{"id":435,"date":"2020-06-12T20:09:52","date_gmt":"2020-06-12T17:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-brandbrief-von-ksk-soldat-druck-auf-annegret-kramp-karrenbauer-wachst\/"},"modified":"2020-06-12T20:09:52","modified_gmt":"2020-06-12T17:09:52","slug":"bundeswehr-brandbrief-von-ksk-soldat-druck-auf-annegret-kramp-karrenbauer-wachst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/bundeswehr-brandbrief-von-ksk-soldat-druck-auf-annegret-kramp-karrenbauer-wachst\/","title":{"rendered":"Bundeswehr: Brandbrief von KSK-Soldat &#8211; Druck auf Annegret Kramp-Karrenbauer w\u00e4chst"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/fee18b42-d95a-47a8-8d55-fecf0d0032d1_w948_r1.77_fpx52_fpy64.jpg\" title=\"Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer: Die Ministerin m\u00fcsse &quot;jetzt beweisen, dass sie es ernst meint&quot;\" alt=\"Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer: Die Ministerin m\u00fcsse &quot;jetzt beweisen, dass sie es ernst meint&quot;\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer: Die Ministerin m\u00fcsse &quot;jetzt beweisen, dass sie es ernst meint&quot;<\/p>\n<p>Odd Andersen\/ AFP<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem SPIEGEL-Bericht \u00fcber einen Brief eines KSK-Soldaten an Annegret Kramp-Karrenbauer erh\u00f6ht die Opposition den Druck auf die Verteidigungsministerin. &quot;Das ist jetzt die Stunde der Wahrheit f\u00fcr Annegret Kramp-Karrenbauer&quot;, sagte die gr\u00fcne Sicherheitspolitikerin Agnieszka Brugger. Die Ministerin m\u00fcsse &quot;jetzt beweisen, dass sie es ernst meint und hart durchgreifen&quot;. <\/p>\n<p>Brugger kritisierte, die Ministerin und das Wehrressort seien mit den bekannt gewordenen rechtsextremen Tendenzen in dem Eliteverband bisher zu vorsichtig umgegangen. &quot;Dieser rechten Gefahr kann man nicht nur mit ein bisschen mehr an politischer Bildung begegnen&quot;, sagte sie, &quot;es braucht eine knallharte Untersuchung und wohl eine sehr grundlegende Reform, damit rechtsextremen Umtrieben im KSK ein f\u00fcr alle Mal ein Ende gesetzt wird.&quot;<\/p>\n<p>Die Linke ging mit ihren Forderungen weiter und forderte die Aufl\u00f6sung der Eliteeinheit. &quot;Wenn ein Whistleblower, der selber zum KSK geh\u00f6rt, von einem nicht auszutrocknenden Sumpf spricht, ist dies alarmierend&quot;, sagte der Verteidigungspolitiker Alexander Neu dem SPIEGEL. &quot;Als Konsequenz muss das KSK aufgel\u00f6st werden&quot;, forderte der Linken-Poltiker. Neu kritisierte auch das bisherige Vorgehen des Wehrressorts. &quot;Das systematische Vertuschen rechtsextremer Tendenzen im KSK r\u00e4cht sich zunehmend.&quot;<\/p>\n<p>SPIEGEL-Informationen zufolge l\u00f6ste der zw\u00f6lfseitige Brandbrief eines Hauptmanns der Bundeswehr-Eliteeinheit im Ministerium helle Aufregung aus. Der Mann wandte sich Anfang Juni mit seinem teils dramatischen Hilferuf direkt an die Ministerin. In dem Brief beklagt der Hauptmann, dass innerhalb der Einheit rechtsextreme Tendenzen geduldet und vertuscht w\u00fcrden. Hinweise auf rechtsextreme Kameraden innerhalb des rund tausend Mann starken Eliteverbands w\u00fcrden &quot;intern zwar wahrgenommen, aber aus unterschiedlicher Motivlage kollektiv ignoriert oder gar toleriert&quot;.<\/p>\n<h3>&quot;Eine gr\u00f6\u00dfere Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Rechtsextremismus wachsen lassen&quot;<\/h3>\n<p>Der Soldat bitte die Ministerin, pers\u00f6nlich das Thema an sich zu ziehen. Den Missst\u00e4nden sei nur &quot;durch eine vollst\u00e4ndige externe Untersuchung und anschlie\u00dfende Reformierung Herr zu werden&quot;. Es habe sich ein nicht austrockenbarer Sumpf innerhalb des KSK entwickelt, dieser sei &quot;tiefgreifender und struktureller als derzeit im Ministerium bekannt sein d\u00fcrfte&quot;. Die F\u00fchrung des KSK sei mit der Aufkl\u00e4rung &quot;offenbar \u00fcberfordert&quot;.<\/p>\n<p>Auch Vertreter des Koalitionspartners SPD zeigten sich schockiert von den Schilderungen des KSK-Hauptmanns. Die neue Wehrbeauftragte Eva H\u00f6gl k\u00fcndigte wegen des Briefs eine spontane Inspektionsreise zum KSK noch f\u00fcr den Juni an. &quot;Der Brief des KSK-Hauptmanns zeigt, dass jetzt grunds\u00e4tzlich und trotzdem sehr schnell gehandelt werden muss&quot;, sagte H\u00f6gl dem SPIEGEL.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sei es zwar gut, dass &quot;Soldaten des KSK rechtsextreme Vorf\u00e4lle und Strukturen melden, die ganz offensichtlich nicht mit unserer Verfassung, Demokratie und Rechtsstaat vereinbar sind&quot;. Trotzdem zeigte sich auch H\u00f6gl schockiert von den immer neuen Vorw\u00fcrfen. &quot;Das ist nicht hinnehmbar&quot;, sagte sie. H\u00f6gl hatte angek\u00fcndigt, sich mit Rechtsextremismus in der Truppe befassen zu wollen.<\/p>\n<p>&quot;Korpsgeist und Elitebewusstsein haben offenbar im KSK eine gr\u00f6\u00dfere Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Rechtsextremismus wachsen lassen als im Durchschnitt der Bundeswehr oder der Gesellschaft&quot;, sagte der SPD-Verteidigungspolitiker Fritz Felgentreu. Nun seien &quot;weitere gemeinsame Anstrengungen im KSK und vonseiten des Ministeriums&quot; n\u00f6tig, um den Ruf des KSK zu retten.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr, so Felgentreu, brauche die F\u00e4higkeiten der Einheit, die auf die Befreiung von deutschen Geiseln im Ausland spezialisiert ist. &quot;Aber das Kommando muss auch beim staatsb\u00fcrgerlichen Bewusstsein zu einer Elite und zu einem Vorbild f\u00fcr die Bundeswehr werden&quot;, meint Felgentreu. Bis dahin sei es aber &quot;noch ein weiter Weg&quot;.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer: Die Ministerin m\u00fcsse &quot;jetzt beweisen, dass sie es ernst meint&quot; Odd Andersen\/ AFP Nach dem SPIEGEL-Bericht \u00fcber einen Brief eines KSK-Soldaten an Annegret Kramp-Karrenbauer erh\u00f6ht die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-435","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=435"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/435\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=435"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=435"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=435"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}