{"id":3985,"date":"2020-11-20T21:46:26","date_gmt":"2020-11-20T18:46:26","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-corona-impfstoff-grunen-parteitag-wirecard\/"},"modified":"2020-11-20T21:46:26","modified_gmt":"2020-11-20T18:46:26","slug":"news-des-tages-corona-impfstoff-grunen-parteitag-wirecard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/news-des-tages-corona-impfstoff-grunen-parteitag-wirecard\/","title":{"rendered":"News des Tages: Corona-Impfstoff, Gr\u00fcnen-Parteitag, Wirecard"},"content":{"rendered":"<h3><strong>1. <\/strong>Vorbereitschaft<\/h3>\n<p class=\"caps\"><strong>\u00bbWir sind bereit.\u00ab <\/strong>Als die <strong>SPD<\/strong> mit Gerhard Schr\u00f6der in den Wahlkampf zog, war Instagram noch nicht erfunden. Die Partei lie\u00df die drei Worte nebst Konterfei des Kandidaten auf Plakate drucken, auf Brosch\u00fcren und, ganz modern, auf Telefonkarten. (F\u00fcr die J\u00fcngeren: Mit Telefonkarten konnte man in Telefonzellen bezahlen. In Telefonzellen konnte man&#8230; ach egal. Zum iPhone-Test geht&#039;s hier entlang.)<\/p>\n<p><strong>\u00bbWir sind bereit.\u00ab<\/strong> Mit den Worten werben jetzt die <strong>Gr\u00fcnen<\/strong> in Instagram-Videos von <strong>Annalena Baerbock <\/strong>und <strong>Robert Habeck<\/strong>. Bei ihrem <strong>Onlineparteitag<\/strong> wollen sich die Gr\u00fcnen heute und am Wochenende als neue Kraft f\u00fcr eine neue Zeit pr\u00e4sentieren. Die Bundestagswahl und sechs Landtagswahlen stehen 2021 an, darunter Baden-W\u00fcrttemberg, wo bislang der erste und einzige gr\u00fcne Ministerpr\u00e4sident regiert.<\/p>\n<p><strong>Wie bereit ist die Partei wirklich, dem pragmatischen F\u00fchrungsduo zu folgen?<\/strong> Ein neues <strong>Grundsatzprogramm<\/strong> soll her, es muss genug Ideale f\u00fcr friedensbewegte Traditionalisten enthalten und genug Pragmatismus f\u00fcr k\u00fcnftige Koalitionen erlauben, idealerweise im Bund. Es darf Genskeptiker wie Hom\u00f6opathen nicht abschrecken und soll \u00bbFridays for Future\u00ab-Aktivisten wie Klimaforscher \u00fcberzeugen. \u00bbBisher kam der Pro-Regierungs-Kurs von Habeck und Baerbock gut an\u00ab, sagt meine Kollegin Valerie H\u00f6hne. \u00bbMal sehen, ob sie auch die strittigen Abstimmungen gewinnen \u2013 diese Ergebnisse werden das Stimmungsbarometer sein.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Und wie bereit sind die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler<\/strong>, die Partei in eine k\u00fcnftige Regierung zu w\u00e4hlen? In Umfragen liegen sie hinter der Union, aber vor der SPD. Schafft es eine Gr\u00fcne oder ein Gr\u00fcner vielleicht trotzdem ins Kanzleramt? Immerhin haben es Gerhard Schr\u00f6der und seine Frau zu Instagram geschafft.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Valeries ganze Analyse lesen Sie hier: Zu allem bereit<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Und hier lesen Sie, wie sich Union, SPD und Linke f\u00fcr einen harten Konkurrenzkampf r\u00fcsten: Alle gegen die Gr\u00fcnen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>(Sie m\u00f6chten die \u00bbLage am Abend\u00ab per Mail bequem in Ihren Posteingang bekommen? <\/em><\/strong><strong><em>Hier bestellen Sie das t\u00e4gliche Briefing als Newsletter.<\/em><\/strong><strong><em>)<\/em><\/strong><\/p>\n<h3><strong>2. <\/strong>Corona zwischen Lego und \u00bbCandy Crush\u00ab<\/h3>\n<p>Der <strong>Corona-Impfstoff<\/strong> der Mainzer Firma <strong>Biontech<\/strong> und des US-Unternehmens Pfizer d\u00fcrfte tats\u00e4chlich in wenigen Wochen verf\u00fcgbar sein, vielleicht schon ab Mitte Dezember. Heute haben die Firmen eine Notfallzulassung in den USA beantragt. Das Mittel wird also wohl zuerst US-Amerikaner sch\u00fctzen. Wenn alles gut l\u00e4uft, kann es aber in der zweiten Dezemberh\u00e4lfte auch in Europa eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland sollen bis Jahresende Hunderte Impfzentren entstehen<\/strong>, in denen bis zu 20.000 Menschen pro Tag den ersehnten Piks bekommen k\u00f6nnen. Um die Logistik k\u00fcmmern sich Leute wie Albrecht Broemme, ehemaliger Chef des Technischen Hilfswerks. Er hat im Fr\u00fchjahr in den Berliner Messehallen eine Notfallklinik aus dem Boden gestampft. Nun soll er in der Hauptstadt sechs Impfzentren aufbauen. Das Modell daf\u00fcr hat Broemme aus Lego gebaut, wie er meinem Kollegen Hubert Gude zeigte. (Mehr zu den Vorbereitungen auf die Massenimpfung lesen Sie hier.)<\/p>\n<p>Vorher, voraussichtlich am Mittwoch, entscheiden Kanzlerin und Ministerpr\u00e4sidenten, wie lange der <strong>Shutdown<\/strong> noch dauern soll, ob sie mehr Laxheit wagen k\u00f6nnen oder mehr Strenge verordnen m\u00fcssen. Seit M\u00e4rz ist diese Runde das <strong>Zentrum der Politik gegen die Pandemie in Deutschland<\/strong>. Ein SPIEGEL-Team um meine Kollegen Christoph Hickmann und Dirk Kurbjuweit hat recherchiert, wie es dort zugeht, wie sich die Politiker in dem Kreis verhalten. Wie einer manchmal \u00bbCandy Crush\u00ab spielt, wenn er sich langweilt. Und wie ein anderer manchmal den Ton ausstellt, weil er das alles nicht mehr h\u00f6ren mag. Es sind Einblicke in den wichtigsten Chatroom der Republik.<\/p>\n<p>\u00bbMan stellt sich Politik ja gern als k\u00fchl funktionierende Maschine vor, hochprofessionell, auf Effizienz getrimmt, gerade in diesen Zeiten\u00ab, sagt Christoph. \u00bbUnd man wei\u00df zwar, dass es nicht so ist, weil da Menschen am Tisch sitzen, die auf ihren Vorteil schauen und einfach auch gern recht behalten.\u00ab \u00dcberrascht hat ihn aber, wie sehr diese Runde von <strong>Emotionen<\/strong> und <strong>Befindlichkeiten<\/strong> getrieben ist: \u00bbWie oft die eine genervt und der andere gekr\u00e4nkt ist, wie stark die Gruppendynamik insgesamt an eine Klassenfahrt erinnert.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Angela Merkel und die wilde 16<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>3. <\/strong>Der Wireclan<\/h3>\n<p>Als aufmerksamer SPIEGEL- und Lage-Leser wissen Sie: Der Name <strong>Wirecard<\/strong> steht f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Wirtschaftsskandal der vergangenen Jahrzehnte. Meine Kollegen Tim Bartz und Martin Hesse hatten bereits den wundersamen Aufstieg des Finanzdienstleisters bis in den Deutschen Aktienindex mit Skepsis verfolgt.<\/p>\n<p>Nun haben sie recherchiert, wie weit der <strong>Kreis der Verschw\u00f6rer und Komplizen<\/strong> mutma\u00dflich reicht. Sie sind dabei auf skurrile Details gesto\u00dfen: Viele Millionen Euro verschwanden auf mysteri\u00f6se Weise, ein Topmanager bleibt wie vom Erdboden verschluckt, ein Gesch\u00e4ftspartner der Firma starb \u2013 daf\u00fcr spielen pl\u00f6tzlich S\u00f6ldner und das Treiben in einer M\u00fcnchner Villa eine Rolle. Immer deutlicher wurde f\u00fcr Tim und Martin auch, dass der untergetauchte Jan Marsalek im Zentrum des Betrugs steht. (Die ganze Geschichte lesen Sie hier.)<\/p>\n<p>Schon vor drei Jahren bemerkte eine <strong>Aufsichtsr\u00e4tin<\/strong>, dass bei Wirecard etwas nicht stimmte. Sie schrieb damals einen Brandbrief, der erst jetzt an die \u00d6ffentlichkeit gelangte. \u00bbSie ist die versp\u00e4tete Heldin des Skandals \u2013 und zugleich eine tragische Figur\u00ab, kommentiert Tim. Offensichtlich hatte sie seinerzeit nicht den Mut oder die M\u00f6glichkeit, die Missst\u00e4nde transparent zu machen. \u00bbIhr Schicksal zeigt, was in den deutschen Chefetagen falsch l\u00e4uft.\u00ab<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Den ganzen Kommentar lesen Sie hier: Die versp\u00e4tete Heldin des Wirecard-Skandals<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute sonst noch wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>Weitere Strafzahlung f\u00fcr die AfD \u2013 diesmal \u00fcber 72.000 Euro:<\/strong> Erst gestern erhielt die AfD wegen illegaler Parteienfinanzierung Sanktionsbescheide \u00fcber 500.000 Euro. Nun folgt die n\u00e4chste Strafzahlung. Nach SPIEGEL-Informationen geht es um einen dubiosen Unterst\u00fctzerklub.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>\u00bbAngriff auf das freie Mandat\u00ab:<\/strong> Am Mittwoch hatten AfD-G\u00e4ste im Bundestag Abgeordnete bedr\u00e4ngt und beschimpft. Nun besch\u00e4ftigt sich das Parlament mit den Vorf\u00e4llen. Vertreter der anderen Parteien greifen die Rechtspopulisten scharf an.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Verzweiflung in Tigray:<\/strong> Im Norden \u00c4thiopiens versch\u00e4rfen sich die K\u00e4mpfe, Experten warnen vor einem Zerfall des Riesenlandes. Die Zivilbev\u00f6lkerung leidet immer mehr unter dem Krieg. Und niemand darf den Menschen helfen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Udo Walz gestorben: <\/strong>Er coiffierte Angela Merkel und zahlreiche weitere Prominente. Der Starfriseur ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Das teilte sein Ehemann mit.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Mein Lieblingsvideo heute: Lach- und Sachgeschichten<\/h3>\n<p><strong>Humor, schwierige Sache<\/strong>. Soundeffekte in Videokonferenzen \u2013 alberne Zumutung oder willkommener Stimmungsaufheller? Wie ist es mit vermeintlich lustigen Hintergrundbildern? Ich frage f\u00fcr jemanden, dessen Humorverst\u00e4ndnis vielleicht nicht nur von Tucholsky und Loriot gepr\u00e4gt ist, sondern Spuren von Hallervorden enthalten kann.<\/p>\n<p>Weitgehende Einigkeit d\u00fcrfte herrschen bei der These, dass es nicht schwer ist, \u00fcber <strong>Micky Beisenherz<\/strong> zu lachen. Das w\u00fcrden wohl Freunde wie Feinde \u00fcber den Gag-Autor sagen. Er ist der Mann hinter den feuilletongefeierten Dschungelcamp-Moderationen und f\u00fcr Gags bei Atze Schr\u00f6der und R\u00fcdiger Hoffmann verantwortlich. Au\u00dferdem pr\u00e4sentiert Beisenherz noch diverse TV-Sendungen und Podcasts.<\/p>\n<p>Weitgehende Uneinigkeit herrscht bei der Frage, wie lustig die Corona-Werbespots der Bundesregierung \u00bbbesonderehelden\u00ab sind. Mein Kollege Jonas Leppin hat dar\u00fcber mit Beisenherz in unserem <strong>Videotalk \u00bbDER SPIEGEL fragt\u00ab<\/strong> gesprochen \u2013 und Beisenherz hat geantwortet. \u00bbAu\u00dferdem ging es auch um Cancel Culture und Dieter Nuhr\u00ab, sagt Jonas. Nicht uninteressant, schlie\u00dflich hat Beisenherz mal f\u00fcr Nuhr Gags geschrieben.<\/p>\n<p>Das ganze Video sehen Sie hier: \u00bbDie Briten feiern die Deutschen f\u00fcr ihren Humor \u2013 absurd\u00ab<\/p>\n<h3><strong>Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>F\u00fcr Schwanensee war sie nicht wei\u00df genug:<\/strong> Chlo\u00e9 Lopes Gomes war die erste schwarze Ballerina des Staatsballetts Berlin. N\u00e4chstes Jahr h\u00f6rt sie auf. Jetzt hat sie nichts mehr zu verlieren und macht \u00f6ffentlich, wor\u00fcber sie lange geschwiegen hat.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>So k\u00e4mpft Europa gegen Ungarn und Polen:<\/strong> Mit ihrem Widerstand gegen den EU-Haushalt st\u00fcrzen Viktor Orb\u00e1n und Jaros\u0142aw Kaczy\u0144ski die Union in eine Krise und setzen Angela Merkel unter Druck. Werden die Blockierer von den Corona-Hilfen ausgeschlossen?<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><strong>Was Negativzinsen f\u00fcr Sparer bedeuten:<\/strong> Viele Banken verlangen mittlerweile Geld von ihren Kunden, wenn diese zu viel Guthaben auf ihrem Konto bunkern. Wie kann man das verhindern?<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was heute nicht so wichtig ist<\/h3>\n<ul>\n<li>\n<p><strong>\u00bbThe Crown\u00ab, vielleicht Staffel 11<\/strong>: Die britische <strong>K\u00f6nigin Elisabeth II., 94<\/strong>, und ihr Gemahl <strong>Prinz Philipp, 99<\/strong>, haben an ihrem 73. Hochzeitstag ein Foto von sich bei Instagram ver\u00f6ffentlichen lassen, das zeigen soll, wie sehr sie sich \u00fcber eine Gl\u00fcckwunschkarte freuen, die ihre Urenkel George, 7, und Louis, 2, sowie ihre Urenkelin Charlotte, 5, gebastelt haben.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Tippfehler des Tages<\/strong>, inzwischen korrigiert: \u00bbWer mit 92 Jahren voller Tatendrang von einer Volksverhetzung zur n\u00e4chsten schreitet, wird wohl auch noch r\u00fcstig gen\u00fcg sein, daf\u00fcr Verantwortung zu tragen.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Cartoon des Tages: <\/strong>Drohung&#8230;<\/p>\n<h3>Und am Wochenende?<\/h3>\n<p>K\u00f6nnten Sie, wenn Sie \u00bbThe Crown\u00ab und \u00bbBabylon Berlin\u00ab und all die anderen guten Serien schon durchhaben, eine neue anfangen, n\u00e4mlich den schwedischen Achtteiler<strong> \u00bbLiebe und Anarchie\u00ab<\/strong>. \u00bbEs geht um die Medienwirtschaft der Gegenwart, um Dichtkunst und sexuelle Obsessionen\u00ab, schreibt mein Kollege Wolfgang H\u00f6bel. Die Heldin ist eine ehrgeizige Unternehmensberaterin, die im Haurucktempo einen Traditionsverlag modernisieren und reif f\u00fcr die \u00dcbernahme durch einen weltweit operierenden Streamingkonzern machen soll. \u00bbAls kulturkritischer Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr eine Netflix-Serie schon mal nicht schlecht\u00ab, findet Wolfgang. \u00bbNebenbei ist \u203aLiebe und Anarchie\u2039 ein Lehrst\u00fcck \u00fcber den Kapitalismus, in dem \u2013 das ist originell \u2013 die Schurkenrollen nicht festgelegt sind.\u00ab (Die ganze Rezension lesen Sie hier. Die Serie l\u00e4uft bei Netflix.)<\/p>\n<p>Ihnen ein sch\u00f6nes Wochenende, herzlich<br \/><em>Ihr Oliver Trenkamp<\/em><\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen Sie die \u00bbLage am Abend\u00ab per Mail bestellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Vorbereitschaft \u00bbWir sind bereit.\u00ab Als die SPD mit Gerhard Schr\u00f6der in den Wahlkampf zog, war Instagram noch nicht erfunden. 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