{"id":3741,"date":"2020-11-09T20:16:59","date_gmt":"2020-11-09T17:16:59","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/pogromnacht-1938-angela-merkel-und-frank-walter-steinmeier-gedenken-der-opfer\/"},"modified":"2020-11-09T20:16:59","modified_gmt":"2020-11-09T17:16:59","slug":"pogromnacht-1938-angela-merkel-und-frank-walter-steinmeier-gedenken-der-opfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/pogromnacht-1938-angela-merkel-und-frank-walter-steinmeier-gedenken-der-opfer\/","title":{"rendered":"Pogromnacht 1938: Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier gedenken der Opfer"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/d8810dfe-8041-4b74-bff2-297600d8f130_w948_r1.77_fpx44.47_fpy50.jpg\" title=\"Grabplatte auf dem j\u00fcdischen Friedhof in Erfurt: Bei den Novemberpogromen 1938 brannten im ganzen Land Synagogen, j\u00fcdische Gesch\u00e4fte und Wohnungen\" alt=\"Grabplatte auf dem j\u00fcdischen Friedhof in Erfurt: Bei den Novemberpogromen 1938 brannten im ganzen Land Synagogen, j\u00fcdische Gesch\u00e4fte und Wohnungen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Grabplatte auf dem j\u00fcdischen Friedhof in Erfurt: Bei den Novemberpogromen 1938 brannten im ganzen Land Synagogen, j\u00fcdische Gesch\u00e4fte und Wohnungen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Martin Schutt \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Der 9. November gilt als ein Schicksalstag der deutschen Geschichte. Immer wieder kam es an diesem Tag zu Ereignissen mit weitreichenden Folgen. Bei den Novemberpogromen vor 82 Jahren brannten im ganzen Land Synagogen, j\u00fcdische Gesch\u00e4fte und Wohnungen, angesteckt von Nationalsozialisten. Deutschlandweit wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 j\u00fcdische B\u00fcrger zudem verschleppt, misshandelt und ermordet. Zum Jahrestag der Pogromnacht hat Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier zu konsequentem Handeln gegen Antisemitismus in Deutschland aufgerufen.<\/p>\n<p>Es besch\u00e4me ihn, dass sich Juden mit einer Kippa auf den Stra\u00dfen hierzulande nicht sicher f\u00fchlten, und dass j\u00fcdische Gebetsh\u00e4user gesch\u00fctzt werden m\u00fcssten, sagte Steinmeier laut vorab verbreiteter \u00dcbersetzung einer Videobotschaft an seinen israelischen Amtskollegen Reuven Rivlin. &quot;Es besch\u00e4mt mich, dass ein t\u00f6dlicher Angriff auf die Synagoge in Halle vor einem Jahr an Jom Kippur nur durch eine schwere Holzt\u00fcr verhindert wurde.&quot; Er betonte: &quot;Wir m\u00fcssen handeln.&quot;<\/p>\n<p>Steinmeier sagte weiter, er sei dankbar, &quot;dass die Beh\u00f6rden in Deutschland ihrer Verantwortung gerecht werden, indem sie den Polizeischutz f\u00fcr Synagogen aufstocken und antisemitische Straftaten mit der ganzen H\u00e4rte des Gesetzes verfolgen&quot;. Die Videobotschaft soll laut Bundespr\u00e4sidialamt bei einer Gedenkveranstaltung in Israel zur Pogromnacht am Montag (16.00 Uhr MEZ) gezeigt werden.<\/p>\n<h3>&quot;Ein Vorbote unfassbarer Verbrechen&quot;<\/h3>\n<p>Die Novemberpogrome &quot;waren ein widerw\u00e4rtiger Gewaltausbruch, der auf lange Jahre der Diskriminierung, Einsch\u00fcchterung und Anfeindung folgte. Sie waren ein Vorbote der unfassbaren Verbrechen der Schoa, die meine Landsleute einige Jahre sp\u00e4ter ver\u00fcben sollten&quot;, so Steinmeier. &quot;Und sie sind eine eindringliche Warnung an uns heute.&quot;<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) mahnte ebenfalls, niemand d\u00fcrfe mit den Achseln zucken, wenn es auch heute fast t\u00e4glich antisemitische Hetze und Gewalt im Netz oder auf den Stra\u00dfen gebe. &quot;Erinnern bedeutet, aus dem Gestern die richtigen Schl\u00fcsse f\u00fcr heute und morgen zu ziehen&quot;, sagte er laut vorab verbreitetem Redetext anl\u00e4sslich einer digitalen Ausstellungser\u00f6ffnung der Vereinten Nationen und des Zentrums f\u00fcr verfolgte K\u00fcnste. Viele der Verschw\u00f6rungsmythen rund um die Coronakrise machten deutlich: &quot;Antisemitismus ist auch heute kein Ph\u00e4nomen allein der rechtsextremistischen R\u00e4nder. Er erreicht die Mitte unserer Gesellschaft.&quot;<\/p>\n<p>Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Opfern der Pogromnacht gedacht. Sie nahm in ihrer Rede auch Bezug auf den 9. November 1989, dem Tag an dem die Mauer gefallen ist.<\/p>\n<p>&quot;Am 9. November denken wir Deutschen an das Schlimmste und das Beste in unserer Geschichte&quot;, sagte Merkel. Sie denke an die Schande der Pogrome gegen j\u00fcdische Mitb\u00fcrger 1938, an die Menschen, die in den Tod getrieben worden seien. &quot;Wir gedenken der Opfer des von Deutschland begangenen Menschheitsverbrechens der Schoa in Scham.&quot;<\/p>\n<p>Merkel erinnerte zugleich an &quot;den Jubel und die \u00fcbersch\u00e4umende Freude&quot; der Menschen beim Mauerfall am 9. November 1989. Damals sei dieses &quot;entsetzliche Bauwerk&quot; erst ge\u00f6ffnet worden und dann gefallen.<\/p>\n<p>Vor wenigen Wochen habe Deutschland den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert. Diese w\u00e4re &quot;ohne das Vertrauen gerade auch der Amerikaner nicht m\u00f6glich gewesen \u2013 daf\u00fcr werde ich immer dankbar sein&quot;, sagte Merkel mit Blick auf das Verh\u00e4ltnis zu den USA nach der Wahl von Joe Biden zum n\u00e4chsten Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Grabplatte auf dem j\u00fcdischen Friedhof in Erfurt: Bei den Novemberpogromen 1938 brannten im ganzen Land Synagogen, j\u00fcdische Gesch\u00e4fte und Wohnungen Foto:\u2002Martin Schutt \/ dpa Der 9. 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