{"id":4233,"date":"2020-12-02T02:07:12","date_gmt":"2020-12-01T23:07:12","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-intensivbetten-in-deutschland-fullen-sich-zunehmend\/"},"modified":"2020-12-02T02:07:12","modified_gmt":"2020-12-01T23:07:12","slug":"coronavirus-intensivbetten-in-deutschland-fullen-sich-zunehmend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-intensivbetten-in-deutschland-fullen-sich-zunehmend\/","title":{"rendered":"Coronavirus: Intensivbetten in Deutschland f\u00fcllen sich zunehmend"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/fb046196-9135-4484-8bcd-388b95ff2e64_w948_r1.77_fpx44.47_fpy50.jpg\" title=\"Covid-Station in Leipzig: In Sachsen wird es zunehmend voll auf den Intensivstationen\" alt=\"Covid-Station in Leipzig: In Sachsen wird es zunehmend voll auf den Intensivstationen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Covid-Station in Leipzig: In Sachsen wird es zunehmend voll auf den Intensivstationen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Waltraud Grubitzsch \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>In manchen Regionen und St\u00e4dten, wie etwa Berlin oder Sachsen, machen die Covid-Patienten inzwischen fast ein Viertel aller Intensivpatienten aus. In anderen Gro\u00dfst\u00e4dten und im S\u00fcdosten der Bundesrepublik sind es mehr als 16 Prozent, das geht aus dem sogenannten Divi-Register hervor. \u00bbF\u00fcr eine einzelne Krankheit ist das ganz sch\u00f6n viel\u00ab, sagt der K\u00f6lner Intenisvmediziner Christian Karagiannidis dem SPIEGEL. \u00bbAber wir scheinen in einen \u203aSteady State\u2039 zu kommen, in dem die Belastung zwar andauernd hoch ist, aber nicht mehr wird.\u00ab<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Wochen sei davon auszugehen, dass die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten, die t\u00e4glich auf die Intensivstation kommen, in etwa gleich bleibe. \u00bbDas k\u00f6nnen wir zwar derzeit gut bew\u00e4ltigen\u00ab, sagt Karagiannidis, der auch Pr\u00e4sident der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin ist. \u00bbEs kommt aber darauf an, wie lange noch.\u00ab Denn die dauerhafte Belastung f\u00fcr das Personal sei hoch. \u00bbWenn der physische und psychische Stress \u00fcber Wochen so weitergeht, ist das medizinische Personal irgendwann ausgebrannt, und wir haben nach der zweiten Welle noch weniger Mitarbeiter auf den Intensivstationen.\u00ab<\/p>\n<p>Zu den Covid-Patienten k\u00e4men noch die Patienten ohne Covid-19 hinzu, die auch auf der Intensivstation behandelt werden m\u00fcssten. \u00bbVor allem jetzt in der kalten Jahreszeit\u00ab, sagt Karagiannidis. \u00bbWenngleich wir vermuten, dass der Lockdown Light auch andere Erk\u00e4ltungskrankheiten mindert und die Leute allgemein vorsichtiger werden.\u00ab<\/p>\n<p>Um die Kapazit\u00e4ten in Deutschland m\u00f6glichst gut auszunutzen, schl\u00e4gt Karagiannidis vor, Covid-Patienten auf freie Intensivbetten in der ganzen Bundesrepublik zu verteilen. \u00bbWir brauchen ein bundesweites Koordinierungs- und Transportkonzept, damit wir die Kapazit\u00e4ten optimal ausnutzen k\u00f6nnen.\u00ab<\/p>\n<h3>Wie ist die Situation in ganz Deutschland?<\/h3>\n<p>Das Divi-Intensivregister gibt an, wo in Deutschland aktuell wie viele Intensivbetten belegt sind \u2013 und wie viele davon mit Covid-Patientinnen und -Patienten. Rund 1300 Kliniken melden ihre Auslastung regelm\u00e4\u00dfig an die Divi. Sind alle Betten belegt, zeigt das Register f\u00fcr das Krankenhaus Rot an. Sind die Kapazit\u00e4ten fast erreicht, Gelb. Wo ausreichend Betten frei sind, zeigt es Gr\u00fcn. Aus der Divi-\u00dcbersicht geht hervor, dass am Dienstag insgesamt noch 5468 der rund 22.150 Intensivbetten in Deutschland frei waren \u2013 445 weniger als am Vortag.<\/p>\n<p>Deutschlandweit liegen derzeit knapp 4000 Covid-19-Patienten in Krankenh\u00e4usern, rund 60 Prozent von ihnen m\u00fcssen invasiv beatmet werden. Ausgelastet sind die Intensivstationen in deutschen Kliniken damit zwar noch nicht. Allerdings bleiben Covid-Patienten oft mehrere Wochen auf der Intensivstation. Das hei\u00dft: Diese Betten werden nicht so schnell wieder frei. Gleichzeitig kommen t\u00e4glich neue Covid-Patienten hinzu.<\/p>\n<p>F\u00fcr Engp\u00e4sse sind die Krankenh\u00e4user dazu angehalten, Notfallkapazit\u00e4ten bereitzuhalten, die sie innerhalb von sieben Tagen freimachen k\u00f6nnen. Damit kommen bundesweit noch einmal rund 12.000 Intensivbetten dazu. Jedoch w\u00fcrde das erfordern, dass andere Behandlungen ausgesetzt oder verschoben werden \u2013 was nicht immer ohne Risiko ist.<\/p>\n<p>Bereits seit Wochen appellieren Intensivmedizinerinnen und -mediziner eindringlich an die Bev\u00f6lkerung, die Schutzma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung des Coronavirus einzuhalten. \u00bbWir sind in einer absoluten Ausnahmesituation, die wir in der Geschichte der Intensivmedizin so noch nie erlebt haben\u00ab, sagte Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr An\u00e4sthesiologie und Intensivmedizin am Montag.<\/p>\n<p>Jede Gruppe, die sich aktuell nicht treffe, trage vielleicht dazu bei, dass ein paar mehr Menschen \u00fcberlebten. Die vereinbarten Lockdown-Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten aus der Sicht von Marx noch sch\u00e4rfer ausfallen m\u00fcssen. Denn die Corona-Pandemie f\u00fchre ihn und seine Kollegen derzeit an die Belastungsgrenze.<\/p>\n<p>Dass auch gut ausgebaute Gesundheitssysteme an ihre Grenzen sto\u00dfen k\u00f6nnen, zeigt sich in der Schweiz, wo die Infektionszahlen zuletzt drastisch stiegen: Rund 500 der insgesamt 876 zertifizierten Intensivbetten sind dort mit Covid-Patienten belegt. Die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Intensivmedizin schlug daraufhin Alarm.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Covid-Station in Leipzig: In Sachsen wird es zunehmend voll auf den Intensivstationen Foto:\u2002Waltraud Grubitzsch \/ dpa In manchen Regionen und St\u00e4dten, wie etwa Berlin oder Sachsen, machen die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4234,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4233","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4233"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4233\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}