{"id":32041,"date":"2026-05-13T23:36:31","date_gmt":"2026-05-13T20:36:31","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wirtschaft-und-verbande-kritisch-neues-heizungsgesetz-liefert-mehr-fragen-als-antworten\/"},"modified":"2026-05-13T23:36:31","modified_gmt":"2026-05-13T20:36:31","slug":"wirtschaft-und-verbande-kritisch-neues-heizungsgesetz-liefert-mehr-fragen-als-antworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/wirtschaft-und-verbande-kritisch-neues-heizungsgesetz-liefert-mehr-fragen-als-antworten\/","title":{"rendered":"Wirtschaft und Verb\u00e4nde kritisch: Neues Heizungsgesetz liefert mehr Fragen als Antworten"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Wirtschaft und Verb\u00e4nde kritischNeues Heizungsgesetz liefert mehr Fragen als Antworten<\/h2>\n<p>13.05.2026, 19:42 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Sebastian-Huld-article20312245.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30014943\/1762975605\/Img_1_1\/36\/a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1.webp\" alt=\"a6d1097d-155c-4edc-b000-7806375dfbdb~1\"\/>Von Sebastian Huld<\/a>Artikel anh\u00f6ren(12:22 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/05\/TTSART_30819703_20260513194259-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 12:22<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30820166\/1778695741\/Img_16_9\/1024\/Verena-Hubertz-und-Katherina-Reiche-beim-Pressestatement-zum-Gebaeudemodernisierungsgesetz-im-Paul-Loebe-Haus-Berlin-13-05.webp\" alt=\"Verena-Hubertz-und-Katherina-Reiche-beim-Pressestatement-zum-Gebaeudemodernisierungsgesetz-im-Paul-Loebe-Haus-Berlin-13-05\"\/><figcaption>Verena Hubertz und Katherina Reiche stellten das Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz gemeinsam vor. (Foto: picture alliance \/ Geisler-Fotopress)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das neue Heizungsgesetz nimmt mit dem Bundeskabinett die n\u00e4chste H\u00fcrde. W\u00e4hrend vor allem die Union jubelt, \u00e4u\u00dfern ausgerechnet Wirtschaft und Kommunen teils scharfe Kritik. Vor allem die sogenannte &quot;Bio-Treppe&quot; zieht viele offene Fragen nach sich.<\/p>\n<p>Das Bundeskabinett hat dem von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bauministerin Verena Hubertz erarbeiteten Gesetzentwurf f\u00fcr das Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz (GMG) zugestimmt. Das neue Heizungsgesetz soll das unter Reiches Vorg\u00e4nger reformierte Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG) ersetzen. Der Beschluss ist ein weiterer Schritt, eines der wichtigsten Wahlversprechen von CDU und CSU einzul\u00f6sen: Das Heizungsgesetz des Gr\u00fcnen-Politikers Robert Habeck soll &quot;abgeschafft&quot; werden. Die Reaktionen auf den neuen Gesetzentwurf aber zeigen, dass nicht nur Gr\u00fcne, Umweltverb\u00e4nde und W\u00e4rmepumpen-Bauer das von Union und SPD geeinte Werk kritisch sehen. <\/p>\n<p>Das Lob vom Bund der Deutschen Industrie (BDI) und des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) beschr\u00e4nkt sich weitgehend auf die Tatsache, dass sich die Koalition\u00e4re \u00fcberhaupt auf etwas geeinigt haben. Und damit auf die Hoffnung, dass die seit dem Regierungswechsel vorherrschende Unsicherheit zu k\u00fcnftigen Heizungsvorgaben absehbar an ein Ende kommt. Bei genauerer Betrachtung ist aber auch dieser Umstand zweifelhaft: Denn die Verb\u00e4nde weisen in ihren ersten Reaktionen auf offene Fragen und inhaltliche Widerspr\u00fcche hin, die sich nicht so leicht aufl\u00f6sen lassen. Zumindest nicht, wenn die Koalition am Ziel einer Verabschiedung des Gesetzes bis Anfang Juli festh\u00e4lt, um endlich die angesprochene Klarheit zu besorgen.<\/p>\n<h2>Zweifel an der &quot;Bio-Treppe&quot;<\/h2>\n<p>Der wohl gr\u00f6\u00dfte gemeinsame Nenner in den Kritikpunkten von Opposition, Wirtschaft und Umweltverb\u00e4nden betrifft die sogenannte &quot;Bio-Treppe&quot;. Sie ist der zentrale Kniff im Kompromiss zwischen Union und SPD. Denn die Regierungsparteien mussten eine L\u00f6sung finden, die es zumindest auf dem Papier erm\u00f6glicht, dass Deutschland seine W\u00e4rmeversorgung dekarbonisiert und gleichzeitig die unbegrenzte Weiternutzung von bestehenden \u00d6l- und Gasheizungen und sogar deren Neuinstallation erlaubt. Deshalb soll zumindest f\u00fcr neu verbaute \u00d6l- und Gasheizungen ab 2029 ein schrittweise steigender Bio-Anteil vorgeschrieben werden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Kosten-geteilt-Das-steckt-im-neuen-Heizungsgesetz-id30817934.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Reiche Hubertz HG\"\/>Reiche und Hubertz geben Infos&quot;Kosten geteilt&quot;: Das steckt im neuen Heizungsgesetz<\/a><\/p>\n<p>Die letzte Gro\u00dfe Koalition hatte Deutschlands Klimaneutralit\u00e4t bis zum Jahr 2045 grundgesetzlich verankert. Der Schritt erfolgte wegen eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts: Dieses Urteil sollte sicherstellen, dass die Umsetzung von Deutschlands internationaler Verpflichtung zur Klimaneutralit\u00e4t bis 2050 nicht zulasten kommender Generationen erst auf den letzten Metern erfolgt &#8211; zu dann noch h\u00f6heren Kosten. Weil rund ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen auf den Geb\u00e4udesektor entfallen, kommt auch die jetzige Bundesregierung nicht drumherum, auf eine Dekarbonisierung der W\u00e4rmeenergie hinzuwirken.<\/p>\n<p>Wo aber die alternativen Kraftstoffe in ausreichender Menge herkommen sollen und was diese kosten werden, wissen CDU-Politikerin Reiche und ihre SPD-Kollegin Hubertz selbst nicht: &quot;Eine belastbare Absch\u00e4tzung der in der Zukunft zu erwartenden Kosten ist derzeit nicht m\u00f6glich. Es lassen sich keine gesicherten Annahmen f\u00fcr die Marktentwicklung in diesem Segment treffen&quot;, hei\u00dft es w\u00f6rtlich in dem Gesetzentwurf. &quot;Annahmen f\u00fcr die k\u00fcnftige Entwicklung der Nachfrage, der Verf\u00fcgbarkeit und der Preise biogener Brennstoffe sind mit gro\u00dfen Unsicherheiten behaftet.&quot;<\/p>\n<h2>Nationale Strategie gefordert<\/h2>\n<p>Die Energiewirtschaft kann diese Frage auch nicht beantworten: Der VKU, dem Reiche einst selbst vorsa\u00df, fordert &quot;Klarheit von der Bundesregierung zur konkreten Ausgestaltung der Gr\u00fcngas-Quote&quot;. Gr\u00fcngas sei schlie\u00dflich bislang vor allem f\u00fcr Bereiche vorgesehen gewesen, die nicht ohne Gas auskommen. Das gilt insbesondere f\u00fcr das produzierende Gewerbe in Industrie und Mittelstand. Die kommunalen Unternehmen pochen deshalb auf eine nationale Biomethan-Strategie. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Gruene-von-Koalitionsausschuss-irritiert-Was-ist-das-fuer-ein-Signal-id30816659.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Dr\u00f6ge\"\/>Katharina Dr\u00f6ge im ntv Fr\u00fchstartGr\u00fcne zu Koalitions-Treffen: &quot;Was ist das f\u00fcr ein Signal?&quot;<\/a><\/p>\n<p>&quot;Bei Bio-Treppe und Gr\u00fcngasquote bedarf es einer verl\u00e4sslichen und realistischen Absch\u00e4tzung des vorhandenen &#039;Bio-Potenzials&#039; anhand einer nationalen Biomassestrategie&quot;, erkl\u00e4rt auch Kerstin Andreae, Vorsitzende des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Normenkontrollrat der Bundesregierung kritisiert ebenfalls eine &quot;Unsicherheit, ob zur Umsetzung ausreichend Biomethan zur Verf\u00fcgung steht&quot;. Absehbar wird es eher nicht reichen, mehr Energiepflanzen in Deutschland anzubauen &#8211; was zudem Fl\u00e4che und Wasser verbraucht &#8211; und mehr Agrarabf\u00e4lle zu verheizen. Deutschland wird Biogas auch importieren m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Was wird aus dem Gasnetz?<\/h2>\n<p>Beachtenswert ist auch der Hinweis der kommunalen Unternehmen, dass ein laut Gesetz bis 2040 auf 60 Prozent steigender Bioanteil nicht alleiniger Kostentreiber f\u00fcr die Verbraucher ist. Sp\u00e4testens mit Bekanntwerden der ersten Gesetzentw\u00fcrfe zum Habeck&#039;schen Heizungsgesetz Anfang 2023 ist ein episches Ringen um die Zukunft des deutschen Gasnetzes entbrannt: Die Zukunft des rund 600.000 Kilometer umfassendes Gasnetzes, das sich \u00fcber die gesamte Bundesrepublik erstreckt, ist ungewiss &#8211; und damit auch das Gesch\u00e4ftsmodell seiner Betreiber.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Nicht-nur-oekologisches-sondern-demokratisches-Drama-id30811394.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Unbenannt\"\/>Neubauer zerlegt Heizungsgesetz&quot;Nicht nur \u00f6kologisches, sondern demokratisches Drama&quot;<\/a><\/p>\n<p>CDU-Politikerin Reiche, die vor ihrem Wechsel nach Berlin selbst Managerin eines gro\u00dfen Netzbetreibers war, wird immer wieder vorgeworfen, sie sei verl\u00e4ngerter Arm der &quot;Gas-Lobby&quot;. Die Gaswirtschaft besteht aber eben nicht nur aus den gro\u00dfen Energieversorgern, an denen einige Bundesl\u00e4nder und Kommunen ebenfalls beteiligt sind. Die deutsche Gaswirtschaft sind eben auch die vielen kommunalen Energie- und W\u00e4rmeversorger, die Stadtwerke, deren r\u00f6hrenf\u00f6rmige Verm\u00f6genswerte durch die Energiewende akut bedroht sind. Das Gasnetz und die daran h\u00e4ngenden Kraftwerke sind auch die Verm\u00f6genswerte der B\u00fcrger. <\/p>\n<p>Reiche scheint fest entschlossen, zumindest einen relevanten Teil des Gasnetzes zu retten und verweist dabei immer wieder auf die Vorteile einer mithilfe von Wasserstoff diversifizierten Energieversorgung. Zudem braucht Deutschland das Gasnetz f\u00fcr seine Industrie. Der VKU sieht das Problem aber nicht gel\u00f6st durch das Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz: Bei Eigenheimen und Neubauten wird sich die W\u00e4rmepumpe absehbar durchsetzen, weshalb eine sinkende Zahl von Gaskunden den Betrieb der Gasnetze finanzieren muss. Die Folge: Das Gas wird nicht nur durch steigende Biogas-Quoten teurer, sondern auch durch immer h\u00f6here Netzentgelte. <\/p>\n<h2>Kritik an unklarer Priorisierung<\/h2>\n<p>Zum Ausgleich den Preistreiber CO2-Bepreisung auf EU-Ebene zu stoppen, aufzuschieben oder abzumildern, wie es die Union zumindest diskutiert, ist aus Sicht der Wirtschaft keine Option: Der Bund der Industrie (BDI) pocht in seiner Bewertung des geplanten Heizungsgesetzes darauf, dass der europ\u00e4ische Emissionshandel f\u00fcr Heiz\u00f6l und -gas sp\u00e4testens 2028 startet. Die absehbare Verteuerung der fossilen Energietr\u00e4ger ist aus Sicht des BDI der ma\u00dfgebliche Anreiz f\u00fcr Investitionen in die Dekarbonisierung der Bundesrepublik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Gasanschluss-abschalten-fuer-Tausende-Euro-Ist-das-rechtens-id30797491.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Eine-Stilllegung-oder-ein-Rueckbau-des-Gasanschlusses-kann-unter-Umstaenden-enorme-Kosten-verursachen\"\/>Umstieg auf anderes HeizsystemGasanschluss abschalten f\u00fcr Tausende Euro: Ist das rechtens?<\/a><\/p>\n<p>Die kommunalen Unternehmen bem\u00e4ngeln ferner die unklare Priorisierung: Wegen der wachsenden Nachfrage nach W\u00e4rmepumpen und Elektroautos m\u00fcssen Stromnetze ausgebaut werden, das Fernw\u00e4rme-Angebot soll ebenfalls ausgebaut werden und nun sollen auch noch neue Anreize f\u00fcr Eigent\u00fcmer hinzukommen, weiter mit \u00d6l und Gas zu heizen. &quot;Dieser parallele Hochlauf von Infrastrukturen gibt wenig Sinn, weil es f\u00fcr die Kunden der Stadtwerke weder bezahlbar noch volkswirtschaftlich vern\u00fcnftig w\u00e4re, k\u00fcnftig in jeder Stra\u00dfe des Landes drei W\u00e4rme-Infrastrukturen auszubauen und zu betreiben&quot;, stellt der Verband fest.<\/p>\n<p>Sprich: In vielen Regionen wird die Gasversorgung auch mit dem neuen Gesetz mangels Nachfrage absehbar wegfallen. Nur haben Eigent\u00fcmer dar\u00fcber oft keine Klarheit, w\u00e4hrend Schwarz-Rot die bislang vorgesehene Energieberatungspflicht streichen will.<\/p>\n<h2>Weder Beratung noch Evaluierung gewollt<\/h2>\n<p>Die sich aus dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts ergebenden Fragen sind zahlreich. Aber tiefergehende Beratung durch die umsetzende Wirtschaft scheint von der Bundesregierung nicht gewollt: \u202f&quot;Eine Anh\u00f6rungsfrist von nur wenigen Tagen\u202ff\u00fcr ein komplexes Regelwerk\u202freicht nicht f\u00fcr einen Praxischeck&quot;, beklagt der VKU. Zum gleichen Schluss kommt der Gesetzgebungsverfahren beaufsichtigende Normenkontrollrat, der eine &quot;unangemessen kurze Frist von vier Tagen, die das Ressort L\u00e4ndern und Verb\u00e4nden f\u00fcr deren Stellungnahmen einger\u00e4umt hat&quot;, kritisiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bundesregierung-rudert-beim-Heizungsgesetz-zurueck-id30792514.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Thermostatregler-an-einem-Heizkoerper-in-einer-Wohnung-Symbolbild-zum-Thema-steigende-Energiepreise-hohe-Heizkosten-und-Belastungen-fuer-Verbraucher-Gummersbach-28-02\"\/>Fehler einger\u00e4umtBundesregierung rudert beim Heizungsgesetz zur\u00fcck<\/a><\/p>\n<p>Die Verb\u00e4nde werden im Gesetzgebungsverfahren des Bundestags noch einmal die M\u00f6glichkeit zur Stellungnahme erhalten. Die acht Wochen Zeit bis Beginn der parlamentarischen Sommerpause sind aber denkbar knapp, um das komplizierte Gesetzespaket noch einmal aufzuschn\u00fcren.<\/p>\n<p>Die SPD schreibt sich nach der Einigung mit der Union insbesondere zugute, den Mieterschutz besorgt zu haben. Tats\u00e4chlich lobt auch der Mieterschutzbund die Regelung, dass die absehbaren Mehrkosten f\u00fcr Biogas und Netzentgelte zur H\u00e4lfte durch die Vermieter getragen werden m\u00fcssen. Allerdings setzt ebendiese Vorgabe einen Anreiz f\u00fcr Eigent\u00fcmer von Mehrfamilienh\u00e4usern, bestehende \u00d6l- und Gasheizungen m\u00f6glichst lange weiterzubetreiben und immer wieder zu reparieren.<\/p>\n<p>Eine Kostenbeteiligung ist n\u00e4mlich nicht f\u00fcr vor dem Gesetz eingebaute \u00d6l- und Gasheizungen vorgesehen, weil f\u00fcr diese auch nicht die &quot;Bio-Treppe&quot; gilt. Die Heizkostenabrechnung wird f\u00fcr die Mieter wegen Netzentgelten, CO2-Bepreisung und einer allgemeinen Biogasquote dennoch steigen. Gerade f\u00fcr \u00e4ltere Mehrfamilienh\u00e4user ist die Umr\u00fcstung auf W\u00e4rmepumpen besonders teuer und aufwendig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ein-Jahr-Merz-es-war-nicht-alles-schlecht-id30791710.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Die-angekuendigten-Massnahmen-haben-die-Buerger-nicht-ueberzeugt\"\/>F\u00fcnf Punkte f\u00fcr Schwarz-RotEin Jahr Merz &#8211; es war nicht alles schlecht<\/a><\/p>\n<p>Zahlreiche der 5 Millionen \u00d6lheizungen und 15 Millionen  Gasheizungen bleiben deshalb absehbar lange in Betrieb, warnt auch Gr\u00fcnen-Politiker Michael Kellner. &quot;Daher l\u00e4sst sich mit dem Gesetz das deutsche Klimaziel nicht erreichen.&quot; Der fr\u00fchere Staatssekret\u00e4r unter Habeck sagt zu ntv.de: &quot;Die bisherige Regel, dass die alten Heizungen bis 31.12. 2044 umgestellt werden m\u00fcssen, wurde aufgehoben. Wir erleben hier ein Versagen der SPD auf voller Linie.&quot; Kellner fordert die SPD-Bundestagsfraktion auf, &quot;diesen schweren Fehler im anstehenden Gesetzgebungsverfahren zu korrigieren.&quot;<\/p>\n<p>Ob das neue Gesetz tats\u00e4chlich das Ziel der Klimaneutralit\u00e4t bef\u00f6rdert oder unterl\u00e4uft, soll laut dem Entwurf evaluiert werden. Der BDI fordert, dass das sp\u00e4testens 2029 passiert, weil Klimaschutzziele im Geb\u00e4udesektor zuletzt regelm\u00e4\u00dfig und deutlich verfehlt wurden. Schwarz-Rot hingegen plant die Zwischenbilanz erst f\u00fcr das Jahr 2030 &#8211; also fr\u00fchestens ein Jahr nach der n\u00e4chsten Bundestagswahl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Wirtschaft und Verb\u00e4nde kritischNeues Heizungsgesetz liefert mehr Fragen als Antworten 13.05.2026, 19:42 Uhr Von Sebastian HuldArtikel anh\u00f6ren(12:22 min)00:00 \/ 12:22 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Verena Hubertz und<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32041","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32041","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32041"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32041\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32041"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}