{"id":3819,"date":"2020-11-13T10:29:42","date_gmt":"2020-11-13T07:29:42","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/barack-obama-beschreibt-donald-trump-als-vollig-hemmungslos\/"},"modified":"2020-11-13T10:29:42","modified_gmt":"2020-11-13T07:29:42","slug":"barack-obama-beschreibt-donald-trump-als-vollig-hemmungslos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/barack-obama-beschreibt-donald-trump-als-vollig-hemmungslos\/","title":{"rendered":"Barack Obama beschreibt Donald Trump als &#8220;v\u00f6llig hemmungslos&#8221;"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/43c65e2e-c31c-4217-ab4f-c982ed8ee8d4_w948_r1.77_fpx64.67_fpy45.jpg\" title=\"Obama bei einem Wahlkampfauftritt f\u00fcr Joe Biden am 2. November: Sein Weggef\u00e4hrte hat Trump geschlagen\" alt=\"Obama bei einem Wahlkampfauftritt f\u00fcr Joe Biden am 2. November: Sein Weggef\u00e4hrte hat Trump geschlagen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Obama bei einem Wahlkampfauftritt f\u00fcr Joe Biden am 2. November: Sein Weggef\u00e4hrte hat Trump geschlagen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Brynn Anderson \/ AP  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident Barack Obama rechnet mit seinem Nachfolger Donald Trump ab: In einem Buch wirft er ihm vor, mit L\u00fcgen \u00fcber seinen Geburtsort die Sicherheit seiner Familie aufs Spiel gesetzt zu haben. Zudem wirft Obama der Republikanischen Partei vor, sich zu Komplizen von Donald Trump und dessen L\u00fcgen gemacht zu haben.<\/p>\n<p>Im ersten Band seiner Memoiren mit dem Titel &quot;Ein verhei\u00dfenes Land&quot; beschreibt der erste schwarze US-Pr\u00e4sident, wie Trump seit dem Jahr 2011 die Verschw\u00f6rungstheorie verbreitete, Obama sei gar nicht in den USA geboren und deshalb gar nicht berechtigt, US-Pr\u00e4sident zu sein. Der SPIEGEL ver\u00f6ffentlicht Ausz\u00fcge aus dem Buch, das am Dienstag erscheint, in seiner kommenden Ausgabe. &quot;Anfangs beachtete ich diesen Unfug gar nicht&quot;, schreibt Obama darin. Aber er habe schnell feststellen m\u00fcssen, wie sich Trumps L\u00fcge nicht nur in den Medien verbreitete, sondern auch in der Republikanischen Partei Widerhall fand. Wer an die L\u00fcge glaubte, war &quot;Birther&quot; (von engl. &quot;birth&quot; = Geburt).<\/p>\n<p>Obama schildert, es habe eine &quot;emotionale, beinahe instinktive Reaktion&quot; auf seine Pr\u00e4sidentschaft gegeben, die &quot;nichts mit politischen oder ideologischen Gegens\u00e4tzen zu tun&quot; gehabt habe. &quot;Es war, als h\u00e4tte meine Gegenwart im Wei\u00dfen Haus eine tief verwurzelte Angst geweckt, als glaubten meine Gegner, die nat\u00fcrliche Ordnung der Dinge l\u00f6se sich auf.&quot; Das habe auch Donald Trump begriffen: &quot;Er versprach Millionen Amerikanern, die wegen eines Schwarzen Manns im Wei\u00dfen Haus verschreckt waren, ein Elixier zur Behandlung ihrer ethnischen \u00c4ngste.&quot;<\/p>\n<h3>Direkte Linie von Trump zu den Republikanern<\/h3>\n<p>F\u00fcr Obama liegt das Problem nicht nur bei Trump, sondern genauso bei der Republikanischen Partei: Die Stimmung aus der Schlussphase des Wahlkampfs der ehemaligen Vizepr\u00e4sidentschaftskandidatin Sarah Palin und der Tea Party habe zunehmend &quot;vom Rand der Republikanischen Partei auf ihren Kern \u00fcbergegriffen&quot;. Obama zieht eine direkte Linie von Trump zu den Republikanern: &quot;Es war klar, dass Trump keinen Gedanken daran verschwendete, welche Konsequenzen es hatte, Verschwo\u0308rungstheorien zu verbreiten, von denen er ziemlich sicher wusste, dass sie falsch waren, solange er nur seine Ziele erreichte&quot;, schreibt Obama.<\/p>\n<p>Trump habe sich in dieser Hinsicht kaum von den beiden republikanischen Fraktionschefs John Boehner und Mitch McConnell unterschieden: Der Wahrheitsgehalt dessen, was die beiden sagten, sei ihnen vollkommen gleichgu\u0308ltig gewesen, wenn sie Obama angriffen. &quot;Trumps politischer Stil unterschied sich nur dadurch von ihrem, dass Trump vo\u0308llig hemmungslos war. Er verstand instinktiv, was die konservative Wa\u0308hlerbasis bewegte, und er bot es in unverfa\u0308lschter Form dar.&quot; <\/p>\n<p>Obama berichtet auch von den Sorgen seiner Frau Michelle. &quot;Sie hatte mir zu verstehen gegeben, dass Trump und der &#039;Birtherism&#039; ihr nicht wegen meiner politischen Zukunftsaussichten, sondern wegen der Sicherheit unserer Familie Sorgen machten&quot;, schreibt Obama. &quot;&#039;Die Leute glauben, es sei alles nur ein Spiel&#039;, sagte sie. &#039;Sie denken nicht daru\u0308ber nach, dass da drau\u00dfen Tausende bewaffnete Ma\u0308nner herumlaufen, die jedes Wort glauben, das ihnen erza\u0308hlt wird.&#039;&quot;<\/p>\n<p>Der Aufstieg von Donald Trump d\u00fcrfte die USA trotz dessen Niederlage gegen den Demokraten Joe Biden weiter pr\u00e4gen. F\u00fchrende Republikaner unterst\u00fctzen Trumps Versuche, das Wahlergebnis juristisch anzufechten \u2013 obwohl es f\u00fcr seine Betrugsvorw\u00fcrfe bislang keinerlei Belege gibt. Auch eine erneute Kandidatur des abgew\u00e4hlten Pr\u00e4sidenten in vier Jahren scheint nicht ausgeschlossen. Bis dahin wird aber Obamas fr\u00fcherer Stellvertreter die Geschicke des Landes bestimmen: Im Januar wird der neu gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Biden als Staatschef vereidigt und kann ins Wei\u00dfe Haus zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Obama bei einem Wahlkampfauftritt f\u00fcr Joe Biden am 2. 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