{"id":410,"date":"2020-06-11T14:26:37","date_gmt":"2020-06-11T11:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-krise-analysten-erwarten-hohe-verluste-in-der-autoindustrie\/"},"modified":"2020-06-11T14:26:37","modified_gmt":"2020-06-11T11:26:37","slug":"corona-krise-analysten-erwarten-hohe-verluste-in-der-autoindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-krise-analysten-erwarten-hohe-verluste-in-der-autoindustrie\/","title":{"rendered":"Corona-Krise: Analysten erwarten hohe Verluste in der Autoindustrie"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/d0a17336-0001-0004-0000-000001506166_w948_r1.77_fpx33.34_fpy50.jpg\" title=\"Produktion im VW-Werk Wolfsburg: Immerhin mit dickem Liquidit\u00e4tspolster ausgestattet\" alt=\"Produktion im VW-Werk Wolfsburg: Immerhin mit dickem Liquidit\u00e4tspolster ausgestattet\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Produktion im VW-Werk Wolfsburg: Immerhin mit dickem Liquidit\u00e4tspolster ausgestattet<\/p>\n<p> Swen Pf\u00f6rtner\/dpa <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Folgen der Corona-Pandemie wird die Bilanzen der weltgr\u00f6\u00dften Autokonzerne im zweiten Quartal erheblich belasten. Die Branchenexperten des Beratungsunternehmens EY gehen in einer aktuellen Analyse davon aus, dass die Mehrzahl der gro\u00dfen Hersteller im Juli Verluste pr\u00e4sentieren muss. &quot;Gerade Unternehmen, die vor allem auf dem europ\u00e4ischen Markt engagiert sind, wird es im zweiten Quartal hart treffen, denn hier war der Absturz besonders massiv&quot;, sagte EY-Experte Constantin M. Gall.<\/p>\n<p>Schon in den ersten drei Monaten des Jahres hat die Krise das Gesch\u00e4ft der Konzerne stark beeintr\u00e4chtigt. Zusammengenommen verbuchten die gr\u00f6\u00dften Hersteller im operativen Gesch\u00e4ft nur noch rund 7,5 Milliarden Euro Gewinn, wie EY in seiner regelm\u00e4\u00dfigen Branchenanalyse berechnet hat. Das ist ein Einbruch um mehr als die H\u00e4lfte im Vergleich zum ersten Quartal 2019 und der niedrigste Stand seit 2009, als die Finanzmarktkrise f\u00fcr eine Rezession sorgte. Die Verkaufszahlen gingen im ersten Quartal dieses Jahres um 21 Prozent zur\u00fcck, der Umsatz immerhin nur um neun Prozent.<\/p>\n<p>Der profitabelste Autokonzern der Welt kam demnach im ersten Quartalmit BMW aus Deutschland. Die Marge des bayerischen Autobauers lag bei 5,9 Prozent, gefolgt von den japanischen Herstellern Toyota und Suzuki mit Margen von 5,4 beziehungsweise 5,2 Prozent. Vier Unternehmen schafften demnach sogar ein Gewinnwachstum: Tesla, BMW, Hyundai und General Motors.<\/p>\n<p>Dagegen hatten vier Konzerne aus den Reihen der 17 gr\u00f6\u00dften Autokonzerne der Welt der Auflistung zufolge schon im ersten Quartal einen Verlust im operativen Gesch\u00e4ft vermeldet. Peugeot und Renault fehlen in der Aufstellung, da sie keine entsprechenden Zahlen vorgelegt hatten.<\/p>\n<h3>&quot;Diese Krise werden nicht alle Autohersteller \u00fcberleben&quot;<\/h3>\n<p>&quot;Im ersten Quartal haben wir nur die anf\u00e4nglichen Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie gesehen. Das zweite Quartal wird noch sehr viel schlechter ausfallen&quot;, warnte Gall.<\/p>\n<p>Die Krise verst\u00e4rke nun einen Abw\u00e4rtstrend, der sich schon l\u00e4nger abgezeichnet habe, stellen die Analysten fest. Hohe Investitionen in Elektrifizierung und Digitalisierung, Handelsstreitigkeiten und eine schwache Konjunkturentwicklung h\u00e4tten die Margen unter Druck gebracht. Nun stehe eine lange Durststrecke bevor, Investitionen m\u00fcssten auf den Pr\u00fcfstand, \u00dcberkapazit\u00e4ten abgebaut werden. &quot;Und die Konsolidierung beschleunigt sich &#8211; diese Krise werden nicht alle Autohersteller \u00fcberleben&quot;, sagte Gall. Hoffnung mache immerhin die schnelle Erholung in China, von der vor allem die deutschen Autobauer profitieren d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich stieg im Mai der Absatz auf dem weltgr\u00f6\u00dften Pkw-Markt verglichen mit dem Vorjahresmonat um 14,5 Prozent auf knapp 2,2 Millionen Fahrzeuge, wie aus Daten des chinesischen Herstellerverbandes CAAM hervorgeht. Die Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen der chinesischen Regierung und das gestiegene Verbrauchervertrauen h\u00e4tten daf\u00fcr gesorgt, dass wieder mehr Autos gekauft w\u00fcrden, sagte ein Verbandsvertreter. Im April hatten die Autoverk\u00e4ufe bereits um 4,4 Prozent zugelegt, nachdem sie im M\u00e4rz noch um 43 Prozent eingebrochen waren. Im Februar war der R\u00fcckgang mit minus 80 Prozent besonders hoch, weil damals das \u00f6ffentliche Leben in China wegen der Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung Pandemie praktisch stillstand.<\/p>\n<p>Trotz der Erholung d\u00fcrften die Hersteller auch in China den Absatzeinbruch aus den ersten Monaten bis zum Jahresende nicht mehr ganz aufholen k\u00f6nnen. Ihr Verband rechnet f\u00fcr das Gesamtjahr nun mit einem Verkaufsr\u00fcckgang um 15 Prozent.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Produktion im VW-Werk Wolfsburg: Immerhin mit dickem Liquidit\u00e4tspolster ausgestattet Swen Pf\u00f6rtner\/dpa Die Folgen der Corona-Pandemie wird die Bilanzen der weltgr\u00f6\u00dften Autokonzerne im zweiten Quartal erheblich belasten. 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