{"id":3287,"date":"2020-10-19T06:05:55","date_gmt":"2020-10-19T03:05:55","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/grosbritannien-bereitet-unternehmer-auf-no-deal-brexit-vor\/"},"modified":"2020-10-19T06:05:55","modified_gmt":"2020-10-19T03:05:55","slug":"grosbritannien-bereitet-unternehmer-auf-no-deal-brexit-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/grosbritannien-bereitet-unternehmer-auf-no-deal-brexit-vor\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien bereitet Unternehmer auf &#8220;No Deal&#8221;-Brexit vor"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/23a66514-7254-4246-8b89-41541936f0d7_w948_r1.77_fpx28.65_fpy48.98.jpg\" title=\"Britischer Premier Boris Johnson: Drohungen in Richtung der EU, Vorgaben an Unternehmen\" alt=\"Britischer Premier Boris Johnson: Drohungen in Richtung der EU, Vorgaben an Unternehmen\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Britischer Premier Boris Johnson: Drohungen in Richtung der EU, Vorgaben an Unternehmen<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Peter Nicholls \/ REUTERS  <\/figcaption><\/figure>\n<p>An diesem Montag soll ein weiterer Versuch starten, die Gespr\u00e4che zwischen Gro\u00dfbritannien und der EU doch noch in erfolgreiche Bahnen zu leiten. Daf\u00fcr reist EU-Chefunterh\u00e4ndler Michel Barnier erneut zu Gespr\u00e4chen nach London. Zugleich jedoch laufen die Vorbereitungen f\u00fcr ein Ausscheiden der Briten ohne Abkommen mit der EU: der folgenschwere &quot;harte&quot; Brexit.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien fordert deshalb britische Unternehmer auf, Vorbereitungen f\u00fcr einen solchen Austritt zu treffen. Rund 200.000 H\u00e4ndler w\u00fcrden einen Brief erhalten, in dem neue Zoll- und Steuervorschriften dargelegt werden, teilte die Regierung am sp\u00e4ten Sonntagabend mit. &quot;T\u00e4uschen sie sich nicht, in nur 75 Tagen gibt es \u00c4nderungen und die Uhr f\u00fcr die Unternehmen tickt&quot;, sagte der britischen Kabinettsminister Michael Gove dazu.<\/p>\n<p>Jetzt m\u00fcssten alle zusammenarbeiten, damit Gro\u00dfbritannien die neuen Chancen nutzen k\u00f6nne, die sich &quot;aus einer unabh\u00e4ngigen Handelsnation mit Kontrolle \u00fcber ihre eigenen Grenzen, Hoheitsgew\u00e4sser und Gesetze&quot; ergeben w\u00fcrden.<\/p>\n<h3>Handelskammer kritisiert die britischen Verantwortlichen<\/h3>\n<p>Die britische Handelskammer (BCC) warf der Regierung vor, f\u00fcr die mangelnde Vorbereitung der Unternehmen verantwortlich zu sein. &quot;Angesichts der dreifachen Belastung durch ein Wiederaufleben des Coronavirus, versch\u00e4rfter Beschr\u00e4nkungen und eines ungeordneten Austritts aus der EU nach der \u00dcbergangszeit ist es kein Wunder, dass Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich vorzubereiten&quot;, sagte Adam Marshall, Generaldirektor der BCC.<\/p>\n<p>Die Unternehmen seien es leid, immer neue &quot;Klippen und Fristen&quot; zu umschiffen, w\u00e4hrend sie infolge der Pandemie mit grundlegenden Herausforderungen k\u00e4mpfen. Er hoffe weiterhin auf ein Abkommen mit der EU. &quot;Ein Deal w\u00fcrde den Unternehmen mehr Klarheit bringen, damit sie planen k\u00f6nnen&quot;.<\/p>\n<p>Einem Agenturbericht zufolge k\u00f6nnte Gro\u00dfbritannien ein umstrittenes, aber noch nicht verabschiedetes Binnenmarktgesetz \u00e4ndern, um doch noch einen Deal mit der EU zu erreichen. In der derzeitigen Form w\u00fcrde das Gesetz der britischen Regierung die M\u00f6glichkeit geben, Teile des verbindlichen Scheidungsvertrags mit der EU au\u00dfer Kraft zu setzen.<\/p>\n<h3>Drastische Worte von Boris Johnson<\/h3>\n<p>Vor den n\u00e4chsten Brexit-Verhandlungen sind die Fronten zwischen der EU und Gro\u00dfbritannien verh\u00e4rtet. Beide Seiten warfen am Wochenende erneut vor, zu wenig Kompromissbereitschaft zu zeigen. Am Freitag hatte der britische Premier Boris Johnson erkl\u00e4rt, die Gespr\u00e4che \u00fcber ein k\u00fcnftiges Handelsabkommen seien &quot;vorbei&quot;. Dann jedoch lie\u00df sich der Regierungschef ein Hintert\u00fcrchen offen: Wenn Europa seine Position &quot;grundlegend \u00e4ndere&quot;, sei ein Ergebnis doch noch m\u00f6glich, sagte Johnson.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien werde &quot;als unabh\u00e4ngige Freihandelsnation prosperieren, indem wir unsere eigenen Grenzen und unsere Fischerei kontrollieren und unsere eigenen Gesetze festlegen&quot;, sagte Johnson voraus &#8211; und blieb somit bei seinem Ton der vergangenen Monate.<\/p>\n<h3>Wie ernst ist die Drohung der Briten zu nehmen?<\/h3>\n<p>Dies sei &quot;alles nur Rhetorik&quot;, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur Reuters. Er verwies darauf, dass Johnson nicht gesagt habe, dass es keine weiteren Gespr\u00e4che geben werde. Das betonte auch EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen: Die EU arbeite weiter f\u00fcr ein Abkommen, allerdings nicht um jeden Preis.<\/p>\n<p>Ende des Jahres l\u00e4uft die \u00dcbergangszeit aus, in der Gro\u00dfbritannien noch EU-Regeln anwendet. \u00dcber die k\u00fcnftigen Beziehungen wird momentan verhandelt, bislang aber ohne Ergebnis. Johnson hatte zuletzt eine Frist bis zum 15. Oktober f\u00fcr eine Einigung gesetzt. Danach sprach er seine j\u00fcngste Drohung aus. <\/p>\n<p>Zumindest von europ\u00e4ischer Seite scheint aber immer noch eine gewisse Verhandlungsbereitschaft auszugehen: Unterh\u00e4ndler Barnier will die Woche komplett in London verbringen und, wenn n\u00f6tig, auch \u00fcber das Wochenende bleiben.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Britischer Premier Boris Johnson: Drohungen in Richtung der EU, Vorgaben an Unternehmen Foto:\u2002Peter Nicholls \/ REUTERS An diesem Montag soll ein weiterer Versuch starten, die Gespr\u00e4che zwischen Gro\u00dfbritannien<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3288,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3287","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3287"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3287\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}