{"id":32152,"date":"2026-05-31T09:38:12","date_gmt":"2026-05-31T06:38:12","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-krise-ware-groser-als-2017-deutschland-zundet-den-windturbo-reiche-wurgt-ihn-ab\/"},"modified":"2026-05-31T09:38:12","modified_gmt":"2026-05-31T06:38:12","slug":"die-krise-ware-groser-als-2017-deutschland-zundet-den-windturbo-reiche-wurgt-ihn-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/die-krise-ware-groser-als-2017-deutschland-zundet-den-windturbo-reiche-wurgt-ihn-ab\/","title":{"rendered":"&#8220;Die Krise w\u00e4re gr\u00f6\u00dfer als 2017&#8221;: Deutschland z\u00fcndet den Windturbo &#8211; Reiche w\u00fcrgt ihn ab?"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Wirtschaft<\/p>\n<h2>&quot;Die Krise w\u00e4re gr\u00f6\u00dfer als 2017&quot;Deutschland z\u00fcndet den Windturbo &#8211; Reiche w\u00fcrgt ihn ab?<\/h2>\n<p>31.05.2026, 06:45 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Christian-Herrmann-article21584372.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2981703\/1615806992\/Img_1_1\/36\/DSC8670-Edit-3-7.webp\" alt=\"DSC8670-Edit-3-7\"\/>Interview: Christian Herrmann<\/a><\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30847746\/1779964772\/Img_16_9\/1024\/Onshore-Windpark-Koenigshovener-Hoehe-an-der-Autobahn-A44-bei-Bedburg-vor-dem-Dreieck-Jackerath-Herbst-Sonnenuntergang-rekultiviertes-Tagebaugelaende-Braunkohletagebau-Garzweiler-betrieben-von-RWE-und-der-Stadt-Bedburg-NRW-Deutschland.webp\" alt=\"Onshore-Windpark-Koenigshovener-Hoehe-an-der-Autobahn-A44-bei-Bedburg-vor-dem-Dreieck-Jackerath-Herbst-Sonnenuntergang-rekultiviertes-Tagebaugelaende-Braunkohletagebau-Garzweiler-betrieben-von-RWE-und-der-Stadt-Bedburg-NRW-Deutschland\"\/><figcaption>Der Windkraftzubau wird in diesem Jahr deutlich zulegen. (Foto: picture alliance \/ Jochen Tack)<\/figcaption><\/figure>\n<p>2017 bricht der deutsche Windausbau ein. Die Gro\u00dfe Koalition streicht die F\u00f6rderung zusammen. Strenge Abstandsregeln tun ihr \u00dcbriges. Hersteller entlassen Mitarbeiter und schlie\u00dfen Werke. Windkraft &#8211; das Fundament der deutschen Energiewende &#8211; kollabiert. Zehn Jahre sp\u00e4ter ist die Krise ausgestanden. Der Zubau wird sich 2026 im Vergleich mit 2025 verdreifachen. Die Bundesl\u00e4nder dr\u00e4ngen auf zus\u00e4tzliche Ausschreibungen, um alle Projekte realisieren zu k\u00f6nnen. Deutschland z\u00fcndet den Windturbo. Beim Bundesverband Windenergie jedoch schrillen die Alarmglocken. BWE-Pr\u00e4sidentin B\u00e4rbel Heidebroek kritisiert die Pl\u00e4ne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche zur Neuausrichtung der Energiewende als neues Stoppschild f\u00fcr ihre Branche. &quot;Das EEG w\u00fcrde die Wirtschaftlichkeit gef\u00e4hrden, durch das Netzpaket fallen Ausbaufl\u00e4chen weg&quot;, sagt sie im Podcast &quot;Das Klima-Labor von ntv&quot;. Sie bef\u00fcrchtet eine Krise, die &quot;deutlich gr\u00f6\u00dfer&quot; w\u00e4re als 2017.<\/p>\n<p>ntv.de: Wird 2026 ein gutes Jahr f\u00fcr die Windenergie?<\/p>\n<p>B\u00e4rbel Heidebroek: In den vergangenen Jahren waren Genehmigungen das gro\u00dfe Problem. Durch die Ma\u00dfnahmen der Ampel sehen wir dort einen Turbo. Die Ausschreibungen sind gut gef\u00fcllt. Wir werden viele Projekte realisieren und dieses oder n\u00e4chstes Jahr einen Boom bei neuen Windenergieanlagen sehen. Gleichzeitig bereitet uns die politische Situation Sorgen.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Baerbel-Heidebroek-Vize-Praesidentin-des-Bundesverband-WindEnergie-spricht-zum-zweiten-Windkraft-Gipfel-des-Wirtschaftsministeriums\"\/><figcaption>&quot;Das Ministerium hat sich nicht mit unseren Vorschl\u00e4gen auseinandergesetzt, sondern einfach gesagt: Nee, will ich nicht&quot;, sagt BWE-Pr\u00e4sidentin B\u00e4rbel Heidebroek. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Zubauzahlen klingen jedenfalls vielversprechend. Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Solare Energiesysteme (ISE) hat beim Blick ins Markenstammdatenregister festgestellt: Dieses Jahr sollen dreimal so viele Anlagen in Betrieb genommen werden wie im vergangenen Jahr. Die Windkraft-Delle scheint repariert.<\/p>\n<p>Ja. Die Altmaier-Delle hat 2017 begonnen. Damals hat der damalige Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier das Verg\u00fctungsregime im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ge\u00e4ndert. Das hat f\u00fcr einen Einbruch beim Windkraft-Ausbau gesorgt. Die Hersteller mussten Mitarbeiter entlassen und Werke schlie\u00dfen. Die Branche hat bis voriges Jahr gebraucht, um sich zu erholen. Jetzt sind die Auftragsb\u00fccher wieder gef\u00fcllt und sie schreibt schwarze Zahlen.<\/p>\n<p>Was genau hat Peter Altmaier ver\u00e4ndert?<\/p>\n<p>Es wurden komplizierte Ausschreibungen und ein anderes Finanzierungsmodell mit einer niedrigeren F\u00f6rderung eingef\u00fchrt. Gleichzeitig begann eine Phase, in der die Abstandsregeln strenger wurden. Das hat die Beh\u00f6rden verunsichert. Durch unsichere Genehmigungen haben sich weniger Projektentwickler bei den Ausschreibungen beworben.<\/p>\n<p>Hatten Sie Gelegenheit, Altmaier zu fragen, ob er die Entscheidung bereut?<\/p>\n<p>Nein, im Nachhinein nicht. Die Delle zeigt aber den Effekt der Politik: 2017 wusste keiner mehr, ob wir Windkraft eigentlich wirklich wollen. Als die Ampel klar &quot;Ja&quot; gesagt hat, tat sich pl\u00f6tzlich etwas.<\/p>\n<p>Robert Habeck hat das Ruder als Wirtschaftsminister herumgerissen?<\/p>\n<p>Es kam einiges zusammen. Der \u00dcberfall auf die Ukraine hat der Politik vor Augen gef\u00fchrt, dass wir die Erneuerbaren brauchen &#8211; nicht nur, weil sie die g\u00fcnstigste Form der Energieerzeugung sind, sondern auch, weil Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas keine gute Idee ist. Die EU hat eine Menge Erleichterungen f\u00fcr den Ausbau von Erneuerbaren beschlossen. Die Bundesl\u00e4nder mussten Fl\u00e4chen ausweisen, um die Windkraftziele zu erreichen. Die Beh\u00f6rden wussten, der Ausbau ist gewollt. Es konnte sich keiner mehr wegducken. Deshalb sind wir bei den Genehmigungen auf einem guten Weg. Jetzt brauchen wir das notwendige Volumen bei den Ausschreibungen.<\/p>\n<p>Das ist nicht vorhanden?<\/p>\n<p>Mit einer Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz darf man Windenergieanlagen bauen und betreiben. Das betrifft den L\u00e4rm und Artenschutz. Die Anlage n\u00fctzt aber nichts, wenn mir niemand Strom abnimmt und verg\u00fctet. F\u00fcr die Einspeisung braucht man zus\u00e4tzlich einen Zuschlag in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur. Das Ausschreibungsvolumen wird von der Bundesregierung festgesetzt. F\u00fcr dieses Jahr sind zehn Gigawatt geplant. Es wurden aber bereits mindestens 20 Gigawatt genehmigt. Die H\u00e4lfte der Projekte wird bei den Ausschreibungen also keinen Zuschlag bekommen, egal zu welchem Preis.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Windraeder-stehen-still-weil-sie-zu-gut-laufen-id30770835.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"redisp\"\/>Kuriosum am StromnetzWindr\u00e4der stehen still &#8211; weil sie zu gut laufen<\/a><\/p>\n<p>Fehlende Ausschreibungen \u2026 daran scheitert der Windturbo?<\/p>\n<p>Genau. Die Bundesregierung hat es in der Hand. Manchmal wird gesagt, dass wir bereits zu viel Erneuerbare h\u00e4tten und nur noch &quot;Wegwerfstrom&quot; erzeugen. Da str\u00e4uben sich mir die Nackenhaare. In diesem Jahr werden wir vermutlich f\u00fcr 99 Milliarden Euro fossile Energietr\u00e4ger importieren. Das w\u00fcrden wir nicht tun, wenn wir gen\u00fcgend Energie h\u00e4tten. Das Problem ist: Strom ist h\u00e4ufig zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber wenn ich im August zu viel ernte, baue ich im n\u00e4chsten Jahr doch nicht weniger Getreide an, sondern errichte Silos, um es zu speichern.<\/p>\n<p>Bei den Erneuerbaren ist es dasselbe?<\/p>\n<p>Wir brauchen M\u00f6glichkeiten, um Strom zu speichern oder direkt zu verbrauchen. Wo ein Windpark steht, m\u00fcssen also Rechenzentren, Speicher oder Elektrolyseure hin. Das ist die Botschaft unserer Branche: Alles ist besser, als das Windrad abzustellen. Bisher wird aber nicht die Einspeisung abgeregelt, sondern die Erzeugung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Windkraftausbau-lahmt-in-Europa-id30242655.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"459217321\"\/>&quot;Deutlich weniger&quot; als n\u00f6tigWindkraftausbau lahmt in Europa<\/a><\/p>\n<p>Diese Botschaft richtet sich an die schwarz-rote Bundesregierung?<\/p>\n<p>Sie betrifft die Vorschl\u00e4ge des Bundeswirtschaftsministeriums f\u00fcr die \u00dcberarbeitung des EEG und f\u00fcr das Netzpaket. Darin stehen Dinge, die den Koalitionsvertrag nicht erf\u00fcllen: Die Koalition hat sich zum Ausbau der Erneuerbaren bekannt, um die Klimaziele zu erreichen.<\/p>\n<p>Die lautesten Beschwerden betreffen bisher die Einspeiseverg\u00fctung f\u00fcr kleine Solaranlagen. Die soll wegfallen. Es wird ein Einbruch beim Solarausbau bef\u00fcrchtet. Beim Windausbau ist es \u00e4hnlich? <\/p>\n<p>Solar auf dem Dach ist f\u00fcr viele Eigenheimbesitzer eine Art Einstiegsdroge in die Energiewende. Habe ich eine PV-Anlage, denke ich \u00fcber einen Speicher nach &#8211; und dann \u00fcber E-Auto und W\u00e4rmepumpe. Wir sollten die Elektrifizierung im Eigenheimbereich deshalb nicht bremsen, sondern beschleunigen. Bei der Windenergie ist aber auch eine Ver\u00e4nderung geplant: Die EU gibt vor, dass f\u00fcr Wind und PV Contracts for Difference (CfD) eingef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Im jetzigen EEG ist es so: Wenn ich eine Ausschreibung mit einem Gebot von 5,5 Cent gewinne, erhalte ich zum Schutz vor niedrigen Strompreisen f\u00fcr jede erzeugte Kilowattstunde 5,5 Cent. Das Projekt muss sich ja rechnen. Verkauft man den Strom am Markt zu h\u00f6heren Preisen, darf man die zus\u00e4tzlichen Einnahmen behalten. Mit den Differenzvertr\u00e4gen wird eine Obergrenze f\u00fcr diese Einnahmen eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wo finde ich das &quot;Klima-Labor&quot;?<\/p>\n<p>Dieses Interview ist eigentlich ein Podcast, den Sie sich anh\u00f6ren k\u00f6nnen: &quot;Das Klima-Labor von ntv&quot; finden Sie auf ntv.de und \u00fcberall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed.<\/p>\n<p>Sie haben eine Frage an uns? Schreiben Sie E-Mail an klimalabor@ntv.de.<\/p>\n<p>Alles dar\u00fcber m\u00fcssen die Betreiber abgeben?<\/p>\n<p>Alles \u00fcber der Grenze m\u00fcssen sie dem Staat erstatten. Das geht auf die Energiekrise nach dem \u00dcberfall auf die Ukraine zur\u00fcck. Damit m\u00f6chte man verhindern, dass Strompreise durch die Decke gehen. Diese Absch\u00f6pfung der \u00dcbergewinne ist in Ordnung, wenn die Betreiber nach unten ebenfalls abgesichert sind.<\/p>\n<p>Aber?<\/p>\n<p>Der untere Wert entspricht im derzeitigen Entwurf dem oberen Wert. Damit gibt es keinen Spielraum, am Markt zus\u00e4tzliche Erl\u00f6se zu erwirtschaften &#8211; und damit auch keinen Anlass, bei der Ausschreibung ein niedrigeres Gebot abzugeben. Schafft man einen Korridor zwischen Ober- und Untergrenze, k\u00f6nnen die Betreiber mehr Geld verdienen. Durch niedrigere Gebote bei den Ausschreibungen spart die Allgemeinheit aber auch Kosten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Deutlich-weniger-Windraeder-sparen-50-Milliarden-Euro-erzeugen-aber-nicht-weniger-Strom-id30673572.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Windkraftanlage-Offshore-Windpark-S\u00f8ndervig-Strand-Nordsee-Daenemark-Europa\"\/>Offshore-Masterplan f\u00fcr Nordsee&quot;Deutlich weniger Windr\u00e4der sparen 50 Milliarden Euro, erzeugen aber nicht weniger Strom&quot;<\/a><\/p>\n<p>Das klingt wie bei vielen anderen Themen der Energiewende: Wir befinden uns in einer Art Schwebezustand. Das ist der Schlechteste von allen, weil niemand wei\u00df, woran man in Zukunft ist.<\/p>\n<p>Genau. Wenn ich als Unternehmerin nicht wei\u00df, wie die Rahmenbedingungen sind, wei\u00df ich auch nicht, ob sich eine Investition lohnt. Also investiere ich im Zweifelsfall gar nicht. Dieser Schwebezustand ist schlecht f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<p>Wer oder was ist schuld daran?<\/p>\n<p>Diese Vorschl\u00e4ge stammen aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Der Erste wurde im Januar an die \u00d6ffentlichkeit durchgestochen. Danach haben wir als Branche viele Vorschl\u00e4ge gemacht, merken aber: Der zweite Entwurf sieht genauso aus. Das Ministerium hat sich damit also nicht auseinandergesetzt, sondern einfach gesagt: Nee, will ich nicht. Wir als Branche w\u00fcnschen uns, dass die Wirtschaftsministerin mit uns redet. Die Ampel hat sicherlich nicht alles richtig gemacht, aber es gab zumindest eine Diskussion.<\/p>\n<p>Es gibt keinen Austausch?<\/p>\n<p>Sehr wenig. Das sagt nicht nur unser Verband \u00fcber Katherina Reiche, sondern viele andere Verb\u00e4nde und Konzerne auch. Wenn die Gesetzentw\u00fcrfe so kommen, wie jetzt vorgeschlagen, w\u00e4re das ein Stoppschild f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren: Das EEG w\u00fcrde die Wirtschaftlichkeit gef\u00e4hrden. Durch das Netzpaket w\u00fcrden Ausbaufl\u00e4chen wegfallen. Es w\u00fcrde niemand mehr investieren. Das w\u00e4re eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Krise als 2017. Wenn das so kommt, w\u00fcrden viele Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen.<\/p>\n<p>Aber die Wirtschaftsministerin und auch der Kanzler betonen doch, dass sie den Ausbau der Erneuerbaren nicht abw\u00fcrgen, sondern lediglich mit dem Netzausbau &quot;synchronisieren&quot; wollen.<\/p>\n<p>Synchronisierung kann man auf zwei Wegen erreichen: Die Erneuerbaren k\u00f6nnen auf die langsamen Netze warten oder wir k\u00f6nnen den Netzbau genauso beschleunigen wie den Windkraftausbau. Wenn ich nur an den Austausch eines Leiterseils denke \u2026<\/p>\n<p>ntv.de als bevorzugte Quelle bei Google<\/p>\n<p>Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen eine Box mit Schlagzeilen zum Thema angezeigt.<br \/>Hinterlegen Sie ntv als bevorzugte Quelle. Nur dann bekommen Sie in dieser Schlagzeilen-Box regelm\u00e4\u00dfig unsere Inhalte &#8211; redaktionell gepr\u00fcft und verl\u00e4sslich.<br \/>ntv.de als bevorzugte Quelle bei Google einstellen<\/p>\n<p>Ein Leiterseil?<\/p>\n<p>Das ist das Hochspannungsseil einer Freileitung. Eine Trasse wird leistungsf\u00e4higer, wenn man es austauscht. Aber daf\u00fcr ist ein komplett neues Genehmigungsverfahren mit artenschutzfachlichen Gutachten n\u00f6tig. Das dauert f\u00fcnf oder sechs Jahre, obwohl sich nichts \u00e4ndert. Es wird ja bereits Strom transportiert \u2026<\/p>\n<p>In wessen Aufgabengebiet fallen die Genehmigungsverfahren?<\/p>\n<p>Das w\u00e4re erneut das Wirtschaftsministerium. Wir landen immer an derselben Stelle.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Normenkontrollrat-zerpflueckt-Heizungsgesetz-unverstaendlich-praxisfern-teuer-id30821087.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Eine-Steuerungsanlage-einer-Gasheizung-in-einem-Mehrfamilienhaus-Das-Bundesverfassungsgericht-verhandelt-zum-Heizungsgesetz-Im-Sommer-2023-hatte-das-Bundesverfassungsgericht-eine-Verabschiedung-des-umstrittenen-Heizungsgesetzes-im-Bundestag-kurz-vor-der-Sommerpause-ausgebremst\"\/>Schwache Planung von Schwarz-Rot Normenkontrollrat zerpfl\u00fcckt Heizungsgesetz: unverst\u00e4ndlich, praxisfern, teuer<\/a><\/p>\n<p>Die \u00dcbertragungsnetzbetreiber sind keine Hilfe?<\/p>\n<p>Doch. Wir sind uns nicht in allen Punkten einig, aber vor zwei Wochen gab es in Niedersachsen einen Netzgipfel mit den Netzbetreibern, dem Landesumweltminister, Unternehmensverb\u00e4nden und uns als Erzeugern. Dort haben wir uns auf ein Papier geeinigt, wie man Genehmigungsverfahren f\u00fcr den Netzausbau beschleunigen kann.<\/p>\n<p>Bayern ist das bekannteste Beispiel f\u00fcr einen z\u00f6gerlichen Windkraftausbau. Jetzt setzt sich der Freistaat im Bundesrat mit Baden-W\u00fcrttemberg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein f\u00fcr eine Sonderausschreibung f\u00fcr Windenergie an Land im Umfang von f\u00fcnf Gigawatt ein.<\/p>\n<p>Auch Bayern hat erkannt, dass die Industrie nicht nur Solarstrom, sondern auch Windstrom braucht. Aber nat\u00fcrlich hat S\u00fcddeutschland nicht so viel Windpotenzial wie Norddeutschland. Bei Ausschreibungen kommen Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg deshalb kaum zum Zug. Damit Ausbau im S\u00fcden stattfinden kann, brauchen wir mehr Volumen. Im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sind sogar zus\u00e4tzliche Ausschreibungen f\u00fcr zw\u00f6lf Gigawatt angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Dann ist doch alles gekl\u00e4rt, oder?<\/p>\n<p>Es fehlt leider das Gesetz, mit dem das umgesetzt werden m\u00fcsste. Das w\u00e4re das neue EEG. Im Entwurf daf\u00fcr steht aber nichts von zus\u00e4tzlichen Ausschreibungen. Wie soll das funktionieren?<\/p>\n<p>Gibt es dazu einen Kommentar des Ministeriums?<\/p>\n<p>Auf Nachfragen hie\u00df es h\u00e4ufig: Die Hausspitze entscheidet. Aber es gibt keine logische Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, zw\u00f6lf Gigawatt anzuk\u00fcndigen, im Gesetz aber nicht umzusetzen.<\/p>\n<p>Was sagen die L\u00e4nder dazu?<\/p>\n<p>Die fordern doch die zus\u00e4tzliche Ausschreibung und machen Druck. Die wissen: Wertsch\u00f6pfung findet bei ihnen vor Ort statt. Das Ruhrgebiet ist nicht als Wirtschaftsraum entstanden, weil es dort so sch\u00f6n war. Dort gab es Energie. Es ist immer das Beste, Energie dort zu verbrauchen, wo sie erzeugt wird. Deshalb sagen auch viele CDU-Politiker aus den L\u00e4ndern: Wir brauchen mehr Windenergie vor Ort. Denn die Wirtschaft elektrifiziert bereits und kann nicht mehr zur\u00fcck. Deswegen m\u00f6chten wir gerne investieren, den Windturbo z\u00fcnden und Arbeitspl\u00e4tze schaffen. Dar\u00fcber sollte sich eigentlich auch eine Wirtschaftsministerin freuen. Ihre Gesetzentw\u00fcrfe erreichen leider das Gegenteil.<\/p>\n<p>Mit B\u00e4rbel Heidebroek sprach Christian Herrmann. Das Gespr\u00e4ch wurde zur besseren Verst\u00e4ndlichkeit gek\u00fcrzt und gegl\u00e4ttet. Das komplette Gespr\u00e4ch k\u00f6nnen Sie sich im Podcast &quot;Das Klima-Labor von ntv&quot;.<\/p>\n<p>Klima-Labor von ntv<\/p>\n<p>Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Jobabbau und w\u00fctende Bev\u00f6lkerung? Das &quot;Klima-Labor von ntv&quot; ist der Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, L\u00f6sungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren pr\u00fcfen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende sch\u00f6n? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitspl\u00e4tze oder schaffen sie welche? Warum w\u00e4hlen St\u00e4dte wie Gartz die AfD &#8211; und gleichzeitig einen jungen Windkraft-B\u00fcrgermeister?<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spa\u00df macht und aufr\u00e4umt &#8211; ohne Streit, in ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4chen mit f\u00fchrenden K\u00f6pfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Bei ntv und \u00fcberall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Sie haben eine Frage an uns? Dann schreiben Sie eine E-Mail an klimalabor@ntv.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/plus.rtl.de\/podcast\/klima-labor-von-ntv-wie-retten-wir-die-erde-s6g6gj4v6jnnz\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/de\/podcast\/klima-labor-von-ntv-wie-retten-wir-die-erde\/id1583245007\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/2f1fH1zprRwjX9EqKE3hMJ\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/music.amazon.de\/podcasts\/d2c0c2d1-32a2-4f14-8628-1cdf8ae023f0\/klima-labor-von-ntv-wie-retten-wir-die-erde\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/ctbwzevy\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/audio\/Podcast\/Klima-Labor\/rss\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaft &quot;Die Krise w\u00e4re gr\u00f6\u00dfer als 2017&quot;Deutschland z\u00fcndet den Windturbo &#8211; Reiche w\u00fcrgt ihn ab? 31.05.2026, 06:45 Uhr Interview: Christian Herrmann Der Windkraftzubau wird in diesem Jahr deutlich zulegen. 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