{"id":32431,"date":"2026-07-14T14:56:09","date_gmt":"2026-07-14T11:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/streit-um-strase-von-hormus-trump-will-das-tun-was-er-dem-iran-verbietet\/"},"modified":"2026-07-14T14:56:09","modified_gmt":"2026-07-14T11:56:09","slug":"streit-um-strase-von-hormus-trump-will-das-tun-was-er-dem-iran-verbietet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/streit-um-strase-von-hormus-trump-will-das-tun-was-er-dem-iran-verbietet\/","title":{"rendered":"Streit um Stra\u00dfe von Hormus : Trump will das tun, was er dem Iran verbietet"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Streit um Stra\u00dfe von Hormus Trump will das tun, was er dem Iran verbietet<\/h2>\n<p>14.07.2026, 13:22 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Jan-Gaenger-article13667566.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2547530\/1690285908\/Img_1_1\/36\/DSCF1383-2.webp\" alt=\"DSCF1383-2\"\/>Von Jan G\u00e4nger <\/a>Artikel anh\u00f6ren(05:13 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/07\/TTSART_31084080_20260714132305-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 05:13<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/31084125\/1784033531\/Img_16_9\/1024\/FILE-PHOTO-U-S-President-Donald-Trump-boards-Air-Force-One-at-Palm-Beach-International-Airport-in-West-Palm-Beach-Florida-U-S-March-29-2026.webp\" alt=\"FILE-PHOTO-U-S-President-Donald-Trump-boards-Air-Force-One-at-Palm-Beach-International-Airport-in-West-Palm-Beach-Florida-U-S-March-29-2026\"\/><figcaption>Manche Positionen sind nur Zwischenstopps. (Foto: REUTERS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr Donald Trump geht es h\u00e4ufig nicht um Prinzipien, sondern um den Preis. Selbst die Au\u00dfenpolitik betrachtet er als Gesch\u00e4ft: Wer vom Schutz der USA profitiert, soll daf\u00fcr bezahlen. Das zeigt sich nun auch in der Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n<p>Donald Trump verf\u00fcgt \u00fcber ein bemerkenswertes Talent: Er kann sich innerhalb k\u00fcrzester Zeit selbst widersprechen, ohne dass es ihm etwas auszumachen scheint. Bislang bestand er darauf, kein Staat d\u00fcrfe Geb\u00fchren f\u00fcr die Durchfahrt durch die Stra\u00dfe von Hormus verlangen. Nun will der US-Pr\u00e4sident genau das tun.<\/p>\n<p>&quot;Die Stra\u00dfe von Hormus ist OFFEN und wird OFFEN bleiben, mit oder ohne den Iran&quot;, postete Trump in seinem Netzwerk Truth Social und f\u00fcgte hinzu: &quot;Die USA werden von nun an als &#039;DER W\u00c4CHTER DER STRASSE VON HORMUS&#039; bekannt sein, werden aber in dieser Funktion und aus Gr\u00fcnden der GERECHTIGKEIT eine Erstattung in H\u00f6he von 20 Prozent aller transportierten Fracht erhalten, um alle Kosten zu decken, die f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung von Sicherheit und Schutz in diesem \u00e4u\u00dferst instabilen Teil der Welt erforderlich sind.&quot;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Wohlfeil-Trump-moechte-Schutzengel-werden-id31082901.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KoelnNews_342149340_14400\"\/>Pl\u00e4ne f\u00fcr Hormus-MautWohlfeil: &quot;Trump m\u00f6chte Schutzengel werden&quot;<\/a><\/p>\n<p>Mit einer \u00e4hnlichen Argumentation rechtfertigt das Regime im Iran, Geb\u00fchren f\u00fcr die sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben. Die Regierung in Washington wies solche Pl\u00e4ne wiederholt als inakzeptabel zur\u00fcck und betonte, dass f\u00fcr Schiffspassagen vor dem Krieg kein Geld verlangt wurde. &quot;Kein Land darf auf einer internationalen Wasserstra\u00dfe Mautgeb\u00fchren oder Abgaben erheben&quot;, hatte etwa Au\u00dfenminister Marco Rubio gesagt. Dies widerspreche internationalem Recht.<\/p>\n<p>Weder in seinem Social-Media-Beitrag noch in sp\u00e4teren Interviews erl\u00e4uterte Trump, inwiefern sich die von ihm angek\u00fcndigten Geb\u00fchren von denen unterscheiden, die der Iran kassieren will. Er sagte auch nicht, wie sie umgesetzt werden sollen und wie lange sie gelten sollen.<\/p>\n<h2>Iran reagiert mit Spott<\/h2>\n<p>Trumps Ank\u00fcndigung folgt einem vertrauten Muster: Wer von der milit\u00e4rischen Schutzmacht USA profitiert, soll daf\u00fcr bezahlen. Deshalb sei es nur fair, wenn die reichen Golfstaaten die Kosten f\u00fcr den Einsatz der US-Marine \u00fcbernehmen, damit sie ihr \u00d6l verschiffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit gibt Trump eine zentrale, grunds\u00e4tzliche Position der USA auf: Jahrzehntelang traten sie als Garant der freien Schifffahrt auf. Zugleich verliert sein Argument gegen iranische Geb\u00fchren an Glaubw\u00fcrdigkeit. F\u00fcr Reedereien bleibt am Ende vor allem eine praktische Frage: An wen m\u00fcssen sie zahlen?<\/p>\n<p>Teheran lie\u00df sich die Steilvorlage nicht entgehen. &quot;Der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten hat absolut recht&quot;, schrieb Au\u00dfenminister Abbas Araghchi auf X. Wer f\u00fcr die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Stra\u00dfe von Hormus sorge, solle f\u00fcr diese Dienstleistung entsch\u00e4digt werden. &quot;20 Prozent sind nat\u00fcrlich zu viel&quot;, so Araghchi, &quot;Wir werden fair sein.&quot;<\/p>\n<p>Die USA eskortieren Schiffe auf der s\u00fcdlichen Route nahe Oman. Der Iran beansprucht dagegen die Kontrolle \u00fcber die gesamte Meerenge und greift Schiffe an, die nicht durch seine Hoheitsgew\u00e4sser fahren. Sollte Trump seine Geb\u00fchr tats\u00e4chlich durchsetzen, st\u00fcnden Reedereien deshalb vor der absurden Wahl: Sie m\u00fcssten entweder Washington bezahlen und zugleich das Risiko iranischer Angriffe eingehen &#8211; oder sich mit Teheran arrangieren und einen Konflikt mit der US-Regierung riskieren.<\/p>\n<h2>Transportkosten w\u00fcrden steigen<\/h2>\n<p>Seit Trump den Krieg gegen den Iran begonnen hat, ist die Stra\u00dfe von Hormus zu Teherans effektivstem Druckmittel geworden. Der Iran hat wiederholt gezeigt, wie stark er den Schiffsverkehr in der Meerenge blockieren kann. \u00dcber diese Route werden rund ein F\u00fcnftel des weltweit gehandelten \u00d6ls und Fl\u00fcssiggases transportiert.<\/p>\n<p>Die geopolitische Kehrtwende Trumps h\u00e4tte damit ganz konkrete wirtschaftliche Folgen. Zwar hat der US-Pr\u00e4sident nicht erl\u00e4utert, wie die Geb\u00fchr in H\u00f6he von 20 Prozent berechnet werden soll. Sollte sie jedoch auf den Wert der Ladung erhoben werden, k\u00f6nnten sich die Kosten f\u00fcr den \u00d6ltransport durch die Meerenge der &quot;New York Times&quot; zufolge mehr als verdoppeln.<\/p>\n<p>Die Zeitung verweist auf eine Berechnung des \u00d6konomen Rico Luman von der Gro\u00dfbank ING. Demnach kostet der Transport eines Barrels Roh\u00f6l vom Persischen Golf nach Europa derzeit rund zehn Dollar. W\u00fcrde Trump 20 Prozent auf den Warenwert erheben, k\u00e4men bei einem \u00d6lpreis von 80 Dollar weitere 16 Dollar hinzu. Die Transportkosten w\u00fcrden damit von rund zehn auf etwa 26 Dollar steigen. Bei einem Supertanker mit zwei Millionen Barrel w\u00e4ren das Zusatzkosten von mehr als 30 Millionen Dollar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Streit um Stra\u00dfe von Hormus Trump will das tun, was er dem Iran verbietet 14.07.2026, 13:22 Uhr Von Jan G\u00e4nger Artikel anh\u00f6ren(05:13 min)00:00 \/ 05:13 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32431","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32431"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32431\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}