{"id":403,"date":"2020-06-11T07:08:58","date_gmt":"2020-06-11T04:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/amazon-verbietet-us-polizei-vorerst-nutzung-von-gesichtserkennungssoftware\/"},"modified":"2020-06-11T07:08:58","modified_gmt":"2020-06-11T04:08:58","slug":"amazon-verbietet-us-polizei-vorerst-nutzung-von-gesichtserkennungssoftware","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/amazon-verbietet-us-polizei-vorerst-nutzung-von-gesichtserkennungssoftware\/","title":{"rendered":"Amazon verbietet US-Polizei vorerst Nutzung von Gesichtserkennungssoftware"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/b5a7da64-0001-0004-0000-000001371834_w948_r1.77_fpx55.82_fpy48.99.jpg\" title=\"Gesichtserkennung (Symbolbild): Mehr Fehler bei Gesichtern mit einer anderen Hautfarbe als wei\u00df\" alt=\"Gesichtserkennung (Symbolbild): Mehr Fehler bei Gesichtern mit einer anderen Hautfarbe als wei\u00df\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Gesichtserkennung (Symbolbild): Mehr Fehler bei Gesichtern mit einer anderen Hautfarbe als wei\u00df<\/p>\n<p> John M Lund Photography Inc\/ Getty Images <\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Probleme waren seit l\u00e4ngerem bekannt, doch scheinbar brauchte es erst die Ersch\u00fctterung durch den Fall George Floyd, um bei Amazon ein Umdenken beim Umgang mit Gesichtserkennungssoftwareauszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Der Konzern hat nun erkl\u00e4rt, dass er sein Programm ein Jahr lang nicht der Polizei zur Verf\u00fcgung stellen wird. Der Konzern hoffe, dass der US-Kongress sich in dieser Zeit auf einen regulierenden Rechtsrahmen f\u00fcr die Technologie einigen k\u00f6nne, erkl\u00e4rte Amazon in der Nacht zum Donnerstag. Man werde die Software mit dem Namen Rekognition aber weiterhin zum Beispiel f\u00fcr Organisationen verf\u00fcgbar machen, die nach vermissten Kindern suchen, die Opfer von Menschenh\u00e4ndlern geworden sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Erst Anfang der Woche hatte IBM angek\u00fcndigt, sich aus dem Gesch\u00e4ft mit Gesichtserkennungssoftware komplett zur\u00fcckzuziehen. Der Computer-Konzern erkl\u00e4rte, er wolle nicht zulassen, dass Technologie f\u00fcr Massen\u00fcberwachung, rassistische Diskriminierung oder Menschenrechtsverletzungen verwendet wird, hie\u00df es in einem Brief an US-Abgeordnete.<\/p>\n<h3>Amazon-Chef sprach sich bereits f\u00fcr Regulierung der Software aus<\/h3>\n<p>Amazon habe sich f\u00fcr st\u00e4rkere Regulierung seitens der Regierung f\u00fcr eine ethische Nutzung von Gesichtserkennungs-Technologien eingesetzt, hie\u00df es von dem Online-H\u00e4ndler. Die Rekognition-Software wird bei Amazons Cloud-Tochter AWS entwickelt.<\/p>\n<p>Amazon hatte Rekognition im Jahr 2018 vor allem als technisches Wunderwerk dargestellt. Zu den einfacheren Funktionen der Software z\u00e4hlt, dass sie Personen und Objekte in Fotos und Videos erkennt. Sie kann aber auch einzelne Personen in einer Gruppe von Menschen verfolgen und soll sogar Stimmungen anhand einer Gesichtsanalyse bestimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bisher verteidigte Amazon den Einsatz bei der Polizei, auch nachdem Forscher nach einer Testreihe kritisiert hatten, dass das Programm mehr Fehler bei Gesichtern mit einer anderen Hautfarbe als wei\u00df mache. Amazon-Chef Jeff Bezos hatte sich bereits im Herbst f\u00fcr eine Regulierung der Technologie ausgesprochen.<\/p>\n<h3>Manche St\u00e4dte verbieten den Einsatz der umstrittenen Programme<\/h3>\n<p>Microsoft fordert das schon seit 2018 &#8211; und ist zugleich auch ein relevanter Lieferant von Gesichtserkennungs-Software. Die amerikanischen Polizeibeh\u00f6rden haben aber auch andere Alternativen. So sorgte Anfang des Jahres die Firma Clearview f\u00fcr Aufsehen, die einfach eine Datenbank aus Millionen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Fotos von Online-Diensten zusammentrug und unter anderem Polizeibeh\u00f6rden darauf zugreifen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Google scheut unterdessen schon seit Jahren davor zur\u00fcck, Technologie f\u00fcr Gesichtserkennung anzubieten oder \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen. Einige US-St\u00e4dte wie etwa San Francisco untersagten den Einsatz von Gesichtserkennung.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Gesichtserkennung (Symbolbild): Mehr Fehler bei Gesichtern mit einer anderen Hautfarbe als wei\u00df John M Lund Photography Inc\/ Getty Images Die Probleme waren seit l\u00e4ngerem bekannt, doch scheinbar brauchte es erst die Ersch\u00fctterung durch den Fall George Floyd, um bei Amazon ein Umdenken beim Umgang mit Gesichtserkennungssoftwareauszul\u00f6sen. 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