{"id":32029,"date":"2026-05-11T22:16:22","date_gmt":"2026-05-11T19:16:22","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reisners-blick-auf-die-front-putin-spricht-zum-ersten-mal-von-einem-kriegsende\/"},"modified":"2026-05-11T22:16:22","modified_gmt":"2026-05-11T19:16:22","slug":"reisners-blick-auf-die-front-putin-spricht-zum-ersten-mal-von-einem-kriegsende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/reisners-blick-auf-die-front-putin-spricht-zum-ersten-mal-von-einem-kriegsende\/","title":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front: &#8220;Putin spricht zum ersten Mal von einem Kriegsende&#8221;"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Politik<\/p>\n<h2>Reisners Blick auf die Front&quot;Putin spricht zum ersten Mal von einem Kriegsende&quot;<\/h2>\n<p>11.05.2026, 18:11 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Lea-Verstl-article23006163.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2852517\/1639738243\/Img_1_1\/36\/verstl.webp\" alt=\"verstl\"\/>Interview: Lea Verstl<\/a>Artikel anh\u00f6ren(11:20 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/05\/TTSART_30810278_20260511181133-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 11:20<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30810345\/1778512214\/Img_16_9\/1024\/DIESES-FOTO-WIRD-VON-DER-RUSSISCHEN-STAATSAGENTUR-TASS-ZUR-VERFUeGUNG-GESTELLT-RUSSIA-LUGANSK-PEOPLE-S-REPUBLIC-MAY-8-2026-A-serviceman-fires-an-anti-tank-guided-missile-as-part-of-combat-training-for-an-assault-unit-of-the-Bashkortostan-31st-Motor-Rifle-Regiment-of-the-25th-Combined-Arms-Army-Zapad-West-Group-of-Forces-at-a-training-ground.webp\" alt=\"DIESES-FOTO-WIRD-VON-DER-RUSSISCHEN-STAATSAGENTUR-TASS-ZUR-VERFUeGUNG-GESTELLT-RUSSIA-LUGANSK-PEOPLE-S-REPUBLIC-MAY-8-2026-A-serviceman-fires-an-anti-tank-guided-missile-as-part-of-combat-training-for-an-assault-unit-of-the-Bashkortostan-31st-Motor-Rifle-Regiment-of-the-25th-Combined-Arms-Army-Zapad-West-Group-of-Forces-at-a-training-ground\"\/><figcaption>Auf der taktischen Ebene habe die Ukraine mit einer gro\u00dfen Zahl von Drohnen entlang der Front russische Vorm\u00e4rsche stark erschwert oder ganz verhindert, sagt Reisner. (Foto: picture alliance \/ TASS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hinter dem russischen Vorschlag zu Friedensgespr\u00e4chen k\u00f6nne ein Funken Ernsthaftigkeit stecken, sagt Oberst Markus Reisner. Die Ukraine hindere die Truppen des Kremls jedenfalls noch immer an gr\u00f6\u00dferen Vorst\u00f6\u00dfen. Neben Ex-Kanzler Gerhard Schr\u00f6der werde ein weiterer Deutscher als m\u00f6glicher Vermittler diskutiert.<\/p>\n<p>ntv.de: Wladimir Putin bringt Ex-Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der als m\u00f6glichen Vermittler f\u00fcr ein Ende der Invasion ins Spiel und fordert zugleich weiterhin die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk. Was will Putin erreichen?<\/p>\n<p>Markus Reisner: Putin spricht zum ersten Mal von einem Kriegsende. Das haben wir in dieser Deutlichkeit so noch nicht geh\u00f6rt. Nachdem Putin Schr\u00f6der als Verhandlungsf\u00fchrer ins Spiel gebracht hatte, winkte Berlin aber ab. Dass Schr\u00f6der allein die Rolle des Verhandlungsf\u00fchrers mit Putin ausf\u00fclle, sei keine Option, hie\u00df es. Nun wird laut meinen Informationen diskutiert, ob Pr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit Schr\u00f6der ein Verhandlungsduo stellen k\u00f6nnte.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Oesterreichischen-Bundesheer-und-Leiter-des-Institutes-fuer-Offiziersgrundausbildung-an-der-Theresianischen-Militaerakademie-Wissenschaftlich-arbeitet-er-u-a-zum-Einsatz-von-Drohnen-in-der-modernen-Kriegsfuehrung-Jeden-Montag-bewertet-er-fuer-ntv-de-die-Lage-an-der-Ukraine-Front\"\/><figcaption>Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front. (Foto: privat)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sind Schr\u00f6der und Steinmeier denn geeignete Kandidaten?<\/p>\n<p>Wie man an der Berichterstattung erkennen kann, ist das innenpolitisch ein hei\u00dfes Thema aufgrund der engen Beziehung, die Schr\u00f6der zu Putin pflegt. Auch Steinmeier geriet in die Kritik aufgrund seiner N\u00e4he zu Russland. Er hielt gemeinsam mit der damaligen Bundesregierung am Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 fest. Berlins Position spielte auch eine Rolle beim Abschluss des Minsker Abkommens zur Beendigung des Krieges im Donbas. Das Minsker Abkommen scheiterte damals, weil die von Moskau gesteuerten Separatisten die Vereinbarung systematisch unterliefen und der Westen Verst\u00f6\u00dfe nicht konsequent sanktionierte. <\/p>\n<p>Sie denken also, bei Putins Schr\u00f6der-Vorschlag handelt es sich um mehr als eine reine Desinformationskampagne?<\/p>\n<p>Das w\u00e4re m\u00f6glich. Aber ich bin da sehr, sehr vorsichtig. Denn wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder vermeintliche Vorst\u00f6\u00dfe der russischen Seite zu Friedensverhandlungen gesehen, die sich aber schlussendlich entweder in Luft zerschlagen haben &#8211; oder den Hintergrund hatten, Zeit zu gewinnen. Bemerkenswert finde ich: Putin ist es nicht allein gelungen, die Ukraine von einer Feuerpause zu \u00fcberzeugen. Daf\u00fcr musste US-Pr\u00e4sident Donald Trump intervenieren. Trump hat sich zuvor schon an die Schultern geheftet, er sei jener, der Verhandlungen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Putin in der Form zumindest informell erm\u00f6glichen k\u00f6nne. Nun hat der Waffenstillstand, der heute endet, tats\u00e4chlich im Gro\u00dfen und Ganzen gehalten.<\/p>\n<p>Wirklich? Beide Kriegsparteien sprechen davon, in den vergangenen Tagen Opfer von Angriffen geworden zu sein.<\/p>\n<p>Das ist nichts Neues im historischen Vergleich zu anderen derartigen Feuerpausen. Es hat immer Verletzungen des Waffenstillstands gegeben. Denn es ist schwierig f\u00fcr beide Parteien, ihre Streitkr\u00e4fte bis auf die unterste Ebene derma\u00dfen zu kontrollieren. Problematisch ist das vor allem in der \u00dcbergangsphase &#8211; von einem intensiv gef\u00fchrten Konflikt hin zu einem fragilen Waffenstillstand. Das hei\u00dft: Es gibt immer ein gewisses Hintergrundrauschen bei solchen Waffenstillst\u00e4nden. Das ist auch hier der Fall. Dass weder die Ukraine noch Russland von massiven Angriffen des jeweiligen Gegners sprechen, ist aber ein gutes Zeichen. <\/p>\n<p>Die unabh\u00e4ngigen russischen Portale Mediazona und Meduza berichten, 352.000 russische Soldaten seien seit Kriegsbeginn gefallen. Der ukrainische Generalstab meldet teils \u00fcber 1000 gefallene oder verwundete russische Soldaten innerhalb von 24 Stunden. Wie ordnen Sie diese Zahlen ein?<\/p>\n<p>Die Angabe, 352.000 Russen seien gefallen, ist absolut glaubhaft. Eine Mitarbeiterin dieser Portale hat auch vor Kurzem die ukrainischen Zahlen recherchiert &#8211; und ist auf eine Zahl von knapp 250.000 gefallene beziehungsweise vermisste ukrainische Soldaten gekommen. Diese Angaben decken sich mit denjenigen der USA, die in den vergangenen Jahren punktgenau waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Bemerkenswert-Putin-spricht-von-Kriegsende-id30810553.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Unbenannt\"\/>Reisner zu Schr\u00f6der-Vorschlag&quot;Bemerkenswert: Putin spricht von Kriegsende&quot;<\/a><\/p>\n<p>Wie kommt diese Zahl zustande?<\/p>\n<p>Es gibt drei Kategorien von Verlusten im Krieg: die get\u00f6teten, die vermissten und die verwundeten Soldaten. Wenn man diese drei Kategorien insgesamt betrachtet, sind die Verluste noch wesentlich h\u00f6her. Das versuchen die Ukrainer ein bisschen zu verschleiern. Pr\u00e4sident Selenskyj spricht von 55.000 get\u00f6teten Soldaten. Das ist nicht falsch. Aber die Zahl der vermissten und somit h\u00f6chstwahrscheinlich ebenfalls gefallenen Soldaten liegt viel h\u00f6her &#8211; aufgrund des steten Vormarsches der Russen in den vergangenen Jahren. <\/p>\n<p>Die Ukraine trifft Ziele wie eine \u00d6lpumpstation bei Perm, 1500 Kilometer von der Front entfernt. Daf\u00fcr nutzt sie neue Systeme wie den von ihr entwickelten Marschflugk\u00f6rper Flamingo. Wie sehr ver\u00e4ndert diese F\u00e4higkeit den strategischen Rahmen des Krieges?<\/p>\n<p>Eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme in Kombination mit Rahmenbedingungen machen es m\u00f6glich, Ziele in Russland zu treffen. Erstens gibt es weitreichende Drohnen, die Kiew mit Unterst\u00fctzung europ\u00e4ischer R\u00fcstungsunternehmen baut. Zweitens gibt es ukrainische Eigenproduktionen wie das System Flamingo als weitreichender Marschflugk\u00f6rper. Drittens wird Kiew von Europ\u00e4ern und Amerikanern mit Aufkl\u00e4rungsdaten unterst\u00fctzt, um russische Ziele zu treffen. Diese drei F\u00e4higkeiten erm\u00f6glichen es der Ukraine auch im f\u00fcnften Kriegsjahr, enormen Druck auf Russland auszu\u00fcben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Donald-Putin-macht-den-Wladimir-Trump-id30809549.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Russian-President-Vladimir-Putin-C-attends-the-military-parade-marking-the-81st-anniversary-of-victory-in-the-Great-Patriotic-War-of-19411945-in-Moscow-Russia-on-Saturday-May-9-2026-President-Donald-Trump-announced-on-social-media-that-a-three-day-ceasefire-would-be-in-effect-between-Ukraine-and-Russia-from-May-9-to-May-11-and-would-also-include-a-prisoner-exchange-The-ceasefire-coincides-with-Russia-s-May-9th-World-War-II-Victory-Day-as-well-as-Europe-Day-a-celebration-of-peace-and-unity-in-Europe\"\/>Kriegsende in Sicht?Donald Putin macht den Wladimir Trump<\/a><\/p>\n<p>Woran erkennen sie, wie stark Russland den Druck sp\u00fcrt? <\/p>\n<p>Wir sehen das eindr\u00fccklich an der Siegesparade, bei der Moskau aus Furcht vor Drohnenangriffen mit massiven Drohungen reagierte &#8211; ein Hinweis darauf, dass Russland keinen l\u00fcckenlosen Luftabwehrschirm aufbauen kann und ukrainische Systeme diesen immer wieder durchdringen w\u00fcrden. Ein Treffer bei einer so symboltr\u00e4chtigen Veranstaltung h\u00e4tte aus russischer Sicht verheerende Folgen gehabt, weil das Narrativ, der Krieg, beziehungsweise die &#039;Spezialoperation&#039; finde &#039;irgendwo anders&#039; statt, ins Wanken geraten w\u00e4re. Entsprechend brauchte es nach dem Telefonat Putins mit Trump die Intervention der USA, um Kiew von Angriffen abzuhalten.<\/p>\n<p>Es gab Vorf\u00e4lle mit ukrainischen Drohnen im lettischen Luftraum, die nach ukrainischen Angaben im Zusammenhang mit der russischen elektronischen Kriegsf\u00fchrung stehen. St\u00fcrzen ukrainische Drohnen immer wieder in den baltischen Staaten ab, weil Russland einen technologischen Vorsprung hat?<\/p>\n<p>Russen und Ukrainer versuchen derzeit, sich mit strategischen Luftangriffen gegenseitig unter Druck zu setzen. Jahrelang hatte dabei Russland die Oberhand, jetzt kann die Ukraine deutlich besser mithalten und einen Teil dieser Schl\u00e4ge erwidern. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel: Sobald eine Seite durch neue Technologien einen Vorsprung hat, kann sie schnell und massenhaft Ziele angreifen. Das funktioniert, bis die andere Seite nachzieht und wieder eine gewisse Symmetrie herstellt &#8211; mit dem anschlie\u00dfenden Ziel, die Errungenschaften erneut in einen asymmetrischen Vorteil zu verwandeln. Hinter dieser Luftkampagne stehen technische Faktoren, die man von au\u00dfen kaum sieht: pr\u00e4zise Aufkl\u00e4rung, zuverl\u00e4ssige Navigation und Systeme, die trotz massiver Funkst\u00f6rungen ihr Ziel finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Pistorius-schmiedet-Waffenpakt-mit-der-Ukraine-id30809886.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"KoelnNews_338801331_233\"\/>&quot;Mmit gezinkten Karten gespielt&quot;Pistorius schmiedet Waffenpakt mit der Ukraine<\/a><\/p>\n<p>Wie ist der Absturz der ukrainischen Drohne vor diesem Hintergrund zu bewerten?<\/p>\n<p>Russland hat seine F\u00e4higkeiten kontinuierlich ausgebaut, etwa mit Relaissendern und Signal-Verst\u00e4rkern in Belarus, die als eine Art Funkkette dienen. Das System erleichtert es russischen Drohnen, weit in die Ukraine vorzudringen, denn die Steuerungssignale werden verst\u00e4rkt, weitergereicht &#8211; und sind damit schwerer zu st\u00f6ren. Die Ukraine versucht, solche Drohnen mit St\u00f6rma\u00dfnahmen oder Luftabwehr zu stoppen. Dabei k\u00f6nnen unbemannte Flugk\u00f6rper vom Kurs abkommen und in Nachbarstaaten abst\u00fcrzen &#8211; wie zuletzt mutma\u00dflich ukrainische Drohnen in den baltischen L\u00e4ndern. Solche Vorf\u00e4lle schlachtet Russland propagandistisch aus. Der Kreml behauptet, die baltischen Staaten und Polen w\u00fcrden ihren Luftraum gezielt f\u00fcr ukrainische Drohnen \u00f6ffnen und damit Angriffe auf russische Ziele, etwa im Raum St. Petersburg, erst m\u00f6glich machen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die taktische Ebene: Die Ukraine sagt, sie habe die russische Fr\u00fchjahrsoffensive an mehreren Abschnitten durch massiven Drohneneinsatz gestoppt, etwa bei Kostjantyniwka. Wie gro\u00df ist dieser Erfolg aus Ihrer Sicht tats\u00e4chlich?<\/p>\n<p>Auf der taktischen Ebene hat die Ukraine mit einer gro\u00dfen Zahl von Drohnen entlang der Front russische Vorm\u00e4rsche stark erschwert oder ganz verhindert. Dadurch hat die russische Fr\u00fchjahrsoffensive operativ nur wenig Raum gewonnen. Als Reaktion versucht Moskau, den Druck auf andere Frontabschnitte zu verlagern. Der Kreml verlegt Kr\u00e4fte vor allem in die Regionen Charkiw und Sumy, aber auch in den S\u00fcden bei Saporischschja. Die Ukraine hat damit das Momentum, das Russland \u00fcblicherweise im Fr\u00fchjahr aufbaut, deutlich abgeschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>Wie nachhaltig ist das?<\/p>\n<p>In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob es den Russen trotzdem gelingt, an einzelnen Stellen weiter vorzur\u00fccken. Insgesamt sehen wir von der taktischen bis zur operativen Ebene eine Pattsituation: Keine Seite hat bislang eine \u00fcberzeugende Idee, wie sie die Lage nachhaltig zu ihren Gunsten ver\u00e4ndern kann. Jeder, der sich im gl\u00e4sernen Gefechtsfeld exponiert, l\u00e4uft Gefahr, in dieser von Zehntausenden Drohnen dominierten Todeszone hohe Verluste zu erleiden.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Die Ukraine k\u00f6nnte es trotz personeller Unterlegenheit und anderer Nachteile gegen\u00fcber Russland geschafft haben, Putin in eine Lage zu bringen, in der er \u00fcber Verhandlungen nachdenken muss?<\/p>\n<p>Das w\u00e4re die positive Lesart. Im Grunde stehen sich zwei Narrative gegen\u00fcber: Aus ukrainischer Sicht hat man durch den massiven Einsatz von Drohnen und Robotik einen Weg gefunden, den russischen Abnutzungskrieg zu kontern und eigene Personaldefizite teilweise zu kompensieren. Das russische Narrativ lautet: Man h\u00e4lt an den Kriegszielen fest, und k\u00e4mpft bis zum Sieg. Man sieht aber auch in Russland, wie sehr der operative Fortschritt hinter den Erwartungen bleib &#8211; was durchaus zu einem gewissen Nachdenken f\u00fchren kann, und aus meiner Sicht ist dies bereits der Fall. <\/p>\n<p>Mit Markus Reisner sprach Lea Verstl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik Reisners Blick auf die Front&quot;Putin spricht zum ersten Mal von einem Kriegsende&quot; 11.05.2026, 18:11 Uhr Interview: Lea VerstlArtikel anh\u00f6ren(11:20 min)00:00 \/ 11:20 0.5x 0.8x 1.0x 1.2x 1.5x 2.0x Auf<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-32029","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32029"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32029\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}