{"id":32122,"date":"2026-05-27T03:15:54","date_gmt":"2026-05-27T00:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/waffen-geld-verhandlungen-nach-putins-oreschnik-angriffen-auf-kiew-wie-weiter-im-ukraine-krieg\/"},"modified":"2026-05-27T03:15:54","modified_gmt":"2026-05-27T00:15:54","slug":"waffen-geld-verhandlungen-nach-putins-oreschnik-angriffen-auf-kiew-wie-weiter-im-ukraine-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/waffen-geld-verhandlungen-nach-putins-oreschnik-angriffen-auf-kiew-wie-weiter-im-ukraine-krieg\/","title":{"rendered":"Waffen, Geld, Verhandlungen: Nach Putins Oreschnik-Angriffen auf Kiew &#8211; wie weiter im Ukraine-Krieg?"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Waffen, Geld, VerhandlungenNach Putins Oreschnik-Angriffen auf Kiew &#8211; wie weiter im Ukraine-Krieg?<\/h2>\n<p>27.05.2026, 01:20 Uhr Artikel anh\u00f6ren(05:25 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/05\/TTSART_30860720_20260527012054-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 05:25<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30860730\/1779844340\/Img_16_9\/1024\/Nach-einem-massiven-russischen-Luftangriff-steigt-bei-Sonnenaufgang-Rauch-ueber-der-Stadt-auf.webp\" alt=\"Nach-einem-massiven-russischen-Luftangriff-steigt-bei-Sonnenaufgang-Rauch-ueber-der-Stadt-auf\"\/><figcaption>Tiefer Rauch tr\u00fcbt den Sonnenaufgang \u00fcber Kiew: Russland hat die Hauptstadt zuletzt massiv angegriffen &#8211; auch mit Oreschnik-\u00dcberschallraketen. (Foto: picture alliance\/dpa\/AP)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Russland will angeblich verhandeln, aber \u00fcberzieht die Ukraine gleichzeitig massiv mit Angriffen &#8211; auch mit den gef\u00fcrchteten Oreschnik-Raketen. Besonders die ukrainische Hauptstadt Kiew wird ins Visier genommen. Warum die Ukraine jetzt vor allem finanzielle Hilfen der Europ\u00e4er braucht. <\/p>\n<p>Russland hat in den vergangenen Wochen die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew intensiviert und dabei auch ein drittes Mal die \u00dcberschallrakete Oreschnik eingesetzt. Nun gibt es auch Drohungen gegen ausl\u00e4ndische Botschaften. Gleichzeitig hat die US-Regierung ihre erfolglosen Vermittlungsversuche zwischen Russland und der Ukraine zur\u00fcckgefahren. Es stellt sich die Frage, wie die Europ\u00e4er reagieren.<\/p>\n<p>Warum bleiben die Europ\u00e4er trotz der Drohungen in Kiew?<\/p>\n<p>Die erste Antwort nach gemeinsamen Beratungen ist, dass die Europ\u00e4er ihr Botschaftspersonal nicht abziehen werden. In Berlin und Br\u00fcssel wurden am Dienstag vielmehr die russischen Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger einbestellt, um ihnen diese Botschaft zu \u00fcbermitteln. Man will hart bleiben.<\/p>\n<p>Sollten nun die Europ\u00e4er mit Putin verhandeln? <\/p>\n<p>Lange Zeit forderten die Europ\u00e4er von den USA, zumindest mit am Verhandlungstisch sitzen zu k\u00f6nnen. Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hatte vorgeschlagen, dass der fr\u00fchere Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der vermitteln sollte. Dann wurde \u00fcber den Namen Angela Merkel spekuliert &#8211; beides gilt in der Bundesregierung als absurd. In den vergangenen Monaten hatte gerade die Bundesregierung eher die Abstimmung unter den Europ\u00e4ern im Kreis der E3 (Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien) oder der E5 (Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Italien, Polen) forciert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Mit-der-Oreschnik-Rakete-sendet-Moskau-den-Europaeern-ein-Signal-id30859852.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Emergency-responders-and-a-bulldozer-are-seen-clearing-debris-from-a-heavily-damaged-residential-building-in-Kyiv-following-a-massive-Russian-missile-and-drone-strike-Russia-launched-a-massive-combined-strike-on-Kyiv-and-the-Kyiv-region-utilizing-ballistic-and-cruise-missiles-as-well-as-attack-drones-Explosions-were-reported-across-all-districts-of-Kyiv-Residential-buildings-schools-and-civilian-infrastructure-sustained-damage-The-air-raid-alert-lasted-for-several-hours-The-most-severe-destruction-was-recorded-in-the-Shevchenkivskyi-Podilskyi-and-Dniprovskyi-districts-Currently-two-fatalities-have-been-confirmed-and-44-people-have-been-injured-in-Kyiv-Additional-casualties-have-also-been-reported-across-the-Kyiv-region-Medical-teams-and-emergency-responders-continue-operations-at-the-scene-According-to-preliminary-data-Russia-deployed-attack-UAVs-and-several-types-of-missiles-including-ballistic-ones-Both-Russian-and-Ukrainian-monitoring-channels-also-reported-the-use-of-the-Oreshnik-missile-in-the-city-of-Bila-Tserkva-Kyiv-region\"\/>Reisners Blick auf die Front&quot;Mit der Oreschnik-Rakete sendet Moskau den Europ\u00e4ern ein Signal&quot;<\/a><\/p>\n<p>Ohnehin vertreten etliche EU-Regierungen die Position, dass Verhandlungen mit Putin vor allem zu einem Zeitpunkt nichts bringen, an dem dieser die Angriffe auf zivile Ziele im Nachbarland noch verst\u00e4rken l\u00e4sst. In Berlin hatte man schon skeptisch auf einen Alleingang des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron reagiert.<\/p>\n<p>Kanzler Friedrich Merz hat zudem darauf verwiesen, wie desastr\u00f6s es gewesen sei, dass der fr\u00fchere ungarische Ministerpr\u00e4sident Viktor Orban w\u00e4hrend der ungarischen EU-Ratspr\u00e4sidentschaft unabgestimmt nach Moskau gereist war. Russland lie\u00df Fotos von Putin und Orban verbreiten. Dann bombardierte es Kinderg\u00e4rten in der Ukraine. &quot;Putins Terror kennt keine Grenzen &#8211; wir m\u00fcssen sie ihm aufzeigen&quot;, fasste Au\u00dfenminister Johann Wadephul deshalb die Haltung der Bundesregierung auf der Plattform X am Montag zusammen.<\/p>\n<p>Welche Milit\u00e4rhilfe braucht die Ukraine?<\/p>\n<p>Schon in der vergangenen Woche machte Wadephul beim Treffen der Nato-Au\u00dfenminister einen weitreichenden Gegenvorschlag: Der Weg m\u00fcsse eine erh\u00f6hte bilaterale Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die Ukraine sein. Die Rechnung ist einfach: Der EU-Kredit an die Ukraine \u00fcber 90 Milliarden Euro soll zu zwei Dritteln f\u00fcr Milit\u00e4rausgaben genutzt werden. Das macht immerhin 30 Milliarden Euro in diesem und 30 Milliarden Euro im n\u00e4chsten Jahr. Die ukrainische Regierung beziffert aber ihre n\u00f6tigen Ausgaben auf 60 bis 70 Milliarden Euro pro Jahr. Das hei\u00dft, es muss eine L\u00fccke von 30 bis 40 Milliarden Euro durch bilaterale Hilfen geschlossen werden.<\/p>\n<p>Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte hatte deshalb vorgeschlagen, dass die Nato-Mitglieder 0,25 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts f\u00fcr die Ukraine ausgeben. Der Vorschlag stie\u00df sofort auf Ablehnung von hochverschuldeten L\u00e4ndern wie Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien und Spanien. Wadephul schlug als Alternative vor, zwar nicht das starre Verfahren anzuwenden, aber dennoch die L\u00fccke durch bilaterale Hilfe zu schlie\u00dfen. Dies passt zu den deutschen Finanzplanungen: Denn die Bundesregierung als gr\u00f6\u00dfter Unterst\u00fctzer leistet f\u00fcr die Ukraine in diesem Jahr eine bilaterale Milit\u00e4rhilfe von elf Milliarden Euro. Ob die Partner nachziehen, ist aber unklar.<\/p>\n<p>Warum bittet die Ukraine um mehr Geld statt um Waffenlieferungen?<\/p>\n<p>Dahinter steckt auch, dass sich der Charakter der Ukraine-Hilfe ver\u00e4ndert hat. Zwar ben\u00f6tigt die Ukraine weiter vor allem Patriot-Raketen, um russische Raketen abzuwehren. Aber das Land produziert immer mehr Waffen im eigenen Land &#8211; etwa rund 1000 Abfangdrohnen pro Tag. Das Land hat auch Drohnen und Raketen mit so gro\u00dfer Reichweite entwickelt, dass es milit\u00e4rische Ziele in Russland weit hinter der Front erreichen kann. Damit ver\u00e4ndert sich die Diskussion \u00fcber die westliche Hilfe: Statt Waffen aus eigenen Best\u00e4nden abzugeben, sollten Regierungen verst\u00e4rkt eher Geld f\u00fcr die ukrainische Waffenproduktion geben. Im Gegenzug k\u00f6nnten sie, so die \u00dcberlegung, sogar ukrainische Milit\u00e4rg\u00fcter kaufen, die etwa bei Drohnen mittlerweile als state-of-the-art gelten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Waffen, Geld, VerhandlungenNach Putins Oreschnik-Angriffen auf Kiew &#8211; wie weiter im Ukraine-Krieg? 27.05.2026, 01:20 Uhr Artikel anh\u00f6ren(05:25 min)00:00 \/ 05:25 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Tiefer Rauch tr\u00fcbt<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32122"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32122\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}