{"id":32257,"date":"2026-06-17T15:06:07","date_gmt":"2026-06-17T12:06:07","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wilde-szenen-an-tankstellen-25-russischen-regionen-gehen-benzin-und-diesel-aus\/"},"modified":"2026-06-17T15:06:07","modified_gmt":"2026-06-17T12:06:07","slug":"wilde-szenen-an-tankstellen-25-russischen-regionen-gehen-benzin-und-diesel-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wilde-szenen-an-tankstellen-25-russischen-regionen-gehen-benzin-und-diesel-aus\/","title":{"rendered":"Wilde Szenen an Tankstellen: 25 russischen Regionen gehen Benzin und Diesel aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>Wilde Szenen an Tankstellen25 russischen Regionen gehen Benzin und Diesel aus<\/h2>\n<p>17.06.2026, 13:00 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Christian-Herrmann-article21584372.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2981703\/1615806992\/Img_1_1\/36\/DSC8670-Edit-3-7.webp\" alt=\"DSC8670-Edit-3-7\"\/>Von Christian Herrmann<\/a>Artikel anh\u00f6ren(07:09 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/06\/TTSART_30973310_20260617130115-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 07:09<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30973335\/1781687776\/Img_16_9\/1024\/DIESES-FOTO-WIRD-VON-DER-RUSSISCHEN-STAATSAGENTUR-TASS-ZUR-VERFUeGUNG-GESTELLT-RUSSIA-DONETSK-JUNE-4-2026-An-employee-climbs-a-ladder-to-adjust-a-price-board-outside-a-petrol-station.webp\" alt=\"DIESES-FOTO-WIRD-VON-DER-RUSSISCHEN-STAATSAGENTUR-TASS-ZUR-VERFUeGUNG-GESTELLT-RUSSIA-DONETSK-JUNE-4-2026-An-employee-climbs-a-ladder-to-adjust-a-price-board-outside-a-petrol-station\"\/><figcaption>Ein Tankwart \u00e4ndert in Donezk den Benzinpreis: Auch alle von Russland besetzten ukrainischen Gebiete sind von der Kraftstoffkrise betroffen. (Foto: picture alliance \/ TASS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Ukraine nimmt seit vielen Monaten russische Raffinerien, \u00d6ldepots und Treibstofflager ins Visier. Offenbar erfolgreich: Autofahrer sitzen an Tankstellen immer h\u00e4ufiger auf dem Trockenen. &quot;Wir k\u00f6nnen die Landwirtschaft bald dichtmachen&quot;, warnt die Agrarindustrie.<\/p>\n<p>Gro\u00dfst\u00e4dte wie Moskau und St. Petersburg sind betroffen. Die zentralrussischen Oblasten Rjasan und Orjol laut dem unabh\u00e4ngigen russischen Exilmedium &quot;The Bell&quot; auch. Pskow und Nowgorod im Nordwesten des Landes ebenfalls. Auch Karelien an der finnischen Grenze und Murmansk am Polarkreis schr\u00e4nken den Treibstoff-Verkauf ein. Berichten zufolge wird Kraftstoff zudem in den russischen Grenzregionen Kursk, Belgorod und Woronesch knapp, aber auch in weit entfernten Gebieten wie Krasnojarsk und Tomsk in Sibirien sowie Kamtschatka im Fernen Osten. <\/p>\n<p>Die Versorgungslage ist eindeutig: Russische Regionen melden reihenweise Einschr\u00e4nkungen beim Verkauf von Benzin und Diesel. Es sind keine kleinen Engp\u00e4sse, sondern gro\u00dfe Lieferschwierigkeiten. &quot;In Irkutsk in Sibirien hat ein Abgeordneter der Kremlpartei Einiges Russland gesagt, dass man die Landwirtschaft dichtmachen k\u00f6nne, wenn man nicht jetzt Diesel bekomme&quot;, berichtet ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau. &quot;Nicht nur in Sibirien, auch im S\u00fcden Russlands hat die Landwirtschaft Probleme.&quot;<\/p>\n<h2> &quot;Schlimmste Treibstoffkrise seit 21 Jahren&quot;<\/h2>\n<p>Die Kraftstoffkrise ist das Verdienst der ukrainischen Streitkr\u00e4fte. Sie greifen seit Monaten Knotenpunkte der russischen \u00d6lindustrie an, darunter Raffinerien, Treibstofflager und \u00d6lterminals. Allein im Mai wurden acht der zehn gr\u00f6\u00dften Raffinerien besch\u00e4digt, wie das US-Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet. Einige hat die Ukraine demzufolge gleich mehrfach angegriffen. Nach den Angriffen mussten die Anlagen ihre Produktion oder ihre Lieferungen teilweise oder vollst\u00e4ndig einstellen &#8211; je nachdem, wie lange die Reparaturen dauern. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Munz-Russland-versucht-Dieselknappheit-zu-verschweigen-id30971671.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Rainer\"\/>&quot;Gro\u00dfes Problem&quot; f\u00fcr MoskauMunz: Russland versucht, Dieselknappheit zu verschweigen<\/a><\/p>\n<p>Die Auswirkungen sind enorm. Inzwischen haben 25 russische Regionen den Verkauf von Diesel und Benzin eingeschr\u00e4nkt. Auch in allen besetzten Regionen der Ukraine sind Kraftstoffe knapp. Sch\u00e4tzungsweise ist ein Drittel bis die H\u00e4lfte der russischen Bev\u00f6lkerung von Rationierungen betroffen. &quot;Igor Lipsiz, einer der sehr bekannten russischen Wirtschaftsexperten, sagt, ein Drittel von dem, was Russland produzieren und raffinieren kann, ist weg&quot;, sagt Munz. &quot;Er spricht von der schlimmsten Treibstoffkrise in Russland seit 21 Jahren.&quot; <\/p>\n<h2>Tankstellen best\u00e4tigen Obergrenze<\/h2>\n<p>In den staatlichen russischen Nachrichten wird das Thema nicht erw\u00e4hnt, aber die Auswirkungen lassen sich nicht l\u00e4nger totschweigen. Einwohner der Industriestadt Samara, 1000 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Moskau, berichten etwa dem russischen Nachrichtenkanal &quot;Ostorozhno Novosti&quot; auf Telegram, dass es an vielen Tankstellen der Tatneft-Kette seit einigen Tagen kein Benzin mehr gibt. Dort, wo Kraftstoff verf\u00fcgbar war, wurde der Verkauf auf wenige Liter pro Kunde begrenzt. \u00c4hnlich soll es in anderen Millionenst\u00e4dten wie Kasan oder Nischni Nowgorod aussehen. <\/p>\n<p>ntv.de als bevorzugte Quelle bei Google<\/p>\n<p>Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen eine Box mit Schlagzeilen zum Thema angezeigt.<br \/>Hinterlegen Sie ntv als bevorzugte Quelle. Nur dann bekommen Sie in dieser Schlagzeilen-Box regelm\u00e4\u00dfig unsere Inhalte &#8211; redaktionell gepr\u00fcft und verl\u00e4sslich.<br \/>ntv.de als bevorzugte Quelle bei Google einstellen<\/p>\n<p>Tatneft ist die f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Tankstellenkette Russlands. Auf Nachfrage der franz\u00f6sischen Nachrichtenagentur AFP hat das Unternehmen die Obergrenzen best\u00e4tigt: Autofahrerinnen und Autofahrer d\u00fcrfen an allen 800 Tankstellen im Land vorerst nur noch 30 Liter Benzin oder 60 Liter Diesel tanken. Wie lange die Beschr\u00e4nkungen gelten werden, sei unklar. <\/p>\n<h2>Benzin in wenigen Sekunden ausverkauft<\/h2>\n<p>Verglichen mit der Lage auf der Krim scheinen die Auswirkungen auf russischem Staatsgebiet dennoch gering: Auf der annektierten Halbinsel im Schwarzen Meer haben die russischen Besatzungsbeh\u00f6rden den Benzinverkauf bereits Ende Mai eingeschr\u00e4nkt. An den Tankstellen spielten sich anfangs wilde Szenen ab. Wer rechtzeitig und mit ausreichend Geld an einer ge\u00f6ffneten Tankstelle auftauchte, hat so viel Benzin oder Diesel gekauft wie m\u00f6glich. Teilweise waren die Vorr\u00e4te demnach nach einer Stunde aufgebraucht. <\/p>\n<p>Um das Chaos in den Griff zu bekommen, hat die Besatzer-Regierung der Krim wenig sp\u00e4ter ein spezielles Coupon- oder Voucher-System eingef\u00fchrt: kein Coupon, kein Kraftstoff. Aber auch mit Coupon gab es nur 20 Liter. Das System war kein Erfolg: Am 4. Juni hat die Besatzer-Regierung mitgeteilt, dass auf absehbare Zeit keine Coupons mehr ausgegeben oder verkauft werden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Russland-raeumt-Mangel-bei-Kraftstoffen-ein-id30944846.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"In-ihrem-Abwehrkampf-gegen-Moskaus-Angriffskrieg-gelangen-der-Ukraine-immer-wieder-empfindliche-Schlaege-russische-Oelanlagen\"\/>Wegen ukrainischer AngriffeRussland r\u00e4umt Mangel bei Kraftstoffen ein<\/a><\/p>\n<p>\u00c4hnlich sind die Erfahrungen der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim. Sie wollte, dass Autofahrer im staatlichen russischen Messengerdienst Max einen QR-Code generieren, der zum sofortigen Kauf von Benzin oder Diesel berechtigt, damit man nicht erst an der Tankstelle erf\u00e4hrt, ob \u00fcberhaupt Kraftstoff verf\u00fcgbar ist. Der Engpass scheint allerdings so gro\u00df, dass die t\u00e4gliche Benzinquote innerhalb von Sekunden ausverkauft war. Laut dem unabh\u00e4ngigen Exilmedium &quot;The Bell&quot; fahren einige Krim-Bewohner inzwischen zum Tanken 300 Kilometer weit nach Krasnodar.<\/p>\n<h2>&quot;Au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige Wartung&quot;<\/h2>\n<p>Die Kraftstoffkrise schl\u00e4gt sich auch im Tourismus nieder. Die Krim ist im Sommer bei den Russen ein beliebtes Urlaubsziel. &quot;Kommersant&quot; berichtet unter Berufung auf Branchenexperten, dass in diesem Jahr drei bis vier Millionen Touristen wegbleiben werden. Die Moskauer Wirtschaftszeitung schreibt von zahlreichen Stornierungen und r\u00fcckl\u00e4ufigen Buchungszahlen. Als Grund f\u00fcr die Absagen wird demzufolge auch die fehlende Verf\u00fcgbarkeit von Kraftstoff genannt. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Moskaus-groesste-Oelraffinerie-steht-nach-Angriff-durch-Ukraine-in-Flammen-id30972188.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KoelnNews_340588601_700\"\/>Drohnenangriff auf Gazprom-AnlageMoskaus gr\u00f6\u00dfte \u00d6lraffinerie steht in Flammen<\/a><\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung f\u00fcr die Krise scheint nicht in Sicht. Auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg r\u00e4umte der f\u00fcr Energiefragen zust\u00e4ndige stellvertretende russische Ministerpr\u00e4sident Alexander Nowak Anfang Juni ein, dass die russische \u00d6lf\u00f6rderung derzeit niedriger ausf\u00e4llt als \u00fcblich. Ihm zufolge liegt dies allerdings an der &quot;au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Wartung&quot; mehrerer Raffinerien, nicht an ukrainischen Angriffen. Dennoch wurde ein neuer Stab im russischen Energieministerium eingerichtet, um die stabile Versorgung des Landes sicherzustellen. <\/p>\n<p>Ob dies helfen wird, die Kraftstoffkrise zu bew\u00e4ltigen, ist unklar. Fest steht bisher nur, dass die Ukraine es den zweiten Sommer in Folge geschafft hat, in Russland eine Benzinknappheit auszul\u00f6sen. Im vergangenen Sommer fielen die Auswirkungen mit dem H\u00f6hepunkt der russischen Urlaubssaison im August zusammen. Dieses Mal beginnen die Probleme deutlich fr\u00fcher. <\/p>\n<p>Der &quot;Wieder was gelernt&quot;-Podcast<\/p>\n<p>Dieser Text ist eigentlich ein Podcast: &quot;Wieder was gelernt&quot; ist der ntv-Podcast f\u00fcr Neugierige mit Geschichten, die uns schlauer machen.<br \/>Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts und Spotify. F\u00fcr alle anderen Podcast-Apps k\u00f6nnen Sie den RSS-Feed verwenden.<br \/>Redaktion: Caroline Amme, Christian Herrmann, Kevin Schulte<br \/>Sie haben eine Frage? Schreiben Sie eine E-Mail an podcasts@ntv.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/plus.rtl.de\/podcast\/wieder-was-gelernt-der-ntv-podcast-d0uld2aqwi6dt\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/de\/podcast\/wieder-was-gelernt-ein-ntv-podcast\/id1434819309?mt=2\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/6w5kuaVaPvVDWGdPLXkONh\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/music.amazon.com\/podcasts\/b6931e40-5e85-4ef9-87f6-c785039b1f1e\/wieder-was-gelernt\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/podcasts.google.com\/feed\/aHR0cHM6Ly9yc3MuYXJ0MTkuY29tL3dpZWRlci13YXMtZ2VsZXJudA\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/audio\/podcast\/wieder_was_gelernt\/rss\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft Wilde Szenen an Tankstellen25 russischen Regionen gehen Benzin und Diesel aus 17.06.2026, 13:00 Uhr Von Christian HerrmannArtikel anh\u00f6ren(07:09 min)00:00 \/ 07:09 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Ein Tankwart<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32257","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32257"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32257\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}