{"id":32415,"date":"2026-07-11T21:16:51","date_gmt":"2026-07-11T18:16:51","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/un-daten-zur-weltbevolkerung-wie-sich-die-welt-bis-2080-verandert\/"},"modified":"2026-07-11T21:16:51","modified_gmt":"2026-07-11T18:16:51","slug":"un-daten-zur-weltbevolkerung-wie-sich-die-welt-bis-2080-verandert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/un-daten-zur-weltbevolkerung-wie-sich-die-welt-bis-2080-verandert\/","title":{"rendered":"UN-Daten zur Weltbev\u00f6lkerung: Wie sich die Welt bis 2080 ver\u00e4ndert"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wissen<\/p>\n<h2>UN-Daten zur Weltbev\u00f6lkerungWie sich die Welt bis 2080 ver\u00e4ndert<\/h2>\n<p>11.07.2026, 13:50 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Gregor-Rittelmeyer-id30716212.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30716270\/1776253274\/Img_1_1\/36\/1BDC0A78-8807-4659-9138-A3CB87EC1676.webp\" alt=\"1BDC0A78-8807-4659-9138-A3CB87EC1676\"\/>Von Gregor Rittelmeyer und Martin Morcinek (Daten) <\/a><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/31072900\/1783698818\/Img_16_9\/1024\/Bildmontage-Schueler-in-einer-Schule-in-Bangui-Zentralafrikanische-Republik-2014.webp\" alt=\"Bildmontage-Schueler-in-einer-Schule-in-Bangui-Zentralafrikanische-Republik-2014\"\/><figcaption>Blick in eine Schule in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik &#8211; dem Land mit der weltweit h\u00f6chsten Geburtenrate (Bildmontage). (Foto: ntv.de Daten | Foto: Thomas Koehler \/ picture alliance\/photothek)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nie zuvor lebten so viele Menschen gleichzeitig auf der Erde &#8211; und es werden t\u00e4glich mehr. Die Weltbev\u00f6lkerung schwillt UN-Daten zufolge weiter an, entwickelt sich regional jedoch h\u00f6chst unterschiedlich. Deutschland schrumpft, andere L\u00e4nder legen stark zu. Die heftigste Prognose betrifft China.<\/p>\n<p>Die Vorhersage der Vereinten Nationen zur Entwicklung der weltweiten Einwohnerzahlen verhei\u00dft eine Zukunft mit mehr Menschen, gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten und grundlegend ver\u00e4nderten Lebensbedingungen: In den kommenden Jahrzehnten wird die Anzahl der Menschen von aktuell rund 8,232 Milliarden weiter wachsen, wie die UN-Statistiker in ihrer neuesten Sch\u00e4tzung zum allj\u00e4hrlichen Weltbev\u00f6lkerungstag mitteilten. Der H\u00f6hepunkt des Wachstums ist demnach erst Mitte der 2080er Jahre zu erwarten. Dann d\u00fcrften den UN-Daten zufolge voraussichtlich mehr als 10,3 Milliarden Menschen auf der Erde leben. <\/p>\n<p>Der Internationale Tag der Weltbev\u00f6lkerung geht auf den 11. Juli 1987 zur\u00fcck: An jenem Tag hatte die Menschheit die Marke von f\u00fcnf Milliarden \u00fcberschritten. Seitdem fallen die Milliardenmarken immer schneller. Von den Anf\u00e4ngen der Menschheitsgeschichte bis zur ersten Milliarde um das Jahr 1800 waren mehrere Hunderttausend Jahre vergangen. In den 1920er Jahren lebten Sch\u00e4tzungen zufolge bereits zwei Milliarden Menschen auf der Erde. Bis zur Drei-Milliarden-Marke um das Jahr 1960 dauerte es nur noch 33 Jahre. Mitte der 1970er Jahre war nach 14 weiteren Jahren bereits die Vier-Milliarden-Schwelle erreicht.     <\/p>\n<p>Die Intervalle werden k\u00fcrzer, die Sch\u00e4tzungen aufgrund verbesserter Meldedaten immer pr\u00e4ziser: Von 1960 bis 1999 verdoppelte sich die Weltbev\u00f6lkerung von drei auf sechs Milliarden. Im Herbst 2011 erblickte der siebenmilliardste Mensch die Welt. Und im November 2022 wurde die Acht-Milliarden-Marke geknackt. Wann die Menschheit die Schwelle zur Anzahl von neun Milliarden erreicht, ist noch offen. Das scheinbar ungebremste Wachstum hat sich in den vergangenen Jahren verlangsamt.  <\/p>\n<p>Wie aus den Daten der UN-Abteilung f\u00fcr Demografie und Bev\u00f6lkerungsforschung hervorgeht, legen insbesondere die Einwohnerzahlen in den bisher bev\u00f6lkerungsreichsten L\u00e4ndern Indien und China l\u00e4ngst nicht mehr so stark zu wie bisher. Mit zunehmendem Wohlstand, Industrialisierung und Verst\u00e4dterung nehmen die Geburtenraten dort ab. Die Wachstumsdynamik verlagert sich in andere Weltregionen. Hohe Geburtenziffern &#8211; statistisch gemessen an der durchschnittlichen Anzahl an Kindern je Frau &#8211; verzeichnen die Experten der Vereinten Nationen derzeit vor allem in L\u00e4ndern s\u00fcdlich der Sahara. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Deutschland-schrumpft-bis-2070-id30131616.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Sitz-des-Deutschen-Bundestags-Wie-wird-Deutschland-im-Jahr-2070-aussehen\"\/>Mehr Senioren, weniger EinwohnerDeutschland schrumpft bis 2070<\/a><\/p>\n<p>J\u00fcngsten UN-Sch\u00e4tzungen zufolge k\u00f6nnte Afrika bis 2100 um etwa 2,6 Milliarden Menschen wachsen. W\u00e4hrend das Bev\u00f6lkerungswachstum in China und Indien zum Stillstand kommt und sich die Einwohnerzahlen in Europa, Japan und Nordamerika tendenziell eher r\u00fcckl\u00e4ufig entwickeln, d\u00fcrften die L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara dann demnach fast im Alleingang die Wachstumstreiber bleiben.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungsentwicklung im Subsahara-Staat Niger zeigt das exemplarisch: 1950 lebten dort 2,5 Millionen Menschen, 1987 waren es 7,5 Millionen, f\u00fcr 2025 wird die Einwohnerzahl bereits auf 27,9 Millionen gesch\u00e4tzt. Das Land geh\u00f6rt zu den L\u00e4ndern, die laut UN-Sch\u00e4tzung bis mindestens 2054 nicht nur stark wachsen, sondern ihre Bev\u00f6lkerung bis dahin sogar verdoppeln werden. \u00c4hnliche Bedingungen gelten in den schon jetzt weitaus bev\u00f6lkerungsreichen regionalen Nachbarn wie Nigeria, \u00c4thiopien oder dem Kongo. <\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig: Viele afrikanische Staaten weisen nicht nur die weltweit h\u00f6chsten Geburtenraten auf, sondern auch eine au\u00dfergew\u00f6hnlich junge Bev\u00f6lkerung. In Niger zum Beispiel liegt der Altersdurchschnitt bei lediglich 18 Jahren. Beeindruckend ist auch der Bev\u00f6lkerungsanteil der Kinder. In den L\u00e4ndern mit au\u00dfergew\u00f6hnlich starkem Wachstum gibt es &#8211; auch bedingt durch eine niedrigere Lebenserwartung &#8211; durchgehend auch den gr\u00f6\u00dften Prozentsatz an Minderj\u00e4hrigen. Am h\u00f6chsten ist der Anteil der Kinder an der Gesamtbev\u00f6lkerung in der Zentralafrikanischen Republik: Fast die H\u00e4lfte der Einwohner dort ist unter 15 Jahre alt. Die Mehrheit der Menschen in den Staaten s\u00fcdlich der Sahara ist deutlich j\u00fcnger als der weltweite Durchschnitt, der bei 31 Jahren liegt.<\/p>\n<p>In Europa hingegen bewegt sich der Altersdurchschnitt deutlich dar\u00fcber. In Deutschland etwa ist der Durchschnittsmensch laut UN-Berechnung 45,5 Jahre alt. Die Lebensbedingungen sind freundlicher, die allgemeine Lebenserwartung deutlich h\u00f6her &#8211; entsprechend hoch ist auch der Anteil der \u00e4lteren Bev\u00f6lkerung. Der deutsche Kinderanteil wirkt niedrig: Aktuell sind nur 13,9 Prozent der Deutschen unter 15 Jahre alt. Die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst hierzulande deutlich langsamer. Die Geburtenrate lag im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 1,32 Kindern pro Frau. Zum Vergleich: In Niger liegt sie bei 5,8 Kindern pro Frau.<\/p>\n<p>Von einer stabilen Einwohnerzahl ist Deutschland weit entfernt: Daf\u00fcr w\u00e4re laut Bev\u00f6lkerungsforschung &#8211; weitere Faktoren wie etwa Wanderungsbewegungen hier unber\u00fccksichtigt &#8211; eine Geburtenrate von etwa 2,1 Kindern pro Frau erforderlich. Seit den 1960er Jahren bewegt sich das allgemeine Geburtenaufkommen in Deutschland darunter. Experten des Statistischen Bundesamts warnen seit L\u00e4ngerem vor einer r\u00fcckl\u00e4ufigen Bev\u00f6lkerungsentwicklung: Mit den Auswirkungen des demografischen Wandels und der \u00dcberalterung d\u00fcrften bis zum Jahr 2070 knapp zehn Prozent weniger Menschen in Deutschland leben &#8211; mit allen Folgen f\u00fcr Arbeitsmarkt, Kommunalplanung und Wirtschaft. <\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderungen der kommenden Jahre betreffen Deutschland jedoch nicht alleine. In insgesamt 63 Weltregionen gehen die UN-Bev\u00f6lkerungsforscher von sinkenden Einwohnerzahlen aus. Die wom\u00f6glich gr\u00f6\u00dften Umbr\u00fcche sagen die UN-Statistiker f\u00fcr die Volksrepublik China voraus: Bis zum Ende des Jahrhunderts k\u00f6nnte die einst wachstumsst\u00e4rkste Region der Welt mehr als die H\u00e4lfte seiner aktuellen Einwohnerzahl verlieren. <\/p>\n<p>Partner-Servicemehr anzeigen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissen UN-Daten zur Weltbev\u00f6lkerungWie sich die Welt bis 2080 ver\u00e4ndert 11.07.2026, 13:50 Uhr Von Gregor Rittelmeyer und Martin Morcinek (Daten) Blick in eine Schule in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32415","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32415\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}