{"id":3629,"date":"2020-11-04T10:32:53","date_gmt":"2020-11-04T07:32:53","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-gegen-joe-biden-us-wahl-wird-zur-zitterpartie\/"},"modified":"2020-11-04T10:32:53","modified_gmt":"2020-11-04T07:32:53","slug":"donald-trump-gegen-joe-biden-us-wahl-wird-zur-zitterpartie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/donald-trump-gegen-joe-biden-us-wahl-wird-zur-zitterpartie\/","title":{"rendered":"Donald Trump gegen Joe Biden: US-Wahl wird zur Zitterpartie"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/42ee54da-0b68-470f-ae95-0bb70f037747_w948_r1.77_fpx45_fpy13.jpg\" title=\"Gebannt verfolgen viele US-B\u00fcrger den Wahlausgang an den TV-Schirmen\" alt=\"Gebannt verfolgen viele US-B\u00fcrger den Wahlausgang an den TV-Schirmen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Gebannt verfolgen viele US-B\u00fcrger den Wahlausgang an den TV-Schirmen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002<\/p>\n<p>MIKE BLAKE \/ REUTERS<\/p>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es h\u00e4tte alles so einfach sein k\u00f6nnen f\u00fcr Donald Trump. Der US-Pr\u00e4sident tr\u00e4umte im Wahlkampf zuletzt von der &quot;roten Welle&quot;, er wollte es den Demokraten in der Wahlnacht so richtig zeigen. Und nun das: Seine Pr\u00e4sidentschaft h\u00e4ngt in der Schwebe. Die Wahllokale sind in den meisten Staaten seit vielen Stunden geschlossen, es wird eifrig gez\u00e4hlt, und es steht immer noch kein Sieger fest. Weder Trump noch Biden haben zur Stunde die magische Grenze von 270 Stimmen im Electoral College, dem Wahlleutegremium, erreicht.<\/p>\n<p>Mindestens genauso gro\u00df d\u00fcrfte die Ern\u00fcchterung bei Joe Biden und seine Demokraten sein. Sie hatten gehofft, Trump schon durch einen fr\u00fchen K.-o.-Schlag in den S\u00fcdstaaten Florida, Georgia und North Carolina die Wiederwahl streitig zu machen. Doch aus diesem Plan ist nichts geworden. Nun m\u00fcssen auch Biden und Co. warten. Am Ende k\u00f6nnte die Wahl wie schon 2016 in den n\u00f6rdlichen Bundesstaaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania entschieden werden. Die Ausz\u00e4hlung dort dauert noch an und k\u00f6nnte sich im schlimmsten Fall sogar \u00fcber mehrere Tage hinziehen.<\/p>\n<p>Offiziell \u00fcben sich beide Seiten nat\u00fcrlich weiterhin in Optimismus. Trump werde die Wahl ganz sicher gewinnen, die Umfragen seien falsch, hei\u00dft es bei den Republikanern. Trump selbst behauptete via Twitter, er liege &quot;weit vorn&quot;. Aber seine Gegner bei den Demokraten w\u00fcrden versuchen, ihm seinen Sieg zu &quot;stehlen&quot;.<\/p>\n<p>Joe Biden zeigte sich ebenfalls siegesgewiss: &quot;Wir f\u00fchlen uns gut. Wir glauben, wir sind auf dem Weg, diese Wahl zu gewinnen&quot;, sagte Joe Biden bei einem kurzen Auftritt vor Anh\u00e4ngern in seiner Heimatstadt Wilmington in Delaware.<\/p>\n<h3>Licht und Schatten f\u00fcr beide Seiten<\/h3>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es beim bisherigen Stand des Rennens f\u00fcr beide Seiten Licht und Schatten. Einmal mehr zeigt sich bei dieser Wahl die tiefe Spaltung der USA, die vielerorts zu extrem knappen Wahlergebnissen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Demokraten hatten sich ganz klar mehr erhofft. Aus der viel beschworenen &quot;blauen Welle&quot; d\u00fcrfte wohl nichts werden. Nun m\u00fcssen sie sogar f\u00fcrchten, dass Trump erneut den Sieg erringt und f\u00fcr vier weitere Jahre das Wei\u00dfe Haus besetzt.<\/p>\n<p>Die gute Nachricht f\u00fcr Joe Biden ist, dass er wohl noch gewinnen kann. Nach dem Stand der Dinge ist es ihm gelungen, Trump den wichtigen Bundesstaat Arizona abzujagen, bislang eine Hochburg der Republikaner. W\u00fcrde er zus\u00e4tzlich zum Beispiel noch Michigan und Wisconsin erobern, w\u00e4re er Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Zugleich ist es ihm bislang gelungen, wichtige Staaten zu halten, die Hillary Clinton 2016 gewann. Trump hatte wohl darauf gehofft, Biden New Hampshire und Minnesota abnehmen. Doch daraus ist nichts geworden.<\/p>\n<p>Insgesamt scheint es Biden auch gelungen zu sein, mehr Rentner und W\u00e4hler in den Vororten der gro\u00dfen St\u00e4dte zu gewinnen. Die Demokraten hoffen nun, dass die Ausz\u00e4hlung der letzten Stimmen ein \u00e4hnliches Bild ergibt, wie bei den Midterm-Wahlen 2018. Da deutete zun\u00e4chst einiges auf einen Sieg der Republikaner hin, doch als dann, oft erst nach Tagen, alle Stimmen aus vielen Ballungszentren ausgez\u00e4hlt waren, konnten die Demokraten massiv aufholen \u2013 und das Repr\u00e4sentantenhaus erobern.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Frage ist allerdings weiterhin, ob Bidens Strategie aufgeht, in den Staaten des Nordens zu punkten. Wie schon 2016 hat Trump dort nach bisherigem Stand viele Stimmen in den l\u00e4ndlichen Regionen eingesammelt. In den Hochburgen der Demokraten dauert die Ausz\u00e4hlung der Stimmen noch an, das kann Biden helfen. Rund um die Metropole Detroit in Michigan, in Philadelphia in Pennsylvania und in Milwaukee, Wisconsin, muss er jedoch zurzeit noch sehr viele Stimmen bekommen, um Trump zu schlagen.<\/p>\n<h3>Trumps wichtiger Erfolg in Florida<\/h3>\n<p>Die gute Nachricht f\u00fcr Donald Trump ist, dass er bislang vor allem viele seiner wichtigen Hochburgen verteidigen konnte. Vor allem der klare Sieg in Florida ist f\u00fcr ihn ein gutes Zeichen.<\/p>\n<p>Nach Ausz\u00e4hlung von 96 Prozent der Wahlzettel liegt Trump in dem S\u00fcdstaat fast 400.000 Stimmen und dreieinhalb Prozentpunkte vor seinem Herausforderer. Biden schlug sich um einiges schlechter als Hillary Clinton vor vier Jahren \u2013 obwohl er in den meisten Umfragen bis zuletzt knapp vor Trump gelegen hatte.<\/p>\n<p>Trump konnte insbesondere die Latinos rund um Miami f\u00fcr sich mobilisieren, das hatte sich seit Monaten abgezeichnet. Sie waren bei der letzten Wahl noch im Lager der Demokraten geblieben. Trump stellte sich jedoch im Wahlkampf als Vork\u00e4mpfer gegen den Sozialismus in der westlichen Hemisph\u00e4re dar und konnte so bei den in Miami lebenden Kubanern und Venezolanern punkten.<\/p>\n<p>Das Ergebnis in Florida k\u00f6nnte auch eine Folge der unterschiedlichen Strategien der beiden Kontrahenten im Schlussspurt gewesen sein: W\u00e4hrend Biden vier Termine in Pennsylvania absolvierte, sprach Trump am vergangenen Wochenende bis tief in die Nacht zu seinen Anh\u00e4ngern in Miami.<\/p>\n<h3>Wer holt Georgia?<\/h3>\n<p>Das gute Ergebnis f\u00fcr Trump in Florida setzte den Ton f\u00fcr die anderen beiden &quot;Battleground States&quot; im S\u00fcdosten. Nach Ausz\u00e4hlung von gesch\u00e4tzten 95 Prozent der Stimmen liegt Trump in North Carolina knapp vorn, nach Ausz\u00e4hlung von 82 Prozent der Stimmen in Georgia ist sein Vorsprung dort sogar noch etwas deutlicher.<\/p>\n<p>Im Unterschied zu Florida wurde Trump in diesen beiden Staaten aber noch nicht als Sieger ausgerufen. In North Carolina hatte es laut &quot;New York Times&quot; eine Panne bei der \u00dcbermittlung von Stimmen aus dem Randolph County gegeben.<\/p>\n<p>Und auch in Georgia kam es offenbar zu Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten: Ein Wasserbruch im Fulton County mit der Demokraten-Hochburg Atlanta f\u00fchrte zu einer Verz\u00f6gerung bei der Stimmausz\u00e4hlung. Biden kann in Georgia also weiter hoffen: Die &quot;New York Times&quot; rechnet ihm in ihrer Prognose gute Chancen aus, die Lage in dem s\u00fcdlichen Bundesstaat zu drehen.<\/p>\n<h3>Texas bleibt wohl rot<\/h3>\n<p>Unterdessen scheint Trump auf gutem Weg zu sein, den gr\u00f6\u00dften Brocken unter den umk\u00e4mpften Bundesstaaten zu verteidigen: In Texas liegt er nach Ausz\u00e4hlung von 93 Prozent aller Stimmen mit gut sechs Prozentpunkten vorne. Die Hoffnung der Demokraten, die im demografischen Wandel begriffene Republikaner-Hochburg zu erobern, wird sich in diesem Jahr sehr wahrscheinlich nicht erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Nun richten sich die Blicke also in den Norden. Dort konnte Trump Ohio verteidigen. Was das f\u00fcr die restlichen &quot;Rostg\u00fcrtel-Staaten&quot; \u2013 Pennsylvania, Michigan und Wisconsin \u2013 verhei\u00dft, ist zur Stunde offen.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Gebannt verfolgen viele US-B\u00fcrger den Wahlausgang an den TV-Schirmen Foto:\u2002 MIKE BLAKE \/ REUTERS Es h\u00e4tte alles so einfach sein k\u00f6nnen f\u00fcr Donald Trump. 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