{"id":32213,"date":"2026-06-10T18:56:16","date_gmt":"2026-06-10T15:56:16","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/arbeitgeber-und-gewerkschaften-bundeskanzler-merz-ladt-zum-gipfel-der-keiner-sein-soll\/"},"modified":"2026-06-10T18:56:16","modified_gmt":"2026-06-10T15:56:16","slug":"arbeitgeber-und-gewerkschaften-bundeskanzler-merz-ladt-zum-gipfel-der-keiner-sein-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/arbeitgeber-und-gewerkschaften-bundeskanzler-merz-ladt-zum-gipfel-der-keiner-sein-soll\/","title":{"rendered":"Arbeitgeber und Gewerkschaften: Bundeskanzler Merz l\u00e4dt zum Gipfel, der keiner sein soll"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Arbeitgeber und GewerkschaftenBundeskanzler Merz l\u00e4dt zum Gipfel, der keiner sein soll<\/h2>\n<p>10.06.2026, 17:05 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Sebastian-Huld-article20312245.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30014943\/1762975605\/Img_1_1\/36\/a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1.webp\" alt=\"a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1\"\/>Von Sebastian Huld<\/a>Artikel anh\u00f6ren(07:34 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/06\/TTSART_30950194_20260610170628-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 07:34<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30951942\/1781110484\/Img_16_9\/1024\/2026-05-18-Deutschland-Berlin-Gemeinsame-Pressekonferenz-press-conference-von-Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-und-dem-neuen-Ministerpraesidenten-von-Bulgarien-im-Kanzleramt.webp\" alt=\"2026-05-18-Deutschland-Berlin-Gemeinsame-Pressekonferenz-press-conference-von-Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-und-dem-neuen-Ministerpraesidenten-von-Bulgarien-im-Kanzleramt\"\/><figcaption>Merz l\u00e4dt ins Zentrum der Macht. Was macht das mit seinen G\u00e4sten? (Foto: picture alliance \/ SZ Photo)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die gro\u00dfen Arbeitgeberverb\u00e4nde und Gewerkschaften kommen ins Kanzleramt. Das Treffen gilt als wegweisend f\u00fcr ein Gelingen der schwarz-roten Reformagenda. Der Regierung ist die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit eher unangenehm.<\/p>\n<p>Wer wissen will, was am Abend im Kanzleramt passiert, erf\u00e4hrt vor allem, was die Veranstaltung alles nicht sein soll. Es handele sich nicht um eine &quot;konzertierte Aktion&quot;, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Samstag. &quot;Es ist keine Sitzung des Koalitionsausschusses&quot;, sagte Merz&#039; Sprecher am Montag. Und weil man auch sonst keine Erwartungen mehr an die Zusammenkunft der Koalitionsspitzen mit Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite sch\u00fcren will, ist inzwischen nur noch von einem &quot;Austausch der Positionen&quot; die Rede. &quot;Man wird nach dem Austausch besser als zuvor feststellen k\u00f6nnen, inwieweit Reformen in einem Korridor des Konsenses stattfinden oder nicht&quot;, so Merz&#039; Sprecher. Sprich: Werden Wirtschaft und Gewerkschaften das geplante Reformpaket der Koalition \u00fcber den Sommer zerschie\u00dfen oder mittragen?<\/p>\n<p>Um 19 Uhr soll es losgehen, drei Stunden sind angesetzt f\u00fcr die vier Themen Einkommensteuerreform, Reform der gesetzlichen Rente und Krankenversicherung, Arbeitsrechtsfragen wie den Acht-Stunden-Tag und, Nummer vier,  B\u00fcrokratieabbau. Das k\u00f6nne auch mehr Zeit brauchen, sagte CDU-Generalsektret\u00e4r Carsten Linnemann am Morgen bei ntv. &quot;Ich kann mir nicht vorstellen, dass da einer abends noch einen Termin danach gesetzt hat. Also mir ist das v\u00f6llig egal. Hauptsache, es kommt was bei rum.&quot;<\/p>\n<h2>SPD findet Treffen &quot;sehr wichtig&quot;<\/h2>\n<p>Ob da \u00fcberhaupt &quot;was bei rumkommen&quot; kann, ist aber die gro\u00dfe Frage. Die Koalition hofft auf inhaltliche Vorschl\u00e4ge, von denen Arbeitgeber und Gewerkschaften gleicherma\u00dfen sagen, dass sie diese mittragen. Hierzu gab es vor dem 10. Juni kleinere Runden zwischen beiden Seiten. Doch auch das Verh\u00e4ltnis und der Austausch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern ist Berichten zufolge seit l\u00e4ngerer Zeit getr\u00fcbt. Zu unterschiedlich sind die Positionen, Gastreden bei den Verbandstagen und Bundeskonferenzen der jeweils anderen Seite sind rar geworden. Immerhin: Unmittelbar vor dem Treffen steckte keine Seite noch einmal \u00f6ffentlich rote Linien ab.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Klingbeil-unterstuetzt-verpflichtende-Betriebsrente-id30945151.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Lars-Klingbeil-SPD-M-Bundesminister-der-Finanzen-Vizekanzler-und-SPD-Bundesvorsitzender-steht-zu-Beginn-der-Live-Sendung-in-der-ARD-Arena-Klingbeil-stellt-sich-den-Fragen-der-Buergerinnen-und-Buerger\"\/>DGB-Vorschlag aufgegriffenKlingbeil unterst\u00fctzt verpflichtende Betriebsrente<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr die Arbeitgeber sprechen der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Industrie- und Handelskammer (DIHK), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber (BDA) und der Zentralverband der Deutschen Handwerks (ZDH). Die Arbeitnehmer vertreten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sowie die Industriegewerkschaften IG Metall und IG BCE. Dazu kommen die Spitzen der schwarz-roten Regierungskoalition.<\/p>\n<p>Auf SPD-Seite blickt man erkennbar vorfreudiger auf den Termin als bei der Union. Immerhin sind die Sozialdemokraten mit den Gewerkschaften an ihrer Seite raus aus der ihnen zugeschriebenen Rolle, im Alleingang die Reformagenda der Union zu blockieren. &quot;Das ist f\u00fcr uns wirklich sehr wichtig, dass es zu diesem Treffen, zu diesem Termin kommt&quot;, sagte SPD-Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dirk Wiese am Morgen vor Journalisten. Es gehe darum, &quot;gezielt die Frage zu stellen, was brauchen wir f\u00fcr Wachstum&quot;? Die Formulierung \u00fcberrascht: Ein gro\u00dfes Reformpaket sollte eigentlich bis Mitte Juli geeint sein, auch mit Blick auf das Megathema Rente. Als wichtige Wegmarke gilt daf\u00fcr der 1. Juli, wenn der Koalitionsausschuss zusammenkommt.<\/p>\n<h2>Blo\u00df kein Borsig 2.0<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Opposition ist jetzt schon ausgemacht, dass das Treffen nirgendwo hinf\u00fchren wird. &quot;Dass man erst jetzt redet, ist auch Ausdruck des katastrophalen Managements der Regierung Merz&quot;, sagte am Morgen Gr\u00fcnen-Fraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Irene Mihalic. Mit dem \u00f6ffentlich angek\u00fcndigten, nun schon l\u00e4nger erwarteten Termin habe Schwarz-Rot einen &quot;massiven Erwartungsdruck&quot; erzeugt, der nur in Entt\u00e4uschungen m\u00fcnden k\u00f6nne. Ihrer Fraktion ist unverst\u00e4ndlich, warum die Koalition nicht zu Beginn ihrer Reformen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ins Boot geholt hat, statt diese auf den letzten Metern vor der Sommerpause f\u00fcr die eigene Agenda einzuspannen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/magazine\/fruehstart\/Muessen-wegkommen-von-Denke-es-gaebe-nur-eine-Rente-id30949290.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Linnemann\"\/>CDU-Generalsekret\u00e4r im Fr\u00fchstart&quot;M\u00fcssen wegkommen von Denke, es g\u00e4be nur eine Rente&quot;<\/a><\/p>\n<p>Bei ntv versuchte CDU-Generalsekret\u00e4r Linnemann die Erwartungen wieder einzudampfen. Zwar wolle man am 1. Juli zu einem Ergebnis kommen, aber wenn es das nicht gibt, &quot;dann muss man sich halt noch mal treffen&quot;, erkl\u00e4rte er. Alle Beteiligten sollten sich von einer Deadline l\u00f6sen, er sei ohnehin kein Freund des Showdown-Effekts. Der Schock \u00fcber den Krach beim Koalitionsgipfel in der Villa Borsig eine Woche nach Ostern sitzt noch immer tief: Mangels Grundeinigkeit kam es erst zum sp\u00e4ter \u00f6ffentlich gemachten Streit zwischen Kanzler Merz und seinem Vize, dem SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil. Schlie\u00dflich ersann man dort unter Zeitdruck die 1000-Euro-Entlastungspr\u00e4mie, die dann wiederum die Bundesl\u00e4nder mit einem fast einhelligen Votum im Bundesrat einkassierten. Sehr peinlich war das f\u00fcr alle Beteiligten.<\/p>\n<h2>Merz erkl\u00e4rt sich vor Bundestag<\/h2>\n<p>Auch wenn die Regierungsspitze den Vergleich zur konzertierten Aktion ablehnt &#8211; Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz hatte in dem Format im Herbst 2022 mit Arbeitgebern und Gewerkschaften eine 3000-Euro-Inflationspr\u00e4mie aufgegleist -, ist der historische Vergleich naheliegend. Doch anders als damals sind beide Seiten auf Zinne, weil sie jeweils auf Kernforderungen verzichten m\u00fcssten, um einen Kompromiss herzustellen &#8211; w\u00e4hrend diesmal der Bund keine Milliarden Euro in der Hinterhand h\u00e4lt. DGB-Chefin Yasmin Fahimi kritisierte wiederholt einen &quot;Fokus auf Sparen und K\u00fcrzen&quot;. F\u00fcr Union und Arbeitgeber ist das der Kern der Sache: Die Lohnkosten sollen runter, die steigenden Bundeszuweisungen an die Sozialkassen eingebremst werden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/magazine\/fruehstart\/Jeder-zahlt-seinen-Spargel-selbst-auch-Markus-Soeder-id30945117.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"FS0906\"\/>SPD-Fraktionsvize im ntv Fr\u00fchstart&quot;Jeder zahlt seinen Spargel selbst &#8211; auch Markus S\u00f6der&quot;<\/a><\/p>\n<p>So steht die Frage im Raum, ob das Treffen mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Union und ihren Koalitionspartner SPD tats\u00e4chlich inhaltlich n\u00e4her zusammenf\u00fchrt &#8211; oder die Beharrungskr\u00e4fte nicht eher best\u00e4rkt werden. &quot;Da\u2009gibt\u2009es\u2009ja\u2009auch\u2009durchaus\u2009Schnittmengen&quot;, beteuert am Mittag vor der Zusammenkunft ein Regierungssprecher. Beide Seiten wollten schlie\u00dflich Jobs und Industrie im Land, beide wollen Deutschlands Wettbewerbsf\u00e4higkeit erhalten und ausbauen. \u00dcber allem steht aber die Frage nach dem Wie? <\/p>\n<p>Ob der Interessenabgleich im Scheinwerferlicht der medialen Betrachtung einen Schritt nach vorn bringt, k\u00f6nnte sich schon am Folgemorgen zeigen. Wenn Friedrich Merz wegen des bevorstehenden EU-Gipfels im Bundestag seine erste Regierungserkl\u00e4rung seit l\u00e4ngerer Zeit abgibt, wird er um eine Wasserstandsmeldung zum Gipfel im eigenen Haus nicht herumkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Arbeitgeber und GewerkschaftenBundeskanzler Merz l\u00e4dt zum Gipfel, der keiner sein soll 10.06.2026, 17:05 Uhr Von Sebastian HuldArtikel anh\u00f6ren(07:34 min)00:00 \/ 07:34 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Merz l\u00e4dt<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32213"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32213\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}