{"id":4343,"date":"2020-12-07T01:11:15","date_gmt":"2020-12-06T22:11:15","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-karl-lauterbach-unterstutzt-markus-soder-und-fordert-lockdown\/"},"modified":"2020-12-07T01:11:15","modified_gmt":"2020-12-06T22:11:15","slug":"corona-karl-lauterbach-unterstutzt-markus-soder-und-fordert-lockdown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-karl-lauterbach-unterstutzt-markus-soder-und-fordert-lockdown\/","title":{"rendered":"Corona: Karl Lauterbach unterst\u00fctzt Markus S\u00f6der und fordert Lockdown"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/a22fa3c1-0e1c-4a98-97d5-2a961c882bf6_w948_r1.77_fpx62.47_fpy50.jpg\" title=\"Karl Lauterbach: Corona-Tote seien \u00bbvermeidbare Einzelschicksale\u00ab\" alt=\"Karl Lauterbach: Corona-Tote seien \u00bbvermeidbare Einzelschicksale\u00ab\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Karl Lauterbach: Corona-Tote seien \u00bbvermeidbare Einzelschicksale\u00ab<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Kay Nietfeld \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00bbDaheimbleiben\u00ab: Das sei die gemeinsame \u00dcberschrift der neuen Corona-Regeln f\u00fcr Bayern, sagte Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der am Sonntagnachmittag. Nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts am Nikolaustag gab S\u00f6der bekannt, dass Bayern erneut den Katastrophenfall ausrufen will. Dazu k\u00fcndigte er \u2013 wie schon im Fr\u00fchjahr \u2013 eine allgemeine Ausgangsbeschr\u00e4nkung f\u00fcr ganz Bayern an. In Corona-Hotspots kann diese Beschr\u00e4nkung je nach Fallzahlen noch um n\u00e4chtliche Ausgangssperren erg\u00e4nzt werden, so S\u00f6der, von jeweils 21 Uhr bis 5 Uhr (mehr Details zu den Regeln, die bereits ab Mittwoch gelten k\u00f6nnten, finden Sie hier).<\/p>\n<p>S\u00f6der pocht darauf, dass der \u00bbsanfte Lockdown\u00ab zwar einen Effekt habe, jedoch nur in Form einer \u00bbSeitw\u00e4rtsbewegung\u00ab bei den Infektionszahlen. Mit Verweis auf die Situation in den Krankenh\u00e4usern h\u00e4lt er jedoch weitergehende Ma\u00dfnahmen f\u00fcr dringend n\u00f6tig.<\/p>\n<p>So plant Bayern nun beispielsweise, bei den Kontaktbeschr\u00e4nkungen lediglich vom 23. bis zum 26. Dezember, also nur f\u00fcr die Weihnachtstage, eine Ausnahme zuzulassen. Silvester werden in Bayern so lediglich f\u00fcnf Personen aus maximal zwei Haushalten zusammen feiern d\u00fcrfen. Eine \u00e4hnliche Regelung hatte bereits Baden-W\u00fcrttemberg vorgestellt. In Berlin sind sogar \u00fcber die gesamten Feiertage maximal f\u00fcnf Leute erlaubt.<\/p>\n<p>Sind solche versch\u00e4rften Corona-Regeln sinnvoll? Und was schlagen andere Politiker vor?<\/p>\n<h3>Gesch\u00e4fte schlie\u00dfen nach Weihnachten?<\/h3>\n<p><strong>Karl Lauterbach<\/strong>, der Gesundheitsexperte der SPD, sprach sich am Sonntag \u00e4hnlich wie S\u00f6der f\u00fcr h\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen aus, die in Details sogar \u00fcber den bayerischen Vorsto\u00df hinausgehen. So sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, n\u00f6tig seien \u00bbvorgezogene und l\u00e4ngere Schulferien bis weit ins neue Jahr\u00ab, zudem schlug er ein Schlie\u00dfen der Gesch\u00e4fte \u00bbzumindest nach Weihnachten\u00ab vor. Auf Twitter schrieb Lauterbach, f\u00fcr Silvester sollte es keine Lockerung geben: \u00bbWir brauchen endlich eine Inzidenz von 50\/Woche.\u00ab Man fange an, sich an fast 500 Tote am Tag zu gew\u00f6hnen, dabei handele es sich um \u00bbvermeidbare Einzelschicksale\u00ab.<\/p>\n<p>Bei \u00bbBild TV\u00ab pl\u00e4dierte Lauterbach f\u00fcr einen h\u00e4rteren Lockdown in Form \u00bbbundesweit sch\u00e4rferer Regeln\u00ab. Im Fr\u00fchjahr sei man bei weit weniger Corona-Toten zu deutlich strengeren Ma\u00dfnahmen bereit gewesen, so Lauterbach. Zum Plan von Markus S\u00f6der f\u00fcr Bayern sagte der SPD-Politiker, dieser gehe seiner Einsch\u00e4tzung nach \u00bbganz klar in die richtige Richtung\u00ab.<\/p>\n<p>Auch die Gr\u00fcnen in Nordrhein-Westfalen fordern weitere Ma\u00dfnahmen. \u00bbAls erstes Signal w\u00e4re ein Verzicht auf Silvester-Lockerungen sinnvoll und n\u00f6tig. Auch \u00fcber Weihnachten muss im Zweifel noch mal diskutiert werden\u00ab, sagte <strong>Felix Banaszak<\/strong>, der Vorsitzende der NRW-Gr\u00fcnen, der \u00bbWestdeutschen Allgemeinen Zeitung\u00ab.<\/p>\n<p>Das Thema Silvester umtreibt auch viele andere Politiker. Der saarl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sident <strong>Tobias Hans<\/strong> (CDU) etwa sagte der \u00bbAugsburger Allgemeinen\u00ab: \u00bbEines ist doch klar: Wir d\u00fcrfen kein Risiko eingehen, auch nicht an Silvester.\u00ab<\/p>\n<p>Und Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident <strong>Bodo Ramelow<\/strong> (Linke) wurde von der Funke-Mediengruppe mit den Worten zitiert: \u00bbEs wird keine Entlastungen f\u00fcr Weihnachten und Silvester geben.\u00ab Staatskanzleichef <strong>Benjamin-Immanuel Hoff<\/strong> schrieb dazu auf Twitter: \u00bbEs ist richtig, dass das Kabinett auf Vorschlag von Bodo Ramelow und Heike Werner am Dienstag diskutiert, angesichts der insbesondere an den Grenzen zu Sachsen und Bayern sehr hohen Infektionszahlen, den Status Quo bis Januar ohne Lockerungen fortzuf\u00fchren.\u00ab<\/p>\n<p>Hessens Ministerpr\u00e4sident <strong>Volker Bouffier<\/strong> (CDU) sagte in der ARD-Sendung \u00bbBericht aus Berlin\u00ab mit Blick zumindest auf Corona-Hotspots: \u00bbIch glaube, wir werden auch zur Ausgangssperre kommen m\u00fcssen.\u00ab Man werde manches verbieten m\u00fcssen, etwa den Alkoholverkauf oder die Alkoholnutzung in der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<h3>Eine Woche der Entscheidung<\/h3>\n<p>Auch Bundesgesundheitsminister <strong>Jens Spahn <\/strong>(CDU) hatte zuletzt weitere Versch\u00e4rfungen nicht ausgeschlossen. \u00bbWie sich die Pandemie entwickelt, wie viele Menschen mit Corona Weihnachten auf den Intensivstationen liegen, entscheidet sich kommende Woche\u00ab, sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit \u00bbT-Online\u00ab.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf Markus S\u00f6ders Pl\u00e4ne f\u00fcr Bayern waren am Sonntag gemischt. \u00bbPopulismus statt wissenschaftliches Vorgehen! Irre!\u00ab, kommentierte etwa der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, <strong>Christoph Hoffmann<\/strong>, einen Artikel \u00fcber S\u00f6ders harten Krisenkurs.<\/p>\n<p><strong>Dietmar Bartsch<\/strong>, der Vorsitzende der Linken-Fraktion im Bundestag, twitterte, im Gegensatz zu den markigen Worten von Markus S\u00f6der st\u00fcnden \u00bbdie alarmierenden Corona-Zahlen in Bayern\u00ab: \u00bbIch hoffe, dass die neuen Entscheidungen positiv wirken werden und es zuk\u00fcnftig weniger verbales Schlaubergertum gibt.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Stephan Protschka<\/strong>, Mitglied im Bundesvorstand der AfD, schrieb mit Hashtags wie #Lockdown: \u00bbSag mal Herr Markus S\u00f6der, was ist das f\u00fcr ein Gef\u00fchl, wenn man Menschen einsperrt? Wenn man den Menschen die Existenz zerst\u00f6rt? Wenn man die Menschen in Verzweiflung treibt?\u00ab<\/p>\n<p>Bundeswirtschaftsminister <strong>Peter Altmaier<\/strong> (CDU) zollte Bayerns Ministerpr\u00e4sidenten derweil Respekt: S\u00f6der und die bayerische Regierung h\u00e4tten \u00bbin schwerer Lage umsichtig und entschlossen gehandelt\u00ab, so Altmaier.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Karl Lauterbach: Corona-Tote seien \u00bbvermeidbare Einzelschicksale\u00ab Foto:\u2002Kay Nietfeld \/ dpa \u00bbDaheimbleiben\u00ab: Das sei die gemeinsame \u00dcberschrift der neuen Corona-Regeln f\u00fcr Bayern, sagte Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der am Sonntagnachmittag. 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