{"id":3738,"date":"2020-11-09T16:08:53","date_gmt":"2020-11-09T13:08:53","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-impfstoff-biontech-impfstoff-bietet-90-prozentigen-schutz\/"},"modified":"2020-11-09T16:08:53","modified_gmt":"2020-11-09T13:08:53","slug":"corona-impfstoff-biontech-impfstoff-bietet-90-prozentigen-schutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/corona-impfstoff-biontech-impfstoff-bietet-90-prozentigen-schutz\/","title":{"rendered":"Corona-Impfstoff: Biontech-Impfstoff bietet 90-prozentigen Schutz"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/0a0522a8-6394-46b2-9d48-910d7193cbe3_w948_r1.77_fpx59_fpy72.jpg\" title=\"Passanten am Berliner Flohmarkt (Archiv)\" alt=\"Passanten am Berliner Flohmarkt (Archiv)\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Passanten am Berliner Flohmarkt (Archiv)<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Kira Hofmann \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Erstmals gibt es zu einem f\u00fcr Europa ma\u00dfgeblichen Corona-Impfstoff Zwischenergebnisse aus der f\u00fcr eine Zulassung entscheidenden Studienphase. Wie das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech am Montag mitteilte, bietet seine Impfung diesen Daten zufolge einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19. Weiter hie\u00df es, Biontech und der Pharmariese Pfizer wollten voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA beantragen.<\/p>\n<p>Der Impfstoff BNT162b2 war von Biontech im Projekt &quot;Lightspeed&quot; (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Januar entwickelt worden. Die f\u00fcr eine Zulassung entscheidende Phase-III-Studie begann ab Ende Juli in verschiedenen L\u00e4ndern. Inzwischen haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.<\/p>\n<p>In der Studie wurden demnach bis Sonntag insgesamt 94 F\u00e4lle der Krankheit best\u00e4tigt. Die vorl\u00e4ufigen Ergebnisse werden den Angaben zufolge erst dann abschlie\u00dfend ausgewertet, wenn insgesamt 164 F\u00e4lle erreicht sind. Zudem werde gepr\u00fcft, in welchem Ma\u00df die Impfung nicht nur vor Covid-19 sch\u00fctzt, sondern auch vor schweren Verl\u00e4ufen der Krankheit. Insgesamt sollen sowohl die Schutzwirkung als auch etwaige Nebenwirkungen \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet werden.<\/p>\n<h3>Daten sollen weltweit diskutiert werden<\/h3>\n<p>Bei der ersten Zwischenanalyse handelt es sich um vorl\u00e4ufige Effektivit\u00e4tsdaten, die Impfeffektivit\u00e4t kann sich nach l\u00e4ngerer Beobachtungszeit der Probanden also noch \u00e4ndern. Das Data Monitoring Commitee (DMC) habe zudem &quot;keine ernsthaften Sicherheitsbedenken&quot; gemeldet und empfehle, dass die Studie wie geplant mit der Erhebung zus\u00e4tzlicher Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten fortgef\u00fchrt wird. In der Zwischenzeit sollen die Daten mit weiteren Zulassungsbeh\u00f6rden weltweit diskutiert werden, darunter die US-amerikanische Zulassungsbeh\u00f6rde FDA und die europ\u00e4ische Ema. Eine wissenschaftliche Publikation ist offenbar in Vorbereitung.<\/p>\n<p>&quot;Das sind gro\u00dfartige und vielversprechende Daten&quot;, sagte Gerd F\u00e4tkenheuer, Leiter der Infektiologie, Klinik I f\u00fcr Innere Medizin an der Uniklinik K\u00f6ln. &quot;Es ist unglaublich, dass in so kurzer Zeit dieser Fortschritt mit Entwicklung eines Impfstoffes und klinischer Pr\u00fcfung innerhalb weniger Monate erzielt werden konnte.&quot; Die bisherigen Ergebnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit seien hervorragend.<\/p>\n<h3>Noch keine Prim\u00e4rdaten<\/h3>\n<p>Die Leiterin der Infektiologie am Universit\u00e4tsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Marylyn Addo, die selbst eine Impfstoffstudie leitet, sagte: &quot;Das sind interessante erste Signale, die allerdings erneut nur in der Pressemitteilung mitgeteilt werden.&quot; Es st\u00fcnden noch keine Prim\u00e4rdaten zur Verf\u00fcgung und eine Peer-Review-Publikation stehe noch aus. &quot;Die exakten Daten m\u00fcssen wir zur abschlie\u00dfenden Einsch\u00e4tzung noch abwarten. Derzeit gibt es noch wenige Details \u00fcber die genauen Daten, zum Beispiel bez\u00fcglich verschiedener Altersgruppen und in welchen Gruppen die 94 F\u00e4lle genau aufgetreten sind.&quot;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Corona-Impfstoff gilt wegen der besonderen Dringlichkeit ein beschleunigter Zulassungsprozess. Bei der europ\u00e4ischen Arzneimittelbeh\u00f6rde Ema k\u00f6nnen Arzneimittelhersteller schon vor dem kompletten Zulassungsantrag einzelne Teile zu Qualit\u00e4t, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit eines Pr\u00e4parats einreichen. Ein solches Rolling-Review-Verfahren hat neben Biontech auch das britisch-schwedische Unternehmen Astrazeneca bereits vor einiger Zeit f\u00fcr seinen Impfstoffkandidaten gestartet. Astrazeneca hat bisher noch keine Phase-III-Daten ver\u00f6ffentlicht. Zum Zeitplan daf\u00fcr lasse sich noch nichts sagen, teilte eine Sprecherin am Montag mit.<\/p>\n<p>Das Biontech-Pr\u00e4parat ist ein sogenannter RNA-Impfstoff. Es enth\u00e4lt genetische Informationen des Erregers, aus denen der K\u00f6rper ein Viruseiwei\u00df herstellt \u2013 in diesem Fall das Oberfl\u00e4chenprotein, mit dessen Hilfe das Virus in Zellen eindringt. Ziel der Impfung ist es, den K\u00f6rper zur Bildung von Antik\u00f6rpern gegen dieses Protein anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.<\/p>\n<p>Biontech und Pfizer rechnen damit, noch in diesem Jahr weltweit bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen bereitstellen zu k\u00f6nnen, im kommenden Jahr kalkulieren sie mit bis zu 1,3 Milliarden Dosen.<\/p>\n<p>Zwar haben schon L\u00e4nder wie Russland, China und k\u00fcrzlich erst Bahrain Impfstoffe mit Einschr\u00e4nkungen freigegeben und impfen damit bereits Teile der Bev\u00f6lkerung. Aber wie gut diese Impfungen tats\u00e4chlich sch\u00fctzen und welche Nebenwirkungen sie haben k\u00f6nnen, ist derzeit weitgehend offen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Passanten am Berliner Flohmarkt (Archiv) Foto:\u2002Kira Hofmann \/ dpa Erstmals gibt es zu einem f\u00fcr Europa ma\u00dfgeblichen Corona-Impfstoff Zwischenergebnisse aus der f\u00fcr eine Zulassung entscheidenden Studienphase. 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