{"id":31821,"date":"2026-04-08T18:16:40","date_gmt":"2026-04-08T15:16:40","guid":{"rendered":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-iran-europa-trump-erklart-den-sieg-aber-alle-haben-verloren-auser-einem-land\/"},"modified":"2026-04-08T18:16:40","modified_gmt":"2026-04-08T15:16:40","slug":"usa-iran-europa-trump-erklart-den-sieg-aber-alle-haben-verloren-auser-einem-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/nachrichten\/usa-iran-europa-trump-erklart-den-sieg-aber-alle-haben-verloren-auser-einem-land\/","title":{"rendered":"USA, Iran, Europa: Trump erkl\u00e4rt den Sieg, aber alle haben verloren &#8211; au\u00dfer einem Land"},"content":{"rendered":"<p class=\"caps\">Kommentare<\/p>\n<h2>USA, Iran, EuropaTrump erkl\u00e4rt den Sieg, aber alle haben verloren &#8211; au\u00dfer einem Land<\/h2>\n<p>08.04.2026, 15:47 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Volker-Petersen-article14511836.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/2603106\/1756473407\/Img_1_1\/36\/RTL01231-1.webp\" alt=\"RTL01231-1\"\/>Ein Kommentar von Volker Petersen<\/a>Artikel anh\u00f6ren(07:29 min)<audio src=\"https:\/\/mp3.n-tv.de\/2026\/04\/TTSART_30692366_20260408154805-radleg2.mp3\"><\/audio>00:00 \/ 07:29<\/p>\n<ul>\n<li>0.5x<\/li>\n<li>0.8x<\/li>\n<li>1.0x<\/li>\n<li>1.2x<\/li>\n<li>1.5x<\/li>\n<li>2.0x<\/li>\n<\/ul>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/img\/30686361\/1775539922\/Img_16_9\/1024\/Der-US-Praesident-hat-mit-den-Artemis-2-Astronauten-gesprochen.webp\" alt=\"Der-US-Praesident-hat-mit-den-Artemis-2-Astronauten-gesprochen\"\/><figcaption>Trump spricht vom Sieg &#8211; aber viel gewonnen hat er nicht. <\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit gro\u00dfem Get\u00f6se erkl\u00e4rt US-Pr\u00e4sident Trump den Sieg \u00fcber den Iran. Das dortige Regime macht das Gleiche. Die Wahrheit liegt diesmal nicht irgendwo dazwischen. Verloren haben beide. Nutznie\u00dfer gibt es dennoch.<\/p>\n<p>Endlich steigen die Chancen auf Frieden im Nahen Osten. US-Pr\u00e4sident Donald Trump macht seine Drohung nicht wahr, den Iran auszul\u00f6schen. Stattdessen sollen die Waffen f\u00fcr zwei Wochen schweigen. Triumphgeheul ert\u00f6nt auf beiden Seiten, in Washington und in Teheran. Doch tats\u00e4chlich haben beide verloren. <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich, im Iran hat das Regime Grund zur Freude. Sie haben einem wochenlangen Feuersturm der gr\u00f6\u00dften Milit\u00e4rmacht der Welt \u00fcberstanden. Allein das \u00dcberleben ist ein Erfolg. So wie es der fr\u00fchere US-Au\u00dfenminister Henry Kissinger w\u00e4hrend des Vietnam-Kriegs \u00fcber die Guerrilla gesagt hatte: &quot;Der Guerrillak\u00e4mpfer gewinnt, wenn er nicht verliert.&quot; Das Mullah-Regime im Iran ist zwar keine Guerrilla-Organisation, sondern ein Staatsapparat &#8211; dieser Krieg war dennoch so asymmetrisch, dass der Satz hier ins Schwarze trifft. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Libanesen-draengen-zurueck-in-den-Sueden-Beirut-warnt-eindringlich-id30692170.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Smoke-rises-following-an-Israeli-strike-on-the-southern-suburbs-of-Beirut-as-seen-from-Baabda-Lebanon-April-8-2026\"\/>Israel setzt Einsatz fortLibanesen dr\u00e4ngen zur\u00fcck in den S\u00fcden &#8211; Beirut warnt eindringlich<\/a><\/p>\n<p>Zugleich ist die Stra\u00dfe von Hormus wieder offen, aber \u00fcber die Zukunft muss erst noch verhandelt werden. Trump akzeptierte den Zehn-Punkte-Plan der Iraner als Verhandlungsgrundlage, obwohl der reihenweise unannehmbare Forderungen enth\u00e4lt &#8211; wie eben die iranische Kontrolle \u00fcber die Meerenge. Selbst wenn in einem zuk\u00fcnftigen Abkommen die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe besiegelt wird, kann der Iran sie im Ernstfall erneut schlie\u00dfen. <\/p>\n<p>Doch nach den heftigen Angriffen Israels und der USA muss das Land mit den Folgen leben. Milit\u00e4risch ist das Land geschw\u00e4cht und wird vermutlich Jahre brauchen, um die Sch\u00e4den zu beseitigen. Zugleich sieht sich das Terror-Regime einem Volk gegen\u00fcber, das sich in gro\u00dfen Teilen abgewandt hat. Das Regime bleibt moralisch diskreditiert, sp\u00e4testens nachdem es Anfang des Jahres rund 30.000 Demonstranten niedergemetzelt hat. F\u00fcr den Moment mag die Freude \u00fcber das \u00dcberleben \u00fcberwiegen. Aber wie kann ein Regime, das innen- und au\u00dfenpolitisch jedes Vertrauen verspielt hat, \u00fcberleben, ohne wieder in eine Gewaltspirale einzusteigen? <\/p>\n<h2>Das Kissinger-Zitat geht noch weiter<\/h2>\n<p>Aus US-Sicht f\u00e4llt es noch schwerer, dem Krieg etwas Positives abzugewinnen. Eine m\u00f6gliche Verz\u00f6gerung des iranischen Atomwaffenprogramms kann man als Erfolg sehen. Auch wenn die Iraner nun jetzt erst recht allen Grund h\u00e4tten, eine Atombombe zu bauen &#8211; als eigene Lebensversicherung. Unterm Strich ist der Iran nun geschw\u00e4cht. Nur, zu welchen Kosten? Der Krieg verschlang Milliarden von Dollar, die Benzinpreise explodierten. Das d\u00fcrfte Trumps Republikanern bei den Midterm-Wahlen im November schaden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Tankstellen-erhoehen-Preise-trotz-Iran-Feuerpause-id30691806.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"07-04-2026-Freie-Tankstelle-Bad-Woerishofen-im-Allgaeu-V-Markt-Bad-Woerishofen-Diesel-Tankstutzen\"\/>Was bedeutet die Waffenruhe?Tankstellen erh\u00f6hen Preise &#8211; trotz Iran-Feuerpause<\/a><\/p>\n<p>Die wahren Kosten liegen aber woanders und lassen sich nicht in Geld aufwiegen. Denn das Zitat von Kissinger geht noch weiter: \u201eDie konventionelle Armee verliert, wenn sie nicht gewinnt.\u201c Und gewonnen haben die USA nicht, auch wenn Trump das noch so laut in die Welt hinausschreit. Die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus ist zweifellos ein Erfolg f\u00fcr den Moment. Trumps apokalyptisch-befremdliche Drohungen mit Ausl\u00f6schung k\u00f6nnten Eindruck gemacht haben. Aber jeder sieht das Offensichtliche: Trump hat hier ein Problem gel\u00f6st, dass es ohne ihn nicht gegeben h\u00e4tte. <\/p>\n<p>Zum ersten Mal haben die Iraner als Reaktion auf die US-Schl\u00e4ge die Stra\u00dfe von Hormus geschlossen. Und mit ihnen hat die Welt festgestellt, wie einfach das war und wie gro\u00df die Hebelwirkung tats\u00e4chlich ist. Die gesamte Weltwirtschaft geriet ins Wanken, auch Trumps Kriegslust schwand mit jedem Tag, an dem der Benzinpreis in den Vereinigten Staaten \u00fcber vier Dollar pro Gallone lag. Jeder k\u00fcnftige Pr\u00e4sident, vielleicht sogar Trump selbst, wird es sich dreimal \u00fcberlegen, noch einmal den Iran derartig zu provozieren. Wie ein Kind, das einmal auf eine hei\u00dfe Herdplatte gefasst hat. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Darum-redet-Trump-jetzt-doch-mit-den-Mullahs-id30691661.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Schiitische-Muslime-halten-Plakate-mit-dem-Bild-des-Modschtaba-Chamenei-und-seines-verstorbenen-Vaters-Ajatollah-Ali-Chamenei-um-ihre-Unterstuetzung-waehrend-einer-Prozession-in-Karachi-zu-zeigen\"\/>Mit R\u00fccken zur Wand in Gespr\u00e4cheDarum redet Trump jetzt doch mit den Mullahs<\/a><\/p>\n<p>Damit sind die Grenzen der Macht der Vereinigten Staaten deutlich geworden. Nachdem Russland sich in der Ukraine ma\u00dflos \u00fcbersch\u00e4tzt hat, bekommt auch der Nimbus der US-Armee Risse. Nat\u00fcrlich, die Rettungsaktion des abgeschossenen Piloten war spektakul\u00e4r. <\/p>\n<p>Aber auch die letzte gro\u00dfe Supermacht war nicht in der Lage, einen Regimewechsel, ein Ende des Atomprogramms oder die Freigabe von Hormus herbeizubomben. Und selbst in der Trump-Regierung ahnte man, dass Bodentruppen zu einem blutigen Abenteuer geworden w\u00e4ren. Jede Macht lebt aber auch und vor allem von der Drohung. Dazu geh\u00f6rt, sie gelegentlich wahrzumachen &#8211; das ja. Aber dann sollte man sich auch durchsetzen. Das ist hier nicht gelungen. <\/p>\n<h2>Geschw\u00e4chte Weltmacht<\/h2>\n<p>Trump hat die Stellung der USA in der Welt geschw\u00e4cht. Die Amerikaner waren nicht in der Lage, die verb\u00fcndeten L\u00e4nder im Nahen Osten zu besch\u00fctzen. Trotz massiver Milit\u00e4rpr\u00e4senz gerieten Dubai und andere Orte unter Beschuss. Zugleich zeigte sich die Anf\u00e4lligkeit der Lieferwege f\u00fcr \u00d6l und Fl\u00fcssiggas aufs schmerzhafteste. Teilweise l\u00e4sst sich die Stra\u00dfe von Hormus mit Energielieferungen durch Pipelines umgehen. F\u00fcr iranische Drohnen und Marschflugk\u00f6rper w\u00e4ren aber auch die ein leichtes, weil unbewegliches Ziel. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/Trotz-Waffenruhe-Gab-bis-morgens-Explosionen-in-Tel-Aviv-id30691165.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Stephan Richter\"\/>Richter zur Haltung in IsraelTrotz Waffenruhe: &quot;Gab bis morgens Explosionen in Tel Aviv&quot;<\/a><\/p>\n<p>Hinzu kommt der Ansehensverlust der USA. Am Ende hat Trump davor zur\u00fcckgeschreckt, den Iran \u201ein die Steinzeit zu bomben\u201c. Aber schon mit der Drohung hat er eine Schwelle \u00fcberschritten. Was unterscheidet die USA noch von Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin, wenn solche Grausamkeit \u00fcberhaupt erwogen wird? Daran \u00e4ndert auch nichts, wenn man Trumps Vorgehen als hoch pokernde Verhandlungstaktik verharmlost. Und all das, um nur ann\u00e4hernd einen Status Quo ante wiederherzustellen, die \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus. <\/p>\n<p>Trump wird es nicht so sehen, aber auch sein Umgang mit den Europ\u00e4ern macht die USA schw\u00e4cher. Deren weltweites Netz von Verb\u00fcndeten ist ein Pfeiler ihres Weltmachtstatus. Trump behandelte die Europ\u00e4er wie Vasallen, beschimpfte sie, versuchte sie in die Stra\u00dfe von Hormus herbeizukommandieren &#8211; ohne \u00fcberhaupt die offiziellen Kan\u00e4le zu nutzen. Und er reagierte beleidigt, als die nicht spurten. Gro\u00dfbritannien, Spanien und Italien verweigerten schon teilweise die Nutzung gemeinsamer Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte. Deren Pr\u00e4senz in Europa ist keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Experte-Das-Weisse-Haus-hat-gezittert-id30691038.html\" rel=\"noreferrer\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"FILE-PHOTO-U-S-President-Donald-Trump-flanked-by-Secretary-of-Defense-Pete-Hegseth-speaks-during-a-press-conference-in-the-James-S-Brady-Press-Briefing-Room-at-the-White-House-in-Washington-D-C-U-S-April-6-2026\"\/>Wie Iran den USA geholfen hatExperte: &quot;Das Wei\u00dfe Haus hat gezittert&quot;<\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Trumps Iran-Abenteuer gibt es einen l\u00e4chelnden Dritten: Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping. Ein Interesse an einer Eskalation hatte er zwar vermutlich nicht &#8211; schlie\u00dflich ist auch China auf \u00d6limporte angewiesen. Aber je mehr Munition die Amerikaner in diesem sinnfreien Krieg verschossen, desto besser k\u00f6nnte seine Stimmung geworden sein. Denn sollte China demn\u00e4chst Taiwan annektieren, werden den USA diese Bomben, Raketen und Marschflugk\u00f6rper f\u00fcr die Verteidigung des Inselstaats fehlen. Trump vergleicht die internationale Politik gern mit einem Kartenspiel. Er hat in den vergangenen Wochen einige seiner Tr\u00fcmpfe aus der Hand gegeben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommentare USA, Iran, EuropaTrump erkl\u00e4rt den Sieg, aber alle haben verloren &#8211; au\u00dfer einem Land 08.04.2026, 15:47 Uhr Ein Kommentar von Volker PetersenArtikel anh\u00f6ren(07:29 min)00:00 \/ 07:29 0.5x 0.8x 1.0x<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-31821","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-nachrichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31821"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31821\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/onlinetranslators.de\/news\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}