{"id":4003,"date":"2020-11-21T18:39:06","date_gmt":"2020-11-21T15:39:06","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/virtueller-g20-gipfel-gestartet-trump-twittert-lieber-uber-etwas-anderes\/"},"modified":"2020-11-21T18:39:06","modified_gmt":"2020-11-21T15:39:06","slug":"virtueller-g20-gipfel-gestartet-trump-twittert-lieber-uber-etwas-anderes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/virtueller-g20-gipfel-gestartet-trump-twittert-lieber-uber-etwas-anderes\/","title":{"rendered":"Virtueller G20-Gipfel gestartet: Trump twittert lieber \u00fcber etwas anderes"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/86a112a5-64b2-4d01-a20c-c68b1d81706f_w948_r1.77_fpx69.89_fpy54.95.jpg\" title=\"Er\u00f6ffnung des G20-Treffens: pandemiebedingter Online-Gipfel\" alt=\"Er\u00f6ffnung des G20-Treffens: pandemiebedingter Online-Gipfel\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Er\u00f6ffnung des G20-Treffens: pandemiebedingter Online-Gipfel<\/p>\n<p>  Foto:\u2002FAYEZ NURELDINE \/ AFP  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Es d\u00fcrfte der letzte gro\u00dfe internationale Auftritt von US-Pr\u00e4sident Donald Trump sein. Doch zum Auftakt des am Samstag gestarteten G20-Gipfels schien er mindestens abgelenkt zu sein: Auf Twitter meldete er sich in der ersten Stunde mit mehreren Nachrichten zum angeblichen Wahlbetrug in den USA und mit Neuigkeiten zum Gesundheitszustand seines Sohnes Donald Trump Junior zu Wort, der sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert hat.<\/p>\n<p>Gastgeber Saudi-Arabien hatte da gerade gemeinsame Anstrengungen der f\u00fchrenden Industrie- und Schwellenl\u00e4nder bei der Bew\u00e4ltigung der Corona-Pandemie angemahnt. \u00bbWir haben eine Pflicht, uns der Herausforderung bei diesem Gipfel gemeinsam zu stellen und eine starke Botschaft der Hoffnung zu geben\u00ab, sagte Saudi-Arabiens K\u00f6nig Salman in einer Videoschalte am Samstag.<\/p>\n<p>Bei dem zweit\u00e4gigen Gipfel wird es vor allem um den weiteren Kampf gegen die Pandemie, die Impfstoffverteilung und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gehen. F\u00fcr Deutschland nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel an dem virtuellen Treffen teil.<\/p>\n<h3>Uno mahnt weltweit faire Verteilung des Impfstoffs an<\/h3>\n<p>Die EU, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie Norwegen und S\u00fcdafrika hatten die Gipfelteilnehmer vorab in einem Brief aufgefordert, mehr Geld f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Pandemie zur Verf\u00fcgung zu stellen. Bei einer entsprechenden WHO-Initiative klaffe eine Finanzierungsl\u00fccke von 4,5 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Experten bef\u00fcrchten, dass reiche L\u00e4nder sich Impfdosen sichern und Entwicklungsl\u00e4nder das Nachsehen haben. Uno-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres mahnte am Freitag erneut, Corona-Impfstoffe m\u00fcssten \u00bballe erreichen\u00ab. Zur fairen Verteilung eines Impfstoffs wies Guterres auf die Bedeutung der internationalen Covax-Initiative hin, der sich bereits mehr als 150 L\u00e4nder angeschlossen haben \u2013 darunter auch China, nicht aber die USA. Deutschland hat 100 Millionen Euro zu dem Programm beigesteuert. Aus der deutschen Delegation verlautete aber, dass es auf dem G20-Gipfel keine weiteren finanziellen Zusagen geben werde.<\/p>\n<p>An den zweit\u00e4gigen Beratungen nehmen neben Merkel auch der chinesische Staatschef Xi Jinping, Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin und Donald Trump teil. Dem abgew\u00e4hlten, aber noch bis zum 20. Januar amtierenden US-Pr\u00e4sidenten kommt eine Schl\u00fcsselrolle zu. Er gilt nicht nur bei der Eind\u00e4mmung der Pandemie, sondern auch beim zweiten Topthema des Gipfels, dem Kampf gegen die globale Erderw\u00e4rmung, als Bremser.<\/p>\n<p>Nach dem Wahlsieg von Joe Biden ist allerdings zu erwarten, dass die USA sich wieder verst\u00e4rkt beim Klimaschutz engagieren werden. Nach dem Beispiel der EU plant die H\u00e4lfte der G20-Mitglieder im Jahr 2050 klimaneutral oder zumindest CO2-neutral zu sein.<\/p>\n<h3>Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen<\/h3>\n<p>Eigentlich sollte der Gipfel ein Gro\u00dfereignis mit Tausenden G\u00e4sten in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad werden. Es w\u00e4re das erste Spitzentreffen der G20 in der arabischen Welt gewesen. Die Corona-Pandemie machte dem K\u00f6nigshaus jedoch einen Strich durch die Rechnung. Jetzt konferieren die Staats- und Regierungschefs insgesamt nur etwa sechs Stunden per Video. Die sonst so wichtigen Gespr\u00e4che unter vier Augen oder in kleinem Kreis fallen weg.<\/p>\n<p>Am Rande des Gipfels kritisierte die Organisation Reporter ohne Grenzen, Gastgeber Saudi-Arabien sei einer der \u00bberfolgreichsten Kerkermeister f\u00fcr Journalisten\u00ab weltweit. Das K\u00f6nigreich schr\u00e4nke die Pressefreiheit so stark ein wie kaum ein anderes Land. 34 Journalisten s\u00e4\u00dfen wegen ihrer Arbeit dort derzeit im Gef\u00e4ngnis. Die franz\u00f6sische Organisation verwies auch auf den brutalen Mord am regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018.<\/p>\n<p>Saudi-Arabien steht wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der Kritik. Bundestagsabgeordnete mehrerer Fraktionen hatten Merkel vor dem Gipfel aufgefordert, bei der Videokonferenz die Menschenrechtslage in dem Golf-Staat zu thematisieren.<\/p>\n<p>Gemeinsam repr\u00e4sentieren die Mitglieder der G20 mehr als 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und zwei Drittel der Weltbev\u00f6lkerung. Zur G20 geh\u00f6ren Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, S\u00fcdafrika, S\u00fcdkorea, die T\u00fcrkei, die USA sowie die EU.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Er\u00f6ffnung des G20-Treffens: pandemiebedingter Online-Gipfel Foto:\u2002FAYEZ NURELDINE \/ AFP Es d\u00fcrfte der letzte gro\u00dfe internationale Auftritt von US-Pr\u00e4sident Donald Trump sein. 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