{"id":376,"date":"2020-06-09T23:43:07","date_gmt":"2020-06-09T20:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-krise-regierung-will-reisewarnung-fur-nicht-eu-lander-verlangern\/"},"modified":"2020-06-09T23:43:07","modified_gmt":"2020-06-09T20:43:07","slug":"corona-krise-regierung-will-reisewarnung-fur-nicht-eu-lander-verlangern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-krise-regierung-will-reisewarnung-fur-nicht-eu-lander-verlangern\/","title":{"rendered":"Corona-Krise: Regierung will Reisewarnung f\u00fcr Nicht-EU-L\u00e4nder verl\u00e4ngern"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/a2f0a6cc-8d2a-4200-b7bf-04623e053989_w948_r1.77_fpx62.34_fpy49.99.jpg\" title=\"Strand in Thailand\" alt=\"Strand in Thailand\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p>Strand in Thailand<\/p>\n<p> Mladen Antonov\/ AFP <\/figcaption><\/figure>\n<p>Deutsche, die in L\u00e4nder au\u00dferhalb der EU reisen wollen, sollen sich noch weiter gedulden. Die Bundesregierung hat sich auf Empfehlung des Ausw\u00e4rtigen Amtes und des Bundesinnenministeriums intern auf ein Eckpunktepapier geeinigt. Demnach will sie die Reisewarnung f\u00fcr sogenannte Drittl\u00e4nder bis Ende August verl\u00e4ngern. Das hat der SPIEGEL aus mehreren Quellen innerhalb der Bundesregierung erfahren.<\/p>\n<p>Die bestehende Regelung w\u00fcrde am 15. Juni auslaufen. Eine Aufhebung der Reisewarnung ist aus Sicht von Innenministerium und Au\u00dfenministerium zu riskant. Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es in dem Papier, es fehlten verl\u00e4ssliche Daten \u00fcber das Infektionsgeschehen, einheitliche Kriterien und weltweite Abstimmungsmechanismen. All dies erlaube &quot;derzeit noch keine allgemeine Lockerung der Reisewarnung f\u00fcr Drittstaaten&quot;.<\/p>\n<p>Sie soll deshalb einstweilen verl\u00e4ngert werden. &quot;Es k\u00f6nnen dann mit einzelnen Staaten \u00dcbereink\u00fcnfte ausgehandelt werden, um diese Warnung fallen zu lassen&quot;, sagte ein Regierungsinsider dem SPIEGEL. Auch das Bundesgesundheitsministerium wollte nach der Freigabe von Reisen innerhalb der EU nicht gleich Reisen in die ganze Welt freigeben. Von Kreuzfahrten wird weiterhin ebenfalls dringend abgeraten &#8211; angelehnt an die Empfehlung, Gro\u00dfveranstaltungen zu unterbinden.<\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der Reisewarnung ist offenbar auch die Sorge, bei einer Aufhebung k\u00f6nnten viele tausend Urlauber im Ausland stranden, sollte eine zweite Corona-Welle kommen.<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft es in dem Eckpunktepapier, \u00c4nderungen der Einreise- und Quarant\u00e4nevorschriften k\u00f6nnten im Ausland weiterhin &quot;ohne jede Vorank\u00fcndigung und mit sofortiger Wirkung&quot; erfolgen. &quot;Eine erneute weltweite Reisewarnung und eine zweite R\u00fcckholaktion m\u00fcssen unbedingt vermieden werden.&quot; Nach dem Ausbruch der Coronakrise hatte die Bundesregierung rund 240.000 deutsche Touristen aus dem Ausland nach Deutschland gebracht.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche hatte Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) mitgeteilt, dass die Reisewarnung f\u00fcr die 26 Partnerl\u00e4nder Deutschlands in der Europ\u00e4ischen Union, das aus der EU ausgetretene Gro\u00dfbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein zum 15. Juni aufgehoben wird.<\/p>\n<p>Die nun geplante zun\u00e4chst starre Regelung f\u00fcr alle anderen L\u00e4nder k\u00f6nnte \u00fcber den Sommer angepasst werden, hie\u00df es aus den beteiligten Ressorts. So will die Bundesregierung kontinuierlich anhand des Infektionsgeschehens in einzelnen L\u00e4ndern pr\u00fcfen, ob und f\u00fcr wen man die Reisewarnung lockern kann. M\u00f6glich erscheine zum Beispiel, Gesch\u00e4ftsreisen in einzelne Staaten von der allgemeinen Reisewarnung auszunehmen, wenn sich die Corona-Lage dort nachweisbar gebessert haben sollte.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden fortlaufend \u00fcberpr\u00fcft und k\u00f6nnten gegebenenfalls fr\u00fcher aufgehoben werden, hei\u00dft es in dem Eckpunktepapier. Als Kriterien f\u00fcr die Bewertung werden neben der quantitativen Entwicklung der Pandemie weitere Punkte genannt:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>Leistungsf\u00e4higkeit des Gesundheitswesens<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Testkapazit\u00e4ten<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Hygieneregeln in den Drittstaaten<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Einreisebeschr\u00e4nkungen der Drittstaaten<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>sichere, regelm\u00e4\u00dfige Reiseverbindungen (auch R\u00fcckreisem\u00f6glichkeiten)<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Sicherheitsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Tourismus<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Bundeswirtschaftsministerium hatte sich schon jetzt f\u00fcr eine weniger restriktive Haltung eingesetzt. Das Ressort von Peter Altmaier (CDU) h\u00e4tte aus gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden gern Reisen in Drittstaaten freigegeben. \u00c4hnliches h\u00e4tte dann auch f\u00fcr Gesch\u00e4ftsreisende gelten sollen, die nach Deutschland einreisen wollen. Doch mit dieser Haltung habe sich Altmaier nicht durchsetzen k\u00f6nnen, hei\u00dft es aus Regierungskreisen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Luftfahrt- und Tourismusbranche bedeutet der Plan einen R\u00fcckschlag. Unterst\u00fctzt auch durch Thomas Barei\u00df (CDU), Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hatte sie daf\u00fcr geworben, die Restriktionen aufzuheben.<\/p>\n<p>Interkontinentalfl\u00fcge sind unter der geplanten Verl\u00e4ngerung der Reisewarnung auch in den kommenden zwei Monaten nicht in nennenswertem Ma\u00dfe wieder aufzunehmen. Vertreter der Luftfahrtbranche warnen vor einer pauschalen Reisewarnung und verweisen darauf, dass sie ohne die Pr\u00fcfung von Einzelf\u00e4llen rechtlich umstritten ist. &quot;Warum sollte es eine solche Warnung etwa f\u00fcr Neuseeland geben, wo sich das Land doch f\u00fcr Corona-frei erkl\u00e4rt hat&quot;, sagt einer ihrer Vertreter dem SPIEGEL.<\/p>\n<p>F\u00fcr Reisende aus Drittl\u00e4ndern hatte die EU-Kommission bereits vor Tagen entschieden, die Einreise ohne triftigen Grund weiterhin zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Strand in Thailand Mladen Antonov\/ AFP Deutsche, die in L\u00e4nder au\u00dferhalb der EU reisen wollen, sollen sich noch weiter gedulden. Die Bundesregierung hat sich auf Empfehlung des Ausw\u00e4rtigen Amtes und des Bundesinnenministeriums intern auf ein Eckpunktepapier geeinigt. Demnach will sie die Reisewarnung f\u00fcr sogenannte Drittl\u00e4nder bis Ende August verl\u00e4ngern. Das hat der SPIEGEL [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-376","post","type-post","status-publish","format-standard","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=376"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/376\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}