{"id":3220,"date":"2020-10-16T03:56:02","date_gmt":"2020-10-16T00:56:02","guid":{"rendered":"http:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/eu-gipfel-zum-brexit-angela-merkel-sieht-fortschritte-bei-gesprachen-mit-grosbritannien\/"},"modified":"2020-10-16T03:56:02","modified_gmt":"2020-10-16T00:56:02","slug":"eu-gipfel-zum-brexit-angela-merkel-sieht-fortschritte-bei-gesprachen-mit-grosbritannien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/eu-gipfel-zum-brexit-angela-merkel-sieht-fortschritte-bei-gesprachen-mit-grosbritannien\/","title":{"rendered":"EU-Gipfel zum Brexit: Angela Merkel sieht Fortschritte bei Gespr\u00e4chen mit Gro\u00dfbritannien"},"content":{"rendered":"<figure>     <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.prod.www.spiegel.de\/images\/54cdaf1b-e901-4284-9621-bd1425725c8f_w948_r1.77_fpx64.47_fpy49.98.jpg\" title=\"Bundeskanzlerin Merkel \u00fcber einen Handelspakt mit Gro\u00dfbritannien: &quot;Besser w\u00e4re es, wir h\u00e4tten ein solches Abkommen&quot;\" alt=\"Bundeskanzlerin Merkel \u00fcber einen Handelspakt mit Gro\u00dfbritannien: &quot;Besser w\u00e4re es, wir h\u00e4tten ein solches Abkommen&quot;\"\/>      Icon: vergr\u00f6\u00dfern<figcaption>\n<p class=\"caps\">Bundeskanzlerin Merkel \u00fcber einen Handelspakt mit Gro\u00dfbritannien: &quot;Besser w\u00e4re es, wir h\u00e4tten ein solches Abkommen&quot;<\/p>\n<p>  Foto:\u2002Olivier Hoslet \/ dpa  <\/figcaption><\/figure>\n<p>Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht &quot;etwas Bewegung&quot; im Streit \u00fcber ein EU-Handelsabkommen mit Gro\u00dfbritannien. Die EU habe London gebeten, im Sinne einer Einigung weiter kompromissbereit zu sein, sagte Merkel nach einem Treffen der EU-Regierungschefs in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>&quot;Das schlie\u00dft nat\u00fcrlich ein, dass auch wir Kompromisse machen m\u00fcssen. Jede Seite hat ihre roten Linien.&quot; Zuvor hatte der Gipfel an Gro\u00dfbritannien appelliert, sich in den Verhandlungen zu bewegen.<\/p>\n<p>Von einer Einigung im Brexit-Streit sind beide Seiten aber offenbar noch weit entfernt. &quot;An einigen Stellen haben sich die Dinge gut bewegt. An anderen Stellen ist noch viel Arbeit zu leisten&quot;, sagte die Kanzlerin. Insgesamt sei ein Abkommen f\u00fcr beide Seiten sinnvoll.<\/p>\n<p>Auf Forderungen der EU, sich in den Verhandlungen zu bewegen, hatte die britische Seite zuvor pikiert reagiert. Er sei &quot;entt\u00e4uscht&quot; \u00fcber die Linie der EU-Staaten und &quot;\u00fcberrascht&quot;, dass die EU sich &quot;nicht mehr dazu bekennt, intensiv an einer zuk\u00fcnftigen Partnerschaft zu arbeiten&quot;, schrieb der britische Verhandlungsf\u00fchrer David Frost auf Twitter.<\/p>\n<h3>EU-Chefunterh\u00e4ndler Barnier sieht noch Chancen auf Einigung<\/h3>\n<p>&quot;Notfalls m\u00fcssen wir auch ohne das leben, aber ich glaube, besser w\u00e4re es, wir h\u00e4tten ein solches Abkommen&quot;, erkl\u00e4rte Merkel. Der EU-Unterh\u00e4ndler Michel Barnier sagte indes, er sehe noch Chancen auf eine Einigung. Er hatte zuvor angeboten, die Verhandlungen \u00fcber einen Handelspakt noch einmal deutlich zu intensivieren.<\/p>\n<p>Der EU-Gipfel erkl\u00e4rte sich bereit, weiter einige Wochen \u00fcber ein Handelsabkommen verhandeln zu wollen. Die Staats- und Regierungschefs beschlossen aber auch, sich verst\u00e4rkt auf ein No-Deal-Szenario vorzubereiten. Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron hatte betont, dass sein Land auch dazu bereit sei.<\/p>\n<p>Der britische Premierminister Boris Johnson will am Freitag entscheiden, ob Gro\u00dfbritannien weiterverhandelt. Er hatte der EU urspr\u00fcnglich eine Frist bis zum 15. Oktober f\u00fcr eine Einigung gesetzt.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hat die EU Ende Januar verlassen, ist aber noch bis Jahresende Mitglied des europ\u00e4ischen Binnenmarkts und der Zollunion. Sollte es bis dahin keine Einigung \u00fcber die k\u00fcnftigen Handelsbeziehungen geben, k\u00f6nnte dies schwerwiegende Konsequenzen f\u00fcr Unternehmen und zum Beispiel das EU-Fischereigewerbe haben.<\/p>\n<p>Die EU-Seite h\u00e4lt einen Abschluss der Verhandlungen bis Ende Oktober f\u00fcr n\u00f6tig, damit ein etwaiger Vertrag noch ratifiziert werden kann.<\/p>\n<h3>&quot;Hohe Bereitschaft&quot; f\u00fcr ambitioniertere Klimaziele<\/h3>\n<p>Neben dem Handelsabkommen diskutierten die EU-Staatschefs laut Merkel auch Vorschl\u00e4ge der EU-Kommission, den Aussto\u00df an Treibhausgasen bis 2030 auf 55 Prozent gegen\u00fcber 1990 zu vermindern. Es habe &quot;eine hohe Bereitschaft&quot; gegeben, auf die Vorschl\u00e4ge einzugehen, sagte Merkel. Sie hatte bereits zum Gipfelauftakt Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Ziel der Kommission zugesagt. Elf weitere Staaten hatten sich ebenfalls dahinter gestellt.<\/p>\n<p>Die sich europaweit versch\u00e4rfende Situation in der Corona-Pandemie hatte derweil schon im Vorfeld des Gipfels f\u00fcr Wirbel gesorgt. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hatte das Treffen bereits kurz nach Beginn wieder verlassen m\u00fcssen, als sie erfuhr, dass es in ihrem B\u00fcro einen Corona-Fall gegeben hatte.<\/p>\n<p>Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki war gar nicht nach Br\u00fcssel gereist, sondern hatte sich ebenfalls in h\u00e4usliche Isolation begeben, weil er in seiner Umgebung Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte.<\/p>\n<p>Die EU-Staaten wollen sich nach Angaben der Kanzlerin enger \u00fcber die Corona-Lage in ihren L\u00e4ndern abstimmen und sich regelm\u00e4\u00dfiger in Videokonferenzen beraten. Die Frage, wie man aus der Pandemie herauskomme, habe alle wegen des Drucks auf die Gesundheitssysteme und die Wirtschaft stark besch\u00e4ftigt. Die derzeitige Situation sei &quot;beispiellos&quot; und gebe &quot;Anlass zu ernsthafter Besorgnis&quot;, sagte Merkel.<\/p>\n<p> Icon: Der Spiegel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Icon: vergr\u00f6\u00dfern Bundeskanzlerin Merkel \u00fcber einen Handelspakt mit Gro\u00dfbritannien: &quot;Besser w\u00e4re es, wir h\u00e4tten ein solches Abkommen&quot; Foto:\u2002Olivier Hoslet \/ dpa Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht &quot;etwas Bewegung&quot; im Streit \u00fcber<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3221,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3220","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3220\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}