{"id":3783,"date":"2020-11-11T18:47:28","date_gmt":"2020-11-11T15:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-nach-biontech-erfolg-wo-die-weltweite-impfstoffsuche-steht\/"},"modified":"2020-11-11T18:47:28","modified_gmt":"2020-11-11T15:47:28","slug":"coronavirus-nach-biontech-erfolg-wo-die-weltweite-impfstoffsuche-steht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/coronavirus-nach-biontech-erfolg-wo-die-weltweite-impfstoffsuche-steht\/","title":{"rendered":"Coronavirus: Nach Biontech-Erfolg &#8211; wo die weltweite Impfstoffsuche steht"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/e022f581-7c55-4316-9d4c-b5de8a76ee5c_w948_r1.77_fpx52_fpy55.jpg\" title=\"Impfdosen: Zwischenergebnis ist nicht nur f\u00fcr Biontech ein gutes Signal\" alt=\"Impfdosen: Zwischenergebnis ist nicht nur f\u00fcr Biontech ein gutes Signal\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Impfdosen: Zwischenergebnis ist nicht nur f\u00fcr Biontech ein gutes Signal<\/p>\n<p>  Foto:\u2002skaman306 \/ Getty Images  <\/figcaption><\/figure>\n<p>&quot;Ehrlich gesagt ist das die beste Nachricht, die ich seit dem 10. Januar erhalten habe&quot;, schrieb der Virusexperte Florian Krammer von der Icahn School of Medicine des Mount-Sinai-Krankenhauses in den USA am Montag auf Twitter. Charit\u00e9-Forscher Leif Erik Sander erkl\u00e4rte im SPIEGEL-Interview, er habe Freude und Erleichterung empfunden.<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf das erste Zwischenergebnis f\u00fcr einen potenziellen Corona-Impfstoff in Phase III der Untersuchungen k\u00f6nnten kaum besser sein. Der Auswertung zufolge verhindert die Vakzine von Biontech und Pfizer mindestens 90 Prozent der Covid-19-Erkrankungen. Das ist ein deutlich besserer Wert als erwartet.<\/p>\n<p>Die Resultate sind aber nicht nur f\u00fcr Pfizer und Biontech eine Erfolgsmeldung, sondern wecken auch Hoffnungen f\u00fcr andere Impfstoff-Forschungsprojekte, die sich in der abschlie\u00dfenden Phase III befinden. Ein \u00dcberblick \u00fcber den Forschungsstand weltweit.<\/p>\n<h3>Welche Impfstoffe kommen als N\u00e4chstes?<\/h3>\n<p>Biontech und Pfizer haben zwar als erste Zwischenergebnisse einer Phase III-Studie ver\u00f6ffentlicht, doch auch zehn andere Impfungen sind bereits in der entscheidenden letzten Studienphase. Sie werden jeweils an Tausenden Probanden getestet, ob sie sicher, vertr\u00e4glich und wirksam sind.<\/p>\n<p>Unter den Kandidaten sind vier Impfstoffe aus China und einer aus Russland. \u00dcber sie liegen so gut wie keine Daten vor (mehr dazu lesen Sie unten). Dass sie in Europa zugelassen werden, ist unwahrscheinlich. Bleiben noch sechs weitere Kandidaten:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>In <strong>etwa zeitgleich mit Biontech und Pfizer<\/strong> ging der US-Pharmakonzern Moderna in die entscheidende Studienphase. Es wird deshalb erwartet, dass Moderna als n\u00e4chstes Studienergebnisse ver\u00f6ffentlichen wird. Wie bei Biontech basiert der Impfstoff <strong>auf der sogenannten mRNA-Technologie<\/strong>. Er transportiert nur ein St\u00fcck des Viren-Genoms in die menschliche Zelle. Die Zelle produziert daraufhin im Idealfall selbst ein spezifisches Eiwei\u00df des Erregers, das nicht krank macht, aber das Immunsystem anregt, Abwehrkr\u00e4fte in Stellung zu bringen, die auch das echte Virus angreifen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca arbeitet mit der <strong>Oxford University an einer Art Huckepack-Vakzin<\/strong>, einem sogenannten Vektorimpfstoff. Dabei wird der Erbgutteil des Coronavirus nicht direkt injiziert, sondern in ein abgeschw\u00e4chtes Erk\u00e4ltungsvirus verpackt. AstraZeneca-Chef Pascal Seriot sagte Anfang November in einem Interview mit Bloomberg, er rechne bis Ende des Jahres mit ersten Ergebnissen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Auch der US-Konzern Johnson &amp; Johnson schickt einen Vektorimpfstoff ins Rennen und will <strong>ebenfalls bis Ende des Jahres erste Ergebnisse vorlegen<\/strong>. Anders als andere potenzielle Covid-19-Impfstoffe in Phase 3 soll eine Dosis des Impfstoffes ausreichen, um eine Immunantwort anzuregen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Ende Oktober startete auch das<strong> indische Unternehmen Bharat Biotech <\/strong>mit Unterst\u00fctzung indischer Beh\u00f6rden Studien der Phase III mit einem Vektorimpfstoff. Im Juli hatte es Berichte gegeben, der Impfstoff sollte noch im August verf\u00fcgbar sein. Bharat Biotech teilte jedoch daraufhin mit, der Impfstoff k\u00f6nnte fr\u00fchestens Anfang 2021 f\u00fcr den Masseneinsatz bereit sein.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Weniger in der \u00d6ffentlichkeit stand bisher der Impfstoff-Kandidat von Novavax. Die US-Firma baut das spezifische Eiwei\u00df des Coronavirus im Labor nach. Es ist die Hauptzutat des Impfstoffes. Weil das Vakzin nur Bruchst\u00fccke des Erregers enth\u00e4lt, die sich nicht vermehren k\u00f6nnen, wird es auch <strong>als Totimpfstoff bezeichnet.<\/strong> Das Mittel wird bereits in Gro\u00dfbritannien getestet. <strong>Erste Ergebnisse k\u00f6nnten Anfang kommenden Jahres vorliegen<\/strong>. Zudem soll eine weitere Studienreihe der Phase III noch im November in den USA anlaufen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Das Murdoch Children\u2019s Research Institute in Australien hat keinen eigenen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt, sondern testet ein Vakzin, das schon vor mehr als 100 Jahren gegen Tuberkulose entwickelt worden war. Die Schutzwirkung gegen Tuberkulose betrug allerdings nur 50 bis 80 Prozent. Der Vorteil des Impfstoffes beruht m\u00f6glicherweise darin, dass er eine <strong>unspezifische Immunreaktion ausl\u00f6st<\/strong>, die sich gegen alle m\u00f6glichen Viren richtet &#8211; wom\u00f6glich auch gegen das Coronavirus.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was sagt der Pfizer-Biontech-Erfolg \u00fcber die Erfolgschancen der anderen Impfstoffe aus?<\/h3>\n<p>Das Besondere an dem Impfstoff der Firmen ist, dass er auf der mRNA-Technologie basiert. Diese wird zwar schon seit einigen Jahren erforscht, bisher wurde jedoch noch kein Impfstoff auf dieser Basis f\u00fcr den Menschen zugelassen.<\/p>\n<p>Der m\u00f6gliche Vorteil solcher Impfstoffe: Weil sie ohne ein abgeschw\u00e4chtes Virus als Vehikel auskommen, k\u00f6nnten sie weniger Nebenwirkungen haben. Gleichzeitig war jedoch fraglich, ob die Erbinformationen des Virus tats\u00e4chlich eine robuste Immunantwort ausl\u00f6sen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die ersten, positiven Zwischenergebnisse wecken die Hoffnung, dass <strong>auch andere mRNA-Impfstoffe funktionieren<\/strong> k\u00f6nnten. &quot;Die \u00fcbergeordnete Botschaft ist, dass ein v\u00f6llig neues Impfprinzip auf der Basis von passgenauen mRNA-Impfstoffen erstmalig seine Effektivit\u00e4t bewiesen hat&quot;, sagte Clemens Wendtner, Infektiologe am Klinikum Schwabing in M\u00fcnchen dem Science Media Center.<\/p>\n<p>Doch auch f\u00fcr die<strong> allermeisten anderen Impfstoff-Kandidaten <\/strong>geben die Ergebnisse von Biontech Anlass zur Hoffnung. Denn auch sie zielen auf einen ganz spezifischen Bereich des Erregers ab: Das Spike-Protein, mit dem das Coronavirus in menschliche Zellen eindringt.<\/p>\n<p>&quot;Das Spike-Protein des Virus tr\u00e4gt nun ein blinkendes Neonschild mit der Aufschrift: Ich bin anf\u00e4llig f\u00fcr Impfstoff&quot;, schreibt der bekannte US-Mediziner Eric Topol auf Twitter. Das Ma\u00df an Wirksamkeit sei \u00fcberraschend und ein gutes Zeichen f\u00fcr alle Impfstoffe, die das gleiche Ziel haben.<\/p>\n<p>Mehrere Impfstoff-Kandidaten konnten schon in fr\u00fcheren Studienphasen zeigen, dass sie die Bildung neutralisierender Antik\u00f6rper gegen das Spike-Protein anregen k\u00f6nnen. &quot;Allein der Fakt, dass ein vor allem auf neutralisierende Antik\u00f6rper ausgerichteter Impfstoff offenbar vor symptomatischen Infektionen sch\u00fctzt, ist fantastisch&quot;, schreibt der Immunologe Florian Krammer vom Mount Sinai Hospital auf Twitter. &quot;Das k\u00f6nnte bedeuten, dass <strong>viele andere Impfstoffe wahrscheinlich ebenfalls funktionieren<\/strong>.&quot;<\/p>\n<h3>Wann k\u00f6nnte ein Impfstoff in Europa zugelassen werden?<\/h3>\n<p>In Europa gelten f\u00fcr eine schnelle Zulassung strengere Regeln als in den USA. Es gibt in der Europ\u00e4ischen Union (EU) aber die M\u00f6glichkeit, einer sogenannten Zulassung unter Auflagen, teilte das f\u00fcr die Impfstoffzulassung in Deutschland zust\u00e4ndige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf Anfrage des SPIEGEL mit. Eine solche Zulassung sei denkbar, wenn nach einer Zwischenanalyse, wie der aktuellen von Pfizer und Biontech, &quot;ausreichend, \u00fcberzeugende Daten&quot; zu Unbedenklichkeit und Wirksamkeit vorl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von einer m\u00f6glichen Zulassung unter Auflagen, haben Pfizer und Biontech sowie AstraZeneca und die Oxford University bei der Europ\u00e4ischen Arzneimittelagentur (EMA) die Pr\u00fcfung ihrer Impfstoff-Kandidaten im beschleunigten Zulassungsverfahren beantragt, auch &quot;Rolling-Review&quot; genannt. Die Ergebnisse der Impfstoff-Studien werden dabei fortlaufend gepr\u00fcft, statt sie am Ende gesammelt auszuwerten.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Zulassung im &quot;Rolling-Review&quot;-Verfahren sind die gleichen Nachweise n\u00f6tig, wie im Standardverfahren. Ist die Pr\u00fcfung erfolgreich, wird eine regul\u00e4re Zulassung erteilt.<\/p>\n<p>Fachleute gehen derzeit davon aus, dass fr\u00fchstens Mitte Dezember in der EU eine Zulassung erteilt werden k\u00f6nnte, m\u00f6glicherweise dauert es aber auch noch bis zum kommenden Jahr.<\/p>\n<h3>Wie schnell w\u00e4re der Impfstoff nach der Zulassung verf\u00fcgbar?<\/h3>\n<p>Die Firmen Beginnen teils schon vor Abschluss der entscheidenden Phase-III-Studien mit der Impfstoffproduktion. Zudem hat die EU Liefervertr\u00e4ge mit den Herstellern AstraZeneca, Sanofi\/GSK und Johnson&amp;Johnson sowie Pfizer\/Biontech abgeschlossen.<\/p>\n<p>Nach einer Zulassung wird also kurzfristig Impfstoff verf\u00fcgbar sein, allerdings wird die Menge l\u00e4ngst nicht ausreichen, um die breite Bev\u00f6lkerung zu impfen. F\u00fcr eine Immunisierung mit dem Pfizer-Bointech-Produkt sind zwei Impfungen n\u00f6tig. Daf\u00fcr br\u00e4uchte es auch viel Personal.<\/p>\n<p>Es gibt bereits \u00dcberlegungen, \u00c4rzte aus dem Ruhestand zur\u00fcckzuholen. Bundesweit sind zudem 60 Impfzentren geplant, das d\u00fcrft aber kaum reichen, um eine breite Verteilung in kurzer Zeit hinzubekommen, selbst falls genug Impfstoff verf\u00fcgbar w\u00e4re.<\/p>\n<p>&quot;Selbst wenn man die Herkulesaufgabe schultern k\u00f6nnte, pro Arbeitstag 60.000 Impfdosen zu verabreichen, w\u00fcrde man 1000 Arbeitstage (circa vier Jahre), ben\u00f6tigen, um die Bev\u00f6lkerung in Deutschland zu impfen&quot;, schreiben Forscher um Matthias Schrappe, Internist an der Uni K\u00f6ln, in einem Thesenpapier auf dem Mai. Die Rechnung bezieht sich noch auf die Impfung mit einer Dosis.<\/p>\n<p>Die Impfkommission, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Ethikrat haben deshalb erste Empfehlungen erarbeitet, wer eine Impfung zuerst erhalten sollte und kommen zu dem Schluss, dass die Risikogruppe und Menschen in medizinischen Berufen Vorrang haben sollten (warum das sinnvoll ist, lesen Sie hier). Der konkrete Ablauf muss allerdings noch konkretisiert werden, denn auch die Risikogruppe ist so gro\u00df.<\/p>\n<h3>Was w\u00fcrde der Impfstoff kosten?<\/h3>\n<p>Biontech und Pfizer haben allein der EU 200 Millionen Impfdosen vertraglich zugesprochen mit der Option auf weitere 100 Millionen Dosen \u2013 es ist die bisher gr\u00f6\u00dfte Vereinbarung dieser Art f\u00fcr Biontech und Pfizer. Die Lieferung soll noch in diesem Jahr beginnen, zu welchem Preis ist allerdings unklar.<\/p>\n<p>Die USA zahlten f\u00fcr 100 Millionen Dosen 1,9 Milliarden Dollar. Gerechnet auf eine <strong>Dosis w\u00e4ren das etwa 19 Dollar (rund 16 Euro)<\/strong>. Das deckt sich mit Insiderberichten laut denen Pfizer 19,50 Dollar f\u00fcr eine Dosis festschreiben wollte \u2013 abh\u00e4ngig von der bestellten Menge. Hei\u00dft: Wer mehr bestellt, bezahlt weniger pro Dosis. Moderna soll f\u00fcr seinen mRNA-Impfstoff bei kleineren Mengen einen Preis von 32 bis 37 Dollar (rund 27 bis 31 Euro) veranschlagt haben.<\/p>\n<p>Deutlich <strong>g\u00fcnstiger d\u00fcrften Vektorimpfstoffe<\/strong> sein. AstraZeneca rechnet mit 2,50 Euro pro Dosis. Der franz\u00f6sische Pharmakonzern Sanofi, der mit seinem Vektorimpfstoff noch im Dezember in Phase III starten will, geht von unter zehn Euro aus.<\/p>\n<p>Kostenfresser bei der Impfung d\u00fcrfte jedoch nicht der Stoff an sich sein, sondern neben dem Personal auch die Logistik. Wo werden die Impfstoffe gelagert? Wie werden sie transportiert?<\/p>\n<p>Gerade die mRNA-Impfstoffe d\u00fcrften zur Herausforderung werden: Denn sie m\u00fcssen wahrscheinlich entlang der gesamten Lieferkette auf minus 80 Grad gek\u00fchlt werden. Auch wenn Pfizer und Biontech einen niedrigeren K\u00fchlbedarf in Aussicht gestellt haben, d\u00fcrfte allein die Lagerung und Lieferung hohe Kosten verursachen. Der Bundesverband der Krankenversicherung AOK rechnet damit, dass der Bund die Kosten f\u00fcr die Impfungen \u00fcbernehmen wird.<\/p>\n<h3>Sind schon Corona-Impfstoffe zugelassen?<\/h3>\n<p>Russland hat bereits im August 2020 die Zulassung eines Corona-Impfstoffs verk\u00fcndet. Allerdings handelte es sich bei der Zulassung der Vektor-Vakzine namens &quot;Sputnik V&quot; um eine Mogelpackung. Die entscheidenden und f\u00fcr eine Zulassung in den USA oder Europa notwendige Phase-III-Studien hatten noch nicht stattgefunden (mehr dazu lesen Sie hier). Daher kam der Wirkstoff auch nicht f\u00fcr eine Zulassung in Europa infrage.<\/p>\n<p>Die Pr\u00fcfung des Produkts l\u00e4uft noch. Am Mittwoch hat allerdings auch Russland Informationen zu einer Zwischenauswertung bekannt gegeben. Demnach zeigt der Impfstoff beim Schutz vor Covid-19 eine Wirksamkeit von 92 Prozent. Weitere Details, etwa wie viele Covid-19-F\u00e4lle es in der Untersuchung insgesamt gab, sind nicht bekannt.<\/p>\n<h3>Wie ist der Stand der Impfstoffentwicklung in China?<\/h3>\n<p>Noch umfassender geimpft wird in China. Zwar ist in der Volksrepublik noch keinen Impfstoff zugelassen, im Juli dieses Jahres wurde aber ein Notfall-Impfprogramm gestartet. Hunderttausende Menschen wurden offenbar bereits geimpft, darunter etwa Mitarbeiter von Staatsbetrieben, Soldaten, Mitarbeiter von Pharmaunternehmen und medizinisches Personal. Aber auch Lehrer und Busfahrer sind Teil des Programms.<\/p>\n<p>Mindestens vier Impfstoffe aus China werden in Phase-III-Studien erprobt, zwei davon hat der staatliche Pharmakonzern Sinopharm entwickelt, jeweils einen die Firmen Sinovac Biotech und CanSino Biologics. Im Gegensatz zu den meisten westlichen Firmen setzten die Unternehmen auf sogenannte Totimpfstoffe.<\/p>\n<p>Diese lassen sich vergleichsweise einfach nach dem immer gleichen Muster erzeugen. Die Produkte bestehen aus inaktivierten Viren, die sich nicht mehr vermehren k\u00f6nnen. Der K\u00f6rper erkennt sie als Fremdstoff und bildet Antik\u00f6rper gegen sie. Allerdings ist die Produktion aufwendig und damit sehr Personal- und Ressourcenintensiv und es drohen heftige Nebenwirkungen, weswegen eine besonders gr\u00fcndliche Pr\u00fcfung n\u00f6tig ist.<\/p>\n<p>Am Dienstag wurde bekannt, dass ein Teilnehmer einer chinesischen Impfstoff-Studie Suizid begangen hat. Der Test des Produkts namens CoronaVac des Anbieters Sinovac in Brasilien wurde unterbrochen. Noch ist unklar, ob der Vorfall im Zusammenhang mit der Impfung steht. Detaillierte Untersuchungen stehen noch aus.<\/p>\n<p>Unterbrechungen kommen allerdings unabh\u00e4ngig von der Art des Impfstoffs vor. Auch der US-Pharmakonzern Johnson &amp; Johnson sowie die britisch-schwedische Pharmafirma AstraZeneca mussten ihre Phase-III-Studin zwischenzeitlich unterbrechen, weil Probanden erkrankt waren (mehr dazu lesen Sie hier).<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Impfdosen: Zwischenergebnis ist nicht nur f\u00fcr Biontech ein gutes Signal Foto:\u2002skaman306 \/ Getty Images &quot;Ehrlich gesagt ist das die beste Nachricht, die ich seit dem 10. 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