{"id":4303,"date":"2020-12-05T05:08:05","date_gmt":"2020-12-05T02:08:05","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-joe-biden-bezeichnet-arbeitsmarktbericht-als-duster\/"},"modified":"2020-12-05T05:08:05","modified_gmt":"2020-12-05T02:08:05","slug":"usa-joe-biden-bezeichnet-arbeitsmarktbericht-als-duster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-joe-biden-bezeichnet-arbeitsmarktbericht-als-duster\/","title":{"rendered":"USA: Joe Biden bezeichnet Arbeitsmarktbericht als d\u00fcster"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/46551110-a651-48d2-afd6-a3db4b6aa5ba_w948_r1.77_fpx55.5_fpy50.jpg\" title=\"Joe Biden am 1. Dezember 2020\" alt=\"Joe Biden am 1. Dezember 2020\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Joe Biden am 1. Dezember 2020<\/p>\n<p>  Foto:\u2002LEAH MILLIS \/ REUTERS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Trotz steigender Corona-Zahlen und neuer Kontaktbeschr\u00e4nkungen in weiten Teilen des Landes ist die US-Arbeitslosenquote im November erneut gesunken. Die Quote fiel von 6,9 Prozent im Vormonat auf 6,7 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem R\u00fcckgang auf 6,8 Prozent gerechnet. Allerdings fiel der Jobaufbau den Angaben des Ministeriums zufolge mit 245 000 neuen Stellen viel geringer aus als erwartet.<\/p>\n<p>Der k\u00fcnftige US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat sich nach der Ver\u00f6ffentlichung neuer Besch\u00e4ftigungsdaten besorgt zur wirtschaftlichen Lage im Land ge\u00e4u\u00dfert. \u00bbDies ist ein d\u00fcsterer Arbeitsmarktbericht\u00ab, sagte er. Die Daten f\u00fcr November zeigten einen konjunkturellen Stillstand und best\u00e4tigten, dass \u00bbwir uns weiterhin mitten in einer der schlimmsten Wirtschafts- und Job-Krisen der j\u00fcngeren Geschichte befinden\u00ab.<\/p>\n<h3>Stellenzuwachs im November weit unter Erwartungen<\/h3>\n<p>Dem Bericht des Arbeitsministeriums zufolge wurden in den USA im November lediglich 245.000 neue Stellen au\u00dferhalb der Landwirtschaft geschaffen \u2013 das ist der geringste Wert seit dem historischen Einbruch des Arbeitsmarkts im April. Experten hatten mit einem deutlich st\u00e4rkeren Zuwachs gerechnet.<\/p>\n<p>Dabei h\u00e4lt die Erholung am US-Jobmarkt nach dem historischen Einbruch zu Beginn der Pandemie bislang noch an, sie verliert aber an Dynamik. Zum Vergleich: Im Oktober hatte der Besch\u00e4ftigungsaufbau noch bei 638 000 neuen Arbeitspl\u00e4tzen gelegen, seit April waren im Schnitt rund zwei Millionen Jobs pro Monat hinzugekommen. Nun ger\u00e4t der Aufschwung zunehmend ins Stocken. \u00bbDie dritte Corona-Welle in den USA bremst die Schaffung neuer Jobs derzeit kr\u00e4ftig ein\u00ab, kommentierte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die j\u00fcngsten Daten vom Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p>Vom starken Niveau vor der Corona-Krise, als die Arbeitslosenquote lediglich 3,5 Prozent betrug, bleibt der US-Jobmarkt somit trotz der positiven Entwicklung der vergangenen Monate weit entfernt. Die Pandemie hatte die US-Wirtschaft im Fr\u00fchjahr vor\u00fcbergehend fast zum Stillstand gebracht und die Joblosenquote mit mehr als 14 Prozent zeitweise auf den h\u00f6chsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg steigen lassen. Seitdem hat sich die Lage zwar stetig verbessert, aber die Fortschritte werden immer geringer.<\/p>\n<p>Wie angeschlagen der Arbeitsmarkt in den Vereinigten Staaten nach wie vor ist, hatte sich am Donnerstag bereits an den neuen Antr\u00e4gen auf Arbeitslosenhilfe gezeigt. Den Daten des Arbeitsministeriums zufolge gab es in der vergangenen Woche 712 000 neue Erstantr\u00e4ge auf staatliche Unterst\u00fctzung. Das war zwar ein R\u00fcckgang um rund 75 000 gegen\u00fcber der vorherigen Woche und deutlich weniger als im Schnitt von Experten erwartet. Doch vor Ausbruch der Pandemie hatten die w\u00f6chentlichen Antr\u00e4ge meist lediglich bei ungef\u00e4hr 200 000 gelegen.<\/p>\n<h3>\u00bbAlarmzeichen\u00ab f\u00fcr die Fed<\/h3>\n<p>Insgesamt bezogen in den USA zuletzt etwa 20,2 Millionen Menschen eine Form von Arbeitslosenhilfe. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es lediglich 1,6 Millionen gewesen. Der starke R\u00fcckgang der Arbeitslosenquote sollte zudem nicht \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Hier warnt etwa der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, vor \u00bberheblichen Verzerrungen\u00ab. Die Statistik stelle die Lage zu rosig dar, da viele Personen sich entmutigt vom Arbeitsmarkt verabschiedet h\u00e4tten, aber nicht in den Zahlen ber\u00fccksichtigt w\u00fcrden. Auch die US-Notenbank Fed geht davon aus, dass die wahre Arbeitslosenquote viel h\u00f6her ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Fed sei die j\u00fcngste Entwicklung am Arbeitsmarkt ein \u00bbAlarmzeichen\u00ab, meint VP-Bank-\u00d6konom Gitzel. Trotz Leitzinsen an der Nulllinie und einer auch sonst bereits ultralockeren Geldpolitik m\u00fcsse Notenbankchef Jerome Powell im laufenden Jahr \u00bbwohl noch eine Schippe drauflegen\u00ab. Besonders stark litt die Besch\u00e4ftigung in der weltgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft im November unter Jobverlusten im \u00f6ffentlichen Sektor. So fielen etwa \u2013 wie schon im Vormonat \u2013 zahlreiche Hilfskr\u00e4fte aus der Statistik, die im Sommer vor\u00fcbergehend von den US-Beh\u00f6rden f\u00fcr eine Volksz\u00e4hlung eingestellt worden waren.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Joe Biden am 1. 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