{"id":4317,"date":"2020-12-05T20:02:06","date_gmt":"2020-12-05T17:02:06","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/paris-ausschreitungen-bei-protesten-gegen-polizeigewalt\/"},"modified":"2020-12-05T20:02:06","modified_gmt":"2020-12-05T17:02:06","slug":"paris-ausschreitungen-bei-protesten-gegen-polizeigewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/paris-ausschreitungen-bei-protesten-gegen-polizeigewalt\/","title":{"rendered":"Paris: Ausschreitungen bei Protesten gegen Polizeigewalt"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/82c59511-db02-4c61-9e5a-558d228288b8_w948_r1.77_fpx42.66_fpy49.99.jpg\" title=\"Einsatzkr\u00e4fte in Paris\" alt=\"Einsatzkr\u00e4fte in Paris\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Einsatzkr\u00e4fte in Paris<\/p>\n<p>  Foto:\u2002GONZALO FUENTES \/ REUTERS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Demonstranten z\u00fcndeten Autos an, schlugen Schaufenster von Banken und Superm\u00e4rkten ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. In einer Stra\u00dfe brannte ein Laster, eine dichte schwarze Rauchwolke hing \u00fcber dem Gebiet. In Paris ist es bei Protesten gegen soziale Ungerechtigkeit und Polizeigewalt erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen.<\/p>\n<p>Mehrere Tausend Menschen hatten sich am Nachmittag zu einer Kundgebung in der franz\u00f6sischen Hauptstadt versammelt, immer wieder erklangen Sprechch\u00f6re wie \u00bbAlle Welt hasst die Polizei.\u00ab Die zun\u00e4chst friedliche Demonstration schlug schnell in Gewalt um, wie auch die franz\u00f6sische Tageszeitung \u00bbLe Monde\u00ab berichtet. Die Polizei setzte Tr\u00e4nengas ein.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich als Protestaktion der Gewerkschaften gegen soziale Ungerechtigkeit angemeldet, kamen zu der Demonstration auch viele Teilnehmer, die ihre Wut \u00fcber ein geplantes Sicherheitsgesetz, das seit Wochen f\u00fcr Proteste sorgt, ausdr\u00fccken wollten.<\/p>\n<p>Innenminister G\u00e9rald Darmanin sprach auf Twitter von 22 Menschen, die bis zum Nachmittag in Paris festgenommen worden waren.<\/p>\n<p>Auch in anderen St\u00e4dten wie Lyon, Lille oder Toulouse gingen die Menschen gegen das geplante Gesetz auf die Stra\u00dfe. Ein Kollektiv aus Gewerkschaften, Journalisten- und Opferschutzverb\u00e4nden sowie Menschenrechtsorganisationen hatte zu dem landesweiten Protest aufgerufen.<\/p>\n<p>Angefacht wurden die Proteste von Videoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Polizisten extrem gewaltt\u00e4tig gegen andere Personen vorgegangen waren. In der vergangenen Woche hatten Polizisten Zelte von Migranten aggressiv ger\u00e4umt. In einem anderen Fall hatten Polizisten auf einen schwarzen Musikproduzenten eingepr\u00fcgelt. Die Aufnahmen sorgten landesweit f\u00fcr Entsetzen.<\/p>\n<p>Die Regierung von Pr\u00e4sident Emmanuel Macron will mit dem geplanten Gesetz f\u00fcr \u00bbumfassende Sicherheit\u00ab die Verbreitung von Foto- oder Filmaufnahmen von Polizeieins\u00e4tzen unter Strafe stellen, wenn dadurch die \u00bbk\u00f6rperliche oder psychische Unversehrtheit\u00ab einzelner Beamter gef\u00e4hrdet wird. Mit dem Gesetz will die Regierung die Einsatzkr\u00e4fte nach eigenen Angaben besser sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Journalistenverb\u00e4nde bef\u00fcrchten jedoch, dass dadurch die Pressefreiheit massiv eingeschr\u00e4nkt werden k\u00f6nnte. Kritiker argumentieren zudem, dass in der Vergangenheit viele F\u00e4lle von Polizeigewalt ungestraft geblieben w\u00e4ren, wenn sie nicht gefilmt und im Internet verbreitet worden w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Angesichts der Proteste gegen das Gesetz hat die Regierungsmehrheit im Parlament inzwischen angek\u00fcndigt, das umstrittene Filmverbot im Sicherheitsgesetz neu fassen zu wollen. Allerdings ist noch nicht bekannt, wie der Artikel genau ver\u00e4ndert werden soll.<\/p>\n<p>Erst am vergangenen Wochenende waren mehr als hunderttausend Menschen in Frankreich auf die Stra\u00dfe gegangen, um gegen das umstrittene Sicherheitsgesetz zu demonstrieren.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Einsatzkr\u00e4fte in Paris Foto:\u2002GONZALO FUENTES \/ REUTERS Demonstranten z\u00fcndeten Autos an, schlugen Schaufenster von Banken und Superm\u00e4rkten ein und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei. 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