{"id":32267,"date":"2026-06-19T08:06:42","date_gmt":"2026-06-19T05:06:42","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/teherans-atomprogramm-groster-streitpunkt-zwischen-usa-und-iran-noch-nicht-geklart\/"},"modified":"2026-06-19T08:06:42","modified_gmt":"2026-06-19T05:06:42","slug":"teherans-atomprogramm-groster-streitpunkt-zwischen-usa-und-iran-noch-nicht-geklart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/teherans-atomprogramm-groster-streitpunkt-zwischen-usa-und-iran-noch-nicht-geklart\/","title":{"rendered":"Teherans Atomprogramm: Gr\u00f6\u00dfter Streitpunkt zwischen USA und Iran noch nicht gekl\u00e4rt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Teherans AtomprogrammGr\u00f6\u00dfter Streitpunkt zwischen USA und Iran noch nicht gekl\u00e4rt<\/h2>\n<p>19.06.2026, 06:56 Uhr <\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30985766\/1781849408\/Img_16_9\/1024\/ARCHIV-21-08-2010-Iran-Bushehr-Eine-iranische-Flagge-flattert-vor-dem-Reaktorgebaeude-des-Kernkraftwerks-Buscher.webp\" alt=\"ARCHIV-21-08-2010-Iran-Bushehr-Eine-iranische-Flagge-flattert-vor-dem-Reaktorgebaeude-des-Kernkraftwerks-Buscher\"\/><figcaption>Das Reaktorgeb\u00e4ude des iranischen Kernkraftwerks Buscher: Wie es mit den Uran-Best\u00e4nden des Landes weitergehen soll, ist offen. (Foto: Vahid Salemi\/AP\/dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Washington und Teheran unterzeichnen ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges &#8211; doch Gespr\u00e4che \u00fcber das iranische Atomprogramm stehen noch bevor. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Die Verhandlungen k\u00f6nnten Jahre dauern.<\/p>\n<p>Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ist unklar, wie es nun weitergeht. Vorgesehen war eigentlich, dass Delegationen beider L\u00e4nder heute in der Schweiz zu Gespr\u00e4chen \u00fcber die schwierigsten Knackpunkte zusammenkommen, darunter Irans Atomprogramm. US-Vizepr\u00e4sident JD Vance werde jedoch nicht wie vorgesehen in der Nacht zum heutigen Freitag fliegen, sagte ein Regierungsbeamter in Washington. Ob oder wann die Reise stattfindet, blieb zun\u00e4chst unklar. Gleiches gilt f\u00fcr die iranische Seite. Die Schweiz sagte die Gespr\u00e4che daraufhin ganz ab.<\/p>\n<p>Derweil hoben die USA nach Milit\u00e4rangaben gem\u00e4\u00df der im Rahmenabkommen getroffenen Vereinbarung ihre wochenlange Seeblockade iranischer H\u00e4fen auf. Die Passage von Schiffen mit Start oder Ziel im Iran werde auf Anweisung von Pr\u00e4sident Donald Trump nicht mehr verhindert, teilte das Regionalkommando Centcom mit. Das Abkommen sieht im Gegenzug eine freie Durchfahrt durch die Stra\u00dfe von Hormus vor. Bisher verl\u00e4uft der Schiffsverkehr dort jedoch weiter nur verhalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/USA-unterschreiben-Iran-Aufruestung-mit-300-Milliarden-id30982070.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Umbach1806\"\/>Umbach analysiert neues AbkommenUSA &quot;unterschreiben Iran-Aufr\u00fcstung&quot; mit 300 Milliarden<\/a><\/p>\n<p>Der Iran verlange, dass alle Handelsschiffe vor einer Passage durch die wichtige Meerenge einen Antrag einreichen, meldete die &quot;Tehran Times&quot;. Das Sekretariat des obersten nationalen Sicherheitsrats teilte demnach mit, dass f\u00fcr einen Zeitraum von 60 Tagen keine Geb\u00fchren entrichtet werden m\u00fcssten. Die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde sei angewiesen worden, alle Antr\u00e4ge z\u00fcgig und vorrangig zu pr\u00fcfen und zu bearbeiten.<\/p>\n<p>Im m\u00fchsam ausgehandelten Rahmenabkommen ist festgelegt, dass der Iran in Absprache mit dem Anrainerstaat Oman nach 60 Tagen kostenfreien Schiffsverkehrs die Regeln f\u00fcr weitere Durchfahrten neu definieren kann. Dieser Aspekt k\u00f6nnte f\u00fcr Streit sorgen. V\u00f6lkerrechtler halten Geb\u00fchren ohnehin f\u00fcr problematisch, die US-Regierung hatte sie wiederholt als inakzeptabel bezeichnet.<\/p>\n<h2>Hochangereichertes Uran als Knackpunkt<\/h2>\n<p>Der sicher schwierigste Streitpunkt in den Verhandlungen wird das iranische Atomprogramm sein und die Frage, wie es mit den Uran-Best\u00e4nden des Landes weitergehen soll. Dem Vernehmen nach verf\u00fcgt der Iran \u00fcber mehr als 400 Kilogramm hochangereichertes Uran, das relativ leicht in waffenf\u00e4higes Material umgewandelt werden k\u00f6nnte. Nach Angaben von US-Vizepr\u00e4sident Vance hat die F\u00fchrung in Teheran zugesagt, kein Uran mehr anzureichern und internationalen Inspektoren Zugang zu gew\u00e4hren, damit die hochangereicherten Uran-Best\u00e4nde zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen. Sollte die iranische Seite diese Zusagen einhalten, sehe die Vereinbarung verschiedene Gegenleistungen vor, sagte Vance.<\/p>\n<p>Im ver\u00f6ffentlichten Rahmenabkommen wiederholt die Islamische Republik ihre offizielle Position, niemals Atomwaffen zu produzieren. Zudem wurde als Mindestma\u00dfnahme eine Verd\u00fcnnung des gelagerten hochangereicherten Urans unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) niedergeschrieben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/JD-Vance-Wir-haben-Nebenabreden-mit-den-Mullahs-id30985292.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"United-States-Vice-President-JD-Vance-conducts-a-briefing-in-the-James-S-Brady-Press-Briefing-Room-of-the-White-House-in-Washington-DC-USA-on-Thursday-June-18-2026-The-Vice-President-led-the-team-that-negotiated-the-recent-Memorandum-of-Understanding-that-resulted-in-the-effective-end-of-military-action-against-Iran\"\/>Gentlemen&#039;s AgreementsJD Vance: Wir haben Nebenabreden mit den Mullahs<\/a><\/p>\n<p>Die IAEA soll nach eigenen Angaben an den weiteren Verhandlungen teilnehmen. Daf\u00fcr sind 60 Tage angesetzt, die Frist kann in beiderseitigem Einvernehmen aber auch verl\u00e4ngert werden. \u00c4hnliche Verhandlungen \u00fcber das bisher letzte gro\u00dfe Abkommen mit dem Iran, den in Wien geschlossenen Atomdeal von 2015, hatten fast zwei Jahre gedauert.<\/p>\n<p>Irans Revolutionsf\u00fchrer Modschtaba Chamenei hat das Rahmenabkommen mit den USA nach seinen eigenen Worten nur unter Vorbehalten gebilligt. Chamenei sagte laut der iranischen Staatsagentur Irna, er sei grunds\u00e4tzlich anderer Meinung gewesen, habe seine Zustimmung dann aber aus einem Gef\u00fchl der Verantwortung gegen\u00fcber der iranischen Nation und ihren Verb\u00fcndeten erteilt. Jetzt warte der Iran darauf, dass seine Bedingungen erf\u00fcllt werden. Verhandlungen bedeuteten nicht, dass der Standpunkt des Gegners akzeptiert werde.<\/p>\n<h2>Netanjahu gegen Truppenabzug<\/h2>\n<p>Das Rahmenabkommen sieht ein Kriegsende zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon vor &#8211; enth\u00e4lt aber keine explizite Klausel \u00fcber einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Nachbarland. Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu schloss einen Truppenabzug aus dem S\u00fcdlibanon bis auf weiteres aus. Israel werde sich nicht aus der von der Armee errichteten &quot;Sicherheitszone&quot; zur\u00fcckziehen, solange es seine Sicherheitsbed\u00fcrfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal als v\u00f6lkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Trump-hat-Netanjahu-geradezu-blossgestellt-id30984669.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Fritz\"\/>Pr\u00e4sident sieht Erfolg gef\u00e4hrdet&quot;Trump hat Netanjahu geradezu blo\u00dfgestellt&quot;<\/a><\/p>\n<p>Wird sich die Hisbollah an eine Waffenruhe halten, solange Israel diese Gebiete besetzt h\u00e4lt? Und wie wird sich der Iran verhalten, sollten die K\u00e4mpfe zwischen Israel und der Miliz weitergehen? Eine neuerliche Eskalation k\u00f6nnte die weiteren Gespr\u00e4che gef\u00e4hrden. Derweil erh\u00f6ht die US-Regierung mit weiteren Sanktionen den Druck auf die Hisbollah. Diese richten sich etwa gegen den fr\u00fcheren libanesischen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Suleiman Frangieh, der Geld von der Miliz angenommen habe, um sich im Parlament f\u00fcr ihre Interessen einzusetzen, teilte das US-Finanzministerium mit.<\/p>\n<h2>Vance verbittet sich Kritik<\/h2>\n<p>Vance wies unterdessen mit deutlichen Worten Kritik aus Netanjahus Regierung am US-Pr\u00e4sidenten zur\u00fcck. &quot;Donald J. Trump ist derzeit das einzige Staatsoberhaupt der Welt, das Israel wohlgesinnt ist&quot;, sagte er vor der Presse. &quot;W\u00e4re ich im israelischen Kabinett, w\u00fcrde ich wohl kaum den einzigen m\u00e4chtigen Verb\u00fcndeten angreifen, den ich weltweit noch habe.&quot;<\/p>\n<p>Schon fr\u00fch in den Verhandlungen um das Rahmenabkommen hatte der Iran Wiederaufbauhilfen verlangt. Die Wirtschaft des Landes war bereits vor dem Krieg schwer angeschlagen. Die US-Regierung m\u00f6chte nun mit Geld den Iran zum Einlenken bei den weiteren Verhandlungen bringen. Das Abkommen sieht mindestens 300 Milliarden US-Dollar als eine Art Aufbaufonds vor &#8211; die Frage der Finanzierung ist jedoch bisher ausgespart. Selbst in den Reihen von Trumps Republikanern w\u00e4chst die Kritik an dem geplanten Fonds.<\/p>\n<p>Der Iran ist mit umfassenden Sanktionen der internationalen Gemeinschaft belegt. Milliarden an Einnahmen aus dem \u00d6lgesch\u00e4ft des Landes h\u00e4ngen im Ausland fest. Bisher ist festgelegt, dass die US-Sanktionen auf den iranischen \u00d6lhandel zeitweise aufgehoben werden. Die \u00d6l-Einnahmen und eingefrorenen Verm\u00f6genswerte k\u00f6nnten bei Freigabe in den Wiederaufbau des Irans nach dem Krieg flie\u00dfen &#8211; oder in die Produktion weiterer Waffen, wie Kritiker warnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Teherans AtomprogrammGr\u00f6\u00dfter Streitpunkt zwischen USA und Iran noch nicht gekl\u00e4rt 19.06.2026, 06:56 Uhr Das Reaktorgeb\u00e4ude des iranischen Kernkraftwerks Buscher: Wie es mit den Uran-Best\u00e4nden des Landes weitergehen soll, ist<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32267","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32267","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32267"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32267\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32267"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32267"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32267"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}