{"id":32351,"date":"2026-06-30T23:27:35","date_gmt":"2026-06-30T20:27:35","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/kiews-angriffe-zeigen-wirkung-nur-noch-zwei-raffinerien-aus-russlands-top-10-sind-unversehrt\/"},"modified":"2026-06-30T23:27:35","modified_gmt":"2026-06-30T20:27:35","slug":"kiews-angriffe-zeigen-wirkung-nur-noch-zwei-raffinerien-aus-russlands-top-10-sind-unversehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/kiews-angriffe-zeigen-wirkung-nur-noch-zwei-raffinerien-aus-russlands-top-10-sind-unversehrt\/","title":{"rendered":"Kiews Angriffe zeigen Wirkung: Nur noch zwei Raffinerien aus Russlands Top 10 sind unversehrt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Kiews Angriffe zeigen WirkungNur noch zwei Raffinerien aus Russlands Top 10 sind unversehrt<\/h2>\n<p>30.06.2026, 20:13 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Uladzimir-Zhyhachou-article20127229.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2673086\/1670497049\/Img_1_1\/36\/6d612840-d481-4c7d-9138-8a2e83199fdb.webp\" alt=\"6d612840-d481-4c7d-9138-8a2e83199fdb\"\/>Von Uladzimir Zhyhachou (Text) und Martin Morcinek (Daten)<\/a>Artikel anh\u00f6ren(06:53 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/06\/TTSART_31032616_20260630201320-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 06:53<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/31032669\/1782843599\/Img_16_9\/1024\/Thick-plumes-of-smoke-with-flames-rise-from-an-oil-refinery-following-a-Ukrainian-drone-attack-in-the-course-of-Russia-Ukraine-conflict-in-Moscow-Russia-June-18-2026-in-this-picture-obtained-from-social-media-SOCIAL-MEDIA-via-REUTERS-THIS-IMAGE-HAS-BEEN-SUPPLIED-BY-A-THIRD-PARTY.webp\" alt=\"Thick-plumes-of-smoke-with-flames-rise-from-an-oil-refinery-following-a-Ukrainian-drone-attack-in-the-course-of-Russia-Ukraine-conflict-in-Moscow-Russia-June-18-2026-in-this-picture-obtained-from-social-media-SOCIAL-MEDIA-via-REUTERS-THIS-IMAGE-HAS-BEEN-SUPPLIED-BY-A-THIRD-PARTY\"\/><figcaption>Riesige Rauchwolke \u00fcber Moskau nach einem ukrainischen Drohnenangriff am 18. Juni. Die getroffene Raffinerie bleibt Experten zufolge nun monatelang au\u00dfer Betrieb. (Foto: SOCIAL MEDIA via REUTERS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ukrainische Drohnenangriffe auf \u00d6lraffinerien st\u00fcrzen Russland in eine schwere Treibstoffkrise. Von den zehn gr\u00f6\u00dften Anlagen wurden fast alle mindestens einmal getroffen. Nur zwei &#8211; beide hinter dem Ural &#8211; blieben bislang verschont. Doch auch sie sind nicht sicher.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Frontlinie in der Ukraine seit Langem kaum bewegt und keine der Kriegsparteien gr\u00f6\u00dfere Gel\u00e4ndegewinne erzielt, ist der Krieg zu einem Stellungskrieg geworden. Neue Ans\u00e4tze sind gefragt. Die Ukraine setzt daher seit Wochen massenhaft auf Angriffe gegen Russlands \u00d6lraffinerien &#8211; mit teils spektakul\u00e4ren Erfolgen. Getroffen werden nicht nur Anlagen im S\u00fcdwesten Russlands nahe der ukrainischen Grenze, sondern auch Ziele tief im Hinterland.<\/p>\n<p>Bei Wladimir Putins Prestige-Event, dem Sankt Petersburger Wirtschaftsforum, &quot;begr\u00fc\u00dfte&quot; und &quot;verabschiedete&quot; die Stadt Anfang Juni die G\u00e4ste mit gewaltigen Rauchwolken nach ukrainischen Angriffen zu Beginn und Ende der Veranstaltung. Ein paar Wochen sp\u00e4ter griff die Ukraine eine \u00d6lraffinerie in Moskau an &#8211; Fotos von der in schwarze Rauchschwaden geh\u00fcllten Hauptstadtregion gingen um die Welt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Explosion-katapultiert-riesiges-Treibstoff-Dach-in-die-Hoehe-id30981884.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KoelnNews_340710179_633\"\/>Kriegsbilder aus MoskauExplosion katapultiert riesiges Treibstoff-Dach in die H\u00f6he<\/a><\/p>\n<p>Nicht alle ukrainischen Treffer sorgen f\u00fcr so viel Aufmerksamkeit in den westlichen Medien, zumal die Meldungen \u00fcber die Angriffe auf Russlands Energieanlagen inzwischen an der Tagesordnung sind. Bereits Ende Mai 2026 gab es laut einem Reuters-Bericht keine gr\u00f6\u00dfere \u00d6lraffinerie im europ\u00e4ischen Teil Russlands \u2013 also westlich des Urals \u2013, die nicht mindestens einmal Ziel ukrainischer Drohnen geworden war. <\/p>\n<p>Einige Anlagen wurden mehrfach angegriffen. So wurde etwa die Lukoil-Raffinerie in Wolgograd, die j\u00e4hrlich mehr als 14 Millionen Tonnen \u00d6l verarbeitet und damit \u00fcber f\u00fcnf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazit\u00e4t ausmacht, inzwischen mindestens zehnmal attackiert.<\/p>\n<h2>Ein Drittel der Raffineriekapazit\u00e4ten steht wohl still<\/h2>\n<p>Die Folgen sind erheblich. Mehrere Anlagen mussten ihre Produktion drosseln oder vollst\u00e4ndig einstellen, was zu einer schweren Treibstoffkrise f\u00fchrte. In Russland, einer Rohstoffgro\u00dfmacht, wird Benzin knapp. Bereits Anfang Juni sank die t\u00e4gliche \u00d6lverarbeitung laut Analysten der Beratungsfirma Energy Intelligence auf unter vier Millionen Barrel &#8211; den niedrigsten Stand seit \u00fcber zwei Jahrzehnten. Demnach steht etwa ein Drittel der Raffineriekapazit\u00e4ten derzeit still. Branchenkreisen zufolge wird beispielsweise die Moskauer Raffinerie f\u00fcr mindestens ein halbes Jahr ausfallen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/In-Russland-wird-Benzin-zur-Mangelware-id31030692.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Cars-line-up-at-a-Lukoil-gas-station-in-Moscow-Monday-June-29-2026\"\/>Drohnen treffen RaffinerienIn Russland wird Benzin zur Mangelware<\/a><\/p>\n<p>Im ganzen Land bilden sich lange Schlangen an Tankstellen. Autofahrer warten teils stundenlang, in der Region Transbaikalien Berichten zufolge sogar bis zu 36 Stunden. Und selbst wer endlich tanken kann, muss bald wieder anstehen: In vielen Regionen ist die Abgabe begrenzt &#8211; in Transbaikalien etwa auf maximal 15 Liter pro Woche.<\/p>\n<p>Auf der bereits 2014 annektierten Krim wird Benzin nur noch \u00fcber digitale Bezugsscheine per QR-Code ausgegeben \u2013 und auf maximal 20 Liter pro Woche begrenzt. Und selbst in der Region Omsk, in der sich die gr\u00f6\u00dfte \u00d6lraffinerie des Landes befindet, gelten Verkaufsverbote f\u00fcr Kraftstoff in Kanistern sowie Begrenzungen auf 40 Liter pro Tankf\u00fcllung.<\/p>\n<p>Und das, obwohl die Anlage in Omsk neben der in Angarsk am Baikalsee die einzige aus den Top 10 der gr\u00f6\u00dften Raffinerien des Landes ist &#8211; gemessen an der Verarbeitungskapazit\u00e4t &#8211; die noch nie von ukrainischen Drohnen angegriffen wurde. In der Raffinerie Omsk kam es zwar bereits im August 2024 zu einer Explosion mit anschlie\u00dfendem Gro\u00dfbrand, der zeitweise etwa die H\u00e4lfte der Kapazit\u00e4ten lahmlegte &#8211; Hinweise auf eine ukrainische Beteiligung lagen aber nicht vor.<\/p>\n<p>Beide Anlagen, die noch nie Ziel der ukrainischen Drohnenangriffe waren, liegen \u00f6stlich des Ural-Gebirges, im asiatischen Teil Russlands, und somit weit weg von der Ukraine. Ganz sicher vor Angriffen sind sie dadurch allerdings nicht. <\/p>\n<p>Einzelne Vorf\u00e4lle zeigen, dass f\u00fcr die ukrainischen Drohnen auch weit entfernte Ziele potenziell erreichbar sind. So meldeten russische Beh\u00f6rden am 20. Juni einen Drohnenangriff auf eine Raffinerie in der westsibirischen Region Tjumen, rund 2000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Zwar seien die Drohnen abgefangen worden und es habe keine Sch\u00e4den gegeben &#8211; dennoch verdeutlicht der Vorfall die wachsende Reichweite solcher Angriffe.<\/p>\n<h2>Angriffe aus dem Inneren Russlands heraus<\/h2>\n<p>Hinzu kommt, dass Drohnenoperationen nicht zwingend direkt von ukrainischem Territorium aus gestartet werden m\u00fcssen. Bei der Operation &quot;Spinnennetz&quot; des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Juni 2025 wurden zahlreiche kleine Drohnen mit Sprengstoff in Containern versteckt. Die Container wurden von beauftragten, ahnungslosen russischen Fahrern auf Transportern in die N\u00e4he der Ziele gefahren. Per Fernsteuerung stiegen dann die Drohnen durch die ge\u00f6ffneten D\u00e4cher der Container auf und griffen ihre Ziele &#8211; Milit\u00e4rflugpl\u00e4tze &#8211; an. Unter anderem auch im Fernen Osten Russlands. Auch wenn die Operation mehrere Monate im Voraus geplant werden musste, zeigt sie, dass selbst vermeintlich sichere Gebiete nicht mehr automatisch vor Angriffen gesch\u00fctzt sind. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Die-erstaunlichsten-Militaer-Manoever-der-Ukraine-article25807662.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"rus\"\/>Als Putin vor Wut sch\u00e4umteDie erstaunlichsten Milit\u00e4r-Man\u00f6ver der Ukraine<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend es an der Front kaum Bewegung gibt, versucht die Ukraine also, Russland auf anderem Wege unter Druck zu setzen &#8211; mit zunehmendem Erfolg. Die Treibstoffknappheit, steigende Preise und das Gef\u00fchl, dass der Krieg inzwischen auch im eigenen Alltag sichtbar wird, setzen die russische Wirtschaft und Gesellschaft sp\u00fcrbar unter Druck.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Putin gab die Versorgungsprobleme \u00f6ffentlich zu und berief eine Krisensitzung ein. Der Kreml pr\u00fcft nun inzwischen sogar den Import von Benzin und erw\u00e4gt ein Exportverbot f\u00fcr Diesel. W\u00e4hrend der Krieg lange Zeit f\u00fcr viele Menschen abstrakt blieb, wird er nun im Alltag sp\u00fcrbar &#8211; an der Tankstelle, in steigenden Preisen und durch sichtbare Angriffe auf eigenem Territorium. Ob und wann sich dieser Druck politisch niederschl\u00e4gt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die Ukraine hat einen Weg gefunden, den Krieg nach Russland hineinzutragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Kiews Angriffe zeigen WirkungNur noch zwei Raffinerien aus Russlands Top 10 sind unversehrt 30.06.2026, 20:13 Uhr Von Uladzimir Zhyhachou (Text) und Martin Morcinek (Daten)Artikel anh\u00f6ren(06:53 min)00:00 \/ 06:53 0.5x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32351","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32351","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32351"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32351\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32351"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32351"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32351"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}