{"id":31971,"date":"2026-05-02T12:26:51","date_gmt":"2026-05-02T09:26:51","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/tier-nicht-mehr-im-lastkahn-buckelwal-in-der-nordsee-freigesetzt\/"},"modified":"2026-05-02T12:26:51","modified_gmt":"2026-05-02T09:26:51","slug":"tier-nicht-mehr-im-lastkahn-buckelwal-in-der-nordsee-freigesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/tier-nicht-mehr-im-lastkahn-buckelwal-in-der-nordsee-freigesetzt\/","title":{"rendered":"Tier nicht mehr im Lastkahn: Buckelwal in der Nordsee freigesetzt"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Panorama<\/p>\n<h2>Tier nicht mehr im LastkahnBuckelwal in der Nordsee freigesetzt<\/h2>\n<p>02.05.2026, 09:15 Uhr <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30777968\/1777715800\/Img_16_9\/920\/image.webp\" alt=\"Video poster\"\/><video poster=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30777968\/1777715800\/Img_16_9\/920\/image.webp\" controls=\"true\"><source src=\"https:\/\/streaming.n-tv.de\/proxy\/abr\/2026\/05\/VPMS_TVCLI_Wal_01_ON_000000025_20260502094039-prog.ism\/.mp4?filter=(trackName==&quot;video-web6&quot;||trackName==&quot;audio-web6&quot;)\" type=\"video\/mp4\"><\/source><source src=\"https:\/\/streaming.n-tv.de\/proxy\/abr\/2026\/05\/VPMS_TVCLI_Wal_01_ON_000000025_20260502094039-abr.ism\/.m3u8\" type=\"application\/vnd.apple.mpegURL\"><\/source><\/video><\/p>\n<p>Die dramatische Wal-Rettungsaktion kommt in der Nordsee zu ihrem vorl\u00e4ufigen Ende. Seit dem Morgen befindet sich der Buckelwal nicht mehr in dem Lastkahn, berichtet das zust\u00e4ndige Team. Sein weiteres Schicksal ist vorerst unklar. Ein GPS-Sender k\u00f6nnte Gewissheit bringen.  <\/p>\n<p>Der aus einer flachen Ostsee-Bucht an der Insel Poel geborgene Buckelwal ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative und nach Bildern des Livestream-Anbieters News5 in der Nordsee freigesetzt worden. Der Wal sei gegen 9 Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei. Der Konvoi befand sich am Morgen etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerak.<\/p>\n<p>Auf News5-Drohnenaufnahmen war zeitweise ein im Wasser schwimmender Wal zu erkennen &#8211; ob es sich tats\u00e4chlich um das freigesetzte Tier handelte, lie\u00df sich nicht gesichert sagen. Ob es Senderdaten gebe, sei bisher unklar, sagte Schwarck. Es gab zudem keine Angaben dazu, in welchem Zustand sich das Tier befand und wie genau es von Bord schwamm oder bugsiert wurde.<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Buckelwal Font\u00e4ne Kreis\"\/><figcaption>Diese Aufnahme zeigt eine Font\u00e4ne, die mutma\u00dflich der Poeler Buckelwal beim Ausatmen ausst\u00f6\u00dft &#8211; sie wird auch Blas genannt. (Foto: News5)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Lastkahn mit dem mehrfach an deutschen Ostsee-K\u00fcsten gestrandeten Buckelwal hatte am Freitag nach tagelanger Reise die Nordsee schon fast erreicht &#8211; drehte jedoch etwa 20 Kilometer vom n\u00f6rdlichsten Punkt D\u00e4nemarks entfernt ab. An diesem Punkt nahe der Stadt Skagen flie\u00dfen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.<\/p>\n<h2>GPS-Sender vor Freisetzung angebracht?<\/h2>\n<p>Im Bereich dieses \u00dcbergangs hatte es \u00fcber Stunden hohen Wellengang gegeben. In ruhigerem Wasser &#8211; wieder ein St\u00fcck zur\u00fcck in der Ostsee &#8211; wurde am Nachmittag das Absperrnetz an der R\u00fcckseite des Lastkahns entfernt. Der Wasserstand in der Barge sei zun\u00e4chst nicht ver\u00e4ndert worden, hie\u00df es aus dem Team der Initiative. Trotz des nun offenen Ausgangs hatte der Wal den Lastkahn \u00fcber viele Stunden nicht verlassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Finanzierin-nennt-Kosten-fuer-Wal-Rettung-id30777781.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"28-07-2017-Berlin-Deutschland-GER-Siegerehrung-Honesty-Newport-3-mit-Michael-Nimczyk-gewinnt-den-4-Vorlauf-zum-Deutschen-Stuten-Derby-Honesty-Newport-Michael-Nimczyk-Vorlauf-Deutschen-Stuten-Derby-Deutsches-Stuten-Derby-Ziel-Zieleinlauf-Einlauf-Sieg-Karin-Walter-Mommert-Trabrennen-Trabrennbahn-Traber-traben-Pferdesport-Pferderennen-Berlin-Berlin-Mariendorf-Trabrennbahn-Mariendorf-Pferderennsport\"\/>&quot;Geht nicht ums Geld&quot;Finanzierin nennt Kosten f\u00fcr Wal-Rettung<\/a><\/p>\n<p>Vor dem Freisetzen soll noch ein GPS-Sender angebracht worden sein, mit dem sich der k\u00fcnftige Standort des Wals erkennen lie\u00dfe. Ob das gelang und der Sender Daten liefert, war zun\u00e4chst unklar.<\/p>\n<p>Der vier bis sechs Jahre alte Walbulle war Anfang M\u00e4rz erstmals in der Ostsee gesehen worden. In den etwa 60 Tagen bis zum Transport lag er rund zwei Drittel der Zeit in Flachwasserzonen. Am Dienstag war er vor der Insel Poel in einen Lastkahn bugsiert worden, der dann an einen Schlepper gekoppelt in Richtung Nordsee startete.<\/p>\n<h2>Wal &quot;alles andere als fit&quot;<\/h2>\n<p>Als gerettet gilt der Wal auch nach dem Freisetzen nicht. Nach der langen Liegezeit sei fraglich, ob der Wal noch normal schwimmen und tauchen k\u00f6nne, hatte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter erkl\u00e4rt. Auch die Frage nach der Nahrungsaufnahme stelle sich wegen der in seinem Maul gefundenen Netzteile. Der Wal sei allen Anzeichen nach alles andere als fit. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Buckelwal-Drama-erinnert-an-Schicksal-von-Johannes-id30769844.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"epa03511301-The-carcass-of-stranded-humpback-whale-Johannes-on-a-sandbank-in-Den-Helder-the-Netherlands-16-December-2012-Reports-state-that-humpback-whale-became-stranded-on-12-December-2012-and-efforts-to-save-the-whale-near-the-Wadden-Sea-island-of-Texel-failed\"\/>Einschl\u00e4ferung scheiterteBuckelwal-Drama erinnert an Schicksal von &quot;Johannes&quot;<\/a><\/p>\n<p>Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) betonte: &quot;Von einer Rettung kann man erst sprechen, wenn sich der Wal zur\u00fcck im Nordatlantik befindet und dort langfristig \u00fcberlebt; sich seine Haut wieder vollst\u00e4ndig erholt hat; er wieder eigenst\u00e4ndig auf Nahrungssuche geht und an Gewicht zunimmt; und seinem nat\u00fcrlichen Verhalten nachgeht.&quot; <\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung unter anderem von WDC und Internationaler Walfangkommission (IWC) hat der Wal kaum langfristige \u00dcberlebenschancen. Ohne funktionierenden Sender droht allerdings unbemerkt zu bleiben, w\u00fcrde das geschw\u00e4chte Tier binnen Tagen oder Wochen nach dem Freisetzen verenden. Die Allgemeinheit wird seinen Weg ohnehin nicht verfolgen k\u00f6nnen: Die Informationen, wo sich der Wal befinde, w\u00fcrden nur den Teammitgliedern der Privatinitiative und dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern zur Verf\u00fcgung gestellt, hatte die Rechtsanw\u00e4ltin der Initiative, Constanze von der Meden, gesagt. <\/p>\n<h2>Kehrt der Wal wieder zur\u00fcck?<\/h2>\n<p>Nach Meinung von Experten k\u00f6nnte das geschw\u00e4chte Tier wieder gezielt zur K\u00fcste schwimmen. &quot;In verschiedenen Regionen der Welt ist dokumentiert, dass Gro\u00dfwale bei ausgepr\u00e4gter Ersch\u00f6pfung vermehrt flache K\u00fcstengew\u00e4sser mit weichem Untergrund aufsuchen&quot;, hatte das Deutsche Meeresmuseum erkl\u00e4rt. Das d\u00e4nische Umweltministerium teilte in diesem Zusammenhang mit, dass man gestrandete Meeress\u00e4ugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien &quot;ein nat\u00fcrlich vorkommendes Ph\u00e4nomen&quot; und Wale sollten generell &quot;nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gest\u00f6rt&quot; werden. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Vor-60-Jahren-Belugawal-im-Rhein-gesichtet-id30766293.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Moby-Dick-der-weisse-Beluga-Wal-der-zuerst-am-18-Mai-1966-bei-Stromkilometer-778-5-in-Hoehe-von-Duisburg-Neuenkamp-von-den-Rheinschiffern-Bernd-Albrecht-und-Willi-Dethlevs-gesichtet-wurde-und-tagelang-die-Nation-in-Atem-hielt-Alle-Versuche-das-Tier-zu-fangen-scheiterten-und-es-entwischte-in-friedliche-hollaendische-Gewaesser-wo-die-Waljagd-verboten-wurde\"\/>&quot;Moby Dick&quot;Vor 60 Jahren: Belugawal im Rhein gesichtet<\/a><\/p>\n<p>Eine langfristig erfolgreiche Rettung wiederum lie\u00dfe sich vermutlich daran festmachen, dass der Wal in den n\u00e4chsten Jahren in seinen n\u00f6rdlichen Nahrungsgr\u00fcnden, s\u00fcdlichen Paarungsgebieten oder auch dazwischen, w\u00e4hrend seiner Wanderungen, gesichtet und mittels Foto-ID eindeutig identifiziert werde, hie\u00df es von WDC. &quot;Das w\u00e4re ein klares Indiz daf\u00fcr, dass er seinem nat\u00fcrlichen Verhalten nachkommt.&quot; <\/p>\n<h2>Dramatisches Schicksal<\/h2>\n<p>Der rund zw\u00f6lf Meter lange Wal war am 3. M\u00e4rz im Hafen von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern gesehen worden. Helfer entfernten Teile eines Fischernetzes von ihm. Am 23. M\u00e4rz wurde er weiter westlich auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein entdeckt. Tagelange Rettungsversuche liefen, unter anderem gruben Bagger eine Rinne. Der Influencer Robert Marc Lehmann ging zum Wal, filmte sich via Selfiestick selbst. <\/p>\n<p>In der Nacht zum 27. M\u00e4rz verschwand der Wal aus dem Strandbereich &#8211; schwamm aber schon am 28. M\u00e4rz erneut ins Flachwasser: auf eine Sandbank in der Wismarbucht s\u00fcdlich der Insel Walfisch. Am 29. M\u00e4rz ging es bei steigendem Wasserstand kurz weiter, wenige Meter weiter verharrte der Wal in der Wismarbucht wieder. Experten versuchten, ihn mit L\u00e4rm zum Wegschwimmen zu bringen. <\/p>\n<p>Am 30. M\u00e4rz zog das Tier tats\u00e4chlich wieder los &#8211; allerdings nur, um am 31. M\u00e4rz schon wieder eine Flachwasserzone aufzusuchen, diesmal im Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht vor der Insel Poel. Nach einem Experten-Gutachten sollte das geschw\u00e4chte Tier nun in Ruhe gelassen werden. <\/p>\n<h2>Keine Fachleute bei Rettung dabei<\/h2>\n<p>Mitte April gab Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus \u00fcberraschend bekannt, dass das Transportkonzept einer privaten Initiative geduldet werde. Finanziert wird das Vorhaben von der aus dem Pferdesport bekannten Unternehmerin Karin Walter-Mommert und dem Mediamarkt-Gr\u00fcnder Walter Gunz. Beide waren in der Vergangenheit nicht \u00f6ffentlich durch Engagement f\u00fcr den Tierschutz aufgefallen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Wie-sterben-Wale-auf-hoher-See-id30725075.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"This-photograph-provided-by-the-Georgia-Department-of-Natural-Resources-shows-an-endangered-North-Atlantic-right-whale-entangled-in-fishing-rope-being-sighted-with-a-newborn-calf-on-Dec-2-2021-in-waters-near-Cumberland-Island-Ga-A-federal-circuit-court-has-reinstated-a-ban-on-lobster-fishing-gear-in-a-nearly-1-000-square-mile-area-off-New-England-on-Wednesday-July-13-2022-to-try-to-protect-endangered-whales-The-National-Marine-Fisheries-Service-issued-new-regulations-last-year-that-prohibited-lobster-fishing-with-vertical-buoy-lines-in-part-of-the-fall-and-winter-in-the-area-The-ruling-was-intended-to-prevent-North-Atlantic-right-whales-which-number-less-than-340-from-becoming-entangled\"\/>Gefahr durch den MenschenWie sterben Wale auf hoher See?<\/a><\/p>\n<p>Fachleute deutscher Institutionen wie dem Deutschen Meeresmuseum wurden nicht beteiligt, daf\u00fcr etwa ein peruanischer Schriftsteller und Kleintier\u00e4rztinnen. Immer wieder konnte man den Eindruck gewinnen, der &#8211; nicht beteiligte &#8211; Minister z\u00e4hle auch zum Team: Informationen zum weiteren Vorgehen kamen oft nicht von der Initiative selbst, sondern von Backhaus. <\/p>\n<p>Im Zuge der Vorbereitungen f\u00fcr den geplanten Transport bis in die Nordsee oder gar den Atlantik gab es wieder viel Trubel direkt am Wal &#8211; der nach rund drei Wochen Liegezeit fr\u00fchmorgens wegschwamm. Von Booten aus versuchten Teammitglieder der Initiative, ihn in Richtung Ostsee zu treiben. Es gab viel Hin und Her, nach zwei Stunden schwamm das Tier erneut in eine Flachwasserzone &#8211; zum nun schon mindestens f\u00fcnften Mal. Aus dem Team hie\u00df es sp\u00e4ter, der Wal sei zeitweise in v\u00f6llige Panik geraten. <\/p>\n<p>An seinem neuen Platz lag das Tier &#8211; ungeachtet neuen Get\u00f6ses unter anderem von einer Arbeitsplattform aus &#8211; weitgehend bewegungslos. Tierschutzorganisationen, Walforscher und Institutionen wie das Meeresmuseum behielten ihre Einsch\u00e4tzung bei: Ruhe w\u00e4re f\u00fcr den geschw\u00e4chten Wal das Beste. &quot;Es ist durchaus denkbar, dass sich der Wal zum Ausruhen oder sogar zum Sterben in das niedrige Gew\u00e4sser begeben hat&quot;, hie\u00df es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation. Es ist bei vielen Wildtieren ein typisches Verhalten, sich bei Verletzungen zur\u00fcckzuziehen und einen ruhigen Platz zu suchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Panorama Tier nicht mehr im LastkahnBuckelwal in der Nordsee freigesetzt 02.05.2026, 09:15 Uhr Die dramatische Wal-Rettungsaktion kommt in der Nordsee zu ihrem vorl\u00e4ufigen Ende. 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