{"id":32283,"date":"2026-06-21T13:26:32","date_gmt":"2026-06-21T10:26:32","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/spannungen-verscharfen-sich-angriff-aus-belarus-im-ukrainischen-grenzgebiet-herrscht-funkstille\/"},"modified":"2026-06-21T13:26:32","modified_gmt":"2026-06-21T10:26:32","slug":"spannungen-verscharfen-sich-angriff-aus-belarus-im-ukrainischen-grenzgebiet-herrscht-funkstille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/spannungen-verscharfen-sich-angriff-aus-belarus-im-ukrainischen-grenzgebiet-herrscht-funkstille\/","title":{"rendered":"Spannungen versch\u00e4rfen sich: Angriff aus Belarus? Im ukrainischen Grenzgebiet herrscht Funkstille"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Spannungen versch\u00e4rfen sichAngriff aus Belarus? Im ukrainischen Grenzgebiet herrscht Funkstille<\/h2>\n<p>21.06.2026, 11:14 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Robin Gr\u00fctzmacher, WolynArtikel anh\u00f6ren(08:24 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/06\/TTSART_30990572_20260621111500-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 08:24<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30990828\/1781951688\/Img_16_9\/1024\/vlcsnap-2026-06-20-10h30m00s826.webp\" alt=\"vlcsnap-2026-06-20-10h30m00s826\"\/><figcaption>Eine Attrappe blickt von einem ukrainischen Aussichtsposten auf belarussisches Territorium. (Foto: Robin Gr\u00fctzmacher)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit Wochen warnt der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj vor einem m\u00f6glichen Angriff aus Belarus. Er fordert zudem den Abbau von Signalverst\u00e4rkern im Grenzgebiet. Mindestens einer davon soll sich im Westen des Landes befinden. Kontakt zur Gegenseite haben die Grenzsch\u00fctzer dort schon lange nicht mehr.<\/p>\n<p>Schon viele Kilometer vor der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus, irgendwo n\u00f6rdlich der Stadt Luzk, stehen die ersten Barrikaden auf einer Stra\u00dfe. Mehrere Soldaten kontrollieren den Verkehr, der sich hier allerdings nur auf einige wenige Autos, Lkw und Busse beschr\u00e4nkt. Wer keine Genehmigung hat, darf nicht durchfahren. In der ukrainischen Region Wolyn (Wolhynien) ist die Front im Osten des Landes weit weg, doch trotzdem erinnert vieles an ein Kriegsgebiet.<\/p>\n<p>Der letzte Kontrollpunkt auf dieser Route war mal ein Grenz\u00fcbergang zwischen Belarus und der Ukraine. Doch das ist viele Jahre her. Schon Ende 2021 habe die belarussische Seite hier dichtgemacht, erkl\u00e4rt die Sprecherin der ukrainischen Grenzschutzabteilung Wolyn, Marharyta Werschynina, ntv.de. Begr\u00fcndet wurde dies vom Nachbarstaat mit Bauarbeiten, der Kontakt brach ab. Einige Monate sp\u00e4ter griffen russische Truppen von Belarus aus die Ukraine an, etwas weiter \u00f6stlich.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"vlcsnap-2026-06-20-10h41m40s813\"\/><figcaption>Marharyta Werschynina vom ukrainischen Grenzschutz Wolyn. (Foto: Robin Gr\u00fctzmacher)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Szenario, das sich wiederholt? Die ukrainische Regierung hat dies in den vergangenen Wochen immer wieder angedeutet. Russland wolle Belarus st\u00e4rker in den Angriffskrieg hineinziehen, hie\u00df es. Minsk wiederum beschwichtigte, es gebe keine Absicht f\u00fcr eine Attacke.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich warf der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj dem n\u00f6rdlichen Nachbarn vor, mindestens vier Signalverst\u00e4rker f\u00fcr russische Drohnen an der Grenze aufgestellt zu haben. Er forderte von Diktator Alexander Lukaschenko deren Abbau innerhalb einer Woche &#8211; und drohte, sonst werde die Ukraine dies tun. Die Signalverst\u00e4rker sollen sich in den belarussischen Regionen Gomel und Brest befinden. Sie w\u00fcrden dazu beitragen, Angriffe auf die ukrainischen Regionen Schytomyr, Riwne und Wolyn zu erm\u00f6glichen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Die belarussische Region Brest und das ukrainische Wolyn haben eine etwa 200 Kilometer lange gemeinsame Grenze. In den ukrainischen W\u00e4ldern n\u00f6rdlich von Luzk sind gro\u00dfe und kleine Bunkeranlagen mit Schie\u00dfscharten zu sehen. Daneben schl\u00e4ngeln sich Sch\u00fctzengr\u00e4ben durch den Boden. In den vergangenen Jahren wurden offenbar mehrere Verteidigungslinien aufgebaut.<\/p>\n<h2>Schwieriges Gel\u00e4nde<\/h2>\n<p>Dass die Belarussen hier im Westen vom Boden aus angreifen, glauben die ukrainischen Grenzsch\u00fctzer eher nicht. Im immer wieder sumpfigen Gebiet w\u00e4re ein Vorr\u00fccken f\u00fcr die Truppen \u00e4u\u00dferst schwierig. Sollte es zu einer gro\u00dfangelegten Attacke kommen, dann vermutlich eher weiter \u00f6stlich. Trotzdem bereiten sich die Ukrainer auch hier intensiv auf alle Eventualit\u00e4ten vor.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"vlcsnap-2026-06-20-10h39m11s205\"\/><figcaption>Ein gepanzertes Fahrzeug mit Anti-Drohnenk\u00e4fig f\u00e4hrt am Grenzstreifen entlang. (Foto: Robin Gr\u00fctzmacher)<\/figcaption><\/figure>\n<p>&quot;In unserem Verantwortungsbereich gab es keinerlei Aktivit\u00e4ten vonseiten der belarussischen Seite. Bei uns ist alles ruhig, alles unter Kontrolle&quot;, sagt Grenzsch\u00fctzer Bogdan ntv.de, wenige Meter neben belarussischem Staatsgebiet. &quot;Wir \u00fcberwachen rund um die Uhr das angrenzende Gebiet. Wir beobachten ihre Aktivit\u00e4ten auf ihrer Seite, was sie tun, worauf sie sich vorbereiten &#8211; oder ob sie sich \u00fcberhaupt auf etwas vorbereiten.&quot;<\/p>\n<p>Es gebe sumpfige, unpassierbare Stellen, die weder zu Fu\u00df noch mit Fahrzeugen durchquert werden k\u00f6nnten, erz\u00e4hlt der Grenzsch\u00fctzer. Hinter Bogdan sind gro\u00dfe Betonkl\u00f6tze aufgestapelt, dar\u00fcber befindet sich Stacheldraht. Dieser ist laut seinem Kollegen Igor an der gesamten Grenzlinie installiert. So soll es m\u00f6glichen Angreifern aus Belarus erschwert werden, \u00fcber die Absperrungen zu klettern. &quot;Er ist dazu bestimmt, den Gegner zu verletzen und ihn so lange aufzuhalten, bis die Eingreifgruppe eintrifft&quot;, sagt Igor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Moeglich-dass-Russen-deutsche-Munitionsfabriken-angreifen-id30878980.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Krause\"\/>Krause: Eskalation w\u00e4re denkbar&quot;M\u00f6glich, dass Russen deutsche Munitionsfabriken angreifen&quot;<\/a><\/p>\n<p>Das Gebiet ist wahrscheinlich nicht durchg\u00e4ngig mit einer gro\u00dfen Anzahl Soldaten gesichert. &quot;An der Grenze zwischen der Ukraine und Belarus haben wir derzeit keine so starke Front&quot;, sagte Pr\u00e4sident Selenskyj laut dem Blog Wartranslated k\u00fcrzlich. Bei einem gr\u00f6\u00dferen Angriff m\u00fcsste wahrscheinlich viel Personal verlegt werden. Doch gerade Infanteristen sind rar und werden im Osten ben\u00f6tigt.<\/p>\n<h2>Kein Kontakt zwischen beiden Seiten<\/h2>\n<p>Auch auf ein Vorr\u00fccken mit Panzern sind die Ukrainer vorbereitet. Parallel zur Mauer gibt es einen mehrere Meter breiten und tiefen Graben. Dahinter befinden sich sogenannte Drachenz\u00e4hne. Igor verweist zudem auf den sandigen und torfigen Boden. Fahrzeuge w\u00fcrden darin versinken und keinen festen Halt finden. Das Gebiet soll weitreichend vermint sein.<\/p>\n<p>In einem Aussichtsposten blickt eine menschliche Attrappe in ukrainischer Uniform auf das Territorium des Nachbarlandes. Belarus hat das direkte Grenzgebiet in diesem Abschnitt nicht vergleichbar befestigt. Nur ein einsamer Grenzpfahl steht hinter den Betonmauern.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"IMG_4745\"\/><figcaption>Panzergraben und Drachenz\u00e4hne an der Grenze. (Foto: Robin Gr\u00fctzmacher)<\/figcaption><\/figure>\n<p>&quot;Wir setzen Drohnen zur \u00dcberwachung der Staatsgrenze ein&quot;, sagt Sprecherin Werschynina. &quot;Dar\u00fcber hinaus gibt es Kameras und ein System der Fernvideo\u00fcberwachung, durch das unser gesamter Abschnitt abgedeckt ist.&quot; Auch das belarussische Gebiet werde, soweit es die Kameras zulassen, beobachtet.<\/p>\n<p>Kontakt zu den Belarussen haben die ukrainischen Grenzsch\u00fctzer schon lange nicht mehr. Seitdem diese den Abschnitt 2021 geschlossen haben, herrscht Funkstille. Der 203 Kilometer lange Grenzabschnitt der ukrainischen Region Wolyn sei mit Befestigungsanlagen ausgebaut, sagt Weschynina. &quot;Aber wir erweitern das System sowohl entlang der Staatsgrenze als auch in der n\u00e4heren Umgebung kontinuierlich.&quot;<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"vlcsnap-2026-06-21-09h29m32s572\"\/><figcaption>Soldaten an einer Barriere aus Stacheldraht. (Foto: Robin Gr\u00fctzmacher)<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Nach wie vor kommen russische Drohnen aus Belarus<\/h2>\n<p>In der N\u00e4he der Befestigungsanlagen, die in diesem Abschnitt besichtigt werden k\u00f6nnen, leben keine Menschen. Aber ein St\u00fcck weiter hinter der Grenze gibt es ein Dorf mit mehreren H\u00e4usern. Eine \u00e4ltere Frau sitzt dort auf einer Bank an einer Stra\u00dfe und hat keine direkte Sorge vor einem Angriff der Belarussen. Sie habe gerade ihre Saat ausgebracht und hoffe, dass alles gut werde, sagt sie ntv.de.<\/p>\n<p>Eine weitere Einwohnerin namens Nadiia erz\u00e4hlt vor einem kleinen Lebensmittelgesch\u00e4ft, der Krieg insgesamt mache sie nerv\u00f6s und \u00e4ngstlich. Bei tieffliegenden Hubschraubern w\u00fcrde sie anfangen, zu zittern. Sie denke viel an ihre Enkelkinder, die dienen w\u00fcrden. <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"IMG_7310\"\/><figcaption>Diese Frau hat ihr Haus im Grenzgebiet. (Foto: Robin Gr\u00fctzmacher)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Belarus ist einer der gr\u00f6\u00dften Unterst\u00fctzer Russlands im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dass Staatschef Lukaschenko in einem Interview des Fernsehsenders Al Arabija zuletzt m\u00e4\u00dfigere T\u00f6ne anschlug, findet daher nur wenig Beachtung. Letztlich d\u00fcrfte er unter gro\u00dfem Druck aus dem Kreml stehen.<\/p>\n<p>Der Diktator hatte gesagt, ein milit\u00e4rischer Sieg sei f\u00fcr beide Seiten unrealistisch. Die Ukraine habe vor seinem Land nichts zu bef\u00fcrchten. Eine absurde Behauptung, denn nach wie vor fliegen russische Drohnen aus dem Luftraum von Belarus in die Ukraine. 2022 nutzten die Kreml-Streitkr\u00e4fte belarussisches Territorium als Aufmarschgebiet f\u00fcr ihre Invasion.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ukraine-Krieg-Lukaschenko-ueberrascht-mit-Aussage-zu-militaerischem-Sieg-Entschuldigung-bei-Selenskyj-id30970898.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"HANDOUT-21-05-2026-Belarus-Auf-diesem-Foto-das-vom-Pressedienst-des-belarussischen-Praesidenten-veroeffentlicht-wurde-spricht-der-belarussische-Praesident-Alexander-Lukaschenko-M-zu-Offizieren-waehrend-er-an-gemeinsamen-Nuklearuebungen-der-russischen-und-belarussischen-Streitkraefte-im-Bezirk-Asipowitschi-in-Belarus-teilnimmt\"\/>Entschuldigung bei SelenskyjLukaschenko nennt milit\u00e4rischen Sieg unrealistisch<\/a><\/p>\n<p>Die Ukraine hat laut der Plattform Kyiv Independent vor einigen Tagen angek\u00fcndigt, f\u00fcr den Norden des Landes neue Drohneneinheiten aufzustellen und sich auf potenzielle Entwicklungen auf dem Schlachtfeld vorzubereiten. Wo genau diese Einheiten entlang der \u00fcber 1000 Kilometer langen Grenze stationiert werden sollen, wurde nicht gesagt. Lukaschenko hatte die ukrainischen Truppen in dem Gebiet Ende Mai als &quot;Kanonenfutter&quot; bezeichnet.<\/p>\n<p>(\u00dcbersetzungen von Oleksij Obolenskyj)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Spannungen versch\u00e4rfen sichAngriff aus Belarus? Im ukrainischen Grenzgebiet herrscht Funkstille 21.06.2026, 11:14 Uhr Von Robin Gr\u00fctzmacher, WolynArtikel anh\u00f6ren(08:24 min)00:00 \/ 08:24 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Eine Attrappe<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32283"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32283\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}