Bericht immer weiter gestiegen. Auch in Deutschland sanken die CO2-Emissionen: Im Vergleich zu 2018 immerhin um 6,3 Prozent. Hauptgrund war demnach, dass weniger Strom aus Kohle produziert wurde.<\/p>\n<h3>Auf dem Drei-Grad-Track<\/h3>\n<p>Trotz einzelner Erfolge reicht es nicht f\u00fcr das Zwei-Grad-Limit. Die Welt sei weiterhin auf dem Weg zu mehr als drei Grad Temperaturerh\u00f6hung bis Ende des Jahrhunderts, so die Autoren des Emissions-Gap-Reports. Gerechnet haben das die Autoren mit den verabschiedeten Klimapl\u00e4nen der L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Jedes Land musste in den vergangenen Jahren eigene Klimaziele vorlegen und diese bei der Uno einreichen. Die EU hat sich beispielsweise verpflichtet, bis 2030 ihre CO2-Emissionen um 40 Prozent gegen\u00fcber 1990 einzusparen. Das Problem: Alle Selbstverpflichtungen zusammengenommen reichen nicht aus. Auch wenn alle L\u00e4nder ihre Pl\u00e4ne umsetzen, sind die Emissionen trotzdem noch zu hoch, um den Temperaturanstieg abzubremsen.<\/p>\n<p>Um unter zwei Grad durchschnittliche Erw\u00e4rmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu kommen, m\u00fcssten alle L\u00e4nder ihre Anstrengungen verdreifachen, so der Uno-Bericht. Um das 1,5-Grad-Ziel zu schaffen sogar verf\u00fcnffachen.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hat mittlerweile angek\u00fcndigt, ihr Klimaziel auf ein Minus von 55 Prozent bis 2030 nachzusch\u00e4rfen. In den n\u00e4chsten Tagen wollen die Staats- und Regierungschefs entscheiden, ob das auch die Position aller L\u00e4nder ist.<\/p>\n<h3>Die gr\u00fcnen Corona-Pakete<\/h3>\n<p>Insgesamt k\u00fcndigten bisher 126 L\u00e4nder an, ihre Klimaziele nachzubessern. Wenn diese Langfristziele wirklich eingehalten werden, k\u00f6nnte die Welt allerdings doch gerade noch so an den schlimmsten Klimaszenarien vorbeischrammen, haben Klimaexperten von den Thinktanks Climate Analytics und New Climate Institute errechnet. Laut ihrer Auswertung erw\u00e4rmt sich das Weltklima dann durchschnittlich \u00bbnur\u00ab auf 2,1 Grad. Damit k\u00f6nnten die L\u00e4nder auch das Pariser Klimaziel \u2013 unter zwei Grad Erw\u00e4rmung zu bleiben \u2013 zumindest ann\u00e4hernd einhalten.<\/p>\n<p>Um alle Klimapl\u00e4ne dann auch zu erreichen, pl\u00e4diert der Uno-Bericht f\u00fcr gr\u00fcne Corona-Konjunkturpakete. Zum Ankurbeln der Wirtschaft nach der Pandemie sollten die Gelder in klimafreundliche Alternativen statt in Benzinautos oder Kohlekraftwerke flie\u00dfen. Damit k\u00f6nnte der weltweite CO2-Aussto\u00df um ein Viertel reduziert werden, so der Bericht. Bisher habe aber nur rund ein Viertel der G20-Mitglieder \u00fcberhaupt in gr\u00fcne Ma\u00dfnahmen investiert.<\/p>\n<p>\u00bbKeines der L\u00e4nder verf\u00fcgt \u00fcber eine kurzfristige Politik, um sie auf einen Weg zur langfristigen Dekarbonisierung zu bringen\u00ab, kommentiert Niklas H\u00f6hne vom Klima-Thinktank NewClimate Institute. \u00bbAuch die Konjunkturpakete zeigen ein uneinheitliches Bild: Ein gro\u00dfer Teil der Ressourcen unterst\u00fctzt nach wie vor fossile Brennstoffe mit dem Verzicht auf Umweltvorschriften und die Rettung von emissionsintensiven Unternehmen ohne Umweltbedingungen\u00ab, so H\u00f6hne.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Die Verbrennung von Kohle geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Quellen des globalen Treibhausgasaussto\u00dfes (Kohlekraftwerk in Polen, Archivfoto). 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