{"id":32362,"date":"2026-07-02T20:16:05","date_gmt":"2026-07-02T17:16:05","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reform-der-einkommensteuer-bei-den-reichen-ware-mehr-zu-holen\/"},"modified":"2026-07-02T20:16:05","modified_gmt":"2026-07-02T17:16:05","slug":"reform-der-einkommensteuer-bei-den-reichen-ware-mehr-zu-holen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reform-der-einkommensteuer-bei-den-reichen-ware-mehr-zu-holen\/","title":{"rendered":"Reform der Einkommensteuer: Bei den Reichen w\u00e4re mehr zu holen\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Reform der EinkommensteuerBei den Reichen w\u00e4re mehr zu holen <\/h2>\n<p>02.07.2026, 19:10 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Christina-Lohner-article24773302.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2423486\/1709272075\/Img_1_1\/36\/Christina-Lohner.webp\" alt=\"Christina-Lohner\"\/>Ein Kommentar von Christina Lohner<\/a><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/31041180\/1783009285\/Img_16_9\/1024\/Schaufenster-mit-Schriftzug-Logo-und-Rolex-Uhren-Allgaeu-Bayern-Deutschland.webp\" alt=\"Schaufenster-mit-Schriftzug-Logo-und-Rolex-Uhren-Allgaeu-Bayern-Deutschland\"\/><figcaption>Kritiker sehen nur eine Mini-Reform. (Foto: picture alliance \/ imageBROKER)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit der Einkommensteuerreform h\u00e4tten kleine und mittlere Einkommen deutlich st\u00e4rker entlastet werden k\u00f6nnen als geplant. Daf\u00fcr h\u00e4tte die Union allerdings Kr\u00f6ten schlucken m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Koalition verspricht vor allem kleinen und mittleren Einkommen Entlastung, finanziert in erster Linie \u00fcber eine h\u00f6here Reichensteuer. Schwarz-Rot h\u00e4tte den unteren Einkommensgruppen aber deutlich mehr unter die Arme greifen k\u00f6nnen. Zwar wird die Reichensteuer erh\u00f6ht, allerdings moderat. Erbschaftsteuer und der Spitzensteuersatz bleiben unangetastet.<\/p>\n<p>Bisher greift die sogenannte Reichensteuer, also der erh\u00f6hte Einkommensteuersatz von 45 Prozent, ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von knapp 280.000 Euro. K\u00fcnftig sollen ab diesem Betrag 47 Prozent f\u00e4llig werden und 45 Prozent bereits ab 250.000 Euro. <\/p>\n<p>Der durchschnittliche Steuersatz von Spitzenverdienern liegt jedoch weit darunter, denn die hohen Steuers\u00e4tze &#8211; auch der Spitzensteuersatz von 42 Prozent &#8211; werden nicht auf das gesamte Einkommen erhoben, sondern nur auf den Teil, der \u00fcber der Einkommensgrenze liegt, ab der der Steuersatz gilt. Bei Ehepaaren liegt die Grenze f\u00fcr die &quot;Reichensteuer&quot; bisher bei knapp 556.000 Euro.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Erleichterung-fuer-Pflegekraefte-Elektriker-und-Busfahrer-So-soll-die-Steuerreform-die-Buerger-entlasten-id31040457.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Lars-Klingbeil-Markus-S-der-Friedrich-Merz-und-B-rbel-Bas-bei-der-Pressekonferenz-press-conference-zu-den-Ergebnissen-des-Koalitionsausschusses-im-Garten-des-Bundeskanzleramts-Berlin-02-07\"\/>Eckdaten zur SteuerreformWie das Reformpaket auf den Geldbeutel zielt<\/a><\/p>\n<p>In den vergangenen Jahrzehnten wurden Spitzenverdiener immer mehr entlastet und die obere H\u00e4lfte der Einkommensverteilung belastet &#8211; die zus\u00e4tzlich belastenden Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge noch gar nicht eingerechnet. Eine Verschiebung der Steuerbelastung hin zu den Spitzenverdienern l\u00e4sst sich somit gut rechtfertigen.<\/p>\n<p>Diese Verschiebung h\u00e4tte jedoch deutlicher ausfallen k\u00f6nnen, etwa in Form einer Reichensteuer bereits auf niedrigere Einkommen oder auch einen h\u00f6heren Spitzensteuersatz. Diesen will die Koalition stattdessen etwas sp\u00e4ter greifen lassen: ab 70.600 statt bisher knapp 69.900 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen bei Ledigen. <\/p>\n<p>Das Entlastungsvolumen betr\u00e4gt rund zehn Milliarden pro Jahr &#8211; in den Augen des Steuerzahler-Bunds eine &quot;einzige Entt\u00e4uschung&quot;. Im Gespr\u00e4ch waren 20 bis 30 Milliarden Euro, daf\u00fcr w\u00e4ren jedoch massive Anstrengungen bei der Gegenfinanzierung n\u00f6tig gewesen. Die Union lehnte einen h\u00f6heren Spitzensteuersatz ab, weil diesen auch manche Betriebe zahlen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Rente-Steuer-Arbeit-Das-steckt-im-neuen-Reformpaket-id31039337.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Renter-auf-Parkbank-Britzer-Garten-Britz-Bezirk-Neukoelln-Berlin-Deutschland-KEINE-PERSOeNLICHKEITSRECHTE-GEKLAeRT\"\/>Strengere Krankschreibungs-RegelnRente, Steuer, Arbeit: Das steckt im neuen Reformpaket<\/a><\/p>\n<p>H\u00f6here Steuers\u00e4tze halten Spitzenverdiener Studien zufolge nicht vom Arbeiten ab. Empirisch zeigen sich vor allem bei Besserverdienern kaum Verhaltens\u00e4nderungen, wenn Steuers\u00e4tze steigen. Dieser Effekt ist im unteren Einkommensbereich, haupts\u00e4chlich bei Zweitverdienern, am st\u00e4rksten.<\/p>\n<p>H\u00f6here Steuers\u00e4tze k\u00f6nnen jedoch dazu f\u00fchren, dass Spitzenverdiener versuchen, diese zu vermeiden. Bei der Verm\u00f6gensteuer unternehmen Menschen gro\u00dfe Anstrengungen, diese zu umgehen, wie immer mehr empirische Nachweise zeigen. Zumindest vor diesem Hintergrund ergibt es Sinn, dass die Koalition keine Verm\u00f6gensteuer plant.<\/p>\n<p>Ebenso wenig geplant ist eine h\u00f6here Erbschaftsteuer, wie sie die SPD forderte. Das ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts k\u00f6nnte Schwarz-Rot aber bald dazu zwingen. Nicht nur deshalb k\u00f6nnte sich die Union doch noch damit anfreunden: Aktuelle Studien zeigen, dass sich Erbschaften negativ auf die Arbeitsbereitschaft auswirken. Dabei verlangt die Bundesregierung, dass die Deutschen mehr arbeiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Die-Merz-Koalition-setzt-auf-ganz-viel-Kleinvieh-id31039163.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Berlin-Deutschland-Bundeskanzleramt-Pressekonferenz-nach-Koalitionsausschuss-Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-und-Bundesministerin-fuer-Arbeit-und-Soziales-Baerbel-Bas-SPD\"\/>Gro\u00dfe Entlastungen fallen ausDie Merz-Koalition setzt auf ganz viel Kleinvieh<\/a><\/p>\n<p>St\u00e4rker entlasten lie\u00dfen sich niedrigere Einkommen auch \u00fcber geringere Sozialabgaben. In absoluten Zahlen profitieren nun vor allem h\u00f6here Einkommensgruppen unterhalb des Reichensteuersatzes. Ein Paar aus Lehrerin und Ingenieur mit je 5000 Euro brutto und zwei Kindern zum Beispiel darf laut Finanzministerium mit rund 678 Euro mehr pro Jahr rechnen, ein Paar aus Pflegekraft und Busfahrer mit je 2800 Euro brutto und zwei Kindern mit rund 632 Euro.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil der zehn Milliarden Euro Entlastungvolumen w\u00e4re ohnehin f\u00e4llig gewesen, wie der Steuerzahler-Bund vorrechnete: beim Grundfreibetrag ebenso wie die Erh\u00f6hung von Kindergeld und Kinderfreibetrag. So sind sich FDP und Linke ungewohnt einig: Die Entlastungen verdienten ihren Namen nicht, seien kaum mehr als eine Anpassung an die Inflation. Aus der Krise hin zu mehr Wachstum werden sie den Wirtschaftsstandort Deutschland jedenfalls nicht f\u00fchren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Reform der EinkommensteuerBei den Reichen w\u00e4re mehr zu holen 02.07.2026, 19:10 Uhr Ein Kommentar von Christina Lohner Kritiker sehen nur eine Mini-Reform. 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