{"id":32166,"date":"2026-06-02T18:57:49","date_gmt":"2026-06-02T15:57:49","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/brussel-pruft-zolle-gegen-peking-die-chinesische-seite-droht-der-eu-mit-einem-handelskrieg\/"},"modified":"2026-06-02T18:57:49","modified_gmt":"2026-06-02T15:57:49","slug":"brussel-pruft-zolle-gegen-peking-die-chinesische-seite-droht-der-eu-mit-einem-handelskrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/brussel-pruft-zolle-gegen-peking-die-chinesische-seite-droht-der-eu-mit-einem-handelskrieg\/","title":{"rendered":"Br\u00fcssel pr\u00fcft Z\u00f6lle gegen Peking: &#8220;Die chinesische Seite droht der EU mit einem Handelskrieg&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Br\u00fcssel pr\u00fcft Z\u00f6lle gegen Peking&quot;Die chinesische Seite droht der EU mit einem Handelskrieg&quot;<\/h2>\n<p>02.06.2026, 17:24 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Lea-Verstl-article23006163.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2852517\/1639738243\/Img_1_1\/36\/verstl.webp\" alt=\"verstl\"\/>Von Lea Verstl<\/a>Artikel anh\u00f6ren(06:13 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/06\/TTSART_30884803_20260602172450-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 06:13<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30884782\/1780418345\/Img_16_9\/1024\/HUAI-AN-CHINA-AUGUST-26-2024-A-worker-is-working-on-an-automobile-production-line-at-BYD-Industrial-Co-LTD-in-Huaian-East-China-s-Jiangsu-province-Aug-26-2024.webp\" alt=\"HUAI-AN-CHINA-AUGUST-26-2024-A-worker-is-working-on-an-automobile-production-line-at-BYD-Industrial-Co-LTD-in-Huaian-East-China-s-Jiangsu-province-Aug-26-2024\"\/><figcaption>Strafz\u00f6lle gegen chinesische Elektrofahrzeuge hat die EU schon erlassen. (Foto: picture alliance \/ CFOTO)<\/figcaption><\/figure>\n<p>China flutet die EU mit billigen Waren. M\u00f6glich machen das massive Subventionen der Regierung in Peking. Die EU will nun dagegenhalten. Sie schn\u00fcrt ein Paket, das auch eine &quot;Handelsbazooka&quot; enthalten k\u00f6nnte. Darauf reagieren die Chinesen verschnupft.<\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4chskan\u00e4le \u00f6ffnen sich wieder &#8211; aber das Vertrauen fehlt noch immer. Vor seinem Abflug nach Peking habe er alle digitalen Ger\u00e4te zu Hause lassen m\u00fcssen, so habe es das Sicherheitsprotokoll vorgeschrieben, sagt Ren\u00e9 Repasi. Der Vorsitzende der Europa-SPD bekam dann f\u00fcr seine Reise ein &quot;Burner-Phone&quot;, das ihn an Szenen in &quot;Spionage-Filmen&quot; erinnerte. Seit acht Jahren waren weder Repasi noch andere Mitglieder der Delegation des EU-Parlaments f\u00fcr die Beziehungen zu China ins Reich der Mitte geflogen. Grund waren Pekings Sanktionen gegen EU-Parlamentarier und weitere Europ\u00e4er, die erst ab 2024 &#8211; nach und nach und auch nur teilweise &#8211; aufgehoben wurden. <\/p>\n<p>Allein vor diesem Hintergrund war die Mission der Delegation ein diplomatischer Drahtseilakt. Doch auch inhaltlich war Fingerspitzengef\u00fchl gefragt. Die EU-Kommission r\u00fcstet sich n\u00e4mlich momentan im Handelskonflikt mit Peking. Das Arsenal bestehender Handelsinstrumente wird daf\u00fcr gepr\u00fcft &#8211; und neue sollen bereitgestellt werden. Schon beim Ratstreffen im Juni will EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen in Erfahrung bringen, ob die Staats- und Regierungschefs zu umfassenden Schutzz\u00f6llen und anderen Ma\u00dfnahmen bereit sind. Das alles kommt bei der kommunistischen Einheitspartei um Machthaber Xi Jinping nicht gut an. &quot;Die chinesische Seite droht der EU mit einem Handelskrieg&quot;, sagt der Delegationsvorsitzende Engin Eroglu von den Freien W\u00e4hlern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Tausende-deutsche-Patente-sind-in-chinesischer-Hand-id30883152.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Eine-voll-automatisierte-Produktionslinie-mit-Robotern-an-einem-Produktionsband-ist-in-einem-PV-Glasunternehmen-in-der-suedwestchinesischen-Provinz-Guizhou-Tianying-zu-sehen\"\/>Abwanderung ins AuslandTausende deutsche Patente sind in chinesischer Hand<\/a><\/p>\n<p>Br\u00fcssel d\u00fcrfe aber keinesfalls einknicken, sagt Eroglu. Schlie\u00dflich gehe es nicht um Protektionismus, sondern um gleiche Wettbewerbsbedingungen. Das Handelsdefizit der EU mit China betr\u00e4gt fast eine Milliarde Euro pro Tag. Mehr als die H\u00e4lfte der europ\u00e4ischen Industriekapazit\u00e4ten sei dadurch in den kommenden Jahren bedroht, sagt Eroglu. Durch die von Peking stark subventionierte Produktion dr\u00e4ngen Massen chinesischer Billigwaren auf den europ\u00e4ischen Markt &#8211; von E-Autos \u00fcber Solarmodule bis hin zu Medikamenten.<\/p>\n<h2>Merz zeigt sich bislang zur\u00fcckhaltend<\/h2>\n<p>Strafz\u00f6lle gegen chinesische Elektrofahrzeuge hat die EU deshalb schon erlassen. Zudem laufen Untersuchungen wegen chinesischer Subventionen f\u00fcr Windturbinen- und Solarzellenhersteller. Jetzt will Br\u00fcssel noch einige Schritte weiter gehen. F\u00fcr umfassende Ma\u00dfnahmen soll eine Art &quot;\u00dcberkapazit\u00e4ten-Instrument&quot; sorgen, schreibt die \u00d6konomin Alicia Garc\u00eda Herrero in einem Gastbeitrag f\u00fcr das Portal Euractiv. Das Instrument beschr\u00e4nkt f\u00fcr chinesische Unternehmen den Zugang zum EU-Markt, falls Pekings Flut an Billigexporten europ\u00e4ische Sektoren bedroht. Zu m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen geh\u00f6ren Z\u00f6lle, begrenzte Kontingente bei Importen oder strengere Marktzugangsauflagen. Das Instrument soll schneller und breiter greifen als klassische Anti-Dumping-Verfahren, die immer nur einzelne Produkte und F\u00e4lle abdecken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Ex-Siemens-Manager-schlaegt-Alarm-Deutschland-verschenkt-sein-industrielles-Erbe-article26004499.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Im-festgefahrenen-Streit-zwischen-IG-Metall-und-Management-ueber-die-Umbauplaene-fuer-die-Thyssenkrupp-Stahlsparte-koennte-jetzt-Bewegung-kommen\"\/>Deutschlands industrielles Erbe&quot;Es ist tragisch, was aus der deutschen Wirtschaft geworden ist&quot;<\/a><\/p>\n<p>Beschlossen ist das Instrument noch nicht, deshalb plant von der Leyen den Stimmungstest beim Rat im Juni. Flankiert wird das Gesetzesvorhaben von versch\u00e4rften Cybersicherheitsregeln und dem sogenannten Anti-Zwangs-Instrument (ACI). Letzteres wird umgangssprachlich &quot;Handelbazooka&quot; genannt &#8211; oft in Zusammenhang mit dem Handelskonflikt zwischen Washington und Br\u00fcssel. Die EU k\u00f6nnte ihre Bazooka aber auch gegen die Chinesen einsetzen, falls sie sich von Handelsbeschr\u00e4nkungen, Exportstopps oder anderen Zwangsma\u00dfnahmen unter Druck gesetzt f\u00fchlt. Der gesamte Zugang zum EU-Binnenmarkt kann dadurch zugeschn\u00fcrt werden.<\/p>\n<p>Neben von der Leyen dr\u00e4ngt auch EU-Industriekommissar St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9 darauf, Peking wirtschaftlich einzuhegen. Frankreich, Italien, Spanien, Litauen und die Niederlande forderten vor Kurzem in einem Positionspapier von der EU schnellere Z\u00f6lle, umfassendere Schutzma\u00dfnahmen und das neue Instrument f\u00fcr \u00dcberkapazit\u00e4ten. Die Regierung in Madrid, zun\u00e4chst Mitautor des Papiers, r\u00fcckte von den Forderungen ab und warnt nun vor einer Eskalationsspirale im Handelskonflikt mit China. Beim bevorstehenden Ratstreffen werden sich alle Augen auf Friedrich Merz richten. Der Kanzler lie\u00df aufgrund der exportabh\u00e4ngigen deutschen Wirtschaft bislang Vorsicht walten, wenn es um die Beschr\u00e4nkung des Handels mit China ging.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Chinesischer-Autobauer-will-E-Fahrzeuge-in-Europa-herstellen-id30881368.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Staff-members-conduct-a-live-streaming-session-to-promote-SAIC-Z7-electric-sedan-at-the-Beijing-International-Automotive-Exhibition-Auto-China-in-Beijing-China-April-24-2026\"\/>120.000 SAIC-Wagen pro JahrChinesischer Autobauer will E-Fahrzeuge in Europa herstellen<\/a><\/p>\n<h2>Chinesen wollen keine &quot;\u00fcberteuerten&quot; EU-Produkte<\/h2>\n<p>Der Delegationsvorsitzende Eroglu bezeichnet die geplanten Schutzma\u00dfnahmen der EU gegen chinesische Dumpingprodukte als &quot;alternativlos&quot;. Einige Zugest\u00e4ndnisse konnte die Delegation den Chinesen abringen. Sie sind aber offenbar eher halbherzig ausgefallen. So h\u00e4tten chinesische Gespr\u00e4chspartner zwar zugesichert, das Handelsdefizit verringern zu wollen, indem sie mehr aus der EU importieren. In denselben Gespr\u00e4chen sei jedoch darauf hingewiesen worden, es gebe keinen Grund, &quot;\u00fcberteuerte&quot; europ\u00e4ische Produkte zu kaufen, wenn man sie selbst besser und g\u00fcnstiger herstellen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Dieses Argument k\u00f6nne er nur schwer entkr\u00e4ften, sagt Eroglu. Am Ende gehe es deshalb nicht um Handelsinstrumente, die den Europ\u00e4ern vielleicht eine Atempause f\u00fcr einige Jahre verschaffen k\u00f6nnten. Um im Wettbewerb mit China bestehen zu k\u00f6nnen, gebe es langfristig nur einen Weg: &quot;Wir m\u00fcssen in die Lage kommen, wieder bessere Produkte zu verkaufen.&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Br\u00fcssel pr\u00fcft Z\u00f6lle gegen Peking&quot;Die chinesische Seite droht der EU mit einem Handelskrieg&quot; 02.06.2026, 17:24 Uhr Von Lea VerstlArtikel anh\u00f6ren(06:13 min)00:00 \/ 06:13 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32166","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32166"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32166\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}