{"id":402,"date":"2020-06-11T06:05:42","date_gmt":"2020-06-11T03:05:42","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-plant-ersten-wahlkampfauftritt-datum-und-ort-sind-heikel\/"},"modified":"2020-06-11T06:05:42","modified_gmt":"2020-06-11T03:05:42","slug":"donald-trump-plant-ersten-wahlkampfauftritt-datum-und-ort-sind-heikel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-plant-ersten-wahlkampfauftritt-datum-und-ort-sind-heikel\/","title":{"rendered":"Donald Trump plant ersten Wahlkampfauftritt \u2013 Datum und Ort sind heikel"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/14e3191e-3132-4559-9847-b2b5b8ea2297_w948_r1.77_fpx57.33_fpy50.jpg\" title=\"Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt (im Januar 2020): &quot;laut und ungest\u00fcm und gro\u00df&quot;\" alt=\"Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt (im Januar 2020): &quot;laut und ungest\u00fcm und gro\u00df&quot;\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt (im Januar 2020): &quot;laut und ungest\u00fcm und gro\u00df&quot;<\/p>\n<p> Joshua LOTT\/ AFP <\/figcaption><\/figure>\n<p>Erstmals seit mehr als drei Monaten will US-Pr\u00e4sident Donald Trump voraussichtlich am Freitag kommender Woche wieder eine Wahlkampfveranstaltung abhalten &#8211; trotz der andauernden Corona-Pandemie.<\/p>\n<p>Trump k\u00fcndigte am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Treffen mit Unterst\u00fctzern aus der afroamerikanischen Gemeinschaft im Wei\u00dfen Haus an, die erste Kundgebung werde es voraussichtlich am Freitagabend in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma geben. Weitere Veranstaltungen seien in Florida, Texas und Arizona geplant. Die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte mit Blick auf die Pandemie, man werde f\u00fcr die Sicherheit der Teilnehmer sorgen.<\/p>\n<p>Der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, sagte dem Sender Fox News am Mittwoch, die geplanten Kundgebungen des Republikaners Trump w\u00fcrden &quot;laut und ungest\u00fcm und gro\u00df&quot; werden &#8211; anders als die Veranstaltungen des designierten Herausforderers der Demokraten, Ex-Vizepr\u00e4sident Joe Biden.<\/p>\n<p>Murtaugh wies Kritik an Wahlkampfveranstaltungen des Pr\u00e4sidenten w\u00e4hrend der Pandemie zur\u00fcck. Er sagte, Trump-kritische Medien h\u00e4tten sich auch nicht daran gest\u00f6rt, dass bei den Protesten infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd Corona-Schutzma\u00dfnahmen ignoriert worden seien. Trump bewirbt sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit.<\/p>\n<p>Am Termin der geplanten Wahlkampf-Show, dem 19. Juni, wird in den USA dem Ende der Sklaverei gedacht. Trump hatte sich unter anderem im Jahr 2017 an diesem Tag zu dem Thema ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<h3>Der Ort des Auftritts weckt dunkle Erinnerungen<\/h3>\n<p>Neben dem Datum wirft auch der geplante Ort der Veranstaltung Fragen auf. Die Stadt Tulsa hat eine d\u00fcstere Vergangenheit mit Blick auf Verbrechen gegen Afroamerikaner. Im Jahr 1921 hatte dort ein wei\u00dfer Mob das Schwarzenviertel Greenwood in nur einer Nacht niedergebrannt und 300 Menschen ermordet. Ausgerechnet dort will Trump nun &#8211; ein Jahr vor dem 100. Jahrestag der brutalen Verbrechen \u2013 auftreten, w\u00e4hrend die Floyd-Proteste das Land ersch\u00fcttern.<\/p>\n<p>Bei seiner Strategie zur Wiederwahl spielen die Veranstaltungen vor vielen Zuschauern eine wichtige Rolle. Der Pr\u00e4sident setzt auf die Bildersprache und Dynamik, die von den straff choreographierten Auftritten ausgeht. Seine letzte Wahlkampfveranstaltung hatte er am 2. M\u00e4rz in Charlotte in North Carolina abgehalten.<\/p>\n<p>Danach hatte die Coronakrise Kundgebungen unm\u00f6glich gemacht. Allerdings hatten auch die Virus-Briefings im Wei\u00dfen Haus immer wieder einen werbenden Charakter gehabt. Teils hatte Trump dabei bis zu zwei Stunden lang die angeblichen Erfolge der eigenen Administration gelobt.<\/p>\n<p>Nun soll es also vor Live-Publikum weitergehen. Dabei ist die Pandemie in den USA noch l\u00e4ngst nicht \u00fcberwunden. Im Gegenteil: In einigen US-Bundesstaaten gibt es neue Ausbr\u00fcche mit teilweise stark ansteigender Anzahl von Infektionen.<\/p>\n<h3>Im Westen und S\u00fcden steigen die Fallzahlen derzeit bedenklich<\/h3>\n<p>Die Johns-Hopkins-Universit\u00e4t in Baltimore berichtete von einer deutlichen Tendenz einer Reihe von Bundesstaaten &#8211; darunter unter anderem Kalifornien, Arizona, Utah, Arkansas, South Carolina und Nevada im S\u00fcden des Landes. In einstigen Brennpunkten wie New York und seinen Nachbarregionen gehen die Zahlen aber weiterhin zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der wichtige Trump-Berater Anthony Fauci hatte am Mittwoch vor einer zu raschen R\u00fcckkehr zu einer vermeintlichen Normalit\u00e4t gewarnt. Das Coronavirus bezeichnete er als &quot;meinen schlimmsten Alptraum&quot;, die Krise sei &quot;noch lange nicht ausgestanden&quot;. Trotz dieser und \u00e4hnlicher Warnungen treibt Pr\u00e4sident Trump eine \u00d6ffnung des Landes voran. Er will vor allem die US-Wirtschaft schnellstm\u00f6glich wieder in Fahrt bringen. Wie bei der Wiederaufnahme seiner \u00f6ffentlichen Veranstaltungen hat er dabei den Wahltermin am 3. November im Blick.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt (im Januar 2020): &quot;laut und ungest\u00fcm und gro\u00df&quot; Joshua LOTT\/ AFP Erstmals seit mehr als drei Monaten will US-Pr\u00e4sident Donald Trump voraussichtlich am Freitag kommender Woche wieder eine Wahlkampfveranstaltung abhalten &#8211; trotz der andauernden Corona-Pandemie. 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